Da schließe ich mich soweit fragmaster an. Dem Mopped beim Bremsen den Antrieb zu nehmen, macht auch ein paar Meter aus. Ansonsten haben wir einen kleinen Widerspruch vorliegen, denn das Primärbestreben des Motors ist das Antreiben.
Wo ich allerdings anderer Ansicht bin:
die dynamische Radlastverlagerung ist bei einer GS 500 anders als bei einer CBR 600 F, anders als bei einer TDM 900 und wiederum anders als bei einer VS 1600. Jedes Motorrad hat am Hinterrad auch Bremswirkung, nur bei der einen ein wenig mehr und bei der anderen bauart bedingt weniger.
Wenn also eine Hinterradbremse keinen nennenswerten Anteil hat, warum bauen die Hersteller dann an jedes Mopped eine an?
In der Grenzsituation einer Notbremsung hat der Kopf genug zu tun. Es stimmt, dass das optimale Bremsen bedeutet, beide Räder kurz vor der Blockiergrenze zu halten. Ich bezweifele allerdings hiermit und formvollendet, dass wir "Normalbremser" dazu in der Lage sind. Wir haben Stress pur hinterm Lenker. Ich unterstelle, dass viele Moppedfahrer deswegen allein schon vorne wie hinten Bremswirkung verschenken.
Abgesehen davon wird nur dann ein Highsider produziert, wenn das blockierte Hinterrad unglücklicherweise wieder gelöst wird. So lange das Rad blockiert ist und bleibt, wird es dem Vorderrad folgen. Stempeln wird es auch nicht, es sei denn, die Kupplung wurde vorher nicht oder zu spät gezogen.
Deswegen bin ich persönlich für "hinten blockieren - vorne dosieren". Weils einfacher ist und mich definitiv zu einem 97% guten Bremser macht, ohne dass ich nervös werden muss.
Ich weiß, es ist nicht mehr richtig im Thema, aber das musste ich schon loswerden.
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In Übereinstimmung mit der Prophezeihung sagt Jenso mit sein Hondamon...
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