Re: Bremsbelag (Altes Thema)
Du brauchst die für dein Baujahr passenden Beläge, mittelfeste Schraubensicherung und den Passenden Inbusschlüssel zum ab- und anschrauben des Sattels.
Viel kann man nicht verkehrt machen.
Du solltest dir Zeit nehmen und alle Teile die dir so entgegenkommen schön putzen. Allerdings hat Bremsenreiniger an den Bremskolben nichts zu suchen!
Die Dichtungen mögen nur wenige Kohlenwasserstoffe, also lieber mit Seifenwasser, Zahnbürste und Schnürsenkel die Kolben reinigen.
Vor bevor du die neuen Beläge verbaust musst du die Kolben mit zB einem dünnen Holz ein wenig zurückdrücken, damit du die neuen, dicken Beläge auch mit dem Sattel über die Scheibe bekommst.
Die Rückseite der Beläge (dort wo die Kolben die Beläge berühren) solltest du mit Keramik- oder Kuperpaste dünn bestreichen um Quietschen vorzubeugen.
Bevor du den Sattel dann wieder festschraubst, gibst du einen Tropfen der mittelfesten Schraubensicherung auf die beiden Schrauben und schraubst die dann (bestenfalls mit dem vorgegebenen Drehmoment) fest.
Jetzt noch ein Schuss Bremsenreiniger/Kettenreiniger auf ein Bounty-Tuch und die Scheibe abwischen, damit da keine Schmierfingerabdrücke die Bremsleistung beeinflussen.
Dann musst du ein paar Mal pumpen, bis die Beläge wieder einsatzbereit an der Scheibe liegen (also nicht gleich losfahren, sondern erst den nötigen Druck aufbauen lassen).
Denk auch daran die ersten 150-200km (steht auch auf den Belägen) heftige Bremsmanöver zu vermeiden und wundere dich nicht über die anfänglich etwas zahnlose Bremse.
Die neuen Beläge müssen sich erst auch die alten Scheibe einfahren.
Wenn du die Beläge gewechselt hast, kannst du gleich einen Blick auf den Luftdruck und den Zustand der Reifen werfen und überlegen, wann das letzte Mal die Bremsflüssigkeit gewwechselt wurde. Wenn die Supe nichtmehr hell sondern schon bernsteinfarben dunkel ist, sollte die gewechselt werden.
Wenn du dir da unsicher bist kann dir auch jede Werkstatt die Flüssigkeit auch ihren Wasseranteil testen.
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