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-   -   Kettenspanner gebrochen -- was nun!? (https://forum.gs-500.de/showthread.php?t=23354)

Sniper 19.04.2010 00:05:31

Kettenspanner gebrochen -- was nun!?
 
Hallo!

Letzten Sommer (ende August) lief nach einer längeren Fahrt die Maschine kaum noch. Habe erst versucht hier Hilfe zu holen, war aber mit meinen Motorrad-Schraub-Kenntnissen kaum möglich.

Habe es schließlich zu einer Werkstat gefahren (nicht Original Suzuki, wäre ja noch teurer..). Motor wurde geöfnet und dann festgestellt, dass Kettenspanner gebrochen ist. Für Reparatur verlangte der Mann um 800 euro oder mehr.

Da habe ich nicht lange überlegt und habe es zerlegt in meine Garage transportiert. Habe gehofft noch paar private Bekannte zum Schrauben zu finden. Würde ja auch gerne selber lernen. Aber so alleine habe ich da keine Chance, Motor zu zerlegen.

Ein neuer Motor kostet auch nicht grade billig und einbauen muss man ja ihn auch.

Jetzt habe ich überlegt, die Maschine zerlegt zu verkaufen! Eigentlich zu schade, da sie noch in sehr gutem Zuschtand war und mit Vollverkleidung einfach nur super aussieht.

Hat vlt jemand Interesse an der Maschine, paar Tipps, was ich noch machen kann oder vlt auch Lust mit mir an dem Motorrad zu schrauben???

Danke im Voraus!
Michael

krafti 19.04.2010 07:32:09

Hmm,

vermutlich sind nur die Ventile krummm.

Z-Kopf + Kettenspanner tauschen und Dichtungen neu.

Als Selber-Schrauber, mit Gebrauchtteilen kostet das dann 150 - 200 €.

Runestone 19.04.2010 08:33:41

Woher weißt n das grad so schnell :grinser2:

Psychorex 19.04.2010 09:18:52

Krafti hat doch 4 GS´n daheim. Vielleicht ist es einfach die Erfahrung! ;)

krafti 19.04.2010 09:24:09

Nee, Runestone hat da ein ähnliches Problem.
:-D:-D:-D

btw. es sind nur 3 GS500 :grinser2:

Runestone 19.04.2010 11:34:51

Jep, jep:grinser2:

krafti 19.04.2010 11:57:01

Zitat:

Zitat von Runestone (Beitrag 385516)
Jep, jep:grinser2:

Sieh es positiv.. dafür hast jetzt reichlich Erfahrung beim Steuerzeiten / Ventile einstellen.:-D

cha0s 19.04.2010 16:23:31

Zitat:

Zitat von Sniper (Beitrag 385467)
Motor wurde geöfnet und dann festgestellt, dass Kettenspanner gebrochen istl

warst du dabei? hatten die sicher den z-kopf ab?

Sniper 19.04.2010 20:03:56

Ne, ich war nicht dabei.

Aber jetzt ist der Kettenspanner auf jeden Fall defekt, ist in der Mitte gebrochen.

Und mir ist schon klar, dass es für Selbst-Schrauber relativ einfach und billig ist, die Maschine wieder auf Vorderman zu bringen. Man braucht ja kaum neue Teile.
Aber ich bin eben keiner und finde auch keinen, der sich daran traut. Leider

Runestone 19.04.2010 22:49:06

Zitat:

Zitat von krafti (Beitrag 385521)
Sieh es positiv.. dafür hast jetzt reichlich Erfahrung beim Steuerzeiten / Ventile einstellen.:-D


Hör mir bloß auf :motz:



:grinser2::grinser2::grinser2:

krafti 20.04.2010 04:29:38

Zitat:

Zitat von Sniper (Beitrag 385629)

Aber jetzt ist der Kettenspanner auf jeden Fall defekt, ist in der Mitte gebrochen.

Hy,
du meinst hoffentlich die Feder vom Steuerkettenspanner ?

LKennedy 20.04.2010 07:04:12

...

Sniper 20.04.2010 17:32:30

So Jungs, jetzt habe ich es! Ich hatte vorher die Teilen-Bezeichnungen falsch im Kopf gehabt.

Habe den Schlauen Werkstat Buch mitgenommen und bin noch mal in die Garage:

- es wurde die ZylinderkopfHAUBE abgenommen

- dann der Steuerkettenspanner rausgenommen (der ist nicht kaputt, eher ich im Kopf :motz:). An dem beweglichen Innenteil kann man Spuren von der Kette sehen, wurde wohl einige Zeit aneinander Gerieben. Kette sieht aber so weit OK aus.

- Und die Steuerkettenführung wurde rausgenommen: und wie es scheint ist diese durchgebrochen (Ich habe nur einen Teil von etwa 6 cm da liegen, rest kann ich noch im Motor sehen)


Und so weit ich verstanden habe, um diese Kettenführung auszutauschen, muss ich diese irgendwie von Innen oder so abschrauben und dafür wäre die Zerlegung des Motors notwendig (Laut Werkstat)

Dann natürlich Zylinder einstellen, eins war glaub ich nicht ganz in Ordnung im warmen Zustand.

Kann morgen paar Bilder einfügen, muss jetzt los

cha0s 20.04.2010 17:44:45

Zitat:

Zitat von Sniper (Beitrag 385829)
um diese Kettenführung auszutauschen, muss ich diese irgendwie von Innen oder so abschrauben und dafür wäre die Zerlegung des Motors notwendig (Laut Werkstat)

leider wahr.

LKennedy 20.04.2010 18:30:09

...

cha0s 20.04.2010 18:30:59

LKennedy les dir mal den ganzen beitrag durch.

LKennedy 20.04.2010 19:39:39

...

Sniper 21.04.2010 08:12:39

Also in der Werkstat plannten sie auch mit 8, vlt sogar 10 Stunden.

Pro Stunde wollten sie, glaub ich, 60 euro. Ist ja noch billig: Suzuki wollte über 70

Einen Austuschmotor kann man natürlich besorgen, man weiß aber worher auch nicht, wie gut es wirklich ist und wie lange es hällt.

Ich werde aber mal die Ausschau halten.

Aber eher probiere ich es selber mit den neuen Teilen...

LKennedy 21.04.2010 13:48:39

...

Sniper 22.04.2010 16:11:49

Das klingt doch gut :-):crossy:

LKennedy 23.04.2010 16:40:13

...

cha0s 23.04.2010 17:14:22

les dir mal beitrag 14 durch, da steht das doch.

Zitat:

Zitat von LKennedy (Beitrag 386585)
Das Kurbelgehäuse samt Getriebe möcht ich nur ungern zerlegen.

da is nix bei so lange ihr euch an das whb haltet.
edit: wenn ihr euch dazu entschließt, schreibt nochmal, dann lass ich mich darüber aus. normaler weise würde ich auf die suchfunktion verweisen- die sachen, die ich darüber geschrieben habe, find ich aber selbst nicht mehr.

LKennedy 23.04.2010 18:40:16

...

cha0s 23.04.2010 19:18:55

ich habe ja nicht auf die suche verwiesen. ich hätte drauf verwiesen wenn ich es auf die schnelle selber gefunden hätte. hab ich aber nicht und nix anderes hab ich geschrieben. also reg dich ab.
zum zerlegen -bzw. kurbelwellengehäuse auseinander bauen- reicht ein gut sortierter nusskasten 1/2 und 1/4". der limarotor kann auf der welle verbleiben, der muss nicht runter. die sicherungsscheibe der kupplungsnabenmutter solltet ihr nicht noch einmal benutzen. der wechsel ist zwar nicht vorgeschrieben, aber ich bin sicherungsblech geschädigt, deshalb die empfehlung. die schrauben des getriebelagerhalteblechs auf der kupplungsseite sind meist sehr fest. linksausdreher und neue schrauben solltet ihr auf vorrat da haben. die kupplung blockiert ihr am besten mit einen dicken lappen zwischen kurbelwelle und kupplungskorpzahnrad oder mit nem schraubendreher in den nockenwellen wenn der kopf drauf bleibt- hab ich aber noch nicht probiert. die kupplungsscheiben kann man mit einer schraubzwinge blockieren, die min. so lang ist wie der motor breit. ölwannendichtung solltet ihr auf jeden fall wechseln. wenn sie nachher undicht ist, ist der wechsel bei eingebauten motor schwieriger als am limadeckel oder kupplung. ich glaub das wars soweit.

LKennedy 23.04.2010 19:38:22

...

cha0s 23.04.2010 20:10:30

bis auf die schrauben vom lagerdeckel kann eigentlich nix mehr schief gehen. aufwand und fremdmotor is so ne sache. für den tausch der schiene selber kann der kopf drauf bleiben, da würde ich für einen anfänger mal 5-7 stunden, für zwei anfänger eine weniger veranschlagen, mit akkuschrauber noch eine weniger. die frage ist, ob der kopf oder die ventile was abbekommen haben. kompression kann man ohne schiene und spanner jedenfalls schlecht messen. eine demontage des kopfes hat aber ein wechsel der kopf- und fußdichtung zur folge. beim wiedereinfädeln der kolbenringe können die wiederrum leicht kaputt gehen wenn man nicht mit dem nötigen feingefühl dran geht- und das bekommt man m.E. erst, wenn man das mal (kaputt :grinser2:) gemacht hat.
da fällt mir grad ein: den kupplungskorb kann man auch bei eingebauten motor ausbauen. es erspart die ganze blockiererei des korbs und der scheiben wenn man das hinterrad mit nem brett blockiert und dann den korb ausbaut.

Goo 23.04.2010 22:12:05

und vergesst mir ja nicht, neben den, ich meine 25, unteren gehäuseschrauben auch die unter dem anlasserdeckel zu lösen...ist die einzige von oben...

jene welche schraube ist bei mir bei zwei motoren beide male gebrochen beim rausdrehen....

auch solltet ihr mit den inbus schrauben im ölfiltergehäuse vorsichtig sein...

ich denk mal wenn man mit ausreichend ruhe rangeht, sollte die reparatur machbar sein :)

cha0s 23.04.2010 22:22:22

passiert halt wenn man sich nicht an die herstellervorschriften hält :benni:

Goo 23.04.2010 22:45:28

:grinser2: beim ersten motor hab ichs ja noch eingesehen...erst alle anderen gelöst und mich gewundert warum ich die hälften nicht auseinander bekomme...

beim zweiten habe ich die schraube zuerst gelöst...gleiches ergebniss...sag mir was ich hätte anders machen sollen ;)

LKennedy 24.04.2010 07:48:55

...

cha0s 24.04.2010 08:23:09

Zitat:

Zitat von Goo (Beitrag 386647)
..sag mir was ich hätte anders machen sollen ;)

nicht mit gewalt sondern mit gefühl an die sache rangehen. wenn sich das gehäuse nicht auseinander hebeln lässt, ist doch klar, dass da was im busch ist. hab auch eine schraube übersehen. als sich das gehäuse auf einer seite aber keinen mm auseinander bewegte, hab ich so lange gesucht bis ich das problem gefunden hatte.

@kennedy, ich meinte nicht kolben sondern kolbenringe einfädeln. die stehen im normalzustand etwas raus, guckst du hier am linken pleul http://gs-500.info/images/1/1e/Pleul1.jpg .beim aufsetzen der zylinderbank müssen die zusammengedrückt werden damit der kolben in den zylinder geschoben werden kann. wenn der kopf runter kommt, hebt sich unweigerlich die zylinderbank. folge ist, dass die fußdichtung auch getauscht werden muss. wenn das nicht wär, könnte man die bank drauf lassen. dazu noch ein hinweis- die inneren stehbolzen verlaufen nicht komplett im motor sondern auch teilweise außen. sieht man sofort wenn man drauf schaut. problem ist, dass sich in dem bereich, in dem die bolzen unten im gehäuse verschwinden, dreck ansammelt. bei der demontage fällt dieser gerne dort hin, wo man ihn nicht haben will. also putzt die stellen vorher mit ner bürste und wasser oder haltet kurz n hochdruckreiniger rein. noch was: die kolben haben von natur aus schon eine einbuchtung auf der oberseite, die wie eine einschlagstelle aussieht. sollte man nicht mit einen wirklichen einschalg verwechseln. schreib krafti mal an, der hat bilder davon.

krafti 24.04.2010 08:50:49

Zitat:

Zitat von LKennedy (Beitrag 386680)
Das ganze Zylindergedöns könnte also unter Umständen drauf bleiben... Naja, den Kopf würde ich eigentlich schon runter nehmen wollen um mir die Ventile und die Kolben anschauen zu können. Dann sollte man erkennen können, ob da was kollidierte oder eben nicht. Die Sache vonwegen Kolben einfädeln kann man sich dann aber sparen..

Bei mir waren an den Kolben keine Kollosionsspuren zu erkennen,

trotzdem waren die Ventile krumm.
(Krumme Ventile kann man optisch erkennen, indem man sie ausbaut und
in eine Standbohrmaschine klemmt)

Ventilführungen waren auch nicht mehr okay, hab deshalb den Z-Kopf getauscht.

cha0s 24.04.2010 09:27:44

Zitat:

Zitat von krafti (Beitrag 386688)
Bei mir waren an den Kolben keine Kollosionsspuren zu erkennen,trotzdem waren die Ventile krumm.

vergaß ich zu erwähnen- war bei mir genau so. allerdings waren die dermaßen krumm, das konnte man auf dem ersten blick sehen.
im großen und ganzen würde ich euch nicht unbedingt empfehlen, den kopf zu demontieren. eine optische kontrolle der ventile- und führung ist m.E. nicht ausreichend, im eingebauten zustand noch weniger. die führung bzw. das ventilschaftspiel kontrolliert man mit einer messuhr, das ventil muss dafür ausgebaut werden. geht eigentlich recht einfach, dafür ist aber spezialwerkzeug (ventilfederpresse) nötig. die führungen waren bei mir übrigends noch ok, obwohl die ventile einer banane konkurrenz machten.
an eurer stelle würde ich erstmal den kopf drauf lassen und nur die schiene wechseln. nachdem alles zusammengebaut ist, kompression im kalten zustand messen. wenn die einigermaßen ok ist (kalt ~7-9 bar), kompression warm messen. erst wenn es an kompression mangelt, sollte man sich gedanken über den kopf machen.
grundsätzlich behaupte ich: der gs- motor ist so einfach gestrickt- kein anderer motor lässt sich so einfach zerlegen/ zusammenbauen wie der. es gibt keinen zweiten ölkreislauf, kühlwassergedöns, limakettenantrieb usw. was die sache verkompliziert. der motor ist ein tolles lehrobjekt. wenn ihr mit der nötigen ruhe, sorgfalt, gesunden menschenverstand und whb an die sache rangeht, werdet ihr auch (vorerst) erfolg haben.

jetzt wunder ich mich über mich selbst. glaub, so lange beiträge in einen fred hab ich schon ewig nicht mehr geschrieben.

LKennedy 24.04.2010 09:40:04

...

cha0s 24.04.2010 10:51:45

Zitat:

Zitat von LKennedy (Beitrag 386695)
Und du willst mir doch nicht weismachen, dass man den Kolben nicht mitsamt den Kolbenringen einfädeln muss ;)

mir is keine andere beschreibung eingefallen.
habt ihr mal nachgesehen, ob die steuerzeiten überhaupt verstellt sind?

die einlassventile sollten eher nicht betroffen sein. hab mir das mal aufgemalt- die öffnen erst, wenn sich der kolben schon in der abwärtsbewegung befindet. springt ein zahn über, öffnen sie später und schließen sich wenn der UT bereits überschritten ist. erst wenn viele zähne übersprungen werden, könnte es die in- ventile erwischen- bis dahin sollte der motor aber schon längst wegen aufsetzenden ex- ventilen blockiert haben. bei mir waren es jedenfalls die ex- ventile und ich bin mir sicher, dass jeder andere betroffene motor das selbe aufweist. lass mich aber gern belehren.

LKennedy 24.04.2010 12:08:56

...

Sniper 24.04.2010 14:12:55

Uh...eine Menge geschrieben.

Dann muss wohl der Motor ganz raus :-(

Ich habe die Äußeren Teile wie Verkleidung, Auspuf und anderen Kleinkram abgenommen. Werkzeuge auch schon besorgt, naja zum Zerlegen wirds reichen :-)
Die ganzen Messgeräte fehlen aber natürlich...

Warte nur noch auf LKennedy :-(

LKennedy 24.04.2010 18:06:02

...

Sniper 24.04.2010 20:31:35

Es hat ja keiner erwartet, dass du es umsonst und alleine selbst tun musst.

Naja, ich habe bis 17 Uhr auf dich gewartet. Und die Sachen halt auch vorbereitet.

Einfach nur anrufen und absagen, und es wäre völlig verständlich!


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