Mit Fahrschulen klappt es aus eigener Erfahrung nicht. Ich habe mal in Trier das ganze Telefonbuch abgegrast.
Ich glaube Buell verleiht auch Kleidung. Bei den den anderen Vermietern vor Ort gab es keine Kleidung. Buell hat da mal was auf seiner Website geschrieben. Stelle dich aber evtl. auf eine Kaution ein.
Vom Versandkauf, dann länger fahren, mit anschließender Rückgabe würde ich abraten. Man kann zwar innerhalb 2 Wochen widerrufen auch wenn die Visierfolie ab ist oder der Helm zufällig gestürzt ist, aber dann hat der Verkäufer Anspruch auf Ersatz. Mal mehr mal weniger je nach Zustand.
Der Verkäufer kann - so oder so unabhängig vom Zustand des Helmes - Nutzungsersatz verlangen. Das wird er meist nicht machen. Wenn er aber den Missbrauch riecht, dann schon. Insektenreste auf dem Visier schreien förmlich nach Nutzungsersatz. Den Helm einfach mal so auf den Kopf gezogen und germerkt, er passt nicht, hat keinen Ersatz zur Folge.
Evtl. muss man sich nach einer Probefahrt noch den Werteverlust durch die Gebrauchsspuren anrechnen lassen. Das hängt davon ab, ob die Gebrauchsspuren vermeidbar waren und so auch bei einer handelsüblichen Anprobe im Ladenlokal entstanden wären. Wenn der Händler also nicht ständig neue! Helme zu Probefahrt verborgt, schuldet man also den Werteverfall durch die Probefahrt. Gilt der Helm durch den Gebrauch als nicht mehr neuwertig ( und kann der Verkäufer ihn folglich nicht mehr als neu verkaufen ), ist es sinnvoller ihn gleich selbst zu behalten...Viel zum Gesamtpreis fehlt dann nämlich auch nicht mehr. Ob und wie man einen gefahrenen Helm wieder fit bekommt, weiß ich nicht. Einmal das Polster waschen und eine neuer aufkleber sind vielleicht nicht so schlimm. Aber spätestens Kratzer auf der Helmschale werden ein Problem sein.
Soviel zur rechtlichen Seite. Wer vom Gegenteil überzeugt ist, soll bitte überlegen, ob er es wirklich weiß oder nur glaubt oder mal gehört hat und erst dann posten. Recht ist weniger Glauben, sondern mehr Wissen. Deswegen dauert eine Richterausbildung mal eben so 6 Jahre.
Wie sich der Versand-Verkäufer dann wirklich verhält ist seine Sache. Nicht alles was rechtlich möglich ist, ist wirtschaftlich sinnvoll.
Zur "Helmprobefahrt" vor Ort:
Man muss jemanden nicht bescheißen, nur weil es möglich ist. Ohne Rücksichtnahme wird auch eine Marktwirtschaft auf Dauer nicht überleben können. Sie selbst kann es vielleicht schon, aber um welchen Preis? Vielleicht bleiben dann die etwas schlichten Gemüter auf der Strecke. Das sind meistens die, die mit anderen keine Gnade kennen, aber selbst in einer Notlage am lautesten schreien.
Louis, Polo und Co wollen mit der Aktion letztlich einen Helm verkaufen. Das dürfte jedem klar sein. Das auszunutzen, weil sie es nicht überprüfen können ob jemand echtes oder nur vorgegebenes Kaufinteresse hegt, ist ein sehr kindliches und egoistisches Verhalten. Bei Erwachsenen nennt man das auch asozial. Nehmen, nehmen, nehmen.....
Und dann nichtmal dazu stehen. "Probefahrt" und

-smilies sagen alles: Es ist klar, dass mit einer "Probefahrt" keine Probefahrt gemeint ist. Echtes Kaufinteresse oder die Rückgabe, weil es nicht passt, sind etwas völlig anderes als dreistes Ausnutzen.
Auführungen, ob das unter Betrug fällt oder nicht, spare ich mir. Das soll mal schön auf eigenes Risiko gehen.