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Alt 04.04.2014, 07:38:38   #7
berndy
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Defekte in der Kupplungsschnecke sind eher selten. Die Aufnahme reißt halt ab und zu.

Ich hoffe, du hast keine Kugel verloren.

Wenn da irgendwann einmal das Fett ausgewaschen ist, fängt es halt an zu rosten und dann geht es schwer. Im Normalbetrieb hält aber die Fettfüllung lange Zeit.

So wie du das jetzt beschreiben hast, denke ich, ist es ein Einstellungsproblem.

Ich würde zunächst die Einstellschrauben am Hebel und am Ritzeldeckel so weit es geht hineinschrauben, also möglichst wenig Gewinde sichtbar lassen.

Danach den kleinen Deckel, den mit den beiden Senkkopfschrauben, am Ritzeldeckel außen abnehmen, die Kontermutter lösen und die Einstellschraube so weit nach links, also lose, drehen, bis kein Widerstand mehr zu spüren ist. Aber nicht ganz herausdrehen. Danach die Einstellschraube nach rechts drehen, bis man gerade einen Widerstand spürt. Wenn die Kontermutter zu früh anliegt, nochmals lose drehen. Dazu braucht man etwas Gefühl, der Widerstand ist wirklich nur ganz leicht zu spüren. Jetzt liegt die Kupplungsdruckstange gerade am Druckpilz an. Nun wieder eine 1/4 - max. 1/2 Umdrehung lösen, die Einstellschraube so halten und kontern. Am Kupplungshebel den Leerweg von 10 mm am Hebelende (Kugel) einstellen. Einstellschrauben am Hebel und am Ritzeldeckel möglichst gleichmäßig nutzen, damit das Gewinde nicht zu weit herausgeschraubt wird. Das verringert die Gefahr, dass die Einstellschrauben brechen. Passiert gerade am Hebel wegen des Schlitzes öfter und Ersatz muss meist erst bestellt werden. Hierbei ist natürlich wieder Fingerspitzengefühl gefragt. 10 mm Leerweg bedeutet, dass man den Kupplungshebel 10 mm aus seiner Ruheposition in Richtung Lenkergriff bewegen kann, ohne dass man einen Widerstand spürt. Nach diesen 10 mm sollte der Kupplungszug dann gerade so viel Spannung haben, dass man den Widerstand den die Kupplungsfedern der Druckstange entgegensetzen spürt. Das sind kleine Kräfte die da wirken. Das ist wirklich eine Gefühlssache.

Den Leerweg braucht man damit kein Druck über die Druckstange und den Druckpilz auf die Kupplung ausgeübt wird und die Reibscheiben satt aufeinander drücken können.

Ach ja, natürlich die Aufnahme für die Druckstange in der Kupplungsschnecke sauber machen und etwas Fett auf das Ende der Druckstange machen, bevor man den Ritzeldeckel wieder aufsteckt. Wenn da Schmutz in der Aufnahme ist, kann es passieren, dass man Probleme mit dem Einstellen bekommt. Das Fett verhindert hoffentlich, dass es da Rost gibt.

Den Kupplungsweg, also der Weg den man am Handhebel für die korrekte Funktion der Kupplung zur Verfügung hat, kann man nicht verändern, der ist durch den Kupplungsaufbau vorgegeben. Man kann im Prinzip nur die Lage des Weges mit den Einstellern verändern. Hat man zu viel Leerweg, bekommt man die Kupplung nicht mehr sauber getrennt, das Schalten und Finden des Leerlaufs wird schwierig. Hat man zu wenig Leerweg, rutscht die Kupplung weil die Reibscheiben nicht mehr satt zusammen gepresst werden.

Daher die Werksvorgaben möglichst genau einhalten.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.

Geändert von berndy (04.04.2014 um 07:51:20 Uhr)
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