Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lagerschaden an Getriebeausgangswelle; Hilfe !!
Ralfl
24.07.2008, 18:36:11
Hallo, ich habe heute, nach einem massiven Ölaustritt auf der Kettenseite, die Ursache gesucht und gefunden.
Das Lager der Getriebeausgangswelle, also da wo das Kettenritzel draufsitzt ist total hin. Ich Kann die Welle gut 1mm hoch und runter bewegen. Das erklärt auch die Geräusche in letzter Zeit aus Richtung Motor.
Kann man das Lager wechseln und wenn ja, wie. In meinem Reparaturhandbuch wird das so nicht beschrieben.
Ich hoffe Ihr könnt mir mit fachkundigen Tips helfen.
Gruss
Ralf
Cherry
24.07.2008, 19:15:09
Oha... wechseln kann man das sicher, aber dazu wirst du vermutlich den Motor ziemlich weit zerlegen dürfen (Gehäusehälften teilen...)
Cherry
verbali
24.07.2008, 20:37:40
.. dazu wirst du vermutlich den Motor ziemlich weit zerlegen dürfen (Gehäusehälften teilen...)
nicht nur wahrscheinlich, sondern auf jeden Fall.
Gruß
Verbali
Ralfl
24.07.2008, 20:42:50
Habe gerade mal in meinem WHB nachgelesen wie es gehen soll.
Frage: Ist es möglich, nur die untere Motorgehäusehäfte zu entfernen, ohne den Rest vom Motor zu zerlegen? Oder muss vorher wirklich alles ab, also Zylinder, Rotor, Kupplung u.s.w ?
Gruss
Ralf
Saugwurmmensch
24.07.2008, 21:20:40
konnte man das Getriebe nicht ausbauen, ohne die Motorhälften zu trennen?
Mir war so als hätte ich das mal gelesen...so mit Motor auf den Kopf stellen und so...
Rocky
24.07.2008, 21:26:55
...den Versuch wär`s wert.
Mehr als "nicht funktionieren"
kann eigentlich nicht passieren.
Cherry
24.07.2008, 21:28:34
Ich bezweifle, daß man durch die Ölwanne da rankommt.
Spontan würde ich sagen: Zylinder, Kolben, Zylinderkopf... kann alles dran bleiben, nur untenrum muß halt Freiraum geschaffen werden. Dann tatsächlich den Motor auf den Kopf stellen, und nur die untere Gehäusehälfte abnehmen. Das könnte klappen, andererseits wäre das natürlich auch eine gute Gelegenheit, den Motor mal komplett zu zerlegen und neu aufzubauen (neu abdichten, mal die ganzen Lager (Nockenwelle, Ausgleichswelle) checken...)
Cherry
Saugwurmmensch
24.07.2008, 21:31:24
viewtopic.php?f=60&t=17084 (http://forum.gs-500.de/viewtopic.php?f=60&t=17084)
Könnte also auch mit weniger Aufwand klappen (ist aber immernoch ne Menge).
Cherry
24.07.2008, 21:43:56
Naja, wie ich gesagt hab :-) Zylinder drauflassen, nur untenrum freimachen und dann die untere Gehäusehälfte abnehmen. Aber ohne das wirds nicht gehen.
Cherry
Suzukiluggi
24.07.2008, 21:48:39
Hier ist auch nochmal beschrieben, was alles abgebaut werden muß. Der Zylinder mit Kopf muß offensichtlich nicht ab:
[attachment=0:1ac6levx]GS73.jpg[/attachment:1ac6levx]
Gruß
Saugwurmmensch
24.07.2008, 21:54:00
Man sollte sich vorher aber genau informieren, welche Dichtungen und Co getauscht werden müssen und die Teile entsprechend vorher beorgen.
DrUnK3N
24.07.2008, 22:02:40
falls du es machst, könntest du noch Bilder machen und beschreiben (vll für FAQ), falls es nochmal jemand braucht.
mfg
Ralfl
25.07.2008, 06:53:23
Danke für die Infos. Ich werde die Sache also so angehen, daß ich nur die untere Gehäusehälfte abbaue. Bilder mache ich gern von diesem Akt. Habe mal bei e-bay nachgesehen, da gibt es Getriebewellen auch für den kleinen Geldbeutel, gebraucht.
Ich denke das es richtig ist, erst mal zu demontieren, den Schaden festzustellen und dann erst die nötigen Teile zu beschaffen.
mazdamax
25.07.2008, 09:20:54
Sehe ich auch so !
Fahren kannst sowieso nicht jetzt damit !
Unnötig was kaufen zahlt sich auch nicht aus !
Zerleg mal und berichte uns dann, was so alles hinüber war !!!
mfg max
Ralfl
28.07.2008, 14:02:26
Hallo, diese Woche will ich mich dann mal ans Werk machen.
Da ich keinen Abzieher habe, versuche ich das mal mit der Schraube M14*1,5.
Das besagte 36mm Distanzstück was benötigt wird, ist leider betreffs der Stärke nicht in anderen Beiträgen beschrieben. Also, welche Materialstärke soll dieses haben?
Gruss Ralf
Suzukiluggi
28.07.2008, 22:44:02
Das besagte 36mm Distanzstück was benötigt wird, ist leider betreffs der Stärke nicht in anderen Beiträgen beschrieben. Also, welche Materialstärke soll dieses haben?
Gruss Ralf
Das Distanzstück ist ein abgeschnittenes Stück Bolzen, das wie schon beschrieben 36 mm lang ist und so dick, daß es gerade noch in das Gewindeloch des Generatorwellenstumpfes passt. Ich schätze so 10 - 12 mm. Am besten ein Stück von einer Schraube, ohne Gewinde. Auf dem Foto ist das zu erkennen.
Gruß
[attachment=0:20dwpuz1]GS174-2.jpg[/attachment:20dwpuz1]
Cherry
29.07.2008, 04:50:56
Was willst du da abziehen? Den LiMa-Rotor laß mal schön auf der Kurbelwelle, der stört dich beim Trennen des Motors nicht.
Cherry
Ralfl
29.07.2008, 07:26:23
Laut dem ersten Bild von Suzukiluggi (siehe weiter oben) sitzt das Sicherungsblech der Getriebeingangswelle, mit der unteren Schraube, auf der unteren Gehäusehälfte. Also muss doch dieses Blech ab. Oder sehe ich das falsch ?
AmigaHarry
29.07.2008, 10:08:00
Ja!
Und wenn du die Ölwanne runter hast, vergiss die beiden versenkten Inbusschrauben nicht! - sonst kriegst du das Gehäuse nicht auseinander......
Suzukiluggi
29.07.2008, 12:35:06
Laut dem ersten Bild von Suzukiluggi (siehe weiter oben) sitzt das Sicherungsblech der Getriebeingangswelle, mit der unteren Schraube, auf der unteren Gehäusehälfte. Also muss doch dieses Blech ab. Oder sehe ich das falsch ?
Richtig, das Blech muß ab. Du hast übersehen, daß das so auch im Text unter 3. steht.
Gruß
Cherry
29.07.2008, 17:26:23
Das Blech sitzt aber hinter der Kupplung. Ich hab schon einen Motor total zerlegt, glaubs mir einfach, der Lima-Rotor kann auf der Kurbelwelle bleiben. Ist auch besser so, daß ist nämlich eine Scheißarbeit, den da runterzukriegen (ohne Schlagschrauber geht da kaum was).
Ich hab das gerade erst durch, bei meinem Hoppala im Februar hats nämlich den Rotor zerlegt. Glücklicherweise habe ich 2 Kurbelwellen mit Pleuellagerdefekten in der Garage liegen, auf beiden war der LiMa-Rotor noch montiert. Den durfte der Kawa-Mann hier um die Ecke dann abmachen, ich selber bin da mit meinen Möglichkeiten am Ende gewesen.
Cherry
Ralfl
29.07.2008, 18:42:16
@ Cherry
Also wenn Du Recht hast, sollte mich das freuen. Habe zwar einen vernünftigen Schlagschrauber, aber an meiner DR650 habe ich damals nur mittels Lötlampe, Kältespray, originalen Abzieher und 1 Std Schweiss, das Problem lösen können.
Cherry
29.07.2008, 19:51:53
Guckst du hier, Seite 49 (http://www.stud.tu-ilmenau.de/~kirschm/gs500e.pdf). Da wird zwar auch der LiMa-Rotor demontiert (vermutlich weils bei eingebauter Kurbelwelle einfach bißchen einfacher geht), aber dahinter ist kein Halteblech, welches gelöst werden müßte.
Wenn man die Anleitung weiter oben auch nochmal in Ruhe liest: es ist dort die Rede vom Sicherungsblech der Getriebeeingangswelle. Und die geht nunmal von rechts ins Motorgehäuse rein (da wo die Kupplung sitzt, im Text wird auch die rechte Motorseite erwähnt). Links: LiMa + Anlasser (greift in den LiMa-Rotor) + Getriebeausgang, Rechts: Kupplung + Getriebeingang.
Cherry
Ralfl
30.07.2008, 11:13:10
@ Cherry
Danke für die Info. Das hat mich überzeugt, den Limarotor erstmal an seinem Platz zu belassen.
Sobald es diese Woche mal unter 32°C ist, werde ich die Demontage beginnen.
Ich berichte dann, wie groß der Schaden ist und wie es weitergeht.
Gruss
Ralf
Ralfl
03.08.2008, 16:35:16
Hallo Leute,
ich habe es geschafft !!!!!
13 Std. Arbeit, beide Getriebewellen von e-bay für 29,-€ und ne Menge Schweiss.
Also, cherry hatte recht, es muss nur untenherum am Motor alles freigemacht werde.
Beide Seitendeckel, Ölwanne und alles was darunter ist, Kupplung, alle Sichrungsbleche und die vielen Schrauben vom Motorgehäuse.
Klar ist, ohne gutes Werzeug wie Pressluft-Schlagschrauber, guter Ratschenkasten mit standfesten Nüssen usw., und vorallem einer sehr stadfesten Nuss mit einem 6er Imbus geht nichts. Am meisten haben sich nämlich die beiden Imbusschrauben, welche das Gehäuse am mittleren Kurbelwellenlager befestigen, geweigert aufzugehen. Da hat selbst mein Pressluftschrauber mit 380nM, lagen gekämpft.
Den Schaden an der Getriebeausgangswelle seht Ihr in dem Bild. Die hier fehlenden Kugeln und Käfigteile waren fragmenthaft im Filter vor der Ölpumpe, dem hinteren Teil des Motorhäuses und Ölfilter zu finden.
Alles wurde ordentlich gesäubert, die Dichtflächen mit Pactan-Kleber (Bis 300°C beständig und dauererlastisch) dünn bestrichen und dann montiert.
Aus meiner Erfahrung ist unbedingt ein gutes Reparaturhandbuch (Danke nochmals an den Spender in diesem Forun) und zum montieren und demontieren des Motors in den Rahmen, ein zweiter Mann erforderlich.
Viele Grüsse
Ralf
Cherry
03.08.2008, 17:09:54
Freut mich zu hören ;-) Motor schon probegelaufen? Funktioniert alles und ist dicht?
Cherry
Ralfl
04.08.2008, 06:06:15
Ja, schnurrt wie ein Kätzchen und alles ist dicht.
Gruss Ralf
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