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bololo 03.10.2007 09:27:50

Schubabschaltung bei Standgas und Ausrollen
 
Hallo,

in einer Fredleiche habe ich folgendes gefunden (Es ging um Spritsparen):

Zitat:

Zitat von Papabär
beim Ausrollen, Abfahren von der Bahn, an die Kreuzung rollen - die Kupplung ziehen.
Die GS hat keine Schubabschaltung, d.h. sie verbraucht weniger Sprit, wenn sie im Leerlauf rollt als wenn sie abtourt...

Sorry, als technischer Laie verstehe ich das nicht so ganz:
Es macht also einen Unterschied in Sachen Spritverbrauch ob ich im Leerlauf (oder gezogener Kupplung) einen Hang runterfahre oder mit Motorbremse?
Der Gasgriff hat ja in beiden Szenarien die gleiche Stellung (Minimum, bzw. Standgas).

Mal ganz extrem gedacht: Wenn ich einen Hang im ersten Gang runterrolle und die Drehzahl auf 11.000 hochgeht hab ich dann einen höheren Verbrauch als wenn ich ausgekuppelt Rolle und die Drehzahl bei 1.500 liegt?

Naja, wenn man wirklich sparen will, schaltet man bei jedem Anrollen auf eine Roten Ampel vorher schon in den Leerlauf und schaltet den Motor mit Notaus aus. :lol: (Soll aber angeblich nicht gut für Öldruck sein. Oder wars irgendwas mit den Bremsen?)

BlackTalon 03.10.2007 09:56:36

Der Motor erzeugt bei höherer Drehzahl einen höheren Unterdruck im Ansaugtrakt, und entsprechend mehr Sprit wird dann auch bei geschlossenem Gasschieber aus den Düsen, z.B der Leerlaufdüse, gesaugt. Aber ob der Mehrverbrauch im normalen Fahrbetrieb wirklich bemerkbar ist, ist eine andere Frage...

AmigaHarry 03.10.2007 10:26:57

Naja so ganz richtig ist das nicht:

Bei Leerlauf ist die Drosselklappe fast völlig geschlossen und der Schieber sollte ganz herunten sein, auch wenn der Motor mehr saugt. Die Standgasspritversorgung erfolgt da so gut wie ausschließlich über das Leerlaufdüsensystem und den Luftbypass. Das durch dieses System merkbar mehr Sprit durch den Motorschiebebetrieb gezogen wird, wage ich schlichtweg zu bezweifeln......

Sollte das Standgas so hochgeschraubt sein, daß sich bereits der Schieber öffnet, bemerkt man das sehr schnell durch ein sehr langsames Absinken der Drehzahl auf Standdrehzahl (Ich weis - ist nicht der einzige Grund der sowas bewirken kann und ausserdem hats dann sowieso ein Problem mit der Vergasereinstellung).

Zur Schubabschaltung:

Ist bei den meisten Motorrädern eher kontraproduktiv, da es zu starken Lastwechselreaktionen führen kann, weswegen bei einigen Motoren auch im Schiebebetrieb geringfügig eingespritze wird (z.b. Speed Triple).
Für Vergasermaschinen ist das sowieso obsolet......

bololo 03.10.2007 10:41:43

Die folgende Argumentation gilt also nicht:

Weil bei 11.000 UPM der Hubraum viel öfter gefüllt werden muss als bei 1.500 UPM und die Mischung ja noch explodieren können muss verbraucht man bei 11.000 UPM ca. 7 mal mehr Sprit, auch wenn der Gasgriff ganz zurückgedreht ist.

Richtig?

Eleven7 03.10.2007 11:29:54

So mal für Unwissende:

Schubabschaltung heißt, dass kein Treibstoff in den Motor kommt, wenn kein Gas gegeben wird.




Bei der GS wird der Vergaser über den Unterdruck (den der Motor erzeugt) gesteuert. Er saugt sozusagen den Sprit an. Deshalb verbraucht er Sprit, auch wenn man kein Gas gibt.

chrischl 03.10.2007 11:35:24

Zitat:

Zitat von bololo
Die folgende Argumentation gilt also nicht:

Weil bei 11.000 UPM der Hubraum viel öfter gefüllt werden muss als bei 1.500 UPM und die Mischung ja noch explodieren können muss verbraucht man bei 11.000 UPM ca. 7 mal mehr Sprit, auch wenn der Gasgriff ganz zurückgedreht ist.

Richtig?

doch, die gilt. du wirst es nur in der praxis nicht merken, weil der spritverbrauch in beiden fällen SO niedrig ist, dass der sprit, den du gespart hast, schon verbraucht ist, wenn du mal kurz am gas anreisst

AmigaHarry 03.10.2007 12:26:40

Zitat:

Zitat von bololo
Die folgende Argumentation gilt also nicht:

Weil bei 11.000 UPM der Hubraum viel öfter gefüllt werden muss als bei 1.500 UPM und die Mischung ja noch explodieren können muss verbraucht man bei 11.000 UPM ca. 7 mal mehr Sprit, auch wenn der Gasgriff ganz zurückgedreht ist.

Richtig?

Gilt deswegen nicht, weil die Klappe ja geschlossen ist! Dahinter kann der Kolben im Schiebebetrieb saugen wie er will, die Klappe lässt nichts oder nur minimalst mehr (ganz dicht ist sie ja nicht) durch. Hast also dort maximal einen höheren Unterdruck - der durch die geschlossene Klappe keine Venturiströmung erzeugt und ergo keine Reaktion am Schieber auslöst.


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