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Nicht definierbares Problem
Vorgeschichte:
Meine GS war technisch in einem super Zustand, allerdings war der Benzinhahn kaputt und die Verschleißteile mussten auch mal gewechselt werden. Gesagt, getan inklusive neuem Benzinhahn. Bei meiner ersten Ausfahrt ist es dann passiert. Ich war auf der Autobahn mit Vollgas unterwegs, auf einmal hatte ich drastischen Leistungsverlust. Sie stotterte etc, fing sich aber wieder ein. Das Problem bestand nur unter Vollast, der Durchzug bis dahin (inkl. hohe Drehzahlen) war kein Problem. Das hab ich meinem Vater erzählt, der dann meinte, dass er beim Einbau des Benzinhahns das Gefühl hatte (beim Durchpusten), dass die optimale Stellung des Hahns nicht direkt bei On ist, sondern ein wenig abseits davon. Ich sollte also die Hebelstellung ein wenig in Richtung Res korrigieren. Aber auch das hat keine Abhilfe geschaffen. Bei meiner nächsten Ausfahrt war es dann soweit, dass ich den angesprochenen Leistungsverlust schon bei 120km/h hatte und ich auf 30km/h abgebremst wurde und die Maschine schließlich ausging. Hab dann schnell Öl kontrolliert. Die Messanzeige sagte mir, dass zu viel Öl drin ist. (Motor warm = Ausdehnung --> über dem Strich). Maschine ging aber wieder an und ich konnte langsam nach Hause fahren. Am nächsten Tag dann Öl im kalten Zustand gemessen --> randvoll. Heute kam dann mein Kumpel mit seiner Maschine zu mir und wir wollten zusammen eine Runde drehen. Beim Starten der Maschine hatte ich schon ein merkwürdiges Gefühl. Choke komplett aufgedreht und sie ging trotzdem nur widerwillig an und brauchte realtiv lange, um hochzudrehen (war bis jetzt immer anders gewesen, ging ohne Probleme an und war nach ~2Sek hochgedreht, sodass ich den Choke zurücknehmen konnte). Sind dann zur Tanke losgefahren und ich habe getankt. Auf einmal bemerkt mein Kumpel, dass Benzin realtiv schnell raustropft aus der Maschine. Tropfte auf den Hauptständer rauf. Ich hatte den Benzinhahn zu der Zeit auf PRI gestellt, weil ich meinte gelesen zu haben, dass das Abhilfe schaffen könnte gegen den Leistungsverlust. Hab dann beim Bemerken des Tropfens schnell auf On zurückgestellt und das Tropfen hörte auf (Ich weiß nicht, ob das einen Zusammenhang haben könnte, deswegen erwähne ich es mal). Mittlerweile hatten wir das Kapitel der heutigen Ausfahrt dann abgeschlossen und ich wollte die Maschine nur noch nach Hause fahren, aber sie sprang nicht mehr an. Habe sie dann angeschoben und Gas gegeben, während des Drücken des Starters, sodass sie dann doch noch startete und ich nach Hause fahren konnte. Auf der Fahrt ist sie allerdings auf einer Kreuzzung ausgegangen, als ich anhalten musste. Sie hält die Leerlaufdrehzahl nicht mehr und geht immer sofort aus. Ich habe keine Ahnung, was das sein kann. Ich hab jetzt mal alles geschildert, was mir in der letzten Zeit aufgefallen ist etc. Ich hoffe ihr könnt damit was anfangen und mir bei meinem Problem helfen, ich hoffe, dass es nichts großes ist. Vielen Dank schon mal. mfG Quechua |
Das Vollgasproblem ist bekannt. Der alte GS Hahn ist scheinbar unterdimensioniert. Habe ich auch.
Der Hinweis, dass zu viel Öl drin ist in Verbindung mit der Benzinhahnstellung und einem defekten Schwimmernadelventil kann bedeuten, dass Dir Benzin ins Öl gelaufen ist. Riech am Peilstab. Wenns nach Benzin riecht Ölwechsel machen und Schwimmernadelventile kontrollieren. Sind die OK, Schwimmerstand kontrollieren und ggf. einstellen. |
Danke schon mal für die Antwort. Das mit dem Vollgasproblem habe ich hier ja auch schon öfter gelesen, verstehen tue ich es aber nicht, da ich vorher ja keinerlei Probleme hatte und gut und gerne 10km unter Vollast gefahren bin und keinerlei Einbüßen bei der Leistung hatte.
War dann eben nochmal draußen und habe am Peilstab gerochen. Es riecht schon leicht nach Benzin, auch wenn ich das ehrlich gesagt nicht zu 100% sagen kann, bin mir nicht sicher. Mit dem Schwimmerstand etc ( hab ich gar keine Ahnung von, was das überhaupt ist, wozu der da ist. Muss ich mich mal einlesen.) kann es auch zu tun haben, dass ich keine Leerlaufdrehzahl mehr habe und die Maschine einfach ausgeht? Was ist mit dem Benzin, was schon in solchen Mengen ausgetropft ist, dass man es bemerkt. Mein Kumpel erwähnte, dass das auch bei der Rückfahrt von der Tankstelle nach Hause der Fall war und Benzin aus dem Endtopf gespritzt ist oder vom Reifen nach hinten weg aufgewirbelt wurde (konnte er nicht genau ausmachen). edit: Mein Kumpel war gerade mit seinem Vater da und wir haben einfach nochmal ein paar Dinge besprochen: 1. Hab ich beim Tanken ziemlich viel getankt. Hatte hier gelesen, dass viele GS-Fahrer ihren Tank ja nie voll machen. Also hab ich beim Tanken das Benzin auch ein wenig "sacken" lassen und habe nachgefüllt. Wärme von der Maschine könnte das Benzin ausgedehnt haben, sodass das Benzin über den Überflussschlauch ausgelaufen ist. Würde auch von der Stelle hinkommen (Hauptständer). 2. Zu den Anlassschwierigkeiten. Ganz offentsichtlich läuft sie ja zu mager. Haben mal getestet, ob der Motor Nebenluft ansaugt, was aber nicht der Fall ist. Muss also einen anderen Grund haben. 3. Kamen wir auch auf die Schwimmerkammerventile zu sprechen. Er hat es mir erklärt, jetzt weiß ich auch, was es sich damit auf sich hat :) Am Dienstag kommt er vorbei und schaut sich mit mir zusammen die Kammern an, dann weiß ich mehr und werde berichten. |
So, heute war besagter Kumpel da und wir haben uns das Ganze mal näher angeschaut. Beim Herunterziehen der Gummiabdichtungen haben wir schon gesehen, dass der linke Vergaser völlig feucht war, offentsichtlich Benzin, wie vermutet. Haben danach den Vergaser ausgebaut und gereinigt.
Der rechte Teil der kompletten Anlage war trocken und schien gut, deswegen haben wir ihn nicht weiter untersucht. Nach dem Zusammenbau und dem Starten des Motors waren aber die Probleme die Alten. Widerwilliger Start und nur langsames Hochtouren, trotz voll gezogenem Choke. Und auf einmal tropfte das Benzin nur so aus der eig. völlig intakten rechten Schwimmerkammer. Kann da was verkantet sein oder ähnliches beim zusammenbauen oder so? Ich kann mir das nicht erklären... Jemand eine Idee dazu? |
kann schonmal vorkommen, dass sich ein schwimmernadelventil verkantet oder evtl ihr habt aus versehen beim zusammenbau den schwimmerstand einwenig zu hoch gestellt, sodass jetzt sprit durch die evtl defekte dichtung entweicht...
nicht entmutigen lassen :grinser2: |
Zitat:
Gruß Finn |
:kuku:
:grinser2: der ist sogar höchst wichtig und sehr interessant für herrschaften mit leistungslöchern ;) |
So, haben dann heute direkt den Vergaser nochmal ausgebaut und den rechten Teil aufgeschraubt, angeschaut und festgestellt, dass eigentlich kein Dreck drin war. Haben dann alles wieder zusammen geschraubt und getestet. Und sie läuft wieder ordnungsgemäß. Springt wieder sauber an, hält die Drehzahl und bei gezogenem Choke dreht sie sofort hoch, alles wieder top.
Was nich gewundert hat, warum benutzt man an einer solchen Stelle so weiches Material für die Verschraubungen. Wir haben drei Stück rundgedreht und musste sie mit Zangen rausdrehen bzw. sogar in die Werkstatt fahren und nachfragen, ob sie die uns aufdrehen können... haben beim Wiederzusammenbau dann die Schrauben mit den Schrauben des Abstandshalter getauscht... also wirklich schlecht von Suzuki mit solch weichen Material dort zu arbeiten. Des Weiteren tritt das Problem vllt ja mal wieder auf und ich kann Vorsichtsmaßnahmen treffen. Was haltet ihr von einem Benzinfilter? Hat jemand von euch so einen verbaut? Bei mir lag es offentsichtlich an der Verschmutzung. Der Tank soll von Innen ja leicht rostanfällig sein und es könnte ja leicht sein, das Partikel mitgespült werden in den Vergaser. Genau wie von Innen poröse Schläuche zu Problemen führen können. Hat da jemand von euch präventiv vorgesorgt? |
Als Prävention hilft nur den Tank zu versiegeln.
Gegen Rost helfen Benzinfilter nicht. Zumindest die Papierfilter lassen noch Partikel durch, die Probleme verursachen können, taugen also effektiv nur sehr wenig. |
Zitat:
Damit hier nicht jeder ohne Wissen herumpfuschen kann. Wer nichtmal das richtige Werkzeug hat (passenden Kreuzschlitzschlagschrauber), hat in einem Vergaser nichts verloren. Diese Schrauben verhindern ausserdem ein irreparables Beschädigen des Gewindes im Alu-Gussgehäuse des Vergasers. Man kann diese zwar gegen Inbusschrauben tauschen, aber das bedingt wirklich sehr, sehr viel Gefühl beim Festziehen.... Gute Werkstätten erneuern übrigends die Schrauben nach jedem Lösen..... Sorry für diese deutlichen Worte, aber ich bin es leid immer wieder Teile reparieren zu müssen nur weil jemand mal wieder glaubt schlauer als ein Konstrukteur zu sein, dessen Konstruktion sich schon zigtausendmal bewährt hat.....es hat ganz einfach gute Gründe warum eben genau solche Schrauben seit 40 Jahren von Mikuni (und NICHT Suzuki!!) eingesetzt werden. |
da stimm ich dir zu
die Schrauben sollten immer weicher sein als die Gewinde das ist einfach die billigere Variante |
Zitat:
Naja, wie dem auch sei, ich hab wieder an Erfahrung gewonnen beim Schrauben und was über das Material des Vergasers durch deinen Post :) |
Leider sind auch die Fachwerkstätten nicht immer mit wirklich "mitdenkenden" Mechanikern ausgestattet - diese Schrauben sind normalerweise werksmäßig eingeklebt bzw. "fressen" sie sich auch mit der Zeit fest. Um sie ohne Beschädigung aufzubekommen benötigt es einen passenden(!) Schlagschrauber und u.U. noch einen Heißluftfön. Wenn man allerdings bereits vorher versucht hat die Schrauben zu öffnen und den Kreuzschlitz dabei (wenn auch nur leicht) beschädigt hat, wird das wirklich schwierig - so gesehen kann ich mir schon vorstellen daß deine Werkstatt damit ihre liebe Not hatte. Ich habe selber auch schon mehrmals Schraubenköpfe nachschlitzen müssen oder gar abschneiden und ausbohren müssen. Wenn jemand wirklich weis was er tut und über entsprechendes Gefühl verfügt spricht ja nichts dagegen hier andere Schrauben einzusetzen - aber davon kann Mikuni/Suzuki leider nicht ausgehen.......
Am WOE werde ich mal Bilder von Bremsbelegen, welche mir diese WO untergekommen sind, posten - villeicht versteht man dann besser was ich meine mit "wissen was man tut"......... Egal - lange Rede, kurzer Sinn: Ich hoffe deine GS läuft jetzt wieder und du hast Spaß damit..... |
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Diese Bremsbeläge möchte ich euch nicht vorenthalten:
Letzten SO kam eine Freundin meiner Tochter mit ihrer Suzi (keine GS500) zu mir und meinte, seit ihr Freund den Hinterreifen gewechselt hat, die Bremse etwas quitschen würde. Ihr Freund hat aber alles gecheckt - alles in Ordnung (schließlich versteht er ja was davon - immerhin pfuscht er auf Autos auch rum.....). Nunja -bei sowas werd ich meist hellhörig und hab selber nachgesehen. An den Bildern seht ihr dann was mir entgegengekommen ist........ohne weitere Worte.... |
aber die gehn doch noch gute 30-40km!! :undwech:
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@Amiga Harry: was hat er denn da hinten angestellt, das die sich so abgenutzt haben?
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Dem würd ich mein Mopped NIE wieder in die Hand geben um irgendwas dran machen zu lassen. Is ja schlimm sowas:motz:
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Ja - du kennt deine Maschine! Aber wie ist das bei einer fremden GS?
Ich seh sie mir grundsätzlich bei jeder Arbeit am Rad/Bremse an - ist nur ein schneller Blick und kostet nicht viel.....nur andererseits im schlimmsten Fall kanns das Leben kosten wenn man nicht hinschaut.... Im internen Serviceguide für Werkstätten ist das für den Mechaniker sogar explizit vorgeschrieben - wenn er mit der Checklist arbeitet (und das sollte er) muss er es zur Doku sogar abhacken...... Im vorliegende Fall drängt sich mir der Verdacht auf das es der Typ einfach nicht geschnallt hat - ich glaube er hat die Trägerplatten selbst für die Beläge gehalten.......eine GS ist halt doch was anderes als ein "aufgemascherlter" (bei euch "gepimter") Mitsubishi Lancer...... |
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