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Benutzer
Registriert seit: 08.04.2010
Ort: Elmshorn
Alter: 35
Beiträge: 66
Baujahr: 1994
Kilometer: ~20500
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Ich dachte es interessiert vielleicht den ein oder anderen, was einem so alles passieren kann auf einer eigentlich als Urlaub gedachten Fahrt mit dem Motorrad. Als Fazit kann ich nur sagen, wäre ich doch bei meiner kleinen Suzuki geblieben, die hat nie solche Zicken gemacht :P
Los gefahren sind wir im Norden 30km nördlich von Hamburg. Erstes Etappenziel war Weimar, die neue Heimat meines Kumpels, da er in Jena studiert. http://www.abload.de/img/dsci0269djqj.jpg Blick aus der Wohnung auf die beiden Protagonisten Am nächsten Morgen ging es dann Richtung Dresden. In Dresden dann der Schock. Wir verfahren uns ein bisschen und mein Kumpel schaut während des Fahrens auf die Karte und übersieht ein stehendes, blickendes Auto. Glücklicherweise bemerkte das ein Motorradfahrer, der hinter uns fuhr und hupte instinktiv, mein Kumpel schreckte auf, konnte ausweichen, blieb mit dem Koffer aber hängen. Polizei und Rettungswagen sofort da, zum Glück alles heil geblieben, sowohl bei ihm, als auch an der NTV. Lediglich die Koffer mussten ab jetzt fest geschnürt werden. Wie mein Vater mir vorher jahrelang erzählt hatte, trifft man auf solchen Touren immer hilfsbereite Motorradfahrer, so auch wir. Der meinem Kumpel durch sein Hupen rettende Fahrer bot uns an bei ihm die Nacht zu verbringen, was wir gerne angenommen habe, da es mittlerweile schon 21 Uhr war. http://www.abload.de/img/dsci0287pk6d.jpg Nachdem wir dann am nächsten Tag den Campingplatz gut gefunden haben (Lux-Oase in der Nähe von Dresden, falls ihn wer kennt, sehr zu empfehlen), sind wir noch nach Dresden gefahren und haben uns die Stadt angeguckt. Nachdem wir den Unfall schon so gut wie verarbeitet hatten und schon fleißig Witze drüber machten, fing auf einmal an meine Kleine Faxen zu machen. Sie kochte mir in der Stadt über...kein Problem, kann ja mal vorkommen ( oder auch nicht http://www.abload.de/img/dsci0344pjtu.jpg Danach lief auch alles wieder super, ausreichend Fahrtwind sei Dank. Den nächsten Tag machten wir eine schöne Tour südlich von Dresden. Ich war überwältigt, als Norddeutscher bin ich ja fast keine schönen Kurven gewohnt, es bot mir ein wahres Eldorado, inklusive der als Rennstrecke bezeichneten 2,5km langen Strecke in Hohenfelde. Was ein Spaß. Wenn es dann mal geradeaus ging, hatte man einfach ein wahnsinniges Panorama. http://www.abload.de/img/dsci0362789x.jpg Am nächsten Tag ging es dann richtig bayrischen Wald, wir hatten eine Strecke von 350km geplant, den wir schaffen wollten, schön an der tschechischen Grenze entlang, die sollten wir aber erst am nächsten Tag genießen dürfen, denn nach 50km ging nichts mehr. Meine CBR war auf einmal tot, nach einer kleinen Pause rührte sich nichts mehr, keine Lampe im Cockpit leuchtete mehr. Ich konnte es nicht glauben, warum ausgerechnet ein Problem mit der Elektrik, alles andere habe ich an meiner alten Maschine schon mal machen müssen und wäre damit zurecht gekommen, aber es musste natürlich die Elektrik sein. Natürlich als erstes meinen Vater angerufen und gefragt, was ich machen kann. Schlussendlich war es die Batterie, einfach tot. Mein Kumpel brauchte fast drei Stunden, um eine neue zu besorgen, weil es erst in Dresden eine gab, natürlich eine schönen Markenbatterie für 75 Euro :/ Ich war ihm natürlich trotzdem dankbar und der Frust wurde am Abend auf dem 2km entfernten Campingplatz ordentlich mit Bier behandelt. http://www.abload.de/img/dsci0371kktn.jpg Der nächste Tag begann wundervoll, meine Honda spring ohne Murren an und ich dachte schon ich hätte es überstanden, aber falsch gedacht, nach 80km ging sie beim Abbiegen aus. Bis dahin haben wir die Fahrt einfach nur genossen. Bestes Wetter und die Strecke im Vogtland an der tschechischen Grenze ist der Wahnsinn. Nur Kurven und schönste Natur, Berge auf der einen, Bach- und Flussläufe auf der anderen Seite. Naja, nachdem mich mein Kumpel dann zum achten Mal angeschoben hatte, hatte ich keine Lust mehr und hab mein Licht ausgeschaltet, nicht optimal, aber es war taghell und die Maschine fuhr ohne Murren. Ich dachte die Tour über wird das schon so in Ordnung gehen. Schlussendlich haben wir unseren Campingplatz dann auch im bayrischen Wald gefunden. http://www.abload.de/img/dsci0382bj61.jpg Dann haben wir uns für den nächsten Tag eine nette Runde durch den bayrischen Wald rausgesucht, wurden aber bitter enttäuscht. Die einzig nette Strecke war am Amberg, dem höchsten Berg im bayrischen Wald, alles andere war enttäuschend. Es sollte aber noch schlimmer kommen. Ein merkwürdiger Geruch nach faulen Eiern machte uns stutzig und veranlasste uns bei einer Pause schnell weiter zu fahren. Als dieser Geruch wieder auftauchte bei unserem nächsten Stopp war dann sogar mir klar, dass der von einem der Motorrädern kommen musste. Und natürlich von meiner CBR. Ich konnte das aber so gar nicht einordnen. Als die Maschine dann wieder nicht anspring und mein Kumpel mich anschieben musste, hätte ich vielleicht mal mehr machen sollen, als nur ein wenig stutzig zu sein... keine 10km später, sperrte mir die kleine das Gas und der Drehzahlmesser schwang auf und ab wie ein Verrückter. Kein Weiterkommen mehr, alles war am Arsch, ich fast am Weinen, warum das alles in meinem ersten Urlaub passieren muss. Ich hatte auf nichts mehr Lust, wollte nur noch nach Hause... der einzige Ausweg war der ADAC, der mich dann auch abschleppte. http://www.abload.de/img/dsci0387d8a9.jpg Wie bereits einige von euch vermuten werden, war der Regler kaputt und natürlich dadurch auch wieder meine zwei Tage alte Markenbatterie 320 Euro hat mich die Reparatur insgesamt gekostet, dafür war ich jetzt wieder guten Mutes und sicher mit Licht unterwegs. Am nächsten Tag ging es dann wieder Richtung Weimar, unter anderem durch das Fichtelgebirge, was wieder unendlich viel Spaß gemacht. http://www.abload.de/img/dsci0270rjph.jpg Am letzten Tag hieß es dann noch einmal alles aufs Motorrad zu schnallen und die 400 Heimkilometer antreten, natürlich mit Umwegen durchs Harz. Gut angekommen zu Hause war ich dann einfach nur glücklich. Ereignisreiche und schöne, aber auch schreckliche und leidvolle acht Tage waren zu Ende. Ich hab jetzt mehr Verständnis für die Elektrik meiner CBR und mein Fahrstil hat sich nochmal deutlich verbessert. Uns hat es beiden super gefallen und wir wollen Ähnliches auf jeden Fall wiederholen, am Liebsten in Südfrankreich. Das war mein Urlaub 2011, ich hoffe ihr hattet ein bisschen Spaß beim Lesen Gruß Quechua Noch ein paar Bilder meiner Maschine: http://www.abload.de/img/dsci0336vk1h.jpg http://www.abload.de/img/dsci0337akq9.jpg http://www.abload.de/img/dsci0339184x.jpg Geändert von Quechua (28.09.2011 um 19:37:25 Uhr) |
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