Woraus Verkleidungen gebaut werden hängt in erster Linie von ihrer Stückzahl ab:
Hohe Stückzahl (Serienverkleidungen): Verkleidung wird im (automatischem) Spritzgussverfahren aus Thermoplast hergestellt. Das ist in der Regel ABS, kann aber auch Polyamid sein (allerdings selten). Zudem kann es auch noch Glasfaserverstärkt sein (ist also auch ein GFK - Glasfaserkunststoff - allerdings ist die Faserlänge unter einem mm und damit so nicht so einfach erkennbar). Ist es eine ABS-Verkleidung kann mit allen Klebern und Reparaturmassen auf Aceton- und Acrylbasis gearbeitet werden - die lösen ABS gut an....
Bei einer PA-Verkleidung hat man aber schlechte Karten - da muss man nach speziellen PA-Klebern suchen und hoffen das es mit der PA-Type der Verkleidung funktioniert - PA-kleben ist eine eigene Wissenschaft.....
Kleine Stückzahlen (Nachrüstverkleidungen): Diese Verkleidungen werden meist in einer Holzform (manuell) laminiert. Sie bestehen so gut wie immer aus polyestergetränkten Glasfasermatten (deren Fasern sehr lang sein können - z.B. bei Rowings viele Meter)- sie sind also kein Thermoplast sondern ein unschmelzbarer Duroplast. Sie können aber ohne Probleme mit den normalen im KFZ-Karosseriebau oder Bootsbau üblichen Reparaturharzen repariert werden.
Wie findet man nun einfach raus welche Verkleidung man hat?
In erster Linie: Thermoplaste wie ABS oder PA sind schmelzbar, Duroplaste wie Polyester hingegen nicht - das verbrennt nur. Meist ist an der Innenseite der Verkleidung bei Polyestertypen die Struktur der Glasfasermatte noch erkennbar.....
Man kann sich auch kaum darauf verlassen das Nachrüstverkleidungen nicht auch im (Großserien) Spritzgussprozess hergestellt sind - viele dieser Nachrüstvekleidungen kommen auch auf ganz ordentliche Stückzahlen....
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