Dass man übersehen wird, liegt nicht daran, dass man mit Abblendlicht fährt, sondern daran, dass die anderen nicht richtig gucken. Dagegen ist kein Kraut gewachsen.
Abblendlich ist tagsüber auch schon auffallend genug.
Als Motorradfahrer weiß man, dass man oft übersehen wird, deswegen rechnet man immer mit dem Versagen anderer und hat einen Ausweg parat.
Wenn man entsprechend langsam fährt, gerade vor Einmündungen und Kreuzungen, kann man oft noch bremsen, wenn man übersehen wird. Immer gucken, wo der andere hinguckt. Meistens sieht man, ob der einen gesehen hat. Und nie darauf verlassen, dass die Leute gucken, die gucken nämlich oft nicht richtig. Oder schätzen das was sie sehen falsch ein.
Warnwesten sind schön leuchtend, die nützen nur nix, wenn der andere gar nicht aufpasst und guckt. Wenn der geguckt hätte, hätte der auch Abblendlicht oder einen schwarzen Motorradfahrer gesehen.
Viele Leute sind mit ihren Gedanken im Straßenverkehr überall nur nicht beim Straßenverkehr. Die gucken zwar in deine Richtung, gucken aber durch dich hindurch. Da spielt es keine Rolle ob du orange angezogen bist oder aufgeblendet hast. Die sehen das zwar, registrieren das aber nicht weil sie irgendwie abgelenkt sind. Das ist ein Wahrnehmugsproblem.
Das machen sich z.B. Taschendiebe und Zauberer zu nutze.
Geht einem selbst ja manchmal auch so, da ist man auch froh, wenn der andere für einen auch noch aufpasst.
Man sollte schon etwas dafür tun, dass man gut gesehen wird. Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man dann auch von jedem gesehen wird. Selber aufpassen und mit den Fehlern anderer zu rechnen ist durch nichts zu ersetzen.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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