Zitat:
Zitat von krafti
Bei mir waren an den Kolben keine Kollosionsspuren zu erkennen,trotzdem waren die Ventile krumm.
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vergaß ich zu erwähnen- war bei mir genau so. allerdings waren die dermaßen krumm, das konnte man auf dem ersten blick sehen.
im großen und ganzen würde ich euch nicht unbedingt empfehlen, den kopf zu demontieren. eine optische kontrolle der ventile- und führung ist m.E. nicht ausreichend, im eingebauten zustand noch weniger. die führung bzw. das ventilschaftspiel kontrolliert man mit einer messuhr, das ventil muss dafür ausgebaut werden. geht eigentlich recht einfach, dafür ist aber spezialwerkzeug (ventilfederpresse) nötig. die führungen waren bei mir übrigends noch ok, obwohl die ventile einer banane konkurrenz machten.
an eurer stelle würde ich erstmal den kopf drauf lassen und nur die schiene wechseln. nachdem alles zusammengebaut ist, kompression im kalten zustand messen. wenn die einigermaßen ok ist (kalt ~7-9 bar), kompression warm messen. erst wenn es an kompression mangelt, sollte man sich gedanken über den kopf machen.
grundsätzlich behaupte ich: der gs- motor ist so einfach gestrickt- kein anderer motor lässt sich so einfach zerlegen/ zusammenbauen wie der. es gibt keinen zweiten ölkreislauf, kühlwassergedöns, limakettenantrieb usw. was die sache verkompliziert. der motor ist ein tolles lehrobjekt. wenn ihr mit der nötigen ruhe, sorgfalt, gesunden menschenverstand und whb an die sache rangeht, werdet ihr auch (vorerst) erfolg haben.
jetzt wunder ich mich über mich selbst. glaub, so lange beiträge in einen fred hab ich schon ewig nicht mehr geschrieben.