Wenn keine Falschluft vorliegt (und auch das ganze Seilzugthema ausgeschlossen ist), ist es zu 98% die Gemischabstimmung. Zu 1% kanns der Schwimmerstand sein (und das restliche % ist fürs unerklärliche Wunder!)
Ich hab das hier gefühlt schon tausendmal geschrieben: Die Werte im WHB sind nur Anhaltspunkte! Je nachdem, was die Kiste für eine Geschichte schon hinter sich hat, oder wie die Toleranzen ab Werk liegen, können völlig andere Werte für die Gemischregulierschrauben nötig sein. Nicht umsonst wird das im Werk mit hochempfindlichen Geräten voreingestellt (und zwar jeder Vergaser einzeln). Aus dem Grund wurden diese Schrauben früher versiegelt - eben damit nicht Unbedarfte daran herumpfuschen.
Selber kann man den Arbeitspunkt mit einem CO-Tester machen oder man muss sich hintasten (Wechselspiel von Abtouren zu Standgas) - da sollte man aber nicht ein blutiger Anfänger sein und verstehen, was da im Vergaser mit dem Gemisch passiert. Da man nicht die Möglichkeit hat, die CO-Werte der einzelnen Zylinder zu messen (ausser man hat an den Krümmern eine Messöffnung), kann man nur beide Vergaser gleich einstellen. D.h. jedes Verstellen muss synchron auf beiden Vergasern erfolgen (dazu MÜSSEN sie sauber synchronisiert sein - sonst stellt man Hausnummern ein). Damit erreicht man noch die beste Näherung.
Und pass auf: Auch die meisten Werkstätten können einen Vergaser nicht mehr einstellen - die Mechaniker lernen das heute nicht mehr.....
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