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Alt 25.03.2006, 19:35:42   #10
MarkusN
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Zitat:
Zitat von Saugwurmmensch
Also die Löcher neben dem mittigen Hauptloch für die Düsennadel müssen geschlossen sein zum entdrosseln!
Ich habe gedrosselte und offene Schieber in der Hand gehabt, und für die Entdrosselung waren die beiden 4mm Bohrungen rechts und links vom Hauptloch nicht vorhanden.
Es mag sein, dass die Schieber anders waren (ich habe schon von einer oder zwei Bohrungen neben der Nadel gehört; das beeinflusst dann die Reaktionsträgheit beim Gasgeben), aber ein Druckausgleich von der Stirnseite, wo die Nadel sitzt, in die obere Kammer muss da sein. Das sorgt für die Kernfunktion des Gasschiebers in einem Gleichdruckvergaser. Auf keinen Fall soll man Löcher die dort sind, zu machen.

Prinzip: Im Venturi entsteht durch die Luftströmung ein Unterdruck. Durch die Bohrung in der Stirnseite stellt sich in der Kammer über der Membran/unter dem Vergaserdeckel der gleiche Unterdruck ein. (Der wird unter dem Vergaserdeckel auch abgenommen um den Benzinhahn zu öffnen.) Unter der Membran herrscht Umgebungsdruck (über das obere T-Stück/ den Schlauch der über die Arbox hinten ins Leere geht.)
Die Druckdifferenz hebt gegen die Kraft der schwachen Feder über dem Schieber den Schieber an und hebt die Düsennadel aus der Nadeldüse / stellt so den jeweils passenden Kraftstoffdurchfluss ein.

Die in den obenstehenden Abbildungen sichtbaren Bohrungen in den Flanken der Schieber schliessen ab einer bestimmten Stellung (sie kommen dann aus der Schieberführung) die Kammern über und unter der Membran kurz, gleichen also die Druckdifferenz aus. D.h. der Schieber kann nicht mehr weiter steigen. Das hat die gleiche Wirkung wie ein Schieberanschlag und drosselt letztendlich den maximalen Gasdurchsatz durch den Vergaser.
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