Der große Kühlkörper ist aber ein kleines Kühlkörperchen. Dass der Kühlkörper des Reglers dafür zu klein ist, denke ich auch. Immerhin müsste der ca. 200 bis 250 W umsetzen können. Das ist schon eine Menge Wärme. Der Kühlkörper an meinem alten Lade-/Entladegerät für 30 NC-Zellen ist etwa doppelt so groß, obwohl er gerade 10 W beim Entladen umsetzt. Und der wird auch schon ziemlich warm.
Ich denke eher, eine kleine Menge Wärme wird im Regler umgesetzt, der weitaus überwiegende Teil jedoch in der LiMa, die dadurch natürlich heiß wird.
Meiner Meinung nach ist es jedenfalls besser die überschüssige Energie sinnvoll zu gebrauchen als sie nutzlos in heißes Öl umzusetzen.
Ich gehe, nachdem ich jetzt in dem Buch nachgelesen habe, davon aus, dass die Lichtmaschine warm wird, wenn sie die Leistung erzeugt und noch wärmer wird, wenn sie zusätzlich dazu auch noch die Leistung in Wärme umwandeln muss.
Energetisch gesehen ist das absoluter Humbug, aber offenbar hat da der Rotstift des Zahlmeisters einer besseren Effizienz im Wege gestanden.
So, jetzt müssen wir nur noch zwei Kandidaten suchen, die ihre GS jeweils zur Verfügung stellen. Einer baut die Heizgriffe an, der andere fährt immer ohne zusätzliche Verbraucher (auch ohne Licht) und immer Vollgas. Der, dessen LiMa zuerst abraucht, hat verloren.
Ich bin jetzt noch mehr der Meinung, dass es der GS-LiMa nicht sonderlich schadet, zusätzlich mit Heizgriffen belastet zu werden. Es ist einerlei, ob die Wicklung durch die Bereitstellung oder die Wärmeumwandlung des Stroms heiß wird.
Allerdings kann es passieren, dass der dann noch zur Verfügung stehende Strom nicht mehr zur Batterieladung ausreicht.
Man kann nicht mehr rausholen als drinsteckt.
Herr Fischinger schreibt auch noch, wie man dem Dilemma entgehen könnte:
Man müsste einen Regler bauen, der den Lichtmaschinenstrom hochfrequent taktet. (Tiefsetzsteller genannt). Dabei soll durch das Varieren der kurzen Einschaltphasen die Spannung auf 14,1 V eingeregelt werden, egal welcher Strom gerade gezogen wird. Das sei aber für die Großserie zu aufwändig und lohne sich nur bei Modellen deren LiMas regelmäßig durchbrennen.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die GS sowas nicht hat.
Edit:
Nun weiß ich nicht mehr weiter, wie bereits erwähnt, bin ich kein Experte. Wie der Regler der GS aufgebaut ist, weiß ich nicht, ich denke mal der ist Standard, also so wie von Herrn Fischinger als Einfachstausführung (mit Thyristoren und Phasenkurzschluss) beschrieben. Ich diskutiere gerne weiter, werde dann aber aus dem schlauen Buch zitieren.
Geändert von berndy (12.10.2009 um 15:40:30 Uhr)
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