Der Unterdruck, den die Vergaser durch den Motor bekommen und mit Sprit und Luft zu schönem Gemisch verwandeln sollte in beiden Vergasern zur gleichen Zeit gleich hoch sein.
Wenn die Vergaser jetzt nicht ganz synchron laufen (wird ausschließlich durch die Stellung der Drosselklappen zueinander eingestellt), verschluckt sich die Maschine bei niedrigen Drehzahlen ganz gern mal (da eine Drosselklappe etwas weiter offen ist als die andere).
Wenn du jetzt Unterdruckmanometer (a.k.a. Synchronuhren) oder auf dem Schlauchwaageprinzip arbeitende Synchrontester an die Unterdruckanschlüsse auf den schwarzen Vergaserdeckeln (die Nippel mit dem Gummihütchen) anschließt kannst du am Zeigerausschlag/Flüssigkeitsstand ablesen, ob und wie synchron die Vergaser arbeiten.
Diese Manometer gibt es für 30-50€ bei den großen 3. Damit sind die 3 großen Motorradzubehöranbieter in Deutschland (Polo, Louis und Hein Gericke) gemeint.
Ebay wird gern Bucht genannt (e-BAY), wo man ebenfalls ständig Synchrontester für kleines Geld bekommen kann.
Das Synchronisieren selbst ist relativ einfach, allerdings muss die Maschine warmgefahren sein und der Tank runter/beiseite.
Das Standgas drehst du auf 1700 Touren, dämpfst den Zeigerausschlag mit dem Ventil an den Uhren (sonst kannst du vor lauter Zappeln nix ablesen) und vergleichst bei kurzen Gasstößen wie gleichmäßig sich die Zeiger bewegen.
Mittig zwischen den Vergasern befindet die Einstellschraube, die du von oben mit nem Schraubendreher erreichst.
Vergaser synchronisieren lohnt sich am meisten, wenn man vorher das Ventilspiel kontrolliert und gegebenenfalls eingestellt hat, schadet aber so zwischendurch auch nichts
In der Werkstatt ist die Maschine in 10 Minuten (vorrausgesetzt du bist dran so lange der Motor noch warm ist) gemacht und kostet 10-40€ (je nach dem wie sich der Stift anstellt und der Chef dich abzockt).