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Wartungsfreie Batterien für die GS500 ?
Hallo zusammen,
ich habe eine GS500U, EZ 2001. Ich ärgere mich ständig über meine Blei-Säure-Batterie und würde gerne eine wartungsfreie Batterie einbauen. Laut einem Batteriehändler und Onlinesuche kann ich in meinem Modell jedoch keine wartungsfreien B. einbauen. Habt ihr andere Infos oder viell. selbst eine solche B. in Eurem Mopped ? Danke für die Hilfen. VG Andi |
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Die hier hat der Kay drin
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Ich hab seit März 2019 eine AGM-Batterie in meiner GS. Keine Probleme damit.
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Kannst mir bitte das genaue Modell sagen ?
Was für ein Mopped hast genau ? BJ ? Modell ? Danke ! Zitat:
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Suzuki GM51B, GS500EU-S BJ 95, ab Werk gedrosselt 25 kW.
Die Batterie ist von SIGA, man musste die damals noch selbst mit einem Säurepack befüllen, der Verschluss hat die Batterie dann versiegelt. Diese Batterie wird aber anscheinend nicht mehr hergestellt/verkauft. |
Ich hab mir jetzt die Batterie bestellt, hoffentlich fliegt sie nicht in die Luft. Laut Hersteller ist das die richtige für mein Mopped...
Mach mir schon bissle Sorgen wegen dem Ladeverhalten meiner alten Dame... https://www.amazon.de/dp/B08Y8ZFMXS?...sin_title&th=1 VG Andi |
AGM oder GEL Batterien sind genauso Säurebatterien, nur eben in GEL oder Filz aufgesaugt. Die haben mittlerweile dieselbe Robustheit wie normale Säurebatterien - da fliegt nichts in die Luft.
Ungut kanns mit Li-Ionen-Batterien werden (auch LiFePo) - dafür ist das alte Ladesystem der GS wirklich nicht geeignet. Wenn diese Batterien zudem noch keinen internen Spannungs/Leistungsbegrenzer verbaut haben, kanns schon rund gehen.... |
Zitat:
VG Andi |
Batterie ist mittlerweile - perfekt verpackt - angekommen (1 Tag früher von Siga geliefert). Sie war wie angegeben zu 75% vorbefüllt.
Was mich nur etwas stutzig macht ist, dass die Batterie seit fast 6h am Ladegerät hängt und nicht über die 75% hinausgeht. Ich habe ein Saito ProCharger. Ist das normal, dass das so lang dauert ? VG Andi |
Was heist "vorbefüllt"? An einer AGM kannst du nichts "nachfüllen" - die ist dicht verschlossen.
Die 75 beziehen sich wohl eher auf 75% vorgeladen. Nach 6h am Ladegerät sollte sie aber schon nahe 100% sein......soweit dein ProCharger ok ist. Leider habe ich nach anfangs guten Erahrungen mit Siga auch sehr negatives erlebt (Lebensdauer nicht einmal ein Jahr, und ähnliches...) |
Zitat:
Dann warte ich einfach mal noch ein paar Stunden und schau mal... Ladegerät ist zwar sehr alt, hat aber eigentlich immer sehr gut funktioniert. Die Batterie ist die Marke "Langzeit", wird von Siga geliefert, ich weiss aber nicht ob es auch wirklich eine Siga-Batterie ist als Zweitname. Die Bewertungen in Amazon waren sehr gut. https://www.amazon.de/dp/B08Y8ZFMXS?...fed_asin_title VG Andi |
So, alles in Ordnung. Ladung hat nur etwas länger gedauert, Batterie zu 100% voll geladen, eingebaut und das Mopped ist angesprungen wie ein neues Motorrad.
Jetzt werd ich mal den Langzeittest machen und berichten... VG Andi |
Meine SIGA AGM in der GS500 ist seit dem 25.8.2016 und ca 8000km drin, sie wird aber so langsam etwas schlapper beim Starten und nach dem Winterschlaf habe ich sie dieses jahr tatsächlich erst mal nachgeladen um starten zu können.
Allerdings steht die Maschine oft 6 Monate zwischen zwei fahrten, und die Batterie hat sie immer zuverlässig gestartet. Die SIGA Gel in meiner CTX700 habe ich am 9.4.2021 eingebaut und dann nach genau 4 Jahren und 11400km durch eine "NRG AGM..." (auch winnerbatterien.de) ersetzt, weil sie auch mit nachladen nach einer Woche Standzeit die Maschine nicht mehr gestartet hat. Die Maschinen sind aber auch unterschiedlich: die GS500 hat keinerlei Standby-Verbrauch, bei der CTX ist immer mindestens das Steuergerät und die Uhr / Instrumentencluster am Strom, auch wenn die nicht wirklich messbar Strom ziehen. Außerdem macht die CTX bei schwächer werdender Batterie gar keinen Startversuch, ich vermute das Steuergerät bricht bei erkannter Unterspannug den Startprozess sofort ab und startet dann neu. Da zuckt nur kurz das Relais, aber es flackert noch nicht mal das Licht. Darum hab ich bei der auch *immer* einen Jumpstarter dabei, die kann man ja auch nicht wie die GS500 einfach mal anschieben :-D Meine Vermutung ist inzwischen daß praktisch alle Batterien die man so kaufen kann (vielleicht mit der Ausnahme von ein paar "Markenherstellern") aus derselben (oder ein paar wenigen) Fabrik(en) rausfallen und es mehr oder weniger Glückssache ist, ob sie länger halten oder schon früher aufgeben. Es scheint auch bei den AGM/GEL Batterien eher der "plötzliche Zelltod" vorzukommen, ich hatte das mal am Burgman Roller: Zündung an, Licht leuchtet hell und alles an, Startknopf gedrückt und alles aus. Die Batterie hatte dann einen Zellenschluss in einer Zelle und ließ sich nicht mehr über 10,5V laden, was dazu geführt hat daß ich auch mit Starthilfe nicht nach hause fahren konnte, da der Motor nicht über Standgas gedreht hat. Das war eine originale YUASA, aber ich weiß nicht wie alt die damals war. Ähnliche Erfahrungen haben bekannte auch mit Autos mit AGM Batterie gemacht, es scheint also keine Ausnahme zu sein. |
Nun, AGM und GEL-Typen sind ja genauso Säurebatterien - auch wenn die Säure gebunden ist. Damit kann auch hier der "plötzliche Zelltod" auftreten.
Und mit der Fertigung hast du leider recht: Fast alles kommt aus nur 3 oder 4 Fabriken in Fernost. Es gibt aber auch noch welche von hier und das merkt man recht deutlich am Preis - und die halten auch noch länger. Aber aufpassen: Gibt Typen, die billigsten Chinaschrott hier teuer verklickern um Qualität vorzutäuschen....nicht eindeutig verfizierte Verkäufer daher meiden. |
Gefühlt hat die Qualität der Batterien seit dem "Schwefelsäure-Verbot" stark nachgelassen. Während meine alte Siga AGM-Batterie keine Probleme macht, hab ich neben mir eine Siga Gel-Batterie stehen, die etwas mehr als 2 Jahre alt ist und eigentlich noch nie richtig funktioniert hat. Leider gibts da keine Garantie mehr. Da scheint eine Zelle defekt zu sein. Die lädt voll, nach zwei Tagen hat sie aber nur noch schwache 12 V, das ändert sich auch nach mehreren Tagen nicht mehr wesentlich.
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Ja, wird des Öfteren berichtet, dass die Qualität der Säure-Batterien generell nachlässt.
Wäre ein Argument für LiFePo, aber da muss man vorher intensiv messen, ob das Ladesystem das überhaupt zulässt. Gruß, Wolfgang |
Das alte Ladesystem der Suzi kann mit Batterien auf Li-Basis nicht umgehen. Wenn so eine Batterie keine vollständige(!), eigene Ladeelektronik verbaut hat, kann das böse enden. Die Obergrenze für den Regler liegt bei der GS500 regulär bei 15,5V, was an sich schon viel zu viel für jede Li-Ion ist. Messungen zeigen, das das gute Stück auch ab und an Peaks sogar bis 16,5V(!) rausschmeissen kann (ohne das man sonst irgend einen Defekt am Regler feststellen könnte). Vor allem Regler älterer Bj machen das hin und wieder. Säurebatterien kratzt das nicht.
Schwefelsäure: Das ist nicht verboten (ginge auch nicht - was sollte man sonst nehmen?) - jede AGM oder GEL ist damit befüllt. Auch normale Säurebatterien sind nach wie vor erhältlich. Nur selber befüllen darf man nicht mehr. Eine fertig befüllte kann man aber beim Händler jederzeit kaufen. Der Qualitätsrückgang liegt eher in der Reinheit des verwendeten Bleis und in der Elektrodenstärke begründet. In der Geiz-ist-geil Zeit muss ja alles billig sein und Einsparen kann man nur beim Blei....und durch Produktionsverlagerung nach Fernost. |
Ich sag mal "jein".
Stimmt alles, was AmigaHarry sagt, wenn man aber System sauber durchgemessen hat (mit Licht, ohne Licht, bei niedriger, bei hoher Drehzahl,...) kann man es, je nach Exemplar Regler, welches man im Mopped hat, schon riskieren. Die Brandgefahr sollte man trotzdem nicht unterschätzen. Ich fahre LiFePo seit ca. 2 Jahren in der GS. Auf jeden Fall die Posts hier im Forum dazu gründlich durchlesen. Dann gäbe es noch die Möglichkeit auf einen modernen Regler zu wechseln. Ist dann irgendwann eine Frage, welchen Aufwand man betreiben möchte. Gruß, Wolfgang |
Zitat:
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Wenn die LiFePo-Starterbatterie mit einem Batterie-Management-System (BMS) ausgestattet ist, dieses soll ein Über-/Unterladen verhindern und die einzelnen Zellen untereinander ausbalanzieren, sollte es eigentlich funktionieren. Man müsste halt, bevor man sich eine LiFePo-Batterie kauft, abklären in welchem Spannungsbereich das BMS funktioniert.
Wenn der obere Wert unter dem Spitzenwert des GS-Reglers liegt, sollte man eventuell keine einbauen. Dann bliebe noch einen anderen Laderegler nachzurüsten. Die BMS schaltet normalerweise über 15 V automatisch ab um die Batterie zu schützen, was dann die Elektronik der GS macht :kopfkratz2: So wie ich das verstehe, wird die Batterie dann aus dem Stromkreis getrennt. Keine Batterie - kein Zündfunke. @AmigaHarry Das "Schwefelsäure-Verbot" steht in "". Die "" können dazu verwendet werden Wörter, die ironisch oder ungewöhnlich verwendet werden zu markieren. |
Kleiner Zwischenstand zu meiner gekauften Gelbatterie von oben: läuft 1A.
Langzeittest ist natürlich das Wichtigste... Endlich bin ich diese "offenen" Säurebatterien los, das Handling hat mich extrem genervt. VG Andi |
Bzgl. der möglichen moderneren Regler kann man nach SH775 oder SH847 suchen.
Wird in modernen Moppeds aller möglichen Marken verbaut. Gruß, Wolfgang |
Zitat:
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Ich habe seit 2021 eine Mini-LiFePo drin: Shido LTZ5S mit nur 2,4Ah.
Reicht für den Sommer und die hat kein BMS gegen Überspannung drin. Die meisten "günstigen" LiFePos haben keinen! Schutz gegen Überspannung. Nachdem ich Elektrik durchgemessen hatte, habe ich auch keinen neuen Regler bei mir eingebaut. Falls jemand wirklich Regler tauscht, dann wäre es wichtig, die Hochstromkontakte sauber zu verbinden. Gruß, Wolfgang |
Zitat:
Bin aber auch wieder auf Yuasa umgestiegen. Also "alte" Batterie. Es ist halt etwas abenteuerlich, an Batteriesäure zu kommen, aber keinesfalls unmöglich. |
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