Hallo Leute,
ich habe viele ähnliche Themen gefunden aber keins trifft so wirklich auf meins zu deshalb ein neues Thema.
Ich habe mir vor ca 4 wochen meine erste Maschiene, eine GM51B mit 27000km gekauft. Was ich wusste war das wirklich starker Rost im Tank war aber sonst schien sie in einem guten bis sehr guten Zustand zu sein also habe ich den kauf gewagt. Auf der Probefahrt lief sie ziehmlich gut bzw der motor ruckelte leicht beim beschleunigen und sie fuhr sich nicht so angenehm aber sie fuhr dennoch mit guter beschleunigung und der Motor sprang im Kalten zustand auch an ohne choke.
Dann fing ich an sie aufzupeppeln und entrostete den tank, säuberte die Benzinleitungen und die Bezinhähne (in denen auch erstaunlich viel ablagerungen zu finden wahren) und zerlegte den Vergaser um ihn mit Vergaserreiniger zu säubern. In den schwimmerkammern war eine art roststaubschlamm-ablagerung die auch ziehmlich ordentlich war, die Düsen schienen jedoch frei zu sein aber trozdem alles penibel gesäubert, Schwimmerventiel eingestellt und wieder zusammengebaut.
Die zwei kleinen o-ringe unter dem Vergaserdeckel waren so ausgehärtet und rissig das einer auch brach also kamen neue rein. ( zuerst nicht die perfekte Größe sondern welche aus dem O-ring set von louis aber mitlerweile sind die originalen von mikuni drin).
Aus einer Plastikflasche bastelte ich eine Benzinflasche und wollte nun Synchronisieren, mit einem selbst gebautem Synchrontester aus einer kleinen Flasche mit Öl gefüllt und zwei dünne Plastikschläuche (alles luftdicht mit Heißkleber abgeklebt, laut Erfahrungsberichten sollte das ja wunderbar klappen). Die Kiste sprang zunächst nicht an aber als ich beim Hundertsten Startversuch bisschen auf die Plastik-Benzinflasche drückte Sprang sie an. Ich stellte das Standgas ein und lies die Maschine warm werden (ca 10min bei 2500-3000 aufm hof, Nachbarn haben sich gefreut wie sonst was) aber das Synchronisieren wollte nicht klappen weil das Öl in den Plastikschläuchen hochschoss und ich die Maschine dauernd abstellen musste damit der Vergaser das öl nicht verschluckt was einmal sogar passiert ist. Paralel dazu merkte ich das der Motor Gas schön annimmt aber sehr langsahm abtourt. Schuld waren die Gemisch-Regulierschrauben also hab ich sie ganz hinen und dann 2 Umdrehungen rausgedreht. Nun lief sie akzeptabel und ich fing an mich zu freuen das ich bald ein geiles Motorrad fahre....

ich gab dem Synchronisieren noch einen versuch aber diesmal verschluckte der Vergaser leider bisschen öl, richtig wenig, was schnell sichtbar ausm pott gehustet wurde. Mit dem letzten versuch sah ich das in den beiden Schläuchen das Öl sehr gleichzeitig hochgesaugt wird, das war mir Synchron genug. Zwischen den ganzen Synchronisationsversuchen lies ich den Motor ausversehen auch laufen ohne die Kappen auf die Synchronanschluss Zipfel zu stecken also mit gewaltig viel Falschluft. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt fing an der Motor im Leerlauf hin und wieder ein Unangenehmes Knack-Klack geräusch von sich zu geben woraufhin die Drehzahl abfiel sie aber wieder fing. (Standgas auf ca 1800). Aber sie sprang schön an mit Choke den man auch schnell wieder wegnehmen konnte ( ohne Choke ist sie mir abgesoffen) und sie nahm schön Gas an und Motorbremsleistung war auch da also fuhr ich ne kleine tour ca 100km. Hier viel mir auf das sobald der Motor warm wurde sich das Standgas auf ca 3000 Umdrehungen erhöht hatte was an der Roten ampel zB. echt nervig war. Also Standgas weiter runtergedreht auf ca 1500-1800 hat sich immer variiert (bei 1100) währe sie abgesoffen). Mit dieser Einstellung sprang sie aber nurnoch mit Choke an was auch echt nervt weil´s dann ja nicht ganz perfekt ist. So fuhr ich die Maschine nun einige Tage und dann ist´s bisserl eskaliert. Sie säuft mir im Standgas, im verkehr ab oder aber die Drehzahl geht nicht unter 3000 ( nur mit Bremsend abwürgen und dann Säuft sie ja ab) also Kerzen Raus, Links sehr dunkel, Rechts Schwarz. Während ich mir die kerzen Anschaue sauts mir die Hose mit sprit aus der Airbox voll. Kurz am Öl gerochen und leicht benebelt von den Benzindämpfen zu einem Ölwechsel beschlossen. Also Vergaser raus, neue Ventile von Keyster rein, neue Zündkerzen und Ölwechsel. Ist sofort wieder angesprungen aber hoch auf 4000 Umdrehungen weil die Leerlaufschraube verstellt war. Zweiter versuch alles gut. 1500 Umdrehungen und mega bekackte Gas-Annahme, und kein abfallen mehr also bei 3000 bleibt sie komplett hängen und was nun wirklich Super ist, im Leerlauf klackt und Knackt irgendetwas vor sich hin, nicht durchgehend sondern hin und wieder mal woraufhin der Motor kurz absaufen zu scheint sich dann aber wieder fängt

hab den Lufi raus genommen und gesehen das beim rechten Vergaser wenn ich gaaaanz leicht gas gebe mit einem Zischendem knall Benzin in den Luffikasten gespuckt wird, hat der Vergaser aber nur einmal gemacht. Soll ich die blöde ***** zerlegen und mit den Einzelteilen meinen Verlust ein bisschen ausgleichen oder hat jemand eine Idee die nicht Werkstatt heißt?
Vielen Dank im voraus und Entschuldigt für den Irre Langen Text ich will nur Nummer sicher gehen das man nix Übersieht.
Lieben Gruß
Morty