..so jetzt gibts was neues

..also eigentlich hab ich eine Neuigkeit übersprungen, also fang ich mit der an:
Ich hab den Zylinder an einem Nachmittag aufgeschraubt, nachdem ich mich moralisch durch die Lektüre der sicher sattsam bekannten "Reparaturanleitung Band 5121" vorbereitet hatte.
Nachdem ich den Kopf durch den Rahmen nach hinten rausgefädelt habe, sehe ich also das Drama! Der linke Zylinder ist bis zur Kante mit ekelig riechender Flüssigkeit gefüllt. Nachdem ein Lappen ebendiese aufgesaugt hat, bleibt ein ebenso ekliger Schlamm mit Brocken (ca. 2 Fingerhut voll) in der Ecke zwischen dem Kolben und der Wandung über.
Vorsichtig saubergekratzt zeigt sich nun das Ausmaß: Wo die Flüssigkeit stand ist die Innenwand rauh/braun - na wie angerostet halt - und der linke Kolben stellt sich als der blockierte heraus. (bei Anheben des Zylinders geht der rechte nämlich nach unten weg...na wenigstens eine gute Nachricht)
Mmmm....Ihr könnt Euch vorstellen, daß ich zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu verlieren habe und aufs Ganze gehe.
Nun kommt nämlich mein Phosphorsäurerostumwandler ins Spiel, den ich am selben Tag vormittags gekauft habe. Da die Flüssigkeit noch drin stand im Zylinder mußte man ja davon ausgehen, daß nach unten alles dicht war. Also den Rostlöser auf eine Spritze aufgezogen und rundum an den Wänden lang in den Zylinder eingegeben bis die Zylinderkante erreicht war.
10 Minuten stand auf der Flasche - die können lang werden, das sage ich Euch.
Schließlich alles mit der Spritze abgesaugt und der 1ste Versuch: Gummischlauch dazwischen und mit dem Hammer drauf auf den Kolben (Vorsicht beim Nachmachen, einmal den Zylinder getroffen und das wars! ... Mir halfen meine Lehrjahre als Tischler...)
Na jedenfalls war das noch nix! Keine Bewegung! Also habe ich das Ganze noch 3 mal wiederholt, wobei ich jetzt das abgesaugte Gemisch in den Nachbarzylinder füllte, weil ich feststellte, das die Kolbendecke 1a sauber wurde, und das wollte ich dann doch auch dem rechten Kolben gönnen.
Nun kam der entscheidende Moment:
Der Kolben gab nach und der rechte kam mir ein wenig entgegen -
unbeschreiblich, aber Ihr kennt solche Glücksgefühle sicherlich zur Genüge, wenn dann endlich was klappt!
Der erste Schritt getan, nun hieß es den Zylinder vorzeigbar zu machen, honen konnte ich ja immernoch, da war nichts mehr zu verlieren.
Mein Phosphorsäurerostlöser war ja mittlerweile mächtig in meiner Achtung gestiegen, also musste er wieder ran, denn mir war aufgefallen, das dort wo er lange eingewirkt hatte, die Rostperlen abschabbar waren, wobei ein Messchieber 0,9mm als Honeisen herhalten musste.
Code:
------Was ist das für ein Klatschen? ------
...sind das die Hände die da manche über dem Kopf zusammenschlagen *hihi* ----
Nach einiger Zeit und einem heftigen Sonnenbrand, war die Wand einwandfrei, so daß ich sofort zusammenbaute.
Noch ohne Deckel, die Nockenwelle sichtbar, war zu resümieren:
Mission erfüllt, der Motor drehte mit Anlasser wunderbar durch!