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Welche Gabelfedern gibt es?
Moin zusammen!
Ich habe mal eine spezielle Frage. Gestern habe ich meine Gabel überholt und habe mir im gleichen Zuge Federn der Marke Wirth einbauen wollen. Beim zerlegen der Gabel ist mir aufgefallen, dass wohl bereits progressive Gabelfedern verbaut worden sind. Diese unterscheiden sich von den Wirth Federn insofern, dass weniger enge Wicklungen vorhanden sind. Wie auch immer. Es sind die Federn von Wirth eingebaut worden, da man auf den anderen Federn nix mehr erkennt und ich diese demnach nicht zuordnen kann. Das Luftpolster wurde passend eingestellt und nach einer Probefahrt musste ich feststellen, dass die Federn irre hart sind. Nach ein wenig Suche im Forum stellte ich fest, dass es wohl nicht nur mir so geht. Bin wohl zu leicht für die Federn. Jetzt möchte ich die anderen Federn einbauen, habe aber keinen Wert für das Luftpolster (da ich den Hersteller auch nicht kenne). Daher wollte ich fragen, welche Hersteller es außer Wirth noch gibt? Bekannt sind mir noch Wilbers, Promoto, Polo HiQ und White Power (soll wohl alles das gleiche sein). Hat sonst vielleicht noch jemand ein original Foto von seinen progressiven Federn? Dann kann ich mich einfach an den Wicklungen orientieren. Ich hoffe es kann mir jemand helfen. Gruß, Jan |
So kommst du nicht weit.
In den Gutachten der Federn stehen oft die Maße der Federn. Wenn du deine Federn also mal ausmisst, kann dir vielleicht jemand sagen, welche das sein könnten. Also Länge der Feder instegesamt, Anzahl der Windungen, Außendurchmesser und "Drahtdurchmesser". Und nochmal ganz genau schauen, ob irgendwo gegen Ende der Feder nicht doch ein Aufdruck ist. Alternativ kannst du auch einfach das Luftpolster erhöhen und schauen, ob die Wirth-Federn dann besser funktionieren. Polster hast du korrekt eingestellt? Zusammengeschobener Holm ohne Feder, von Standrohroberkante bis Pegel im Holm gemessen? |
Ich habe auch progressive Federn drin , nicht von Würth, weiss nich mehr von wem, aber ich denke die Unerschiede sind da nicht so gross, hautpsache bisle härter und progressiv, das tut der kleinen schon gut:)
Saugwurmmensch hat auch das kleiner Luftpolster angesprochen, das ist eine Prima Lösung , auch für alle die sich keine progressiven Federn leisten wollen. Ich fahre mit der GS auch mal rauhe Strassen, mit den Enduristen zusammen , wenn wir im Balkan unterwegs sind. Und da die kleine da ab und zu ( trotz stehendem Fahrer) vorne durchschlug, habe ich zu den progressiven Federn noch ein ziemlich kleines Luftpolster ausprobiert. Da funktionierte auf normalen Strassen problemlos. Als es aber mal in Slovenien richtig derb durch den Wald ging hatte ich abends etwas ausgetretenes Gabelöl an den Holmen. Das war aber ne einmalige Angelegenheit, danach war alles wieder trocken. Also hatte sich durch die extreme Belastung halt das Öl, welches zuviel war durch die Simmeringe gequetscht:) Was ich damit sagen will, man kann da relativ problemlos mit experimentieren, da geht nichts kaputt. Man sollte aber natürlich darauf achten, dass kein Öl auf die Bremse kommt! Wie gross mein Luftpolster war,.... ich weiss es nicht mehr ehrlich gesagt, habs mir leider nicht aufgeschrieben..... aber es war maximal halb so gross wie angegeben. Der Vorteil komprimierter Luft als Federunterstützung ist natürlich auch, dass das eine progressive Unterstützung ist. Das wollen wir ja:) Ich hatte mir damals sogar ausgerechnet wieviel zusätzliche Federkraft man dadurch erhält, es waren etliche Kilo (NB für die Haarspalter, ich weiss schon dass das in Newton angegeben wird, finde aber KG als Angabe für Laien anschaulicher). |
Der Luftpolster (sowie die Viskosität des Gabelöls) hat aber nur Einfluss auf die Dämpfung, nicht auf die Federhärte. Die Federhärte kann nur durch Tausch der Federn verändert werden und nicht, wie viele glauben, durch Verändern der Vorspannung.
Es gibt massig Anleitungen im Netz zum Thema Fahrwerk. Prüf bitte, ob die Federhärte bei dir passt. Denn eine falsche "Einstellung" hat auch Einflüsse auf die Sicherheit. Wenn die Federhärte deiner Gabel viel zu stark vom Soll abweicht, solltest du von ihnen absehen. Ich finde diese Anleitung z.B. ganz gut: https://www.polo-motorrad.de/cms/ins...rk-einstellen/ Natürlich gibts bei der GS nicht allzu viel einzustellen. Aber mit Hilfe der Anleitung kann man schonmal prüfen, ob man sehr weit vom Soll abweicht. |
Nein. Das Luftpolster muss beim zusammenschieben der Gabel auch komprimiert werden, und es ist "elastisch", deswegen wirkt es wie eine zusätzliche, progressive Feder.
Mein Physikunterricht ist zu lange her, als daß ich es wissenschaftlich formulieren könnte, aber halte einfach mal eine Fahrradluftpumpe vorne zu und drück sie dann zusammen, dann merkst du daß das "federt". Die Dämpfung verändert sich vermutlich durch die unterschiedliche Menge Öl auch, aber das kommt auch noch auf die Konstruktion an, ob es da einfach eine bestimmte Mindestmenge sein muss oder ob die Dämpfung durch mehr Ök verändert wird. |
Ja, stimmt...
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Zitat:
Ausser natürlich dem Umstand , dass sich weniger Öl unter Umständen mehr erwärmt und deswegen dünnflüssiger wird. Aber dein Vergleich mit der Fahrradluftpumpe ist genial! Damit kann man sich die Wirkungsweise gut vorstellen! ich glaube ich denke manchmal einfach zu kompliziert.....:) |
Achtung OT: es könnte schon Konstruktionen geben, wo sich die Menge des Öls direkt auf die Dämpfung auswirkt (Ventile in unterschiedlicher Höhe...), aber sowas habe ich noch nicht gesehen. Wäre aber eigentlich cool, um mit unterschiedlichem Ölstand die Dämpfungscharakteristik einstellen zu können... ;-)
Ach ja: wenn ihr jemals im Burgmanforum unterwegs sein solltet, dann auf keinen Fall erwähnen, daß das Luftpolster die Feder härter oder weicher machen könnte. Das ist nämlich *bei einem Burgman* ganz sicher nicht so !!!11!. Wurde mir dort gesagt. Mir egal, meiner ist jetzt härter gefedert vorne ;) |
Zitat:
Und auch bei youngtimern gab es solche Experimente wie Anti Dive...:) Aber unser Schätzchen hat halt ne "Standardgabel" it allen dazugehörigen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten:) Ich habe auch mal einen Bericht im Fernsehen gesehen, da wurde eine Flüssigkeit gezeigt, die durch blosses Anlegen eiiner Spannung die Viskosität verändert hat. Das fand ich damals ziemlich cool und musste sofort an Dämpfungselemente an KFZ denken. Und habe mich immer gefragt warum sowas nicht zum Einsatz kommt..... aber warscheinlich sind die sonstigen physikalischen Eigenschaften der Brühe gänzlich ungeeignet für den Anwendungszweck..... |
Genau das ist mittlerweile sehr verbreitet bei adaptiven Fahrwerken.
Gibt aber auch Systeme, die die Ventildurchsätze ändern. |
Zitat:
bin halt schon bissle zurückgeblieben....:) |
Zurück zum eigentlichen Thema! Auf den Federn steht definitiv nix drauf. Habe die Feder aber mal gemessen.
Länge = 533mm Durchmesser Feder = 30,20mm Drahtdurchmesser: 4,75mm Windungszahl: 56-57 Es sind demnach keine Federn von Wilbers. Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee. Das meine Wirth Federn zu hart sind, liegt nicht am Luftpolster oder dergleichen. Nach den Infos in der Forensuche sind es wohl einfach die Federn selbst. Passen soll es dann, wenn man die Federn in die Gabel ohne Versteller einsetzt. Dann hat man genau 4cm Negativfederweg, je nach Gewicht des Fahrers. Habe aber keine Lust auf neue Gabelholme. |
Brauchst doch bloß die Metallscheiben aus der Gabel zu nehmen. Dann drehen die Versteller ins Leere und du sparst dir - im Vergleich zu voll rausgedrehten Verstellern - nochmal nen Zentimeter Vorspannung.
btw: 4cm Negativfederweg ist schon am oberen Ende dessen, was man haben sollte. 25% funktionieren auch (das wären 3 cm). |
Zitat:
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Nein, der Dichtring hat genug Friktion.
Wenn du nen Stopfen in der Hand hast, kannst du ja mal probieren, ob man den Versteller überhaupt nach "innen" durchgeschraubt bekommt. |
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