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gsmattis 24.04.2018 13:55:45

Verschlucken beim Rausbeschleunigen
 
Tag zusammen,

folgendes Problem habe ich mit meiner GS: Ich fahre auf eine Kurve zu, schalte runter, fahre in/durch die Kurve und möchte am Scheitelpunkt Gas anlegen. Das klappt aber nicht, weil sie erst einmal in ein Loch fällt, was mich sogar ausbremst und dann ruppig Gas annimmt. Dabei ist es fast egal (prüfe ich heute Nachmittag nochmal), in welchem Drehzahlbereich ich bin. Gefühlt aber schlimmer mit steigenden Drehzahlen.

Vergaser ist ultraschallgereinigt (aber auch davor war es so), Setup stimmt, Gaszugspiel auf ein Minimum reduziert. Woran kanns liegen?

Danke und Gruß
Mattis

AmigaHarry 24.04.2018 14:28:06

Wahrscheinlich zu mager im Teillastbereich. Versuche die Düsennadeln eine Kerbe höher ob es besser wird. Ob du den richtigen Lufi hast, traue ich mich gar nicht zu fragen :mrgreen:

3y3joe 24.04.2018 15:41:17

Das macht sie aber auch auf der Geraden bei Lastwechsel?
Also ausser den Versagern fällt mir dazu nichts ein....kannst Du mal genauer beschreiben?

gsmattis 25.04.2018 04:54:30

Zitat:

Zitat von AmigaHarry (Beitrag 595060)
Ob du den richtigen Lufi hast, traue ich mich gar nicht zu fragen :mrgreen:

Sorry, hätte ich dazuschreiben können/sollen. Ist im Setup inbegriffen ;)
Zitat:

Zitat von 3y3joe (Beitrag 595069)
Das macht sie aber auch auf der Geraden bei Lastwechsel?

Nein, da sind die Lastwechsel normal. Die Gasannahme auf der Geaden ist so, wie sie sein soll. Hahn auf, weiter gehts.
Zitat:

Zitat von 3y3joe (Beitrag 595069)
Also ausser den Versagern fällt mir dazu nichts ein....kannst Du mal genauer beschreiben?

Nicht wirklich. Ich fahre halt durch die Kurve, Lege Gas an bzw. versuche es und sie nimmt ca. 1 Sek kein Gas an, bremst dabei sogar ab und dann gehts weiter, mit einem kräftigen Ruck.

Aber wie das mit Schmerzen so ist. Sie sind weg, wenn man den Termin beim Arzt hat. Gestern Morgen noch wie beschrieben, gestern Nachmittag so gut wie weg :kopfkratz2:

Mal weiter beobachten.

DonArcturus 25.04.2018 08:22:13

Ist vielleicht etwas in der Benzinzufuhr hängen geblieben? Im Filter oder der Düse oder sowas?

gsmattis 25.04.2018 08:35:05

Kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Gestern Morgen auf der BAB lief sie mehrere Km ohne Probleme knapp 170. Sprit sollte also genug ankommen.

AmigaHarry 25.04.2018 08:54:50

In Kurven verwindet sich der Rahmen ein bischen. Da bewegt sich auch das ganze Ansaugsystem. Kann es sein, das du dadurch irgendwo Falschluft ziehst?
Sonst fällt mir bei dem Symptom (Gerade geht, Kurve nicht) nur noch ein grenzwertiger Schwimmerstand ein.

3y3joe 25.04.2018 10:41:29

Also das ist echt ne Nuss, da hast Du Dir ja einen schönen Fehler rausgesucht!
Rahmenverwindung ,Falschluft hmmm möglich, ich glaube aber eher es hat was mit der höheren "Schwerkraft" in der Kurve zu tun.....
Bremsen kanns nicht sein, ab dem Scheitel bremst Du ja nicht mehr, und Du gibst ja auch nicht gleichzeitig Gas und bremst....:)
Was aber in der Kurve passiert, ist, dass sich zu der Gewichtskraft die Zentrifugalkraft dazu addiert. Ich glaube ich hab das irgendwann mal ausgerechnet und kam bei 45 Grad Schräglage auf 1,41 "G"
Wobei G nicht der richtige Ausdruck ist, G bleibt ja gleich, es ist die Summe aus beiden Kräften.
Aber genug geschwafelt, vielleicht ist es ein Teil das durch die zusätzlich Kraft nach unten gezogen wird und dann den Fehler verursacht.
Und wenn Du am Scheitel nicht gleich Schub hast , dann korrigierst Du ja automatisch die Schräglage Richtung senkrecht weil Du Geschwindigkeit verlierst und daher die Schräglage nicht komplett halten kannst....
Die Gesamtkraft die dich auf den Boden presst vermindert sich und der Fehler ist wieder weg.... Wilde Theorie ich weiss, aber mir fällt nix bessres ein.
Wenn du eine Kurve langsam fährst, also mit ganz wenig Schräglage ist es dann auch so? Dann wäre meine Theorie Schrott:)

gsmattis 25.04.2018 11:30:13

Falschluft habe ich keine bzw. muss ich schon echt viel Bremsenreiniger um den Vergaser jauchen, damit sich mal was tut. Das kann dann aber auch von den angesaugten Gasen kommen.

Wenn ich leichte bis mittlere Kurven fahre ist auch alles gut, da ziehe ich aber meistens so durch. Nur wenn ich wirklich flott und tief Kurven fahre, wo ich vorher bremsen, schalten, rollen, Gasgeben muss, habe ich das Problem.

Schwimmerstand werde ich nochmal kontrollieren. Wobei zu hoch/niedrig ja auch beim starken Bremsen zu abfallender Drehzahl führen kann/müsste. Das habe ich auch nicht, und ich bremse schon recht sportlich vor Kurven/Kreuzungen.
Zitat:

Zitat von 3y3joe (Beitrag 595099)
Also das ist echt ne Nuss, da hast Du Dir ja einen schönen Fehler rausgesucht!

Das stimmt. Und ich habe auch nichts dergleichen im Forum gefunden. Nur das obligatorische Leistungsloch zw. 6 und 7000upm bei falschem Luftfilter/Clip in der falschen Kerbe.

3y3joe 25.04.2018 11:37:01

OK, na da zieht es Dir wohl doch ein Bauteil nach unten wenn die Kraft bei schnellen Kurven ausreicht..... Kannst ja vielleicht auch mal die Stecker der kompletten Zündanlage auf guten Sitz kontrollieren....
Den Unterschied zwischen Spritmangel Leistungsverlust und Zündaussetzer kannst Du ja beurteilen:)

Nachtrag: Ich glaube nicht dass es am Schwimmerstand liegt, beim Solomotorrad ist, bedingt durch die Schräglage in den Kurven, die Kraft die wirkt immer so ausgerichtet wie das Motorrad (offhanging mal ausgenomen) )
Das heisst das sich das Benzin im Schwimmer immer senkrecht zu dieser Kraft ausrichtet, sprich sich nicht ändert.

Kay73 25.04.2018 11:52:34

Bleibt aber die Masseträgheit des Sprit in der Schwimmerkammer.
Da die Düsen aber weiter vorn liegen, wirkt sich da das Bremsen eher nicht negativ aus.


Und genau darum sollte ein Anfänger im Schrauben nicht immer als erstes den Versager zerlegen- wo schon erfahrene Schraubet Probleme mit dem System haben. Meine Meinung

Saugwurmmensch 25.04.2018 12:26:51

Vielleicht fällt dir das selbe Problem der Gasannahme geradeaus nur nicht auf, weil du nicht so lange im Schiebebetrieb warst (oder gar ausgekuppelt hast) und weniger vorsichtig Gas gibst als in der Kurve.

Stell dein Leerlaufgemisch doch jetzt mal nach Gehör ein ;)

@Kai73: was wäre denn die Alternative, wo die Vergaser für locker 70% aller Probleme hier im Forum verantwortlich sind?
Die Erfahrungen zeigen doch, dass Werkstätten das eher selten 100% hinbekommen...

Und die Mystifizierung von Vergasern und Motorinnereien behindert Novizen nur unnötig, die sich dann nie an sowas rantrauen, obwohl da - sorgfältig gemacht - eigentlich nichts dabei ist.

3y3joe 25.04.2018 12:30:51

Ist schon so, dass sich das Gemisch in Kurven die mit ordentlich Schräglage gefahren werden bei Versagermotoren abmagert, aber am LL Gemisch wirds nicht liegen. Da gehe ich einfach auch mal davon aus dass der Mattis das im Griff hat.

Saugwurmmensch 25.04.2018 12:42:41

leider nicht...

AmigaHarry 25.04.2018 15:17:37

Zitat:

Zitat von 3y3joe (Beitrag 595104)
.....
Nachtrag: Ich glaube nicht dass es am Schwimmerstand liegt, beim Solomotorrad ist, bedingt durch die Schräglage in den Kurven, die Kraft die wirkt immer so ausgerichtet wie das Motorrad (offhanging mal ausgenomen) )
Das heisst das sich das Benzin im Schwimmer immer senkrecht zu dieser Kraft ausrichtet, sprich sich nicht ändert.

Schon richtig! Aber durch die Zentrifugalkraft zieht es den Schwimmer früher runter und er schließt zu früh. Physikalisch sollte das durch den Widerstand der Benzinverdrängung/Auftrieb (welches ja auch schwerer wird) ausgeglichen werden, wirds aber komischerweise nicht. Dieses Phänomen haben wir einmal an einer GSX750R der ersten Generation am Ring beobachten können. Eine geringfügige Erhöhung des Schwimmerstandes (ich glaub es war 1mm) hat damals geholfen. Einen Versuch wäre es schon wert...

Das grundsätzliche Problem für mich ist aber das Verhalten dieser Kiste bei Geradeaus und Kurven. Das Problem des zu langsamen Ansprechens des Motors nach Schiebebetrieb (NICHT Leerlauf) ist so gut wie immer auf zu stark abmagerndes Gemisch beim Wiedergasgeben zurückzuführen. Selbst bei Einspritzern ist das nicht einfach in den Griff zu bekommen. Bei Vergasern macht man die Teil-bzw. Mittellast fetter durch hochsetzen der Düsennadel. Aber es sollte immer auftreten und nicht nur in Kurven! Deswegen die Überlegung zum Schwimmerstand.
Kontaktprobleme der Elektrik kann ich nicht glauben, da diese nicht immer nur genau beim Gasgeben auftreten - und nur in Kurven.....

Die LL-Schraube hat damit absolut nichts zu tun.

3y3joe 25.04.2018 15:34:06

Zitat:

Zitat von AmigaHarry (Beitrag 595119)
Schon richtig! Aber durch die Zentrifugalkraft zieht es den Schwimmer früher runter und er schließt zu früh. Physikalisch sollte das durch den Widerstand der Benzinverdrängung/Auftrieb (welches ja auch schwerer wird) ausgeglichen werden, wirds aber komischerweise nicht. Dieses Phänomen haben wir einmal an einer GSX750R der ersten Generation am Ring beobachten können. Eine geringfügige Erhöhung des Schwimmerstandes (ich glaub es war 1mm) hat damals geholfen. Einen Versuch wäre es schon wert...

Das grundsätzliche Problem für mich ist aber das Verhalten dieser Kiste bei Geradeaus und Kurven. Das Problem des zu langsamen Ansprechens des Motors nach Schiebebetrieb (NICHT Leerlauf) ist so gut wie immer auf zu stark abmagerndes Gemisch beim Wiedergasgeben zurückzuführen. Selbst bei Einspritzern ist das nicht einfach in den Griff zu bekommen. Bei Vergasern macht man die Teil-bzw. Mittellast fetter durch hochsetzen der Düsennadel. Aber es sollte immer auftreten und nicht nur in Kurven! Deswegen die Überlegung zum Schwimmerstand.
Kontaktprobleme der Elektrik kann ich nicht glauben, da diese nicht immer nur genau beim Gasgeben auftreten - und nur in Kurven.....

Die LL-Schraube hat damit absolut nichts zu tun.

Schon richtig was Du schreibst, aber meine Theorie weiter oben bezieht sich darauf dass alles was an dem Moped hängt bei 45 Grad Schräglage einer Kraft unterliegt die 1,41 mal so gross ist wie die Erdschwerkraft, und je nachdem wie ein Wackler oder ein halbloses Teil beschaffen ist, kann das den Ausschlag geben. Ich meine, es ist uns ja allen klar dass das ein ziemliches Kuriosum von Problem ist:) Was gegen den WaKo spricht, ist die Tatsache dass es bei starken Bodenwellen wohl nicht auftritt?

gsmattis 25.04.2018 17:36:15

Zitat:

Zitat von Kay73 (Beitrag 595110)
Und genau darum sollte ein Anfänger im Schrauben nicht immer als erstes den Versager zerlegen- wo schon erfahrene Schraubet Probleme mit dem System haben. Meine Meinung

Und was hat ein Schrauberanfänger jetzt schon wieder mit meinem Problem zu tun?
Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595111)
Vielleicht fällt dir das selbe Problem der Gasannahme geradeaus nur nicht auf, weil du nicht so lange im Schiebebetrieb warst (oder gar ausgekuppelt hast) und weniger vorsichtig Gas gibst als in der Kurve.

Vorhin getestet. Wenn ich auf der Geraden lange im Schiebebetrieb bin und vorsichtig ans Gas gehe, ist alles gut. Gebe ich direkt richtig Gas, geht sie ohne Loch mit nem Ruck vorwärts.
Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595111)
Stell dein Leerlaufgemisch doch jetzt mal nach Gehör ein ;)

Ich werds mal in Angriff nehmen. Aber ich glaube trotzdem nicht, dass das mit meinem Problem zusammenhängt. Ist ja in höheren Drehzahlbereichen.
Zitat:

Zitat von 3y3joe (Beitrag 595112)
Ist schon so, dass sich das Gemisch in Kurven die mit ordentlich Schräglage gefahren werden bei Versagermotoren abmagert, aber am LL Gemisch wirds nicht liegen. Da gehe ich einfach auch mal davon aus dass der Mattis das im Griff hat.

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595114)
leider nicht...

Wie gesagt, LLG ist nach Vorgabe eingestellt und untenrum läuft sie ja prinzipiell auch super.

So, auf der Rückfahrt das ganze nochmal genauer beobachtet. Davon abgesehen, dass sie erst komisch lief und nicht ziehen wollte, gabs nach ein paar km kaum Probleme mehr. Durch die eine spezielle Kurve bzw aus ihr heraus bin ich mit gut 5500upm gefahren. Gas angelegt und fast ohne Mucken Gas angenommen. Dann wie gewohnt durchgezogen.

Ich werde jetzt als nächstes nochmal den Schwimmerstand checken und die Nadel testweise ne Kerbe höher hängen (Clip Richtung langes Ende. Nicht, dass wieder Missverständnisse aufkommen :wink: )

Einen neuen originalen Luftfilter habe ich auch nochmal geordert, dürfte am WE eintreffen. Sicher ist sicher.

gsmattis 17.05.2018 08:21:06

So, mal ein kleines Update:

Luftfilter ist getauscht und das Verschlucken ist weg, allerdings läuft sie damit kalt wieder etwas zu mager für meinen Geschmack, trotz 2,5U an den LLGRS.

Was mich auch etwas wundert ist, dass sie echt Probleme hat, höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Bei 110 im 6. Ganz kommt da gefühlt nix am Rad an und erst, wenn ich in den 4. schalte, passiert da zufriedenstellend etwas. Andersrum: Wenn ich von unten durchbeschleunige, also z.B. nachm Abbiegen oder im 2. aus der Kurve raus die Gänge schön ausdrehe, geht sie schon gut vorwärts, aber auch dann wirds ab ca. 140 echt zäh. Letztens habe ich sie auf der Bahn bei Tacho 170/175 gehabt, leicht bergab, 5. Gang, Kinn auf dem Tank. Aber bis sie da war, hat es auch ewig gedauert.

Ich glaube echt, dass die Ursache woanders liegt, als im Vergaser.
Kompression kann ich mangels Gerät nicht messen, extra dafür kaufen will ich nicht (auch wenns nur 15€ kostet) und leihen wird auch schwer.

Mir vergeht langsam die Lust auf die GS. Die Sitzposition ist echt unbequem trotz SBL, Kniewinkel zu spitz, zu weit nach vorne gebeugt und zu guter letzt, die schwache Leistung. Mglw. bin ich auch (zu sehr) von der SV verwöhnt, aber für einen Sporttourer ist sie um Längen bequemer.

christian146ti 17.05.2018 10:15:21

Du bist zu sehr verwöhnt von der SV, das kenne ich von der Bandit.
Die GS ist ein Einsteigerbike, wenn die schon perfekt wäre, dann bräuchte man ja kein Zweitmotorrad. Aber hergeben würde ich sie dennoch nicht. Verglichen zu früher
Kann die GS mit den meisten Mittelklassebikes mithalten. Fahr mal ein paar Tage ne
125er oder Ei en Roller, schon kommt Dir die GS ganz anders vor.:smoker2:

gsmattis 17.05.2018 11:24:12

Naja, die GS ist ja mein Zweitmotorrad bzw. für Schlechtwetterfahrten (hab aktuell nur ein Auto, was meine Frau für sich und die Kinder braucht). Und "Einsteigerbike" bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass es unbequem oder unergonomisch sein muss. Es gibt ja auch genug Leute (bzw. wohl der überwiegende Teil), die absolut zufrieden sind und damit zurechtkommen.

christian146ti 17.05.2018 11:49:21

Mir ist sie ja auch etwas zu unbequem, Kniewinkel etc.
Aber ich Leb damit, weil ich dann eben mit der anderen fahre.
Würde ich mir eine neue Maschine kaufen, dann müßte sie natürlich passen.
Die GS ist halt günstig, also akzeptiere ich das Drumherum.
Würde ich nach der Sitzposition gehen, dann würde wahrscheinlich ein
Bike rauskommen, das mir optisch nicht gefällt.

3y3joe 17.05.2018 13:27:54

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 595621)
So, mal ein kleines Update:

Luftfilter ist getauscht und das Verschlucken ist weg, allerdings läuft sie damit kalt wieder etwas zu mager für meinen Geschmack, trotz 2,5U an den LLGRS.

Was mich auch etwas wundert ist, dass sie echt Probleme hat, höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Bei 110 im 6. Ganz kommt da gefühlt nix am Rad an und erst, wenn ich in den 4. schalte, passiert da zufriedenstellend etwas. Andersrum: Wenn ich von unten durchbeschleunige, also z.B. nachm Abbiegen oder im 2. aus der Kurve raus die Gänge schön ausdrehe, geht sie schon gut vorwärts, aber auch dann wirds ab ca. 140 echt zäh. Letztens habe ich sie auf der Bahn bei Tacho 170/175 gehabt, leicht bergab, 5. Gang, Kinn auf dem Tank. Aber bis sie da war, hat es auch ewig gedauert.

Ich glaube echt, dass die Ursache woanders liegt, als im Vergaser.
Kompression kann ich mangels Gerät nicht messen, extra dafür kaufen will ich nicht (auch wenns nur 15€ kostet) und leihen wird auch schwer.

Mir vergeht langsam die Lust auf die GS. Die Sitzposition ist echt unbequem trotz SBL, Kniewinkel zu spitz, zu weit nach vorne gebeugt und zu guter letzt, die schwache Leistung. Mglw. bin ich auch (zu sehr) von der SV verwöhnt, aber für einen Sporttourer ist sie um Längen bequemer.


Du bist zu gross und zu schwer für das Moped:)
Fahrleistungen: Also meine geht im 6sten ganz gut wenn ich den Hahn aufmache bei 110, ich fahre auch selten oberhalb von 100 kmh in einem niedrigeren Gang...:)
Und bis 180 Tacho geht es schon akzeptabel hoch.... dnach tut sie sich schwer bis dann irgendwann auf Tacho 190 ist, alls auf der Ebene und windstill ( soweit man von windstill auf der Bahn reden kann.
Ach, und ich habe vorne einen Zahn mehr drauf, trotzdem ereeicht sie diese Geschwindigkeit im 6sten.

snailie 17.05.2018 18:13:25

Zitat:

Zitat von 3y3joe (Beitrag 595626)
Du bist zu gross und zu schwer für das Moped:)

Zu groß kann ich mir nicht vorstellen, Mattis ist ungefähr so groß wie ich und ich finde die GS jetzt nicht unbequem... kann allerdings auch nur von der F berichten, ne E bin ich noch nie gefahren. Vielleicht gibt es zwischen dem alten und dem Facelift-Modell merkliche Unterschiede...

Saugwurmmensch 17.05.2018 18:27:21

Miss mal.die Kompression. Die Vergaser sind nicht die einzige Quelle für Leistungsschwund.

gsmattis 17.05.2018 19:43:42

Siehe oben :wink:
Mal im weiteren Bekanntenkreis nachfragen, wer son Testgerät hat.

Saugwurmmensch 18.05.2018 06:17:06

Amazon hat sowas für unter 15€ inkl Adapter für verschiedene Kerzengewinde https://www.amazon.de/Allright-Kompr...620487&sr=1-15

AmigaHarry 22.05.2018 13:59:35

Denke, das die Kiste einfach nur zu mager läuft. Solltest einmal um 0,5mm größere Hauptdüsen testen. Wenn sich das was tut, kann man dann LuFi und Düsennadelposition anpassen.

gsmattis 22.05.2018 17:37:00

Ich habe gestern mit einer anderen GS eine Vergleichsfahrt gemacht. Fuhr sich nicht anders als seine, aber kraftvoller als gewohnt. Leistung untenrum gleich. Da ich nen Sebring-Anlage drunter habe und sein ESD vom Vorbesitzer "klangoptimiert" wurde, kann das das Empfinden auch beeinflusst haben. Er meinte aber, dass meine mehr Leistung hätte. Auch beim Beschleunigen habe ich "gewonnen". Allerdings stinkt sie seiner Aussage nach ziemlich nach Sprit.

Wie gesagt, Setup ist nach Vorgabe, Luftfilter Original.

Als nächstes wird der Schwimmerstand kontrolliert. Da fehlt mir aber noch der passende Schlauch zu.
An mangelnde Kompression, so wie von SWM eingebracht, glaube ich nicht mehr.

AmigaHarry 22.05.2018 22:17:39

Mangelnde Kompression würdest du nicht nur in der Spitzenleistung, sondern auch an einem schlechtem Leerlauf bemerken.

gsmattis 23.05.2018 05:17:08

Zitat:

Zitat von AmigaHarry (Beitrag 595756)
an einem schlechtem Leerlauf bemerken.

Den hat sie nicht.

Saugwurmmensch 23.05.2018 17:57:27

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 595752)
Da ich nen Sebring-Anlage drunter habe...

Wie gesagt, Setup ist nach Vorgabe, Luftfilter Original.

:roll: da haben wir's doch wahrscheinlich!

Weniger Staudruck als original und schon läuft die Kiste etwas mager.
Häng mal die Düsennadelclips eine Kerbe weiter Richtung langes Nadelende.

Saugwurmmensch 23.05.2018 17:58:15

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 595752)
Da ich nen Sebring-Anlage drunter habe...

Wie gesagt, Setup ist nach Vorgabe, Luftfilter Original.

:roll: da haben wir's doch wahrscheinlich!

Weniger Staudruck als original und schon läuft die Kiste etwas mager.
Häng mal die Düsennadelclips eine Kerbe weiter Richtung langes Nadelende.
Vielleicht braucht es auch eine Nummer größere Hauptdüsen.

gsmattis 29.05.2018 05:04:01

Soo, gibt nen Update: Sonntag habe ich den Schwimmerstand nach der Mess-Methode eingestellt. Hat jetzt 15mm (werde ich aber noch mit nem Schlauch kontrollieren). Gestern mit ihr zur Arbeit und auf dem Rückweg gibts ne Passage, wo ich sie richtig laufen lassen kann. Also die Kurven hochgeballert und sie auf der Kuppe gekillt. Kerzen beide dunkel-rehbraun.

Also werde ich die Nadeln mal ne Kerbe tiefer setzen. Alternativ einen der noch rumliegenden gebrauchten Zubehörfilter, das macht weniger Aufwand.

Wenn sie kalt ist, magert sie neuerdings wieder etwas ab, wenn ich zu viel Gas gebe :? Kann ich aber nit leben, wenn der Rest passt.

Saugwurmmensch 29.05.2018 05:39:23

Rehbraun ist doch aber zu fett...

Allerdings braucht es schon ein paar Kilometer bis sich das Kerzenbild ändern kann.

gsmattis 29.05.2018 05:59:38

Ja natürlich zu fett. Deswegen Nadel eine Kerbe tiefer. Andere schreiben Clip nach oben :wink:
Ich war bei der Sichtkontrolle schon bestimmt 15 oder 20km außerorts, teilweise auch im Angriffsmodus, unterwegs :wink:

Saugwurmmensch 29.05.2018 09:48:34

Kerbe tiefer (Richtung langes Nadelende) ist aber fetter.
Die Düsennadel wird dann früher aus der Hauptdüse gezogen.

gsmattis 29.05.2018 10:31:46

Du verstehst mich nicht. Ich hänge die Nadel eine Kerbe tiefer. Bedeutet, der Clip wandert nach oben. Ich sehe das aus der Sicht der Nadel, nicht des Clips :wink:

Saugwurmmensch 29.05.2018 10:40:25

Die Nadel hat die Kerben, also kannst du nur den Clip umhängen. Der Clip ist der Bestimmer :P


Du solltest fürs Kerzenbild besser Autobahn fahren. Da kannst du konstant über mehrere Minuten Volllast fahren (muss ja nicht der letzte Gang sein), ohne zwischendurch wieder in den Teillastbereich zu kommen. oder eben nur den Teillastbereich um 6000 Touren nutzen.

So wie ich das bei der Renn-GS vom Goose mitbekommen habe, lief die Kiste trotz Rennluftfilter obenrum zu fett.
Man bekommt einfach nicht genug Luft durch, braucht aber die großen Düsen im Teillastbereich.

Du kannst also trotz des Kerzenbildes ein zu mageres Teillastgemisch haben (was ds Ruckeln erklären könnte) und ein zu fettes Volllastgemisch.

An deiner Stelle würde ich noch 2 Testfahren für´s Kerzenbild machen. Reine Volllast und reine Teillast.
Dann siehst du vielleicht eher am Kerzenbild was.

Ansonsten würde ich trotzdem erstmal den Clip eine Kerbe tiefer setzen um das Teillastgemisch anzufetten. Dann merkst du vielleicht schon eine Verbesserung.


für die Vollständigkeit:
Du schreibst, dass das Setup nach Vorschrift ist. Was ist es denn für eines?
Ist die Vergaserbank original (also mit der Maschine ausgeliefert)?
Baujahr laut Fahrgestellnummer?
Düsen?
Filter? (Typ und Hersteller)

gsmattis 29.05.2018 11:30:49

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595963)
Die Nadel hat die Kerben, also kannst du nur den Clip umhängen. Der Clip ist der Bestimmer :P

Das stimmt schon, ich ziehe den Gaul aber von hinten auf :grinser2:
Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595963)
Du solltest fürs Kerzenbild besser Autobahn fahren. Da kannst du konstant über mehrere Minuten Volllast fahren (muss ja nicht der letzte Gang sein), ohne zwischendurch wieder in den Teillastbereich zu kommen. oder eben nur den Teillastbereich um 6000 Touren nutzen.

Kann ich auch mal machen, n Rastplatz ist aufm Weg zur Arbeit.
Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595963)
So wie ich das bei der Renn-GS vom Goose mitbekommen habe, lief die Kiste trotz Rennluftfilter obenrum zu fett.
Man bekommt einfach nicht genug Luft durch, braucht aber die großen Düsen im Teillastbereich.

Hast Recht, das habe ich auch mal irgendwo gelesen.
Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595963)
Du kannst also trotz des Kerzenbildes ein zu mageres Teillastgemisch haben (was ds Ruckeln erklären könnte) und ein zu fettes Volllastgemisch.

Ergibt Sinn. Das Ruckeln bzw. Verschlucken ist allerdings seit dem Filtertausch weg.
Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595963)
für die Vollständigkeit:
Du schreibst, dass das Setup nach Vorschrift ist. Was ist es denn für eines?
Ist die Vergaserbank original (also mit der Maschine ausgeliefert)?
Baujahr laut Fahrgestellnummer?
Düsen?
Filter? (Typ und Hersteller)

Modell 92
Vergaser nicht der erste (Motor auch nicht), war bei Ric im Bad
120er Düsen, ich habe aber auch noch 115er da.
Original Suzuki Luftfilter ohne Rohr, so wie in meiner Signatur zu finden ;)

Saugwurmmensch 29.05.2018 11:53:44

Die Korpusse unterscheiden sich ja einzig, in der nicht wechselbaren Luftdüse im Ansaugtrakt.
Da sitzen 2...eine kann man rausschrauben, die andere ist verpresst.

Ich weiß grad nicht, wofür genau die gut waren, aber wenn die gaser aus einem für 120er HD´s ungünstigen Baujahr stammen, kann das vielleicht was ausmachen.

Aber 120 ist ja nicht mager und vermutlich sind das auch nur Leerlaufluftdüsen oder sowas...

gsmattis 15.06.2018 05:06:00

Endlich mal zum Schrauben gekommen (Frau und Kinder nicht zuhause).

Gestern den Clip eine Kerbe tiefer gesetzt. Läuft subjektiv bis ~4000 deutlich kraftvoller. H
eute Mittag, wenns trocken ist und mir kein Auto im Weg steht, werde ich nochmal das Teillastgemisch checken.

gsmattis 15.06.2018 19:03:50

Kerzen sind genau wie vorher dunkel-rehbraun.

Leider ist beim tanken scheinbar etwas unentdeckter Dreck aufgewirbelt worden, der jetzt im Leerlaufsystem vom linken Versager sitzt. Vorher lief alles geschmeidig, jetzt geht unter 3000upm nichts.

gsmattis 20.08.2018 05:27:21

Wieder mal ein negatives Update:

Vor einiger Zeit habe ich den Glip in die 2. Kerbe von oben gesteckt, also magerer, weil sie ja mit Clip auf Kerbe 4 zu fett lief, der Auspuff war nur noch verrußt.
Den Tank und den Versager habe ich auch nochmal gereinigt (Leerlaufdüse fast dicht) und heute los zur Arbeit:
Untenrum bis 4000upm deutlich zu mager, auch mit Choke. Außerdem hatte sie zeitweise Konstantfahrruckeln. Ebenso 3x beim Anfahren fast ausgegangen.
Also nochmal den Schwimmerstand checken und die Clips wieder auf Mitte ändern.

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch
Die Korpusse unterscheiden sich ja einzig, in der nicht wechselbaren Luftdüse im Ansaugtrakt.
Da sitzen 2...eine kann man rausschrauben, die andere ist verpresst.

Ich weiß grad nicht, wofür genau die gut waren, aber wenn die gaser aus einem für 120er HD´s ungünstigen Baujahr stammen, kann das vielleicht was ausmachen.

Ich werde die beiden anderen Versager auch zu Ric schicken und dann durchtauschen. Iwo muss der Hund ja begraben liegen.

Janster 20.08.2018 08:18:05

Meine Kiste lief ja zu Beginn meines Projektes auch nicht richtig. Manuelle Reinigung hat nicht mehr geholfen. Hab vom Ric dann frisch gereinigte Vergaser bekommen, die ich komplett neu bedüst habe. Etwas Falschluftprävention, Grundeinstellung nach Herstellerangaben und sie läuft einfach genial. Manchmal muss man einen Rundumschlag machen. :)

gsmattis 17.09.2018 15:12:17

Die Arbeit trägt Früchte
 
Freu die 1.:Nachdem der ursprüngliche Vergaser 2 Sitzungen bei Ric im Ultraschallbad genommen hat, läuft sie jetzt untenrum schön geschmeidig, oben rum noch mehr :grinser2:

Freu die 2.: nach dem Tausch des LKL knickt sie in Schräglage nicht mehr ein, was ich auf den eckigen Reifen geschoben hatte.
Die Gabel ist, nachdem ich bei zusammengeschobenen Gabelholmen und mit Federn den Ölstand bis Unterkante Gewinde mit nem Schluck 15er Öl aufgefüllt habe, deutlich besser zu fahren. Die Kurve, wo sonst mit Bangen knappe 100 drin waren, bin ich heute schmerzfrei mit 110 gefahren :grinser2:

solblo 15.04.2020 18:15:25

Moin,

auch wenn das Thema hier schon älter ist, ist es für mich aktuell.

Nachdem der Vergaser bei Ric zur Reinigung war, und ich alles wieder zusammen hatte, zudem entdrosselt, lief die Maschine so lala. Da eh wieder ein Simmerring defekt war, hatte ich nochmals alles geprüft. Keine Falschluft, O-Ringe sind da und Ok, Luftfilter passt, beim Laufen die Gemischschraube nach Gehör justiert, Synchronisation musste ich per Auge machen, also keine gute Ausgangsposition.

Was mir zuerst komisch vorkam, je weiter ich die Leerlaufgemischschraube eingedreht habe, desto höher ging die Drehzahl (habe bei rund 3000 rpm eingestellt). Halbwegs gut ist die Einstellung bei 0,5 Umdrehungen RAUS (Original sollen ja 2,0 sein).

Nun habe ich bei unteren Drehzahlen (bis 4000 umin) ein schlechtes Fahrverhalten. Obenrum bin ich sehr zufrieden, ab 6000 u/min zieht sie sauber und bei Lastwechsel bockt sie nicht rum, bis 140 kmh spurtet sie auch sehr gut.

Wo ich nicht weiterkomme sind die Probleme untenrum. Bei z.B. 4000 u/min entwickelt sie ein Konstantgasruckeln, das geht soweit das nach 2 - 3 km konstantem Zuckeln und dann beschleunigen (z.B. Ortsausfahrt) sich die Dame sehr heftig verschluckt. Man öffnet das Gas und sie beginnt kurz zu stottern, ca 5 Sekunden lang, und dann ist es weg. Dieses tritt auch nur auf, wenn man vorher länger untertourig gefahren ist.
Vom Gefühl würde ich eher ein viel zu fettes Gemisch vermuten, was gerade beim Beschleunigen aus unterer Drehzahl nachteilig ist.
Clip eins höher oder ein tiefer (gegenüber Standart Mitte) brachte genau 0 Änderung zu vorher, gefühlt lief sie obenrum aber nicht so gut, wie auf der mittleren.

Habt ihr da eine Idee? Ich bin da schon so oft am hin und her, das ich aktuell garnicht mehr richtig einordnen kann, ob die nun zu mager läuft oder zu fett.
Und wenn ich die Gemischschraube drehe - z.B. rausdrehen, was justiere ich bei diesem Vergaser? Kraftstoff oder Luft?
Die Kerzen sind dunkelbraun.

Fürs erste läuft sie erstmal, aber man muss immer übertrieben sportiv fahren. Also immer über 5000 umin, find ich etwas unnötig, im Ort im 2 oder 3 Gang.

Geplant ist eh der zukünftige Besuch in der Werkstatt, damit dort fachmännisch eingestellt wird. Aber aufgrund der aktuellen Lage gestaltet sich das schwierig und da Petrus schadenfroh ist, gibt er uns gerade jetzt das Beste Wetter. Bis dahin muss eine Übergangslösung her.

Danke und Grüße

berndy 15.04.2020 19:58:27

Das Leerlaufgemisch wird aber bei Leerlaufdrehzahl eingestellt. Und die liegt bei 1200 U/min.

Bei 3000 U/min bist du schon im Zwischengasbereich. Da wirkt schon die Hauptdüse mit der Düsennadel.

Das Leerlaufgemisch hat auch Auswirkung in den unteren/mittleren Zwischengasbereich.

Verschlucken deutet auf zu mager hin.

Ich vermute du hast den Leerlauf zu mager eingestellt.

Dreh doch mal die Leerlaufgemischschraube auf 2 Umdrehungen (je nach BJ. 1 7/8 bis 2 1/4 Umdrehungen auf) und stell den Leerlauf auf 1200 U/min. Das kannst du als Basis nehmen. Danach in kleinen Schritten in die eine oder andere Richtung nachjustieren.

Wenn der Leerlauf hoch geht, mit der Drosselkappenanschlagschraube wieder auf 1200 U/min stellen. Wenn das nicht mehr geht, die Gemischschraube in die andere Richtung verstellen.

Zwischendurch immer fahren und gucken ob es besser wird. Wird es schlechter, in die andere Richtung verstellen.

AmigaHarry 15.04.2020 20:44:54

Solange nicht einmal die Vergaser richtig synchronisiert sind, wird das nichts - da passt keine Einstellung, weil ein Zylinder immer den anderen schleppt.
Synchronisiere erst einmal richtig (mit Unterdruckuhren!! - mit "Augenmaß" bist du Lichtjahre daneben).

seife 16.04.2020 06:43:57

Harry, das mit der Synchronsisation kann ich so nicht bestätigen. Ich hatte meine (mit geschlossenen Klappen, da sieht man sehr genau ob die beide gleichzeitig ganz zu sind...) "auf Sicht" synchronisiert (eigentlich nur, um eine "Grundeinstellung" drin zu haben) und das dann nach Einbau später mit dem Twinmax (nicht mit so schätzuhren) nochmal geprüft und die Synchronisierung war perfekt, da gabs nichts mehr nachzustellen.

Mit der Empfindlichkeit am Twinmax voll aufgedreht sieht man schon, wenn man die Synchronisationsschraube nur mit dem Schraubenzieher berührt, aber genauso ist es mit den geschlossenen Klappen auf Luftspalt Null: ein paar Grad an der Synchronisationsschraube drehen fallen da schon massiv auf.

Wenn es also nach dieser "optischen" Synchronsierung total daneben ist, dann muß der Grund meiner Meinung nach woanders liegen (Falschluft, Ventilspiel,...), aber das gehört dann nicht mit der Synchronisation ausgeglichen ;-)

AmigaHarry 16.04.2020 08:28:15

Dann hast du Glück gehabt. Ich habe die Erfahrung gemacht, das dies in den seltensten Fällen ausreichend ist, weil die Strömung nicht alleine vom Drosselklappenspalt, sondern auch vom Finish der Schieber und diversen Einströmkanäle (Hauptkanal, Benzin- und Nebenluftkanäle) abhängig ist. Und da habe ich schon Vergaser mit nicht entferntem Gußgrad oder gewaltigen Lunkern in den Kanälen gesehen, welche die Strömung extrem beeinflussen. Selbst gratige Schieber sind mir schon untergekommen. Ich würde mich keinesfalls nur auf Augenmaß verlassen.

Klar, das da im vorliegenden Fall mehr im Argen liegt, aber die Synchronisation ist einmal die Basis umd weiterzumachen. Da gehört alles angesehen: Vom Lufi bis zum Auspuff, vom Benzinhahn bis zur Hauptdüse und Schiebermembran. So wie das beschrieben wurde, deutet es stark auf falschen Lufi und/oder Nebenluft hin. Inzwischen dürfte aber alles andere auch schon verstellt sein.....


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