Moin allerseits!
Kurz mal meine Meinung zum Thema Unfälle mit Krad:
Auch mich hat es - dank falsch blinkendem Rentner in dickem Auto mit Stern - schon gewickelt. Glück gehabt - nur ein par Prellungen und ein neues Motorrad.
Motorradfahren ist gefährlich - wie gefährlich hängt in allererster Linie vom Fahrer ab!
Je aufmerksamer, konzentrierter und vorrausschauender man (frau) fährt, desto weniger begibt man sich in die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden - eine 100%ig Sicherheit gibt es aber nie. Wer sich auf's Motorrad setzt, begibt sich in Gefahr. Aber das ist auch im Auto so, als Fußgänger, beim Fahrradfahren...
Das Leben ist halt risikobehaftet (und endet sowieso immer tödlich
Motorradfahrer, welche in unverantwortlicher Art und Weise sich und ihre Maschine überfordern und damit sich und andere gefährden gehören - meiner Ansicht nach - im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr gezogen. Die Fahrschulen und der Gesetzgeber sollten hier viel mehr in die Verantwortung genommen werden. Ein psychologischer Eignungstest wäre hier sicherlich eine diskutable Massnahme um eine geeignete Vorauswahl und Selektion der Fahrschüler zu erreichen. Zumindest, wenn jemand meint, er müsse sein Ego über die Leistung seiner Maschine und einem besonders riskanten und rücksichtslosen Fahrstil repräsentieren. Wenn ich darüber nachdenke, was für hirnlose, gestörte und unreife Persönlichkeiten Auto und/oder Motorrad fahren wird mir immer ganz anders! Besonders auch dann, wenn ich an die Menschen denke, die auf Grund ihrer körperlichen/geistigen Verfassung gar nicht (mehr) in der Lage sind aktiv am Strassenverkehr teilzunehmen. Klar konnte der Rentner, über dessen Motorhaube ich abstieg keinen Schulterblick mehr machen - der bekam den Kopf gar nicht mehr rum! Aber Führerschein freiwillig abgeben? Niemals! Dann lieber jeden Tag von neuem das Risiko in Kauf nehmen, einen anderen Menschen ins Unglück zu stürzen. Im dicken Benz passiert ihm ja nix! Erhat ja die Kohle, sich zu schützen.
Und demnächst fahren sogar die Kinder ab 17. Was für ein Schwachsinn! Für mich kann ich sagen: Als ich meinen Motorradführerschein neu hatte 'durfte' ich Motorradfahren - von 'können' konnte damals keine Rede sein! Selbiges bei meiner Frau, welche ein Jahr später nachzog. Die Fahrschulausbildung war absolut unzureichend - und das lag nicht am Fahrlehrer, sondern an den unzureichenden gesetzlichen Vorgaben. Jeder Depp und Rowdie bekommt einen Lappen. Das ist hierzulande keine Frage von Fähigkeit,Eigung oder Qualifikation sondern nur von Geld. Beim Auto ist es übrigens nicht anders.
Nur wer sich permanent dieser Gefahr, welche primär von den anderen Verkehrsteilnehmern ausgeht, bewußt ist und dementsprechend angepasst und vorsichtig fährt erreicht zumindest, das das Risiko kalkulierbar wird. Vorsicht, vorsicht und nochmal vorsicht!
Denn: Motorradfahren ist schön! Es gibt (fast!) nichts schöneres. Solange man immer konzentriert unterwegs ist bleibt die Gefahr überschaubar und kalkulierbar. Denn: Es gibt auch Motorradfahrer, die seit 40 Jahren jedes Jahr 10tausend Kilometer fahren und noch nie einen Unfall hatten. DIE sollten Fahrlehrer werden.
Eine unfallfreie Saison mit geilem Wetter wünscht allen Motorradfahrern:
Euer Torola!
torola@gmx.de