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fivestars 28.05.2012 17:26:43

vollbremsung ohne abs und bei hohen geschwindigkeiten
 
Hi,
wollte fragen ob ihr Tipps hat wie man seine Maschine sicher und schnell ohne ABS abbremsen kann?
Musste heute bei ca 100km/h und beim überholen eine vollbremsung druchführen, da der nette verkehrsteilnehmer den ich überholt habe sehr spät geblinkt hat.
Folge daraus war dass mein Hinterrad sich quergestellt hat und ich aufgrund dessen diese losgelassen habe....danach war mein moped ziemlich am wackeln und kurz vorm Sturz. Jedoch ist alles heil ausgegangen.

Wie macht Ihr das, man kommt ja doch nicht auf kurz oder lang um sowas rum.

Kunibert 28.05.2012 20:22:18

Sowas kann man wunderbar bei einem Sicherheitstraining üben und mit dem Leiter gern mal an die Grenze gehen. Allgemein kann man aber sagen: Vorn ordentlich reinlangen, aber nicht das Rad zum Blockieren bringen! Durch die Gewichtsverlagerung nach vorn erhält das Vorderrad einen höheren Reibwert. Das wiederum ermöglicht ein "Nachgreifen" - man kann also den Bremsdruck nochmals erhöhen, ohne dass das Rad blockiert. Hinten solltest du natürlich auch bremsen - aber die Verlagerung des Gewichtes entlastet das Hinterrad, theoretisch müsste man also den Bremsdruck dort etwas zurück nehmen.

Im Falle von Notbremsungen ist auch die beste Anleitung nichts Wert, wenn man es nicht mal selbst ausprobiert hat.

Beim Sicherheitstraining erstaunte mich nur eins: Ich hatte bei mehreren Vollbremsungen immer ein stehendes Hinterrad, ohne dass es mir aufgefallen war (abgesehen vom plötzlichen Quietschen und angenehmen Duft nach Gummi).

Es soll Leute geben, die es sogar schaffen, besser als eine Maschine mit ABS zu bremsen...

insistet 28.05.2012 20:28:39

http://www.motorradonline.de/rat-und...hne-abs/378137
hier ist es ausführlich erklärt.

Am besten ist natürlich ein Fahrsicherheitstraining wo man jemanden hatt der dir sagt was du falsch machst.

gsmattis 29.05.2012 06:49:51

Zitat:

Zitat von Kunibert (Beitrag 471027)
Sowas kann man wunderbar bei einem Sicherheitstraining üben und mit dem Leiter gern mal an die Grenze gehen. Allgemein kann man aber sagen: Vorn ordentlich reinlangen, aber nicht das Rad zum Blockieren bringen! Durch die Gewichtsverlagerung nach vorn erhält das Vorderrad einen höheren Reibwert. Das wiederum ermöglicht ein "Nachgreifen" - man kann also den Bremsdruck nochmals erhöhen, ohne dass das Rad blockiert. Hinten solltest du natürlich auch bremsen - aber die Verlagerung des Gewichtes entlastet das Hinterrad, theoretisch müsste man also den Bremsdruck dort etwas zurück nehmen.

Im Falle von Notbremsungen ist auch die beste Anleitung nichts Wert, wenn man es nicht mal selbst ausprobiert hat.

Beim Sicherheitstraining erstaunte mich nur eins: Ich hatte bei mehreren Vollbremsungen immer ein stehendes Hinterrad, ohne dass es mir aufgefallen war (abgesehen vom plötzlichen Quietschen und angenehmen Duft nach Gummi).

Es soll Leute geben, die es sogar schaffen, besser als eine Maschine mit ABS zu bremsen...

STOP!! Lies nochmal, was du geschrieben hast!

ERST hinten voll reintreten, denn dann bekommt das Vorderrad Druck. DANN vorne voll reinlangen. Machst du es so, wie Kunibert geschrieben hat, riskierst du ein sofort blockierendes Rad, weil der Reifen noch nicht genug Aufstandsfläche und somit Reibung zur Straße hat.

majestic_morpheus 29.05.2012 07:25:57

Wichtig ist, vorn eben nicht sofort voll reinzulangen! Erst hinten ganz kurz anbremsen (siehe gsmattis), dann vorn innerhalb von ca. 1 Sekunde den Bremsdruck so weit wie möglich kontinuierlich aufbauen - nicht durchreißen. Die Hinterradbremse kann man bei der GS weiternutzen, da die GS hinten doch relativ schwer ist und so das Hinterrad selten voll entlastet ist. Wenn das Hinterrad blockiert, einfach lassen (solange der Arsch nicht ausbricht) und lieber auf das Vorderrad fokussieren.

Wenn es geht, mit der Hüfte so weit wie möglich nach vorn rutschen, die Arme bleiben angewinkelt (nicht durchstrecken!) und die Ellenbogen sind nach außen gedreht. So kann man auch auf der Bremse noch reagieren.

Genauso wichtig wie die Bremsung ist die Blickführung. Den Blick immer vom Hindernis lösen und die Lücke oder den Ausweichweg anpeilen. Da wo man hinschaut, dahin fährt man auch.

Da alles kommt nicht von allein, sondern braucht Übung.

Kunibert 29.05.2012 09:21:27

Ok, ich wurde falsch verstanden. Das "Reinlangen" ging eher darauf zurück, dass etliche Leute deutlich zu zaghaft bremsen :-(

gsmattis 29.05.2012 09:31:17

Das stimmt allerdings. Die GS Bremse ist für das kleine Mopped schon recht ordentlich, da geht schon einiges

Nitrox 29.05.2012 09:53:11

Also vorne prgressiv, hinten degressiv. Gut wäre auch ein enger Knieschluss, damit Du Dich nicht am Lenker voll abstützen und durchstrecken musst.

Wenn hinten das Rad blockiert einfach bewusst machen (zu 99% wirst Du merken, dass dein Fuß auf der Bremse wie festgeschweißt ist) und lockerlassen. Vorne ist wie beschrieben dagegen nach der Gewichtsverlagerung mehr möglich.

Die meisten (edit: manche) Reifen surren vorne etwas, wenn sie nahe der Haftungsgrenze sind, so wärs perfekt. Und wie auch schon geschrieben wurde: dem Vorderrad mehr Beachtung schenken. Wenn das rutscht is es schlecht, beim Hinterrad passiert nicht so viel, wie Du gemerkt hast.

Am besten in nem Fahrsicherheitstraining üben!

Und noch wichtig: wenn sichs ned ausgeht und Du ausweichen musst: Bremsen lösen!

gsmattis 29.05.2012 10:09:37

Also ich musste schon ein paar mal wirklich ordentlich Bremsen und ich habe bisher noch kein Surren gehört. Wenn, dann kam das von der Bremsscheibe. In der Regel höre ich aber nur den Hinterreifen quietschen (wie festgeschweißt ;) )

Nitrox 29.05.2012 10:24:25

Also mein Heidenau machts ;) aber man muss schon drauf achten, habs bis jetz auch mir beim Training bewusst wahrgenommen. Beim austesten hilfts ja eventuell ;)

Rocky 29.05.2012 10:37:12

starkes Abbremsen sollte man immer mal wieder üben , denn wer aus Angst das Vorderrad zu überbremsen zu schwach hinlangt verschenkt lebenswichtige Meter

es ist erstaunlich was ein geübter Fahrer allein mit der Vorderradbremse für eine Verzögerung erreichen kann

am Hinterrad reicht es dagegen aus behutsam mitzubremsen , viel wichtiger ist es bei einer Vollbremsung zum Stillstand immer auszukuppeln
( das wird häufig vergessen )



wer ein sinnvolles Übungsprogramm für ein Sicherheitstraining in Eigenregie sucht , dem empfehle ich das Praxisbuch "Motorradtraining alle Tage" von Bernt Spiegel

gsmattis 29.05.2012 10:38:43

K66? Der Schneereifen? Bei dem kann ich mir das schon eher vorstellen. Der hat ja schon fast Blockprofil. Ich ging von nem BT45 aus

GS_Lessor 29.05.2012 11:27:00

Muss gs mattis zustimmen. Die GS hat schon erstaunlich gute Bremsen!
Wie auch schon gesagt ist es wichtig vorne nicht 100% voll zu ziehen.

Was auch wichtig ist, ist der Winkel in dem du bremst.
In deinem Fall war es jetzt geradeaus. In einer Kurve musst du dich wieder ganz anders verhalten, versuchen das Motorrad aufzurichten, jedoch nicht zu sehr da du dann kaum noch lenken kannst.

Mach am besten mal ein Basistraining vom ADAC! (erstmal)

Ich werde im Juli auch eins machen. Sollte (kann) man jedes Jahr machen. Es gibt immer wieder einige nützliche Tipps und man lernt auch Situationen ganz anders einzuschätzen, sodass man gar nicht in die Gefahr kommt eine Vollbremsung hinlegen zu müssen.

Kölner 29.05.2012 11:47:41

Die Empfehlungen der Trainer ändern sich fast jedes Jahr. Vor 1,5 Wochen beim ADAC wurde folgendes gesagt:

- vorne vorsichtig anbremsen, bis die Gabel abspricht. Dann kräftig bremsen. Wichtig: KEINEN BREMSSCHLAG

- hinten nur den Fuß aufs Pedal legen. Bremsen kannste hinten eh kaum, wenn du vorne gut packst, aber ein leichtes Bremsen zieht die Karre in die Feder und verlängert damit den Radstand --> stabiler

- Blickführung: auf keinen Fall direkt aufs Vorderrad. Kopf möglichst gerade halten.

Am besten während der Fahrt nicht die Finger auf der Handbremse ablegen. Machen zwar viele, aber führt zu Schreckbremsungen. Da bleibt 100% das Rad stehen...

Nitrox 29.05.2012 11:53:10

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 471102)
K66? Der Schneereifen? Bei dem kann ich mir das schon eher vorstellen. Der hat ja schon fast Blockprofil. Ich ging von nem BT45 aus

Ja den gibts auch also Normalo-Mischung - Profil sieht aber gleich aus. War beim Kauf frisch drauf, ist aber ganz ok zum fahrn, geht besser, als man denkt. Jedenfalls bekomm ich sicher keine Probleme mit der Profiltiefe :P

Chris27 29.05.2012 13:00:49

Zitat:

Zitat von Kölner (Beitrag 471107)
Die Empfehlungen der Trainer ändern sich fast jedes Jahr. Vor 1,5 Wochen beim ADAC wurde folgendes gesagt:

- vorne vorsichtig anbremsen, bis die Gabel abspricht. Dann kräftig bremsen. Wichtig: KEINEN BREMSSCHLAG

- hinten nur den Fuß aufs Pedal legen. Bremsen kannste hinten eh kaum, wenn du vorne gut packst, aber ein leichtes Bremsen zieht die Karre in die Feder und verlängert damit den Radstand --> stabiler

- Blickführung: auf keinen Fall direkt aufs Vorderrad. Kopf möglichst gerade halten.

Am besten während der Fahrt nicht die Finger auf der Handbremse ablegen. Machen zwar viele, aber führt zu Schreckbremsungen. Da bleibt 100% das Rad stehen...

So Lernt man das auch in der Fahrschule (Selbst auf Maschinen mit ABS) weil man so doch deutlich Früher zum Stehen kommt.

gsmattis 29.05.2012 13:26:56

Zitat:

Zitat von Kölner (Beitrag 471107)
Die Empfehlungen der Trainer ändern sich fast jedes Jahr. Vor 1,5 Wochen beim ADAC wurde folgendes gesagt:

- vorne vorsichtig anbremsen, bis die Gabel abspricht. Dann kräftig bremsen. Wichtig: KEINEN BREMSSCHLAG
- hinten nur den Fuß aufs Pedal legen. Bremsen kannste hinten eh kaum, wenn du vorne gut packst, aber ein leichtes Bremsen zieht die Karre in die Feder und verlängert damit den Radstand --> stabiler

- Blickführung: auf keinen Fall direkt aufs Vorderrad. Kopf möglichst gerade halten.

Am besten während der Fahrt nicht die Finger auf der Handbremse ablegen. Machen zwar viele, aber führt zu Schreckbremsungen. Da bleibt 100% das Rad stehen...

Wer kann denn in so einem Moment vorne erst vorsichtig anbremsen und dann kräftig reinlangen? Das geschieht in Sekundenbruchteilen.

Chris27 29.05.2012 13:38:25

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 471127)
Wer kann denn in so einem Moment vorne erst vorsichtig anbremsen und dann kräftig reinlangen? Das geschieht in Sekundenbruchteilen.

Tja so soll man es ja machen... Aber selbst mein Fahrlehrer meinte, dass wenn es drauf ankommt das man dann so nicht reagieren kann..

Kunibert 29.05.2012 14:55:02

Ok, damit bleibt als wichtigste Fakten aus allen Anleitungen (für mich):
- Nach eingeleiteter Bremsung kann man und sollte man vorn nachgreifen (Bremsdruck erhöhen).
- Lenker festhalten
- Kupplung ziehen
- Blickführung auf Fluchtweg

Bei dem Sicherheitstraining, wo ich anwesend war, haben wir mal geübt, das Vorderrad zum blockieren zu bekommen (schlagartiges Bremsen). Geht bei der GS, aber man muss es schon gut herausfordern (ok, wir hatten Bombenwetter, pralle Sonne aufm Asphalt, 28°C). Diesen Punkt zu finden und ihn bei Notfall nicht zu überschreiten bleibt Übungssache und ist IMMER umgebungsabhängig (Untergrund, Außentemperatur)

Aber ein Frage hätte ich da noch: Wie wirken sich härtere Gabelfedern eigentlich aus? Das Gewicht müsste doch genauso nach vorn verteilt werden, nur das zusammensacken sollte sich mindern, oder?

Kölner 29.05.2012 15:29:51

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 471127)
Wer kann denn in so einem Moment vorne erst vorsichtig anbremsen und dann kräftig reinlangen? Das geschieht in Sekundenbruchteilen.

Naja, das wichtigste ist, die Finger nicht während der Fahrt auf dem Hebel zu haben. Es ist total normal, dass man sich im Schreckmoment festhält. Da sollte dann entweder ABS vorhanden sein, oder die Hände sollten nicht die Bremse halten.

Das leichte Anbremsen, bis die Gabel anspricht machst du doch automatisch, wenn deine Gabel nicht das Ansprechverhalten einer Seegurke hat. Leicht greifen und Druck steigern bis zu einem bestimmten Punkt (Den man NUR durch herantasten im Trainings finden kann).
Ich mach das automatisch so. Häufig wird geraten, den Bremsdruck immer weiter zu steigern. Das ist totaler Blödsinn. Bei langsamer Fahrt blockiert das Rad deutlich leichter als bei hoher Geschwindigkeit. Daher sollte bei abnehmender Geschwindigkeit eher der Druck genommen werden, wenn die Situation es zulässt.

tesechs 29.05.2012 16:37:36

Zitat:

Zitat von Kölner (Beitrag 471144)
... oder die Hände sollten nicht die Bremse halten.

wenn man die Finger an der Bremse hat, ist man im Allgemeinen bremsbereit, damit ist es dann auch keine Schreckbremsung mehr ;-)

Zitat:

Zitat von Kölner (Beitrag 471144)
Bei langsamer Fahrt blockiert das Rad deutlich leichter als bei hoher Geschwindigkeit. Daher sollte bei abnehmender Geschwindigkeit eher der Druck genommen werden, wenn die Situation es zulässt.

Wenn du bei normaler langsamer Fahrt ruckartig die Bremse ziehst, ist das Rad auch erstmal "nur" ungefähr durch das halbe Motorrad- und Fahrergewicht statisch belastet.
Wenn du aber im Bremsvorgang bist, ist durch die dynamische Radlastverteilung beim Bremsen viel mehr Last auf dem Vorderrad. Die Normalkraft am Reifen steigt und es kann bei gleicher Geschwindigkeit viel stärker gebremst werden.( höhere Normalkraft = höhere Haftreibungskraft )
Das man die Bremse aufmacht, wenn starkes Bremsen nichtmehr nötig ist, dürfte ja klar sein

Kölner 29.05.2012 17:17:59

wenn man die Finger an der Bremse hat, ist man im Allgemeinen bremsbereit, damit ist es dann auch keine Schreckbremsung mehr

Es geht um die, die immer mit der Hand an der Bremse fahren. Wenn dann was vors Bike kommt, wird automatisch zugepackt. Fährst du im Auto immer mit dem linken Fuß über der Bremse??

Wenn ich eine potentielle Gefahr sehe und die Hand auf die Bremse lege, dann erwarte ich eine Notbremsung. DAS bedeutet Bremsbereitschaft und NICHT Schreckbremsung...

Wenn du bei normaler langsamer Fahrt ruckartig die Bremse ziehst, ist das Rad auch erstmal "nur" ungefähr durch das halbe Motorrad- und Fahrergewicht statisch belastet.
Wenn du aber im Bremsvorgang bist, ist durch die dynamische Radlastverteilung beim Bremsen viel mehr Last auf dem Vorderrad. Die Normalkraft am Reifen steigt und es kann bei gleicher Geschwindigkeit viel stärker gebremst werden.( höhere Normalkraft = höhere Haftreibungskraft )
Das man die Bremse aufmacht, wenn starkes Bremsen nichtmehr nötig ist, dürfte ja klar sein


Es geht um den möglichen Bremsdruck bis zum blockierenden Vorderrad. Und der ist bei niedrigen Geschwindigkeiten nun mal höher als bei hohen. Du kannst ja gerne mal auf einer leeren Autobahn aus Vmax versuchen, das Vorderrad zum blockieren zu bringen. Wenn du ordentlich den Druck aufbaust und hältst, wird da nix blockieren. Wenn du aber den maximalen Bremsdruck bis zu niedrigen Geschwindigkeiten erhöhst wird dir dein Vorderrad blockieren. Da geb ich dir Brief und Siegel drauf. Wenn du Glück hast, hebt es nur das Hinterrad etwas an.

majestic_morpheus 29.05.2012 18:45:05

Das mit dem Anbremsen bis die Gabel anspricht halte ich für schöne, aber realitätsfremde Theorie - dafür hat im Ernstfall keiner die Zeit oder die Übersicht.

Rann an die Vorderradbremse, nicht schlagartig aber bestimmt und zügig den Bremsdruck aufbauen. Dabei sofort und (bei Geradeausfahrt) voll auf die Hinterradbremse steigen, das stabilisiert auch mit stehendem Hinterrad und überträgt bei der GS bis zu 20 % Bremsleistung.

Die Perfektion kommt dann mit der Übung.

tesechs 30.05.2012 09:45:28

Zitat:

Zitat von Kölner (Beitrag 471158)
[I]...Wenn du aber den maximalen Bremsdruck bis zu niedrigen Geschwindigkeiten erhöhst wird dir dein Vorderrad blockieren.

Jetzt weiß ich worauf du hinaus willst, da hast du ja Recht.
Im Idealfall hält man das Vorderrad auch genau an der Haftungsgrenze für maximale Verzögerung, da würde natürlich jedes Verstärken der Bremsung zum Blockieren führen.

Ansonsten halte ich das genauso wie m² beim Bremsen, auf hinten konzentrier ich mich garnicht.

majestic_morpheus 30.05.2012 18:43:42

Zitat:

Zitat von tesechs (Beitrag 471251)
Im Idealfall hält man das Vorderrad auch genau an der Haftungsgrenze für maximale Verzögerung, da würde natürlich jedes Verstärken der Bremsung zum Blockieren führen.

Genau so ist es, man versucht ja den Bremsdruck möglichst schnell aufzubauen, zu halten und ggf. nachzuregulieren noch weit bevor man steht. Wenn man den Bremsdruck erst bis kurz vorm Stillstand auf Maximalwert bringt, verschenkt man sehr viele Meter.

Da die Haftreibung deutlich höher als die Rollreibung ist, ist es ratsam direkt vorm Stillstand die Bremse etwas zu lösen (wenn die Situation das zulässt) um ein eventuell abhebendes Hinterrad oder eine plötzlich auf Block gehende Gabel zu vermeiden. Im letzteren Fall kann das Vorderrad im letzten Moment durch den zusätzlichen Impuls doch noch blockieren und abschmieren.

Xylo 05.06.2012 12:58:59

Bei den Fahrsicherheitstrainings hats bei uns immer geheißen, zwei Finger sollten auf der Kupplung/ Bremse liegen.
Zwei Finger auf der Bremse, damit man bei Schreckbremsungen nicht zu fest zugreifen kann und das Rad nicht so leicht blockiert.
Zwei auf der Kupplung, weils angeblich eine bessere Gewohnheit is links und rechts gleich zu greifen und man besseren Griff bei Fahrbahnunebenheiten hat.

Ich hab links meist alle 4 Finger drauf, weil ich auf die Dauer nicht die Kraft hab mit zwei zu Kuppeln.
Rechts hab ich (immer) zwei drauf liegen. Das Vorderrad hat bei mir erst einmal bei rutschiger Fahrbahn blockiert, das war aber zum glück keine Schreckbremsung ^^

Absichtlich (beim training) zum blockieren hab ichs noch nie gebracht, ned mal bei vollem, abrupten Zugreifen mit allen 4 Fingern. Bremst zwar schön runter, blockiert aber ned.
Das zu wissen is auch gut, seitdem weiß ich, dass ich bei guten Fahrverhältnissen im Fall des Falles ruhig voll zugreifen kann ;)

Mein Problem ist vielmehr, dass mein Hinterrad dauernd/ sehr leicht blockiert. Bei Schreckbremsungen kommt da leicht mal das Hinterteil vor :( war jetzt schon zwei oder drei mal und ich versuch mir grad anzugewöhnen, hinten im Schreck nimma zu bremsen. Egal, wie oft ichs übe zart zu bremsen, im Schreck steig ich anscheinend voll rein. Und wie schon oben geschrieben -zuerst merkt mans kaum, dass es blockiert.

Kunibert 05.06.2012 16:05:46

Zitat:

Zitat von Xylo (Beitrag 471939)
Bei den Fahrsicherheitstrainings hats bei uns immer geheißen, zwei Finger sollten auf der Kupplung/ Bremse liegen.

Oha, das finde ich aber sehr unpraktisch. Ich denke es ist sinnvoller, lieber den Lenker ordentlich festzuhalten. Wie willst du ein plötzliches Ausweichmanöver mit nur 2 Fingern je Lenkerseite machen? Und wenn das nur der Ringfinger und der kleine Finger ist, haste auch die 2 Schwächsten der Hand und kannst eigentlich gar keine große Kraft aufbringen, oder wie von dir erwöhnt mal eine Unebenheit auszugleichen. Zusätzlich halte ich es auch im Sinne der Vollbremsung für gefährlich. Wenn du mit 2 Fingern bremst, wo sind dann die restlichen? Wenn die den Lenker umfassen (den Stummel) reicht ein dicker Handschuh aus, um den Weg des Bremshebels zu blockieren und eine maximale Bremsung zu verhindern.

Xylo 05.06.2012 19:54:13

Also Ausweichmanöver sind absolut kein Problem, da drückt man ja nur fest an die Lenkstange, das passiert ja mehr mit dem Handballen.
Auch beim Bremsen hatte ich noch keine probleme, so weit geht auch bei einer Vollbremsung der Hebel nicht runter.

Einzig, dass man natürlich bisschen weniger Halt hat mit zwei Fingern stimmt wahrscheinlich schon. Ich hatte aber noch keine Probleme bei Schlaglöchern, wobei ichs links (wenn alle 4 Finger auf der Kupplung hab) schon ab und zu erschrocken bin, wenn die Hand plötzlich weggeschlagen wurde ^^

Ich finds halt neben dem Bremsbereit-sein auch gemütlicher beim gas-dosieren, wenn die zwei Finger vorn aufliegen.

(edit: zitat entfernt)

Timmy O'Toole 05.06.2012 20:28:12

Hmm, zu der Sache mit den zwei Fingern:

Ich hab mir bei meiner Ducati ne zeitlang angewöhnt, nur mit zwei Fingern zu bremsen, weil die Bremse einfach so gut ist (sogar ein Finger hätte gereicht).

Bis ich dann mal wirklich stark bremsen musste und gemerkt hab, dass ich die restlichen Finger nicht mehr raus bekomm. Das ist dann ne ziemlich brenzlige Situation.
Je nach Dicke der Handschuhe bzw. Finger und Einstellung des Bremshebels kann das sehr gefährlich sein.

Smolle 16.06.2012 19:33:37

Also mir haben sie beim Fahrsicherheits-Training auch gesagt 2 Finger auf jeder Seite.
Hab mir das angewöhnt und möchts jetzt nicht anders machen.
Man kann das Gas viel genauer dosieren und man dreht auch nicht versehentlich dran bei Unebenheiten.
Bremsen funktioniert super mit zwei Fingern, man sollte sie halt so eingestellt haben dass man sich nicht mit den restlichen Fingern blockiert. Man hat auch beim Bremsen einen guten Halt und Gefühl am Lenker, von wegen herausschlagen. Wer sich so fest am Lenker hält dass er klagt mit dem Kleinen und Ringfinger nicht genug Kraft zu haben macht sowieso etwas falsch ;)
Der Lenker ist nicht zum festhalten da.
Man fährt Bremsbereit und verkürzt bei einer Notbremsung seine Reaktionszeit.
Alle Finger auf der Bremse ist sowieso nicht gut weil jegliche Lenkimpulse auch in die Bremse gehen und vielleicht grad das bisschen Bremsdruck zuviel bringen um dich auf die Nase zu legen.
Alle Finger auf der Kupplung sind auch nicht so gut, wenn auch nicht so schlimm, aber der Lenker kann einem aus der Hand geschlagen werden und man hat weniger Gefühl dafür.

zur Vollbremsung:

Üben üben üben!

Die ganze Theorie bringt einem nichts wenn mans praktisch nicht kann.
Selbst wenn mans am Parkplatz gut kann, heißt das aber immer noch nicht, dass man es in einer Notsituation im Schrecken richtig macht.

Theoretisch: vorne progressiv Bremsen, also Bremsdruck aufbauen bis gegen die Haftungsgrenze (halt nicht drüber) und an der versuchen zu bleiben.
ob mans gut gemacht hat sieht man beim Üben ganz gut am Reifen, wenn der Abdruck vom Asphalt leicht verwischt ist.
hinten kann man leicht mitbremsen zum stabilisieren und je nach Bauart auch wirklich Geschwindigkeit abbauen (chopper [vergleichsweise]recht viel, rennmaschine gleich null)
mit den Beinen festhalten, Ellenbogen angewinkelt und locker
blick nicht direkt vor das Rad, sondern weiter nach vorne, bzw wenn man einen Ausweichhaken plant auf den Fluchtweg und nicht aufs Hindernis

das Beste ist natürlich wenn man so vorrausschaut und mitdenkt, dass man das nie braucht ;)
und -wie gesagt:

üben üben üben

und zu ABS vs nicht-ABS, weil das kurz angesprochen wurde:
gute Fahrer können mit viel Übung maximal ca eine Motorradlänge früher stehen bleiben als mit ABS,
das ist aber bei einer Demonstration, wo er darauf fokussiert und vorbereitet ist der fall!
Mit ABS kann man immer von Anfang an vorne und hinten voll reinhämmern und hat so in realen Notsituationen vermutlich immer die Nase vorne.

*monsterpost ende* :-D

gsmattis 16.06.2012 20:04:10

Zitat:

Zitat von Smolle (Beitrag 473094)
.....
Mit ABS kann man immer von Anfang an vorne und hinten voll reinhämmern und hat so in realen Notsituationen vermutlich immer die Nase vorne.

*monsterpost ende* :-D

Da würde ich mich nicht drauf verlassen. Das ABS kann auch mal, warum auch immer, genau in dem Moment ausfallen, wo man es braucht. Und dann bist du verlassen

Kunibert 16.06.2012 21:34:33

Zitat:

Zitat von Smolle (Beitrag 473094)
Bremsen funktioniert super mit zwei Fingern, man sollte sie halt so eingestellt haben dass man sich nicht mit den restlichen Fingern blockiert.

Im Falle von unerwartetem Fading wäre der Abstand dann nicht mehr relevant, der Bremshebel klappt ran und bricht dir die Finger ...


Zitat:

Zitat von Smolle (Beitrag 473094)
Wer sich so fest am Lenker hält dass er klagt mit dem Kleinen und Ringfinger nicht genug Kraft zu haben macht sowieso etwas falsch ;)

Meines Erfahrung nach wird das Bike stabiler, je schneller man fährt. Bei nem Ausweichen auf der BAB musste ich schon ordentlich am Lenker zerren bis sich da was tat ...

Zitat:

Zitat von Smolle (Beitrag 473094)
Der Lenker ist nicht zum festhalten da.

Für was sonst?

Smolle 16.06.2012 22:32:40

@gsmattis
wenn man es so sieht kann man auch daheim bleiben, könnte ja das Rad abbrechen
technische Fehler kann es natürlich immer geben, genausogut kann deine Bremse nicht funktionieren
aber du schreibst ja dass du dich nicht darauf verlassen willst, ist dein Gutes recht.
die Wahrscheinlichkeit ist aber recht gering, ein gewisses risiko geht man halt ein, ist klar,
und primär ist ein ABS auch nur dafür gedacht FALLS man überbremst und nicht/ zu langsam darauf reagiert, da gebe ich dir recht.
Die Situation möchte ich auch nicht unbedingt erzwingen.
aber du fährst auch einmal flott auf eine Kurve zu mit dem Vertrauen, dass deine Bremse beißt, oder?
abgesehen davon liegt man nicht gleich auf der Nase wenn das Vorderrad blockiert.
Man ist immer auf der sicheren Seite wenn man sein ABS ausnützt, wenn man es hat.
Die Wahrscheinlichkeit, dass man einige -möglicherweise lebensrelevante- Meter verschenkt ist um ein vielfaches höher als dass das ABS nicht funktioniert, was gegen null geht.

@Meister Kunibert

möchte ich sehen wie du dir -selbst ohne Bremsflüssigkeit- mit deinen eigenen Fingern mit einem Bremshebel die Finger brichst ;)

richtig, das Motorrad wird stabiler, nur sollte man generell nicht "zerren", sondern drücken.
nennt sich Gegenlenken das ganze.
linkskurve-> du drückst links am Lenker
versuch das mal ;)
alleine aus dem Aspekt betrachtet bräuchte man nicht einmal Finger für einen Ausweichhaken, auch bei BAB-Geschwindigkeiten.
bitte nicht ausprobieren :P

naja wie's der Name sagt: zum Lenken
alle anderen Einflüsse und Lenkimpulse die man sonst da reinsteckt, wenn man sich festhält bringen nur unnötige Unruhe ins Motorrad.
Klingt blöd aber: Die meiste Zeit fährt ein Motorrad am besten ohne Fahrer.
Durch solches Festhalten kann es zu ungutem Lenkerflattern, unrunden Kurven etcetc kommen.
Fest hält man sich mit den Beinen, bzw überall außer am Lenker (naja und Bremsleitungen, Windschilder und Auspuffkrümmer sind auch nicht zu empfehlen :mrgreen:)

gsmattis 17.06.2012 08:23:07

Zitat:

Zitat von Smolle (Beitrag 473104)
@gsmattis
wenn man es so sieht kann man auch daheim bleiben, könnte ja das Rad abbrechen
technische Fehler kann es natürlich immer geben, genausogut kann deine Bremse nicht funktionieren
aber du schreibst ja dass du dich nicht darauf verlassen willst, ist dein Gutes recht.
die Wahrscheinlichkeit ist aber recht gering, ein gewisses risiko geht man halt ein, ist klar,
und primär ist ein ABS auch nur dafür gedacht FALLS man überbremst und nicht/ zu langsam darauf reagiert, da gebe ich dir recht.
Die Situation möchte ich auch nicht unbedingt erzwingen.
aber du fährst auch einmal flott auf eine Kurve zu mit dem Vertrauen, dass deine Bremse beißt, oder?
abgesehen davon liegt man nicht gleich auf der Nase wenn das Vorderrad blockiert.
Man ist immer auf der sicheren Seite wenn man sein ABS ausnützt, wenn man es hat.
Die Wahrscheinlichkeit, dass man einige -möglicherweise lebensrelevante- Meter verschenkt ist um ein vielfaches höher als dass das ABS nicht funktioniert, was gegen null geht.

Natürlich geht man ein gewisses Risiko ein, ist ja nicht umsonst unser Lieblingshobby ;)
Und ja, ich vertraue auch immer darauf, dass die Bremse packt. Situation war so: Kleine Straße durch Felder und Wiesen, guter Zustand. Kleine Kuppe, 50 m dahinter 90° Kurve mit recht engem Radius. Bei 120 Sachen kommt man da schon bissle ins Schwitzen ;) Aber ist alles gut gegangen dank meiner Reaktion und der Bremsen.

Der Grat zwischen blockierendem Vorderrad und Kinnbremse ist aber recht geing. Vor allem aus höheren Geschwindigkeiten kann das schnell zum Sturz führen.

Und ich hab ja geschrieben, dass das ABS ausfallen KANN (was es ja schon gegeben hat) und ICH (wie du schon geschrieben hast) mich da nicht drauf verlassen würde (Zumal ich mir sowieso kein Mopped kaufen würde, was ABS hat, weil mir die Karren generell zu viel Elektronik an Bord haben).

Kunibert 17.06.2012 11:31:16

Zitat:

Zitat von Smolle (Beitrag 473104)
@Meister Kunibert

Hab meine Prüfung doch noch gar nicht abgelegt :-?


Zitat:

Zitat von Smolle (Beitrag 473104)
möchte ich sehen wie du dir -selbst ohne Bremsflüssigkeit- mit deinen eigenen Fingern mit einem Bremshebel die Finger brichst ;)

Was ich mit dem Fahrrad schaffe, krieg ich mit der GS auch noch hin :nut:.
(Und wenn ich nur mit eingeklemmten Fingern durch ein Schlagloch hopse)

Offensichtlich gibts da wirklich zwei Welten mit den Fingern..., die einen sagen, zwei auf die Bremse, die anderen meinen, entweder man bremst oder nicht und macht nicht beides (also Finger am Lenker oder auf der Bremse). Ich hab Welt zwei gelernt ...


Wie oft fällt denn so bei Motorrädern das ABS aus? Bei Autos habe ich sowas noch nie gehört. Ist so alte Technick immer noch so stark anfällig, oder liegts an dem ganzen Rest an Elektronik, die mit verbaut wird, dass selbige beim Ausfall gleich das ABS mitnimmt?

Smolle 17.06.2012 19:31:15

@gsmattis
stimm ich dir ganz zu

@Kunibert
haha xD
ok, in dem fall passt Meister Kunibert ja wieder ;)

also ich habe das von einem sehr erfahrenen ÖAMTC-Instruktor gelernt, der ist unter anderem Testfahrer bei KTM, wo er an einem Tag 800km auf diversen Prototyp-Rennböcken sitzt O.O feiner Job sowas ;)

ich finde die seine Begründung macht auch Sinn, und bis auf das Argument, dass man sich -wenn man Meister Kunibert heisst- damit die Finger bricht, habe ich noch kein brauchbares Argument dagegen gefunden.

nichts für ungut, Kunibert ;)

zu ABS denke ich, dass das äußerst selten vorkommt,
aber in dem Gebiet weiß ich zu wenig, da lass ich wem den Vorrang der sich mit der Materie auskennt

gsmattis 17.06.2012 19:33:01

Dass ein ABS System ausfällt ist jetzt wohl eher weniger warscheinlich, aber bei den frühen BMW ABS Systemen ist das afaik vorgekommen

Xylo 18.06.2012 20:15:29

...übrigens - falls es jemanden gibt, der dieses Buch noch nicht kennt (ich glaubs kaum, so oft, wie mir schon von dem Buch erzählt wurde :wink: )...

Die obere Hälfte des Motorrads /Bernt Spiegel

Das Buch wird quasi von allen Lesern in den Himmel gelobt und ich glaub, es ist wirklich zu empfehlen, auch wenn ich mim lesen noch recht am Anfang bin.
Gut geschrieben, angenehm zu lesen und ich glaub, es ist für jeden was neues dabei, vom Anfänger bis zum Profi, vom "ich lenke mit Gewichtsverlagerung" bis zu "ich weiß, wies richtig funktioniert".
Einfach echt gut ;)

Smolle 18.06.2012 21:31:49

na das wird meine nächste Lektüre

wovon ich extrem viel gelernt habe ist Keith Code - Twist of a Wrist II
ist auf Englisch, der Typ hat eine Superbike-Schule in Kalifornien, ein alter Hase und scheint echt viel drauf zu haben.

Grollicus 19.06.2012 00:07:58

Zitat:

Zitat von Xylo (Beitrag 473317)
Gut geschrieben, angenehm zu lesen

:shock:
Ich muss mich da voll durchquälen weil er 10 Millionen Beispiele bringt. Hab da immer das Gefühl der hält mich für vollkommen bescheuert..
Aber wenn man das aushält steht viel sinnvolles drin.


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