Das Ventilspiel sollte, gerade bei einer noch geringen Kilometerleistung, den Werksvorgaben entsprechend kontrolliert werden. Also alle 6000 km.
Am Anfang, so die ersten 25000 km, können sich die Ventilsitze noch etwas setzen, was zu einem zu geringen Ventilspiel führen kann.
Bei meiner GS musste ich bei etwa 18000 km bisher das einzigste Mal Shims tauschen
Der Aufwand einer Ventilspielkontrolle ist eigentlich recht gering, dauert ca. 80 Minuten.
Ich sehe in der geringen Kilometerleistung kein Problem. Die gibts bei Motorrädern häufiger, sind eben für manche einfach nur Freizeitgefährte. Ich fahre mittlerweile auch nur noch ca. 1500 km/Jahr. Meine GS ist jetzt 20 Jahre alt und hat knapp 50000 km.
Vergaser reinigen macht nur Sinn, wenn der auch dreckig ist, wenn es also Probleme gibt. Ebenso verhält es sich mit dem Einstellen. Die Möglichkeiten den Vergaser einzustellen sind bei der GS eh sehr gering. Bei einigen Vergasertypen geht da gar nichts, weil alles verplombt ist. Und bei den Vergasern, an denen man was verstellen kann, kann man auch nur das Leerlaufgemisch einstellen.
Ich finde die Aussagen des Händlers eigentlich gar nicht so schlimm, wenigstens ist er halbwegs ehrlich und man merkt, dass er keine Ahnung hat.
Allerdings finde ich es nicht gut, dass er versucht "im Kundenauftrag" zu verkaufen.
Das kann darauf hin deuten, dass er keine Gewährleistung übernehmen will.
Außerdem fällt bei einem Privatverkauf keine Mehrwertsteuer an. Sollte die verlangt werden, wäre es kein Privatverkauf.
Es kommt bei einem solchen Geschäft auf den Preis an, der entscheidet, ob es ein guter Kauf wird oder nicht.
Jedenfalls wäre das für mich ein Grund für sehr harte Preisverhandlungen in Richtung richtig billig. Der Händler will ja verkaufen. Wenn er mit dem Verkauf Gewinn machen will, dann soll er auch eine Gewährleistung übernehmen, also nicht im Kundenauftrag verkaufen.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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