20W und 15W sind im kalten Zustand dicker als das 10er. Richtig relevant wird der Unterschied aber erst bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt. Der beinharte Winterfahrer sollte also lieber ein 10W einfüllen, ansonsten ist das 15W-40 völlig ok. Und wer seinen Motor etwas über das Normalmaß belastet, kann durchaus auch mal das 20W-50 probieren, das ist im heißen Zustand dicker als die 40er Öle und damit insgesamt belastbarer. Einige sagen auch, mit 20W-50 bleibt der Motor insgesamt etwas kühler, das kann ich aber (kein Thermometer am Mopped) weder bestätigen noch dementieren.
Was man merkt: mein Mopped läuft mit 20W-50 im ganz kalten Zustand (so die ersten paar Sekunden) etwas schlechter als mit dem 10W, welches ich sonst gefahren bin. Es ist halt doch ziemlich dick *g* (ich hab den Ölwechsel bei 15° Außentemp gemacht, da hatte das Öl ne Konsistenz ähnlich wie flüssiger Honig). Warmgefahren läuft die Kiste aber absolut sahnemäßig.
Was man noch beachten sollte: allzuweite Spreizung des des Temperaturbereiches (10W-60 oder ähnliches) ist im Mopped ungünstig.
Zitat:
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Zitat von [url
http://mitglied.lycos.de/tombulli/buell-oel.htm[/url]]Warum keine grosse Viskositäts-spreize?
Gibt es die eierlegende Woll-Milch-Sau? Ein Öl, das bei fiesesten Minusgraden flüssig genug für einen reibungsfreien Start ist und bei heissester Betriebstemperatur noch fest genug ist, einen guten Schmierfilm zu garantieren? Vielleicht ein 10W60 Öl oder ein 0W60, oder ein 10W70? Wahlweise auch 5W50 oder so?
Ja, diese Wunderöle gibt es. Und NEIN, wir (Shell) haben diese Wunderöle nicht im Sortiment für Motorradfahrer. Das hat vor allem einen Grund:
Diese Öle müssen sogenannte (Viscosity.Index.Improver) beigemischt bekommen, sonst wäre das gar nicht möglich. Es handelt sich dann um ein originales 0W30 Öl oder 10W40 Öl. Beigemischt werden die V.I.I. zum verbessern des Hitzeverhaltens. Das sind kleine Polymer-„Wollknäule“. Wenn das Öl wärmer wird (Betriebstemperatur erhöht sich), dann dehnen sich die „Ärmchen“ dieser „Wollknäule“ aus. Die ehemals kleine Kugel ist dann ein ent-tüdeltes Knäul mit langen Armen. Die langen Arme machen das Öl in der Hitze dicker. Nur hat jedes Licht auch einen Schatten. Die „Arme“ der „Knäule“ sind nicht sonderlich fest gegenüber Scherkräften wie Motorinnenbewegungen. Nun schwimmen dann im Öl lauter abgetrennte Arme herum (wie „Kettensägen-Massaker II“). Und diese Ablagerungen sind wie gesagt Polymerhaltig. Das heisst, sie neigen zu sogenannter Verkokoung (hat nichts mit Koks zu tun). Werden heiss, schmelzen zu Sammelpunkten zusammen, bilden Hitzenester, brennen sich als Schwarzschlacke fest, Russiger schwarzer Schlamm...bäh. Das KANN passieren (muss nicht), generell sollte aber ein Öl mit einer derartigen Viskospreizung deswegen viel häufiger gewechselt werden.
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Cherry