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#1 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 05.07.2008
Ort: Lübbecke
Alter: 61
Beiträge: 392
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Das Thema "GS und hoher Ölverbrauch bei Vollgas" ist ja bekannt.
Mich interessiert mal, warum das so ist, da ich so ein Phänomen bei anderen Motoren bisher noch nicht kennengelernt habe. Entweder ein Motor säuft Öl oder eben nicht. Was sagen die Physik- / Mechanik-Experten dazu? |
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#2 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 20.08.2007
Ort: HRO
Alter: 37
Beiträge: 3.244
Baujahr: 2001
Kilometer: 25000
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Höhere Drehzahlen erzeugen einen höheren Öldruck.
Das wird dann alles über die Kurbelgehäuseentlüftung in die Airbox geblasen.
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Gruß, Jais ![]() スズキ In reality, we are still children. We want to find a playmate for our thoughts and feelings |
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#3 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 05.07.2008
Ort: Lübbecke
Alter: 61
Beiträge: 392
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Ist das eine lineare "Funktion" oder gibt es einen bestimmten Punkt, an dem der Verbrauch überproportional ansteigt?
Hintergrund der Frage: Ich würde gerne wissen, ob man dem Problem bei langen Autobahnetappen aus dem Weg gehen kann, indem man sich auf eine bestimmte Maximaldrehzahl beschränkt. |
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#4 |
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Stammtisch Hamburg
Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Hamburg - Eilbek
Alter: 42
Beiträge: 2.427
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die GS verbraucht nur soviel Öl wenn sie zu heiß wird, die GS wird oft zu heiß wegen fehlender Kühlung.
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#5 |
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Benutzer
Registriert seit: 06.02.2009
Ort: Oberschwaben
Alter: 36
Beiträge: 98
Baujahr: 94
Kilometer: 82000
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...und heißes Öl ist dünnflüssiger und gelangt dadurch leichter in den Verbrennungsraum/ die Airbox usw.
Ob sich das dadurch aufhebt, dass der Öldruck bei heißem Öl geringer ist (sofern das überhaupt der fall ist) weiß ich nicht |
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#6 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.720
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Öl hat auch einen Siedepunkt. Bei der Gs wird das Öl zwar nicht mit Blasen blubbern aber es verdunstet bei hohen Temperaturen eben auch schneller.
Dazu kommt dann auch noch, dass die Ölabstreifringe das Öl nicht so schnell abstreifen können, wie es bei hohen Drehzahlen ankommt usw. Da kommen vermutlich einige Faktoren zusammen, die dazu führen, dass sich die Gs etwas Öl nimmt. Solange der Verbrauch durchschnittlich nicht über 1,5 Liter auf 1000 km liegt, ist er noch normal. Manche 2-Takter brauchen da aber weniger. Ich denke nicht, dass der Öldruck bei dünnflüssigem Öl wesentlich geringer ist. Flüssigkeiten sind nicht kompressibel, egal wie ihre Viskosität ist. Wenn sich Dampfblasen bilden, ists wieder anders. Da die Fördermenge bei der Ölpumpe drehzahlabhängig aber bei gleichen Drehzahlen auch gleich ist, denke ich, wird sich der Druck ,wenn, nur unwesentlich unterscheiden. Aber bei hohen Drehzahlen auch höherer Druck. Was wieder zu erhöhtem Ölverbrauch führen könnte. Wie gesagt, vermutlich kommt eins zum anderen.
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![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. |
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#7 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.06.2008
Ort: München
Beiträge: 196
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Hallo,
von mir auch noch ein paar Erfahrungen: Wer mal die Hand vor die Entlüftung auf dem Ventildeckel bei laufendem Motor halten konnte, merkt, wieviel Verbrennungsgase auch bei intakten Motoren an den Kolben vorbei ins Kurbelgehäuse wandern, bei PKW spricht man vom Normalfall von 70l/min. Dabei wird bei der GS immer etwas Öl(dampf) aus dem Nockenwellenraum mitgerissen. je schneller der Motor läuft, umso mehr. Öl "dampft" wie schon von berndy beschrieben- einfach mal beim heißen Motor den Messtab rausdrehen (Vorsicht, Lappen nehmen wegens die Fingers). Der Öldampf wandert in die Airbox und wird verbrannt - je höher die Drehzahl und der Unterdruck im Ansaugtrakt, umso schneller. Zum Öldruck: Der aufgebaute Öldruck ist auch vom Verschleisszustand der Gleitlager (Pleuel/Kurbelwelle) abhängig. Ein ausgelutschtes Lager läßt das Öl entweichen, der Druck steigt nicht weiter an. Öl wird schon dünnflüssiger bei hoher Temperatur, Mehrbereichsöl wenig, Einbereichsöl deutlich. Das mit dem Mehrbereichsöl klappt aber nur zeitlich begrenzt. Abhängig von der Belastung und der Alterung des Öls werden die zugefügten Viskositätsverbesserer (langkettige Moleküle) mit der Zeit zerschlagen, die Viskosität bei hohen Temperaturen sinkt. Dann: Habe ich (bei der Dose) die Erfahrung gemacht, dass der Öldruck deutlich zurückgeht. Sofern man einen Öldruckmesser hat, kann man das deutlich über die Laufzeit bemerken. Altes Öl baut keinen vollen Druck mehr auf. In den 80ern mit einem Golf GTI ging nach 500km Autobahn und zügiger Fahrt die Öldruckleuchte im Leerlauf an. Alles in allem: Es hilft nur regelmäßige Kontrolle. Groß, Hans-Werner |
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