Nein die 380A stimmen schon - das ist die max. Kurzschlussleistung des Anlassers (Angabe Suzuki, selbst gemessen bis jetzt 320A bei einem alten GSX1100-Anlasser). Du kannst das selbst mit einem geeigneten Messgerät
prüfen, indem du die Anlasserwelle (an einem alten Anlasser!!) einspannst und die Stromstärke misst - du wirst dich wundern.....
Natürlich treten solche Ströme nur sehr kurz auf, und zwar beim Losbrechen des Motors (villeicht bei -10°C), das einem Kurzschlusszustand sehr nahe kommt.
Danach sinkt der Strom sofort auf unter 80A ab (was glaubst du wohl, warum beim Starten fast das Licht ausgeht und die Bordspannung auf unter 8V absinkt?)
Das ist aber immer noch beachtlich - und "Dauerorgeln" bringt auch dann noch die Batterie der GS zum Kochen.......Ich vermute mal, jeder von Euch hat in der
Fahrschule gehört, daß man nicht Dauerstarten soll, sondern in kurzen Schüben mit Pausen dazwischen.....warum wohl?
Ein Anlasser muss etwa 650 Watt aufbringen, um den Motor durchzudrehen (um ihn loszureissen aber viel, viel mehr) und auf ca. 800 U/min zu bringen. D.h. er benötigt bei ca. 8V (soweit sinkt die Spannung mind. ab) ca. 80A!
Und diese 80A ist die MITTLERE Stromaufnahme während des Startvorganges (sehr schön beschrieben im Suzuki-Servicemanual für alle die es nachlesen wollen.....). Achja -die Zündung will natürlich auch noch was, und das Licht, das beim Start sinnlos brennt...usw.
1977 hat die Batterien-Fa. YUASA das "Yumicron"-Verfahren entwickelt, mit dem es überhaupt erstmals möglich war, derartige Leistungen kurzzeitig aus einer so kleinen Batterie freizusetzen ohne sie zu zerstören (Varta brauchte dafür noch weitere 7 Jahre....)
Davor waren E-Starter recht selten, meist unbrauchbar, weil Batterie immer erledigt, oder die Batterie war ein Monster......
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