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Zitat von moreno
hab das motorrad angeschoben und sprang gleich an. bin eine knappe stunde gefahren (stubai). benzin tropfte beim halten, beim abstellen nicht. vielleicht ist es ja doch nicht der vergaser. nur der benzinhahn oder unterdruckschlauch. bin echt verwirrt.
gut war das wetter. die dunklen zeiten scheinen vorbei. freu mich riesig morgen über'n arlberg
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Das sind eigentlich sichere Anzeichen dafür, dass ein oder beide Schwimmernadelventile nicht richtig schließen.
Wenn der Motor nicht läuft, erzeugt er auch keinen Unterdruck und der Unterdruckbenzinhahn ist geschlossen. Läuft er, öffnet der Unterdruck den Benzinfluss in die Vergaser. Schließen die Schwimmernadelventile nicht, läuft permanet Benzin nach, sobald der Motor läuft -> Vergaser laufen über und es tropft.
Ein zu hoher Benzinpegel in den Schwimmerkammern, wie er zwangsläufig auch bei nicht richtig schließenden Schwimmernadelventilen auftritt, führt auch zu einem zu fetten Gemisch, was wiederum Einbußen bei der Leistung ergibt und damit zu einer geringeren Höchstgeschwindigkeit führt.
Natürlich kann daneben auch noch etwas anderes im Argen liegen. Aber ich tippe stark auf die Schwimmernadeln. Das ist ein häufiger Fehler nach längeren Standzeiten. Man kann versuchen die Nadelventile zu reinigen, das führt aber nicht zwangsläufig zum Erfolg. Einfacher und schneller ist es neue Schwimmernadelventile (Sitz und Nadel) einzusetzen.
Wenn du die Vergaser schon ausgebaut und teilweise zerlegt hast, kannst du auch gleich die Düsen reinigen und neue Dichtungen einbauen. Reparatursätze gibt es ja. Da kann klassikfon den einen oder anderen empfehlen.
Sicherheitshalber würde ich auch nach Vergaserrevision einen Ölwechsel machen. Da kann doch etwas Benzin ins Öl gelangen.