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Kettensatz wechseln sinnvoll?
Ahoi,
also, die Maschine BJ 1999 hab ich vor einem Jahr gekauft (7300km) und seither 5000km gefahren. Vieles ist natürlich noch von 1999, so auch der Kettensatz. Reifen würde man nach so einer Langen Zeitdauer wechseln, auch wenn sie erst wenige km gelaufen wären, aber wie sieht das bei dem Kettensatz aus? Eigentlich ist die Maschine gepflegt, aber 15 Jahre, ich habe irgendwie schiss davor, dass mit die Kette irgendwann mal auseinanderreißt, warum auch immer. Ist die Sorge unbegründet oder lohnen sich die 90 Euro für einen frischen Kettensatz mit X-Ring Kette? Das Geld ist zurzeit nicht so das große Problem, daher frag ich auch im Hinblick auf die Zukunft :) |
also wenns dir nur um das Alter der Kette bzw. das der O-Ringe an sich geht , und Ritzel und Kettenrad noch gut dastehen , kann man auch nur die Kette selbst wechseln
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Also wenn der Kettendurchhang stimmt und die Kette nicht zu sehr gelängt ist (prüfen, wie weit man einzelne Kettenglieder vom Kettenrad abheben kann), dann kann die ruhig drauf bleiben.
Gerne mal mit Kettenreiniger reinigen und danach wieder Fetten. |
Wenn die Kette keinen Rost hat, dann reißt die auch nicht einfach so. So schnell altert Stahl nicht.
Die O-Ringe der Kette können mit der Zeit spröde werden, dann verliert die Kette möglicherweise die Fettfüllung in den Rollen. Das führt aber auch nicht zum Reißen nur zu höherem Verschleiß. Ich würde die Kette fahren, bis sie fertig ist, also etwa noch 15000 km. Öfter mal nachgucken und fetten. |
Kettensatz wechseln sinnvoll?
Ich habe meine Kette bei ca 26000 km gewechselt,ich hatte noch die 34 ps version drauf .Jetzt hab ich die 46 ps version genommen.
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Hast du die Kette gewechselt, weil sie runter war oder einfach nur so aus purem Aktionismus ob der paar Mehr-PS?
Ich hoffe ihr wechselt immer Kette, Kettenrad und Ritzel gemeinsam. Sonst verschleißen sich alte und neue Komponenten gegenseitig sehr viel schneller. |
Kettensatz wechseln sinnvoll?
Nein Die kette war schon relativ verschliessen.Natürlich hab ich alles gewechselt,nur die kette bringt ja nix
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Ok dann lass ich das vorerst... Bei der Gelegenheit aber eine andere Frage weil ich keinen neuen Thread aufmachen mag:
Ich wollte die Kette spannen, Problem ist, dass die Bremse hinten etwas schleift, egal wie genau ich das Ding einstelle. Außerdem lässt sich das Rad auf der Kettenseite ganz einfach nach vorne und hinten bewegen, wenn die Spannschrauben rausgedreht sind, aber auf der Seite der Bremse ist das ganze sehr schwergängig. Wenn ich dann beide gleich eingestellt habe und die Achsmuttern anziehe, dann ist diese Metallplatte bei der Spannschraube rechts wieder lose, also wird das Rad anscheinend irgendwie nach vorne gezogen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass der Druckpunkt der Bremse gefühlt früher da ist, als wär da ständig ein Widerstand den es zu überwinden gilt. Der Bremsschlauch scheint auch irgendwie zu kurz bemessen, den werde ich wohl demnächst mal austauschen (am besten gegen Stahlflex) Ist es ok wenn es nur so viel schleift, dass man das Motorrad noch normal schieben kann und dass die Bremsen beim fahren nicht heiß werden? Bremsen funktioniert auch eigentlich ganz gut, nur manchmal beim starken bremsen hoppelt das Bremspedal, fühlt sich dann an wie das Pedal beim Auto wenn man mit ABS auf Eis bremst. Irgendwie tauchen immer mehr Baustellen auf, vielleicht mute ich der alten Rentnerkarre zu viel zu wenn ich in einem Monat so viel fahre wie der erste Halter in einem Jahr :grinser2: |
Ja, die Bremsseite lässt sich schwergängiger verstellen.
Schließlich ziehst du den Bremssattelträger nach hinten. Da hängt der Bremssattel dran und der hängt an der Bremsankerstrebe. Das "Klappern" der Kettenspannerbleche nach der Durchhangeinstellung ist auch normal. Gib dem Rad einen tritt bzw. halte den Fuß dagegen, während du die Achse anziehst. Sollte es immernoch etwas lose sein, kannst du auch die Mutter der Kettenspanner etwas nachziehen. Achte aber darauf, dass das Rad geradeaus läuft. Das tut es sicher, wenn auf beiden Kettenspannern exakt gleich viel Gewinde rausschaut (einfach von der Mutter bis zum Gewindeende messen). Dreht sich denn das Rad gut, wenn du ihm aufgebockt mal nen Schubs gibst? Wenn das Rad keine Umdrehung schafft, hängt vermutlich ein Bremskolben. Die GS wird an einigen Stellen viel zu selten gewartet. Schmutz und Bremsstaub können die Kolben blockieren. Das Dauerschleifen ist natürlich nicht gesund für Beläge und Scheibe und schlecht gewartete Sättel begünstigen auch Riefenbildung der Scheiben. |
Ok, also das Rad schafft mit mäßigem Schwung etwa eine Umdrehung, mit mehr Kraft wäre auch etwas mehr drin. Naja, wenn ich die Bremsleitungen eh mal austausche (Bremsflüssigkeit ist auch schon min. 2 Jahre alt), dann kann ich das Ding hinten ja auch mal komplett auseinandernehmen und sauber machen. Reicht es da die Beläge rauszunehmen und das ganze grob sauber zu machen oder kann/sollte man die Bremse richtig zerlegen?
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das wirst du dann sehen.
Kolben wirst du aber ein ganzes Stück rauspumpen müssen, um die reinigen zu können. Wenn die Staubdichtung hervorquillt, ist das auch ein schlechtes Zeichen...kann wieder in Form geknetet und eingebaut werden, kann aber auch sein, dass das nicht reicht und du ne neue brauchst. Aber meist ist der Dreck (hoffentlich nur Dreck und keine Korrosion) der Kolben das Hemmnis. |
Ausbauen, grob reinigen und nachgucken. Man zerlegt nichts ohne Grund und schon gar nicht um es nur mal sauber zu machen. Dabei besteht immer die Gefahr, dass die Dichtungen kaputt gehen.
Die Kolben aber nicht unnötig zurückdrücken. Vorher die Kolben reinigen. D.h. das was übersteht von Schmutz/Bremsstaub befreien. Bei der Reinigung der Kolben hat sich ein alter Schnürsenkel und Seifenwasser bewährt. Drum herumschlingen und abwechselnd an den Enden ziehen. Versteht sich aber von selbst, dass nichts außer Bremsflüssigkeit in den Bremszylinder kommt. Also beim Putzen aufpassen. Danach gucken, ob die Kolben Korrosionsschäden haben = raue Oberfläche, dann sollte man die tauschen oder abziehen lassen (ganz leichtes Überschleifen mit sehr feinem Schleifmittel, Werkstattarbeit). Das ist aber nur im Bereich der Dichtflächen notwendig. Wenn irgendwo Bremsflüssigkeit austritt oder eine Dichtung gerissen ist, ist eine Überholung notwendig. Kann auch sein, dass die Kolben durch längeres Stehen etwas schwergängig sind. Das gibt sich oft beim Fahren wieder. Wenn nicht, ist auch eine Überholung notwendig. |
Dürfte ich mich da gleich mal einklinken?
Ich habe die Kette vor ca 3000km nachgespannt und jetzt rasselt sie schon wieder hin und wieder am Hauptständer. Wäre dass ein Zeichen dass die Kette mal getauscht gehört? Lg |
War sie neu? Oder zu stramm gestellt und dadurch hat sie sich unverhältnismäßig stark gelängt. Ist sie schon 20.000km drauf könnte es auch ein Zeichen fürs Ende sein.
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Hallo, Danke für die Antwort.
Kette ist jetzt 21 000km alt. beim letzten Spannen habe ich sie auf 25mm durchhang gespannt. |
Zitat:
dadurch machst du dir die Kette kaputt , und wenn du Pech hast sogar noch das Lager der Ausgangswelle (Ritzel) |
Bei schlechtem Material und/oder mangelnder Pflege könnte die Kette es langsam hinter sich haben.
Miss mal ohne Durchhang den Abstand über 21 Stife (20 Teilungen). Die Verschleißgrenze der Kette liegt bei 319,4 mm. |
Müsste ich jetzt lügen, wir habens damals halt laut Wartungsanweisung gemacht (glaube zwischen 20-30?). Mir kam der Durchhang damals zuviel vor.
Danke. ich werde das mal messen! |
Kommt drauf an, wie man misst.
Suzuki gibt (bei originalem Fahrwerk) in der Wartungsanleitung auch 20-30 mm auf dem Seitenständer stehend vor. Zu zweit (während einer drauf sitzt) ist aber sicherlich die günstigere Lösung und bewahrt vor zu strammer Kette (schlecht für Kette und Antriebswellenlager). |
Wenn man es ganz genau wissen will, nimmt man das Federbein raus und bringt Getriebeausgangswelle, Schwingen- und Radachse auf eine Linie und stellt den Durchhang auf fast Null ein. So kann die Kette nie zu stramm sein. Dann misst man den Durchhang auf dem Seitenständer stehend und weiß, wie groß der Durchhang zukünftig sein muss. Steht bei mir auch noch auf der To-Do Liste.
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Da kommt man wahrscheinlich auf den von Suzuki angegebenen Wert.
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Ui, soll man das auf dem Seitenständer messen? :oops: Um das einzustellen muss das Rad doch eigentlich entlastet sein, deswegen hab ich das auf dem Hauptständer gemacht und entsprechend 2-3cm :?
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Hauptständer 2-3 cm ist zu wenig.
Da hängt die Schwinge ja maximal durch, also ist der Weg für die Kette am kürzesten. Solltest du unbedingt ändern um keine Schäden an der Getriebeausgangswelle zu riskieren. Für die Kette ist es vielleicht schon zu spät. |
Zitat:
Deswegen: Je mehr Belastung beim Einstellen auf dem Motorrad lastet (Person auf dem Fahrer- bzw. Soziussitz), desto besser ist das Ergebnis für eine gut eingestellte Kettenspannung. |
Dass es entlastet sein muss dachte ich, weil man ein Auto ja auch aufbockt wenn man was an den Rädern macht. Wenn da das ganze Gewicht drauf lastet, dann werden die Schrauben zum einstellen ja auch mehr belastet. Na gut, dann mal gucken, vielleicht doch ein Grund zum Kette wechseln :rolleyes: Hab ich auch nix gegen, mit jedem neuen Teil fühlt sich das mehr wie MEIN Motorrad an :D
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Naja, der Kettensatz kostet mehr als progressive Gabelfedern.
Investier lieber darin und schone in Zukunft die Kette ;) |
Machs doch einfach so, wie ichs in Post 20 beschrieben habe. Dann hast du für immer Ruhe und weißt genau, dass die Spannung nicht zu stramm sein kann.
Der Vergleich mit dem Auto hinkt iwie. Zum Radausbau muss es entlastet sein. Klar, beim Motorrad auch. Aber beim Kettendurchhang einstellen baust du ja nicht das Rad aus, sondern ziehst es mit den Einstellschrauben nach hinten ;) |
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Kein Problem. War nen gutgemeinter Tip, was du draus machst bleibt bei dir ;) Zitat:
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Das mit dem Federbein musst du für dein Setup genau EIN MAL machen. Danach kannst du alles wieder zusammenbauen und auf Haupt- oder Seitenständer messen und hast dann einen Wert, nach dem du dich für immer richten kannst. Also 1x 5 Minuten Arbeit (mehr ist es nicht für 3 Bolzen, bis das Federbein draußen ist), der dir zuverlässige Daten für die Zukunft gibt. |
Zitat:
wenn man dies nur als Amplitude sieht ( was der Durchhang ja strenggenommen ist ) ist dieser Wert vollkommen korrekt , jedoch impliziert die beigefügte Zeichnung diesen Wert auf die doppelte Amplitude ( gesamte Schwingungsweite ) anzuwenden , was dann deutlich zu knapp wäre wenn man das Federbein ausbaut kommt man dagegen auf einen viel zu großen Durchhang ( ich habs ausprobiert ), da die Schwinge im Fahrbetrieb niemals so weit einfedert ( einfedern sollte ) wie sie ohne das Federbein zu bewegen ist Suzuki empfiehlt die Messung übrigens unbelasted auf dem Mittelständer stehend das ist auch sehr praktikabel , weil alleine durchführbar , und wenn man auf eine Schwingungsweite ( das ist am einfachsten zu messen ) von ca 5,5cm geht ist man damit auch auf der sicheren Seite wichtig ist es diesen Wert nach dem Anziehen der Radmutter nochmals zu kontrollieren P.s. falls die Kette wirklich zu locker ist schleift sie im Fahrbetrieb hörbar am Hauptständer dass die Kette auf dem HS stehend beim Rückwärtsdrehen des Rads an der Ritzelabdeckung rasselt ist dagegen normal und kein Hinweis auf einen zu großen Durchhang |
Bei dem Trick ohne Federbein geht es ja nur darum, Antriebswelle, Schwingenachse und Radachse auf eine Linie zu bringen.
Hab noch nicht drauf geachtet: meinst du im Fahrbetrieb kommt man wirklich nie auf diese Stellung? In der Suzuki Wartungsanleitung zeigt die Abbildung, dass der untere Kettentrumm nur nach oben gedrückt wird und dessen Delta an der Kettenunterseite gemessen wird. Desweiteren "Das Motorrad auf den Seitenständer stellen, um eine genaue Einstellung zu gewährleisten." In der Wartungsanleitung wird scheinbar auch nur für die Sichtprüfung auf Defekte der Antriebskette auf den Mittelständer gebockt. |
wenn du die Schwinge gerade stellst und dabei die Kette auf spielfrei einstellst kommt man später auf einen Durchhang mit dem dich kein TÜVer mehr durch die HU kommen lässt - Ich hab das mal ausprobiert als ich vor Jahren mal eine langwierige Diskussion mit "cherry" hatte
Ich habe hier das originale Owners Manual , welches ich beim Kauf 1989 von meinem Händler bekommen habe und da ist in der Skizze unmißverständlich die Schwingungsweite mit 3cm angegeben und der Text zur vorgehensweise lautet ( auf deutsch ) " (1) Die Maschine auf dem Mittelständer aufbocken (auf italienisch ) Sisternate la motocicletta sul cavalletto centrale ( französich ) placer la machine sur sa bèquille centrale ( und niederländisch ) Plaatsde motor op de middenstandaard eventuell wurde das ja mal im Laufe der Jahre überarbeitet |
Ich habe das mit "auf eine Linie bringen" gemacht; Grund war mein längeres Wilbers-Federbein.
Wenn meine GS nun auf dem HS steht, dann kann ich die Kette am größten Durchhang um 6 cm nach oben drücken - das ist jetzt "mein Maß". Wenn die GS auf dem Seitenständer steht, berührt die Kette zwar gerade so den HS, aber im Fahrbetrieb ist das dann alles kein Problem. Und als übermäßigen Durchhang nimmt man das optisch auch nicht war. |
Wenn dem so ist wie der geko meint, könnte man ja sicherheitshalber 1x so vorgehen:
*Moped auf Hauptständer-Federbein entlastet-den Abstand zum Boden z.B. mit nem Brett ausgleichen *Federbein abschrauben *hinten zusätzlich 115 mm unterlegen (max. Federweg hinten) *Kettenspannung größer Null einstellen (sollte ja dann die straffste Stelle sein) Danach auf'n Haupständer stellen und evtl. feststellen: 2,5- 3 cm Durchhang passt.......:daz: |
Das schleifen der Hinterradbremse hat wirklich daran gelegen, dass die Beläge runter sind, leider müssen die Scheiben jetzt auch gewechselt werden. Sehr sehr komisch, ich habe sehr wenig hinten gebremst und mein Vorgänger hatte die Maschine nur 7000km. Ich dachte immer dass die zumindest im ungünstigsten Fall 15000km halten würden, viele sagen auch was von 30000 und mehr beim ersten Satz. Naja man lernt nie aus.
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Vielleicht haben die Beläge ja dauergeschliffen und so die Scheibe abgelutscht.
Wie stark ist denn die Scheibe noch? 5,50 mm ist Verschleißgrenze hinten, 4,00 mm vorn. |
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