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#1 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.04.2023
Ort: Gießen
Beiträge: 3
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Guten Morgen zusammen,
Ich bin neu hier im Forum und falls das hier schon öfter diskutiert wurde tut mir der Post jetzt schon leid Letze Woche bin ich meiner GS 500 (BJ 92) eine etwa 300 Kilometer lange Tour gefahren. Nach etwa zwei Stunden Fahrzeit haben wir eine kleine Pause gemacht, als ich die Maschine danach wieder starten wollte ging es nicht bzw. hat die Spannung der Batterie scheinbar nicht mehr ausgereicht. Daraufhin habe sie angerollt und bin bis zur nächsten Pause nach etwa 30 Minuten ohne Licht gefahren, nach dieser Pause sprang sie wieder ohne Murren an. Gestern bin ich dann nochmal knapp eine Stunde mit angeschaltetem Licht gefahren und habe die Batterie danach extern geladen, die Batterie war jedoch nach dieser Fahrt zwischen 90-100% geladen. Eben habe ich mal die Ladespannungen an der Batterie gemessen, die Batterie habe ich vorher extern vollgeladen (12,7V), Batterie ist etwa zwei Jahre alt und wurde regelmäßig geladen und hat keinen Frost abbekommen. Spannungen mit ausgeschaltetem Licht: Leerlauf: 13,4V 5000 rpm: 14,2V Spannungen mit eingeschaltetem Licht: Leerlauf direkt nach dem Einschalten des Lichts: 13,2V Nach etwa 3 Minuten mit eingeschaltetem Licht im Leerlauf: 11,9V Nach diesen 3 Minuten bei 5000 rpm: 12,4V Ich meine gelesen zu haben, dass die Lichtmaschine/Laderegler bis zu 15,5V Ladespannung leisten können sollte. Meine Frage ist jetzt, ist bei diesen Spannungen bereits ein Defekt vorhanden, kann man das so überhaupt sagen? Ist es normal, dass die Spannung im Leerlauf bei eingeschaltetem Licht nach ein paar Minuten deutlich abnimmt? Wenn etwas defekt ist, ist es eher die Lichtmaschine oder der Laderegler oder beides? PS: Ich bin kein Profi was das Messen angeht Vielen Dank schonmal für die Antworten. |
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#2 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.720
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Normalerweise bringt die LiMa der GS im Leerlauf auch um die 13 V.
Mein schlaues Buch schreibt, dass bei defektem Regler die Spannung eher zu hoch ist, bei defekter LiMa eher zu niedrig. Ich tippe daher, dass eine Phase der LiMa eine Macke hat. Möglicherweise ist es auch nur ein Steckkontakt der oxidiert oder ausgeleiert ist. Zur Sicherheit solltest du auch mal eine neue Sicherung probieren. Vor einigen Jahren hatte ich bei meiner eine so veroxidierte Sicherung, dass deren Gehäuse schon geplatz war. Da passte die Spannung auch nicht mehr so richtig. Man kann die drei Phasen der Lichtmaschine durchmessen. Müsste es auch hier irgendwo eine Anleitung geben. Die Regler-Gleichrichtereinheit kann u.U. ein Fachbetrieb durchmessen.
__________________
![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. |
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#3 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.07.2022
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 231
Baujahr: 1992
Kilometer: 13.500
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Könnte sein dass ich falsch liege, aber sollte die Spannung im Leerlauf eigentlich bei eingeschalteten Verbrauchern (Licht) nicht nur bis zur aktuellen Spannung der Batterie fallen und dann langsam weniger werden, weil im Leerlauf die Batterie langsam entlädt?
Für mich hört sich das an wie eine Macke an der Batterie. Die liefert für ganz kurze Zeit die volle Spannung und bricht dann sehr stark ein. Eine andere Batterie rein machen kostet nicht viel und wäre - neben den Messungen - auch eine Möglichkeit, an das Thema ran zu gehen. Wenn man nun wüsste aus welcher Ecke der Ersteller des Threads kommt, könnte man ja vielleicht mal mit einer Ersatz LiMa oder einem Austausch Regler weiter helfen... |
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#4 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: Perchtoldsdorf
Alter: 64
Beiträge: 5.311
Kilometer: 1.1mio
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Müsste es auch hier irgendwo eine Anleitung geben.
Ja, in den FAQ! Die Spannung ohne Licht ist im Standgas rel. hoch, aber noch OK. Bei 5000 passt es auch noch. Der Abfall mit Licht nach 3 min ist zumindest fragwürdig. Im Standgas nicht ungewöhnlich, aber bei 5000rpm sollte das nicht so nieder werden. Die Batterie ist mit Sicherheit(!) i.O.?? "Ich habe sie erst ein Jahr oder frisch gekauft, etc.", ist keine sichere Aussage über den Zustand der Batterie. Wenn Batterie gesichert OK: Ich würde daher vorschlagen das ganze System lt. Faq durchzumessen. Keine Angst - es ist weniger kompliziert als es sich anhört. Lies es dir in den FAQ genau durch. Persönlich hätte ich da erst einmal den Regler im Verdacht - aber es kann auch eine Kombination aus Regler und Lima sein. Noch ein Wort zum Regler: Dieser KANN durch seine bauartbedingten Toleranzen bis zu 15,5V ausregeln - er kann aber auch immer schon bei 14,5V abregeln. Es gibt kaum 2 Regler dieser Bauart, die immer im exakt gleiche Toleranzbereich arbeiten. Deswegen gibt Suzuki ja 13,5-15,5V an. |
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#5 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.07.2022
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 231
Baujahr: 1992
Kilometer: 13.500
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Ich habe hier auch noch eine Autoatterie stehen, die nach einer Weile am Ladegerät vorbildliche 13,5 V liefert... und nach wenigen Minuten wie oben geschildert einbricht.
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#6 | |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.04.2023
Ort: Gießen
Beiträge: 3
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Schonmal vielen Dank für die Antworten!
Ich werde am Wochenende mal versuchen die Lichtmaschine und den Laderegler mithilfe der Anleitung in den FAQ durchzumessen Ob die Batterie wirklich 100% gut ist kann ich leider nicht sagen. Fände es aber schon seltsam, wenn eine zwei Jahre alte, gut gepflegte Batterie hinüber sein sollte. Ich werde es aber trotzdem mal mit einer anderen versuchen. Zitat:
Oder ist damit die 20A Hauptsicherung gemeint? Ach und ich wohne übrigens im beschaulichen Gießen |
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#7 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.07.2022
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 231
Baujahr: 1992
Kilometer: 13.500
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Damit ist die 20A Sicherung gemeint, meines bescheidenen Wissens nach gibt es bei der GS500E im unverbastelten Zustand keinerlei weitere Sicherung.
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#8 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: Perchtoldsdorf
Alter: 64
Beiträge: 5.311
Kilometer: 1.1mio
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Ja, prüf das einmal. Und Batterien können aus dem Karton heraus schon defekt sein, oder einen plötzlichen Tod sterben - egal wie gepflegt sie sind. Das passiert leider in den letzten Jahren immer öfter - wird halt überall zu Tode gespart.....
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#9 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.07.2022
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Beiträge: 231
Baujahr: 1992
Kilometer: 13.500
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#10 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 28.06.2014
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Beiträge: 826
Baujahr: 1994
Kilometer: 46664
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Bei mir war mal eines der drei Lichtmaschinenkabel durchgescheuert und das Ergebnis war so ähnlich. Nicht so daß sie nach dem Fahren nicht mehr ansprang, aber so, daß die Batterie beim Fahren nicht voller sondern eher leerer wurde (wenn sie zuvor voll geladen war) und die Ladung irgendwo im unteren Bereich blieb.
Also ich tippe auf "eine Phase der Lichtmaschine funktioniert nicht / wird nicht genutzt". Ich würde zuerst mal den Stecker zum Regler abziehen und an die drei Kabel der Lichtmaschine auf Durchgang prüfen. Die müssen alle drei zueinander Durchgang (sehr geringer Widerstand) und keinerlei Verbindung gegen Masse haben. |
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#11 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
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Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Guter Hinweis.
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![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. |
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#12 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.04.2023
Ort: Gießen
Beiträge: 3
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Servus, ich bin leider erst heute dazu gekommen die Messungen an der Lichtmaschine und dem Laderegler durchzuführen.
Bei der Durchgangsmessung der Phasen der LiMa ist mir dann direkt aufgefallen, dass keine der Phasen einen Durchgang zu Grün/Weiß hatte. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Kabelbruch gemacht. Hinter der Abdeckung des vorderen Kettenritzels bin ich dann fündig geworden, dort war das Kabel an einer Seite von einer Kabelklemme abgerissen. Das Kabel habe ich dann wieder neu verklemmt und isoliert. Danach habe ich dann noch die Spannungen bei 5000rpm gemessen, jetzt liegen zwischen jeder Phase wieder schöne 75V an Auch die Ladespannung an der Batterie beträgt jetzt wieder 14 Volt bei eingeschaltetem Licht! Ich denke also, dass es sich bei dem Kabelbruch um das einzige Problem im Ladesystem gehandelt hat. Ich habe auch versucht die Widerstände des Ladereglers wie in den FAQ zu messen, daran bin ich aber leider verzweifelt. Ich konnte da irgendwie nur kauderwelsch messen Vielen Dank für die ganzen hilfreichen Antworten! Jetzt kann die nächste Tour kommen
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#13 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Kilometer: 1.1mio
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Nur gut, das es "nur" ein Kabel war. Sonst hätte es teuer werden können.
Den Regler messen muss man genau nach der in den FAQ angegbenen Methode und dabei genau uf Polarität achten. Die Messwerte können durchaus von den angegebenen stark abweichen - sie müssen aber sinngemäß passen - also in Sperrichtung viel und in Durchgangsrichtung sehr wenig Ohm - und das bei allen 3 Phasen. Da der Regler jetzt eine Zeit asysmetrisch gelaufen ist (manche Reglertypen mögen das nicht), würde ich das Ladesystem in nächster Zeit trotzdem noch beobachten ob alles OK bleibt. |
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