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Alt 16.04.2016, 06:21:00   #33
berndy
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Zitat:
Zitat von Grommie Beitrag anzeigen
Tach auch!
Ich hab hier auch (ungefähr) das selbe Problem bei meiner Suzuki GS 500 Bj.99.
Wenn ich Vollgas gebe, kriegt sie nach ca. 6+ Sekunden irgendwie zu wenig Sprit und "säuft" ab.
Ein anderes Problem ist, dass ich nach ca. 150 Km auf RES oder PRI umschalten muss, da sie anfängt zu "stottern", weil sie keinen Sprit mehr kriegt. Beim Auftanken hatte ich dann noch ca. 7 Liter im Tank (inkl. 3,5L Reserve, habe den 17 Liter Tank)
Vergaser wurden vor ungefähr 1.000 Km komplett auseinandergenommen, mit Ultraschall gereinigt, alle Dichtungen erneuert und synchronisiert.

Kann mir da jemand 'nen Tipp geben was die Ursache/n sein könnte/n?
Vielen Dank im Voraus!

Das erste Problem dürfte das hinlänglich bekannte Problem mit dem Unterdruckbenzinhahn sein. Da sich dies aber, zumindest bei meiner, bisher mit der Zeit nicht verschlimmert hat, gehe ich eher nicht davon aus, dass es an einer verhärtenden Membran liegt. Ich nehme eher an, dass der vom Vergaser erzeugte Unterdruck infolge ungünstiger Strömungsverhältnisse bei höheren Drehzahlen unzureichend ist. Aber, das ist nur meine Interpretation des Problems. Kann sein, dass es mit einem neuen Unterdruckhahn weg ist. Ich glaube es aber nicht so recht.

Dein anderes Problem wird nicht daran liegen, dass noch 7 L Benzin in deinem Tank sind, wenn du auf RES umschalten musst, sondern, dass du deinen Tank nie voll tankst. Die Reservemenge der GS liegt bei 3 - 4 L. Kommt etwas auf den Kunststoffeinsatz des Bernzinhahns an. Wenn du nur 14 L insgesamt in deinem Tank hast, irgendwann auf RES stellen musst und dann 10 L tankst, hast du wieder nur 14 L im Tank. Ich würde dir glauben, wenn du geschrieben hättest, du hast dann den Tank leerlaufen lassen und die Restmenge gemessen. So schätzt du nur, in der Annahme, dein Tank wäre vollgetankt.

Ich tanke bei meiner GS regelmäßig über 15 L in den 17-L-Tank.

Bedingt durch die Ausgestaltung des Tankeinfüllstutzens, er reicht 20 - 30 mm in den Tank, bildet sich eine Luftblase über dem Benzin, sobald die Unterkante des Einfüllstutzens erreicht ist. Die Zapfpilstole schaltet ab und man denkt der Tank sei voll. Da passen aber noch 3 - 4 L hinein. Um diese Menge noch in den Tank zu quetschen, muss man den Einfüllstutzen immer wieder füllen, abwarten, bis sich der Benzinpegel senkt und das so lange, bis wirklich kein Tropfen mehr in den Tank passt. Dann erst ist der Tank voll. Nun hat man auch annähernd die 17 L im Tank. Diese Prozedur dauert aber länger als einen normalen Pkw voll zu tanken und funktioniert auch nur auf dem Mittelständer. Da steht man dann schon mal so lange an der Zapfsäule, dass bequem zwei Autos in der Zeit tanken und bezahlen können. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Tank überläuft.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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