Zitat:
Zitat von DonArcturus
Die Oktanzahl gibt ja die Zündwilligkeit an. Wenn ein Motor das Benzingemisch stärker komprimiert, so muss das Benzin umso zündwilliger sein, damit es überhaupt noch zündet. Es gibt zwar vereinzelnt Motoren, die eine Mehrleistung bringen, wenn man höhere Oktanzahl tankt, aber das ist eher selten und meistens ist die Mehrleistung zu vernachlässigen.
|
Umgekehrt ist es richtig: Die Zünd
unwilligkeit nimmt mit steigender Oktanzahl zu. Die Oktanzahl gibt nämlich den Anteil des zündhemmenden Isooktan C8H18 (ROZ = 100) an. Je höher nämlich ein Motor verdichtet, umso zündunwilliger muss der Sprit sein - er würde sonst bei so hohen Verdichtungen zum "Selbstzünder" und das würde zu schweren Schäden am Motor führen.
Bezogen auf die GS, welche eine auf sogar uraltes 89 oktaniges Benzin ausgelegte Verdichtung und Brennraumgestaltung hat, bedeutet das, das nicht einmal 95er Sprit auch nur irgendwas bringt. Alle Berichte das bei so einem Motor ein 99/100er etwas bringt, ist ins Reich der Fabeln zu verbannen. Theoretisch verliert der Motor sogar an Leistung, weil durch die geringere Verdichtung der Sprit "kühler" bleibt und die Flammfront eine geringere Geschwindigkeit hat. Das wird man aber nur im Labor feststellen können.
Den Vorzündzeitpunkt der GS zu ändern geht nur über einen Powercommander oder eine neue programmierbare Zündeinheit. Die Zündgeberplatte zu verstellen ist bestenfalls Rollertuning, da sich dann der Zündzeitpunkt über das ganze Drehzahlband verschiebt - das will man aber in der Regel nicht haben, sondern nur in bestimmten Drehzahlbereichen (mittlerer und oberer Bereich).