Naja, wenn der Zug eh schon klemmt, kannst du ruhig ölen. Schlimmer kanns dann ja nimmer werden :-)
Mein Chokezug jedenfalls freut sich nach einer Ölbehandlung bester Gesundheit. Probleme hatte ich mit dem erstmals im Winter, als Wasser eingedrungen und der Zug mehrmals zugefroren ist. Allerdings wurde es dann im Frühjahr nicht wirklich besser: immer noch extrem schwergängig, und manchmal ging sogar der Choke nicht richtig zu -> hohes Standgas, wenig Motorbremse, meist im falschen Moment.
Also Chokezug ausgebaut, versucht etwas Öl (einfaches harzfreies Bowdenzugöl) oben reinlaufen zu lassen, die Seele immer hin und her bewegt, und dabei immer wieder mal neues Öl oben reingefüllt. Irgendwann kam dann jede Menge braune Brühe unten raus, muß schon einiges an Rost im Zug gegeben haben. Und ich hab dann soweit weiter mit frischem Öl nachgespült, bis alles halbwegs sauber war und der Zug wieder freigängig war. Hat ca. 30 min gedauert, und geht bisher wie gesagt völlig problemlos.
Nochwas zu dem hohen Standgas: Ich kann mir nicht vorstellen, daß nur der gewechselte Luftfilter diesen Effekt haben soll. Ich bin auch schonmal ein paar km ganz ohne Luftfilter gefahren. Da ist sie zwar bei hohen Drehzahlen extrem abgemagert (mit entsprechend knalleweißen Kerzen :-) aber das Standgas war genausohoch wie vorher. Ich würde einfach nochmal den Tank runtermachen, die Vergaser wieder in den Grundzustand versetzen (Leerlaufschrauben und so) und nochmal alles auf Beschädigungen / Freigängigkeit / korrekten Sitz überprüfen. Dabei sollte sich dann eigentlich finden lassen, wo das Problem liegt.
Cherry
PS: An der GS sind soweit ich weiß Kupplungs- und Gaszug teflonbeschichtet. Choke vermutlich nicht, siehe meine Erfahrung mit dem Ölen.
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GS91 98-01, 17-45 Mm / GS97 01-?, 10-55 Mm
Verantwortung übernehmen heißt: "die Geschwindigkeit an die Verhältnisse anpassen", nicht zu denken, dass das Tempolimit "Denken und Verantwortung übernehmen" am Steuer erspart.
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