Die originalen LLGM sind bei meiner K4 (und allen die ich kenne) ohne nennenswertes Plateu (wirklich nur geringfügig). Die in deinem Bild scheinen ein weit größeres Plateau zu haben.
Abgaswerte: Ich weis nicht ob hier immer von derselben Messmethode gesprochen wird. Bei uns (Öserr.) sind für den CO-Wert 0,750 g/km (oder g/kWh) für die GS-K4 mit Kat. angegeben. Das entspricht ungefähr 2-4 Vol% (lt. ARBÖ/ÖAMTC).
Ältere GS ohne Kat liegen naturgemäß höher (für eine vollständige Abgasbestimmung fehlen da noch die Werte für Kohlenwasserstoff (HC) und Stickoxyde (NOx)). Bei älteren Maschinen sind CO-Werte von >10 g/km auch möglich. Damit ist so eine Maschine mit 4 Vol% schon sehr mager.
Wenn der Motor mit CO-Werten <2% läuft, kann man das an den Kerzen erkennen - sie werden schneeweiss. Bei Werten <0,5% treten auch schon "Schmelzperlen" auf den Elektroden auf. Ausserdem hört man es auch am "heiseren, harten" Auspuffklang.
Wenn sie nach Benzin stinkt, bekommt sie zu viel Sprit! An dem Fehler führt kein Weg vorbei - es muss irgend ein Problem im Standgasbereich haben.
Bitte check auch einmal nach längerem Standgaslauf die Kerzenbilder.
Was schon eine Rolle spielen kann: Wenn die Schieber nicht ganz zugehen und/oder die Düsennadel nicht die richtige Form hat, kann da auch im Standgas zu viel Sprit vorbei. Ich hoffe der Vorgänger hat nicht neue, unpassende Düsennadeln eingebaut.
Die auf die Nadelspitze zulaufende Form beeinflusst vor allem die Lastwechselreaktionen im mittleren und hohe Drehzahlbereich. Wenn sie aber falsch für diesen Vergaser ausgelegt ist (zu langer Verjüngungsbereich) kann da auch am Stand Sprit vorbei (Kenne da so ein paar "Spezialisten", die da ohne zu wissen was sie tun, herumspielen). Das gilt auch für die LLGM-Schrauben - auch deren Konus muss genau passen.
Die Höhenposition der Nadel beginnt das Gemischverhältnis ab ca. 2000rpm signifikant zu beeinflussen. Ab 6000-7000rpm wird die Hauptdüse zum alles bestimmenden Faktor. Alle Bereiche gehen natürlich fliesend ineinander über.
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