Schöne Werte.
Nun musst du nur noch erklären, was die einzelnen Werte besagen und woran man jetzt erkennt, welche Vorteile diese Öle haben.
Die Viskosität besagt überhaupt nichts über die Schmiereigenschaften, das ist ein Maß für Fließfähigkeit einer Flüssigkeit, egal ob Wasser oder Lack.
Die Dichte einer Flüssigkeit sagt ebenso überhaupt nichts über die Schmiereigenschaften aus. Das ist nur ein Maß für die Masse/je Volumeneinheit.
Der Flammpunkt besagt auch nichts über die Schmiereigenschaften, das bedeutet nur, dass das Zeugs ab dieser Temperatur ein zündfähiges Gemisch bilden kann.
Pour-Point/Stockpunkt bei dieser Temperatur wird das Zeug fest, sagt auch nix über die Schmierfähigkeit aus. Nur, dass das eine Öl bei -30°C und das andere bei -33°C fest wird.
Der Aschewert besagt wieviel feste Substanz beim Verbrennen von dem Zeug übrig bleibt. Gut, das besagt, wieviel Ablagerungen das Öl übrig lässt, wenn es im Motor verbrennt. Weniger ist besser, mehr schlechter.
Was die Farbzahl soll, die bestimmt einfach nur, welche Farbe das Zeug hat, ist also firmenspezifisch.
Alle Werte sagen nun leider überhaupt nichts darüber aus, welche guten oder schlechten Eigenschaften diese Öle haben.
Was man so ganz allgemein über Motoröl wissen sollte:
http://www.chemie.de/lexikon/Schmier%C3%B6l.html
U.a. steht da was interessantes drin:
Ein billiges Standard-Mineralöl hat in der Regel die Viskosität SAE 20W-40 oder 15W-40. Hochwertige Synthetiköle sind inzwischen bei den Viskositätsbereichen 0W-40, 5W-50 und 10W-60 angelangt. Im Prinzip lässt sich jedes Öl verwenden, das den vorgeschriebenen Bereich überstreicht. Wenn also ein 20W-40-Öl vorgeschrieben ist, wird der Motor auch problemlos mit einem 10W-40 oder einem 20W-50-Öl laufen, ohne Schaden zu erleiden. Die Ölhersteller empfehlen jedoch für den Gebrauch in Motorradmotoren die Verwendung spezieller Motorradöle; unter anderem, um Probleme mit rutschenden Kupplungen zu vermeiden. Außerdem empfehlen sie, keine dünnflüssigen Öle (also solche mit kleineren SAE-Werten als 5W-yy) zu verwenden, weil ein viskoseres Grundöl langzeitstabiler ist. Speziell die im Getriebe auftretenden extrem hohen Drücke und Scherbelastungen brechen die oben erwähnten Polymere (die bei Ölen mit einem großen Viskositätsbereich in größerem Anteil enthalten sein müssen) mit der Zeit auf. Unter anderem deshalb verliert das Öl mit der Zeit an Viskosität.
Die Viskosität beschreibt nur eine Eigenschaft eines Öls und enthält keinerlei Aussage zur Qualität, ist jedoch wichtig für die Einhaltung des korrekten Öldrucks. Ein zu hoher Öldruck kann Dichtungen beschädigen, ein zu niedriger die Lager.
Daraus lässt sich nun ableiten, dass dünnes Öl nicht generell besser für die Motoren ist, es kommt vielmehr darauf an, wie der Motor konstruiert ist, welche Ölviskosität der Motorenhersteller für die Lager und den Rest des Motors vorgesehen hat.
Daraus kann man nun folgern, dass es nicht verkehrt ist sich an die Angaben des Motorenherstellers zu halten, der hat sich schon etwas dabei gedacht und man sollte nicht denken, dass man schlauer ist als der.
Ich bin jetzt mal ganz frech und behaupte, dass die Aussage von Dobbi vom 12.07.2012, 22:56:53:
"ja dieses Argument hällt sich bei allen Motorradtypen, dabei sind Vollsyntheseöle den Mineralischen in jeden hinsicht überlegen.
Nur weil es die Mehrheit noch nie anders gemacht hat... aber ich will jetzt hier keinen Glaubenskrieg anfangen
Gruß Dobbi"
einfach nicht haltbar ist.
Darüberhinaus werden wir wahrscheinlich keine weiteren Daten über Motoröle finden. Zum einen braucht die auch kein Verbraucher solange er sich an die Vorgaben des Motorenherstellers hält, zum anderen kann man daraus eh nichts ablesen und zum Schluss werden die Ölhersteller doch nicht ihr Geheimnis verraten.
Somit sind wir genauso schlau wie vorher.