Thema: Geblitzt
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Alt 22.04.2012, 01:53:52   #36
Runestone
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Zitat:
Zitat von Goose Beitrag anzeigen
Sorry Bernd das klappt niemals! Selbst die besten Scharfschütze der Polizei sind auf Einsatzentfernungen kleiner 500 Meter ausgebildet. Klar können die auch mehr, aber sie sind für extreme Weitschüsse nicht trainiert.

Meine Ergebnisse als ZF Schütze sind G3 -> 500 Meter normales Visier und 800 mit ZF, G1 ->1200 Meter mit ZF, M107 50er -> 1600 Meter mit ZF. Wie viele Anläufe? Mehr als 10000 Schuss, das ganze liegend auf ein unbewegliches Ziel. Bei Distanzen über 800 Metern brauchst du sogar jemanden der die die Windrichtung und die Geschwindigkeit ansagt...

Oder wie erklärst du dir, das die Laserpointer immer nur unter Pistolen oder MPs der Sondereinheiten montiert sind?

Klebt doch mal nen Laserpointer an einen Besenstiel, leg den auf die Fensterbank auf, und dann ziel mal auf eine Hauswand in 500 Metern Entfernung, dann schauste dir mal den Streukreis an.

Zeig mir bitte einen Streifenpolizisten der auf 1000 Meter mit ein paar Schuss ein fahrendes Ziel trifft, und ich spendier jedem von euch eine Kiste Bier.

Zum Thema Laser, das hier ist auch einer, dient zur Zielmarkierung und zum blenden des Gegners....

http://www.alfalight.com/pdf/NLOD-2%...8v3-4sm%29.pdf

Beim Rest bin ich bei dir.........

Edit: übrigens toller Link von dir Berndy, schau dir doch mal das Bild 2 an, da wird der LKW in 1000 Meter anvisiert, siehst du den Zweiradfahrer ca. 300 Meter vor dem LKW. Das ist ein Bild, das bewegt sich nicht, und der ist gerade mal ca. 1 cm groß.....wie groß wird der wohl sein wenn wir den neben den LKW stellen, und das wollt ihr fehlerfrei treffen?

Nett finde ich auch den Durchmesser des Messstrahles der mit 25 cm auf 100 Meter angegeben ist, und der Punkt 3 der Fußnote.... wer jetzt spitze in Mathe ist kann ja mal den Durchmesser auf 1000 Meter ausrechnen und dann frage ich mich was sich alles im Messbereich bei 1000 Meter befindet.

Bier her, Bier her....oder ich fall um, fall um

Was die Schießausbildung angeht, würd ich Chris beipflichten, denn die Angaben sind stimmig, explizit gesagt muß folgendes berücksichtigt werden:

- Luftfeuchtigkeit
- Coroliskraft
- Luftreibung / Widerstand
- Windgeschwindigkeit und Windrichtung
- Temperatur auch eher indirekt (um so Kälter um so trockener die Luft)
- Strecke und Erdanziehungskraft

Da es sich hier um Scharfschützen Berechnung handelt dürften folgende Faktoren raus fallen:
- Luftfeuchtigkeit (maginale Abweichungen)
- Coroliskraft (auch maginal, in 1sek dreht sich die Erde rund um 4,16*10^-
3 ° hinzu kommt der Kraft Erhaltungssatz, wodurch sich die Kugel eh in die Richtung der Erde "mitdreht" )
- Temperatur (auch vernachlässigbar)

Bleiben also wichtige Faktoren:
Die Luftreibung verringert die Geschwindigkeit der Kugel (also auch die Schubkraft die auf die Kugel wirkt)

Die Windgeschwindigkeit ist ein zusätzlicher Faktor..
Fliegt die Kugel mit dem Wind wird diese zwar nicht schneller, allerdings reduziert sich die Reibung der Kugel mit der Luft.
Fliegt die Kugel gegen den Wind wird diese gebremst, kommt der Wind vom rechts, driftet die Kugel nach Links ab und umgekehrt..

Strecke und Erdanziehungskraft sind von daher wichtig.. um so größer die Strecke um so größer wird die Kugel gebremst und um so länger kann auch die Erdanziehungskraft wirken, welche die Kugel Richtung "Boden" zieht.

Die Wurfparabel muß man anhand des Kalibers bzw. der Waffe ebenfalls berücksichtigen...siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Wurfparabel

Um das Ganze nochmal allgemein zu halten muß man 2 Gruppen berücksichtigen.


Innenballistik:

-Ölschuss (so wird der sog "Kaltschuss" bezeichnet, also der 1. schuss bei kaltem Lauf bezeichnet)
-Muntionssorte (nicht das Kaliber sondern ob es sich bei dem kopf des geschosses um sprengbrand hartkern oder weichkern (Gewichtsabweichung) handelt)
-Treibladung (entscheidend ist die so V0 also die Anfangsgeschwindigkeit)
-Schalldämpfer bzw Verzerrer (durch eine veraenderte Lauflänge bzw Laufgewicht)

Aussenballistik

-Corioliskraft (siehe Sheytec intervention)
-Luftfeuchtigkeit (Schneetreiben Regen Sandstürme)
-Höhe über NN (im Vergleich zur Anschusshöhe)
-Wind (sehr wichtiger Faktor, es ist möglich sog Wind einschnitte mit unterschiedl Richtungen und Stärken zu haben)
-Temperatur
-Winkel (Winkelschiessen reduziert die Länge auf die Erdanziehungskraft auf den Geschosskopf wirkt)
-Ziel Geschwindikeit und Bewegungsrichtung (man hat es naemlich meist nicht mit stehenden Zielen zu tun!)
-Entfernung zu Ziel[/B]

Ausgebildete Fernspäher und Scharfschützen führen dazu seit Anbeginn ihrer Ausbildung ein " Logbuch" bzw. Datenbuch, wo diese Daten bzw. auch die Daten der abgebenen Schüsse eingetragen sind und unter welchen Bedingungen diese stattgefunden haben.

Es mag natürlich sein, dass dies in speziellen Abteilungen der Polizei ebenso ausgebildet und gehandhabt wird, aber ich wage arg zu zweifeln, dass jeder ( und das bitte nicht persönlich nehmen ) 08/ 15 Standard Polizeihauptmeister etc. zu solchen Schüssen in der Lage ist.
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Schon bevor ich ihn anfuhr, war ich davon überzeugt, dass dieser alte Mann nie die andere Straßenseite erreichen würde.
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