Hallo,
vor fast 2 Jahren habe ich mir eine AGM Batterie eingebaut, bisher alles super.
Allerdings ist mir im Burgman mal eine AGM ohne jegliche Vorwarnung mit Zellenschluss gestorben (Schlüssel rein, Licht an, alles gut, Starterknopf, alles aus, inklusive Uhr), und danach habe ich erfahren, daß das bei AGM durchaus mal vorkommt.
Da sich die GS500 ja gut anschieben lässt ist eine kaputte Batterie eigentlich nicht soooo dramatisch. Allerdings führt so ein Zellenschluss dazu, daß die Batterie danach wirklich nur noch bis 10,X Volt zu laden geht. Das geht erstens auf den Regler (der natürlich versucht, da 13Volt reinzupressen) und vor allem Fährt es sich damit schlecht, weil die 10 Volt vielleicht für Standgas reichen, aber sobald die Zündung öfters zünden soll, geht nichts. Die Maschine dreht also nicht mehr hoch.
Zumindest habe ich es genau so mit dem Burgi erlebt: fremdstarten, läuft wunderbar, aber losfahren nicht möglich, weil er beim Gasgeben das sprotzen und stottern anfängt und nicht deutlich über leerlaufdrehzahl kommt.
Also habe ich versucht, die GS ohne Batterie zu fahren. Geht nicht. (Anlassen, dann Batterie Pluspol abklemmen). Standgas geht noch, aber hochdrehen ist nicht.
Das kommt daher, daß die GS eine Batteriezündung hat (im Gegensatz zur klassischen CDI, die eine extra Ladespule für die Zündung in der Lichtmaschine hat, wird die Zündung der GS500 aus der Batterie versorgt). Ohne Batterie ist die Spannung aber so schwankend und instabil, daß das nur im Standgas einigermaßen (mehr schlecht als recht) funktioniert.
Die Idee: als "Heimbringer" einen dicken Kondensator mit einbauen, der die Spannung genug glättet, um die Zündung auch ohne Batterie funktionieren zu lassen.
Den Kondensator (18000µF / 35V) habe ich schon seit Jahren rumliegen, heute habe ich ihn endlich eingebaut.
Ein Plätzchen neben dem Batteriehalter ist ideal, +12V hinter der Hauptsicherung gibts aus dem unbelegten Kontakt des Starterrelais. Masse von der Befestigungsschraube des Batteriekastens.
Am Ende (nicht im Bild) kam noch ein Kabelbinder drum, damit der Kondensator sich nicht von dem ihm angedachten Platz entfernen kann.
Was jetzt geht: Anlassen, dann die Batterie abklemmen und fahren.
Was ich noch nicht probiert habe ist, ob anschieben ohne Batterie wirklich funktioniert, dazu war's mir heute zu warm. Aber fremdstarten ohne Batterie (und auf großer Fahrt habe ich eh immer die Starthilfe-Powerbank dabei

) geht auf jeden Fall.