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Alt 09.09.2020, 17:27:47   #9
seife
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Wo soll denn der Strompeak herkommen?

Du hast einen Vorwiderstand, eine oder mehrere Dioden in Reihe.
Der Maximale Strom der fließen kann ist die Spannung die du anlegst (Ub) geteilt durch den Widerstand (R). Im normalen Betriebszustand geht aber von der spannung noch die Durchflußspannung der LED ab, bei orangenen LEDs sind das so zwischen 2,2 bis 3 Volt (Ud). Der normale Betriebsstrom ist (Ub-Ud)/R. Kleine LEDs werden typischerweise mit Strömen von 20 bis 50mA betrieben, die Kapazität beträgt typischerweise so um die 50 pF. Der Vorwiderstand ist deutlich unter 1000 Ohm. Damit ist die Zeitkonstante unter 50ns. Dann ist der "Kondensator" auf 63% von Ub aufgeladen, aber das passiert gar nicht, da die LED da schon lange im nichtlinearen Bereich ist und die Spannung auf Ud begrenzt.

Klar kann ich am Netzwerkanalysator die ganzen parasitären Eigenschaften einer LED nachweisen und ausmessen, aber daß handelsübliche LED-Blinker dazu führen, daß das Licht flackert, das ist meiner begründeten Meinung nach immer noch Blödsinn und daß das am "Einschaltstromstoß" der LEDs liegen soll eben auch.
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