Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 200 Km/h mit der GS - ein Gedankenprotokoll
klassikfon
09.09.2010, 12:12:12
Hallo Leute,
mir ist hier im Forum mehrfach aufgefallen, das sich einige Leute Gedanken machen, wie man mit der GS 500 die 200er Marke knacken kann. Ich habe vor ca 11 oder 12 Jahren auf dessen Wunsch einem Kumpel geholfen, seiner GS "Beine zu machen". Hintergrund der Aktion war ein Arbeitskollege meines Kumpels, der ihn in der Endgeschwindigkeit mit seiner GPZ 500 (60 PS) beim heizen immer abgehängt hat....
Also unser Ziel kannten wir, der Weg aber führte über einige "Stolpersteine":
-wenig Kohle
-wenig Zeit (bis zum nächsten Wochenende:-D)
-möglichst wenige (offensichtliche) Veränderungen wg Verkehrskontrollen
Da der Kumpel mittlerweile bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist, kann ich nur noch das wiedergeben, was ich aus meiner Erinnerung noch so parat habe, vielleicht ist aber für den einen oder anderen von euch noch eine Anregung dabei.
Also zur Sache, wir wussten das es nur die Bekannte Wege gab um die 200 zu knacken, also Gewicht, Leistung und Aerodynamik.
Folgende Arbeiten haben wir ausgeführt:
Gewicht
-Hauptständer ab
-Soziusfußrasten ab
-Benzinhahn raus (Schlauch direkt von RES an Vergaser)
-Werkzeug raus
-Kettenschutz und Kotflügel hinten gekürzt
-alles was gelocht werden konnte wurde gelocht:
Batteriekasten, Fußrastenträger vorn, Fersenschutz, Fußbremshebel, Schalthebel, Soziushaltegriff, das VA-Blech auf dem Schalldämpfer, der Tankhalter, die Sitzbankhaltestreben (auch die die an der Sitzbank verschraubt ist), Lampenhalter
-alle Schrauben die zu lang waren (z. Bsp. Befestigung der Seitenverkleidung) wurden auf passende Länge gekürzt
-Lenkergewichte abgedreht
Leistung
-Zylinderkopf runter, Ventile neu eingeschliffen, komplette neue Abdichtung, Ein- und Auslasskanäle von überstehenden Kanten befreit, Ventile eingestellt
-Sportluftfilter selbstgebaut (Grundplatte mit der Verschraubung blieb, sonst alles ab, auf ein dünnes Drahtgestell wurde als Filter ein leicht eingeölter Damenfeinstrumpf gespannt)
-Originalauspuff wurde geöffnet, ca eines Drittels seines Innenlebens beraubt, zugeschweißt, neu schwarz gelackt, (jetzt gelochte) Blende wieder aufgenietet
-Vergaser gründlichst gereinigt, Bedüsung mit Abgasmessgerät + Probefahrt an Ansaug- und Auspuffsituation angepasst, penibel synchronisiert
(leider, leider....zu der letztendlich verwendeten Bedüsung kann ich ausm Kopf nix mehr sagen...schade)
Aerodynamik
Dazu haben wir uns ein wenig belesen, war alles sehr kompliziert und mit einfachen Mitteln nicht machbar, deswegen haben wir uns darauf konzentriert, die Stirnfläche möglichst klein zu halten:
-Gabel ca 1,5 cm durchgeschoben (Federn etwas vorgespannt um Durschlagen zu vermeiden)
-Lenker ca 1-2 cm nach innen geschoben (oder gekürzt, könnte auch sein...)
-alte Tourenscheibe mit Stichsäge so gekürzt, das sie gerade noch so über Tacho/DZM reicht, bündig auf Scheinwerfer aufgesetzt
-Miniblinker (die gabs damals noch nicht überall, und wenn dann teuer, wir haben einfach ganz kleine von einem Roller genommen)
-Züge, Bremsschlauch und Kabel möglichst optimal verlegen (im Windschatten)
-Auspuff wurde mittels eines kleinen Distanzstückes etwas mehr in Richtung Schwinge "gezwungen"
-nur ein (sehr kleiner) Spiegel
-und....nicht lachen....der Vorschlag kam von einem Ex-Rennfahrer:
richtig sitzen üben! Also Hauptständer wieder provisorisch angebaut, der Kumpel rauf auf den Bock und ich hab von vorn geschaut wie er sich hinsetzen (legen...) kann, um die Stirnfläche möglichst klein zu halten.
Weitere Arbeiten:
-Kette optimal gespannt/gefettet
-Ölwechsel mit Filter auf ein Leichtlauföl
-Reifenluftdruck +0,2 Bar
Dann endlich Testfahrt, halbvoller Tank, optimales Wetter: (Original)Tacho so geschätzte 215 km/h !!! (Fahrer ca 1,63 m, rund 55 kg...)
Das war sicherlich nur möglich, weil die Summe der gemachten Arbeiten nun endlich einen einigermaßen passenden Kraftschluss vom 5. zum 6. Gang ermöglichte
Leider hatten wir damals nicht die schöne Möglichkeit, mit einem mobilen Navi einfach mal per GPS genauer nachzumessen, aber die verschiedensten "Begleitfahrzeuge" (Autos und Motorräder) zeigten alle zwischen 195 und 230 Km/h an, also realistisch betrachtet könnten es so knappe 200 gewesen sein....damit war er zwar nicht schneller als die GPZ, konnte aber wenigstens mithalten, im direkten Vergleich von 0 auf 100 hatte die Kawa aber keine Chance mehr...
Zugegeben, einige Maßnahmen klingen eventuell ein wenig übertrieben, aber ich bin der festen Überzeugung, das sowas immer nur die Summe vieler kleiner Veränderungen sein kann.
Und gleich für alle Erbsenzähler: Nein, ich kann das geschriebene nicht notariell belegen, sollte einfach nur Erfahrungsbericht und Anregung sein.:-D
i.doc
09.09.2010, 14:14:25
:) Bericht liest ich amüsant & informativ. Dennoch..
[..] sollte einfach nur [..] Anregung sein.:-D
An alle Jungspunde, Heizer und Weltenverbesserer:
Das Endergebnis ist nur noch was für die Renne oder den zu groß geratenen Garten der Eltern. Ansonsten seh ich demnächst schon Threads, in denen von schlechtem Bremsverhalten auf der Autobahn erzählt wird, weil aus "Performancegründen" auf Bremsflüssigkeit verzichtet wurde (warum auch nicht - LKWs bremsen ja auch pneumatisch :hammer: )
Wer alltagstauglich schneller als die Serien-GS unterwegs sein will, gibt statt 1000,- für ne GS 400,- mehr für ne gebrauchte SV650 aus & alles wird gut.
Gruß
Chris
Sehr sinnvoll finde ich das Durchlöchern des Soziushaltegriffs NACH der Demonate der Soziusfußrasten. Darauf muss man erstmal kommen :up:
tomcat
09.09.2010, 16:46:55
...Das Endergebnis ist nur noch was für die Renne oder den zu groß geratenen Garten der Eltern...
Auch alleine schon aus Zulassungsgründen eine Betriebserlaubnis dürfte es für dieses, nennen wir es mal Geschoss, auch nicht mehr geben.
Saugwurmmensch
09.09.2010, 16:54:36
Beim Gewicht wäre noch EINIGES gegangen...
Beim Kopf hätte man für höhere Verdichtung planen können...wenn man den schonmal in der Hand hat.
Federn vorgespannt um Durschlagen zu vermeiden? O.O
Da weißt du mittlerweile hoffentlich, dass das Quatsch ist und natürlich nicht funktionieren kann (Federrate = Federrate, Vorspannung = lediglich Negativfederweg).
Die Züge windschnittig verlegen und dann die Tourenscheibe kürzen?
Den Fahrer sollte man bei der Aerodynamik ruhig einbeziehen...hinter dem Tachobecher (die zur Gewichtsersparnis natürlich samt Lenkerhaltebrücke und Lampenhalter hätten rausfliegen müssen) kann sich keiner windgeschützt verstecken...
Schade.
Alles in allem eher Tuningmaßnahmen unbedarfter Rollerkids.
Da hätte man mit wenig Aufwand und wenig mehr Geld viel mehr rausholen können...
Wenn hier nicht so viele auf die STVZO pfeifen würden, könnte man Tabellen mit Teilen und Maßnahmen erstellen, die der GS wirklich auf die Sprünge helfen.
Aber ich will nicht in 50€-Monatsraten abbezahlt werden, wenn ein Jungspund mich ohne BE umkachelt...
verbali
09.09.2010, 16:58:17
Ihr glaubt doch nicht wirklich das (wer auch immer) durch Ein und Auslasskanäle bearbeiten und dann noch ein bisschen Fusseltuning (Auspuff leeren, Offener Vergaser) 30-40% Mehrleistung erreicht werden, oder?
Denn für 200Km/h sind 60-65PS nötig.
Mit diesem Post hat klassikfon den letzten Rest Glaubwürdigkeit was Fachkenntnis betrifft eingebüßt.
klassikfon
09.09.2010, 17:13:37
Sehr sinnvoll finde ich das Durchlöchern des Soziushaltegriffs NACH der Demonate der Soziusfußrasten. Darauf muss man erstmal kommen :up:
Der Angstgriff sollte absichtlich dranbleiben, die Rasten sin ja schnell wieder montiert wenns doch mal ne Sozia gibt...
klassikfon
09.09.2010, 17:14:43
Auch alleine schon aus Zulassungsgründen eine Betriebserlaubnis dürfte es für dieses, nennen wir es mal Geschoss, auch nicht mehr geben.
Stimmt, gibts so nicht mehr, wurde später wieder z.T. zurückgebaut, dann Sturz und Verkauf als ET-Spender
Tyler D.
09.09.2010, 18:53:57
Habt ihr das Ding nach diesem Gewichtstuning auch gewogen?
Ich hab im Keller so ziemlich alles was ihr da gelocht habt in einem Karton und bin mir ziemlich sicher das ihr umsonst Bohrer und Feile gezückt habt.
Habt ihr auch daran gedacht das der Fahrer vor der Versuchsfahrt nichts gegessen hat und vorher kacken und pinkeln war?
DavidE
09.09.2010, 19:42:28
gibts da auch ein Bild davon
Timmy O'Toole
09.09.2010, 20:06:12
Da wirds ziemlich sicher keine Bilder geben, weil das so höchstwahrscheinlich nie stattgefunden hat.
Nur mal so am Rande, wäre es nicht am einfachsten gewesen, es erstmal mit ner längeren Übersetzung zu versuchen? Also größeres Ritzel oder kleineres Kettenblatt.
DavidE
09.09.2010, 20:21:19
vielleicht ist ja nur luft übrig :grinser2::grinser2:
weile teile entfernen und löcher bohren hört sich ned so gut an :-D
Nur mal so am Rande, wäre es nicht am einfachsten gewesen, es erstmal mit ner längeren Übersetzung zu versuchen? Also größeres Ritzel oder kleineres Kettenblatt.
Kannst Du den letzten Gang Deiner GS ausdrehen? Denk nochmal drüber nach.
Timmy O'Toole
09.09.2010, 20:53:38
Jap, kann ich. 180 bei knapp über 9k Umdrehungen. Da lieg so viel ich weiß die Höchstleistung. Ob man diese Drehzahl mit einer anderen Übersetzung noch erreicht müsste man ausprobieren.
Edit: Hmm, je länger ich grad drüber nachdenke, desto weniger kann ich das theoretisch erklären. Aber rein gefühlsmäßig denke ich, dass schon noch ein bisschen drin wäre. Ich glaube nicht, dass die Übersetzung gerade so gewählt wurde, dass die absolut maximal mögliche Geschwindigkeit mit 46 PS dabei raus kommt
gsmattis
09.09.2010, 21:10:17
wirst du nicht erreichen weil einfach der saft dafür fehlt
fr!edol!n
09.09.2010, 21:13:49
Hallo Leute,
Da der Kumpel mittlerweile bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist, kann ich nur noch das wiedergeben, was ich aus meiner Erinnerung noch so parat habe, vielleicht ist aber für den einen oder anderen von euch noch eine Anregung dabei.
[/I]
Hoffentlich nicht durch so nen Mist wie ihr den da veranstaltet habt...
Jap, kann ich. 180 bei knapp über 9k Umdrehungen. Da lieg so viel ich weiß die Höchstleistung. Ob man diese Drehzahl mit einer anderen Übersetzung noch erreicht müsste man ausprobieren.
Edit: Hmm, je länger ich grad drüber nachdenke, desto weniger kann ich das theoretisch erklären. Aber rein gefühlsmäßig denke ich, dass schon noch ein bisschen drin wäre. Ich glaube nicht, dass die Übersetzung gerade so gewählt wurde, dass die absolut maximal mögliche Geschwindigkeit mit 46 PS dabei raus kommt
Der 6. Gang ist für die GS zu lang ausgelegt, wenn man Höchstgeschwindigkeit erreichen will. Wenn du bei 10500 U/min ankommen würdest und da geht noch was, dann wäre eine längere Übersetzung eine Alternative.
Timmy O'Toole
09.09.2010, 21:36:23
Hab ich hier schon öfters gelesen, aber ich erreiche die 180 km/h im 6. und NICHT im 5. Gang. In dem Fall scheint meine GS da eine Besonderheit zu sein (oder die verschiedenen Baujahre haben unterschiedliche Übersetzungen).
180km/h macht mit 3% Schlupf und Originalübersetzung knapp über 9000 U/min im 6. Gang und ca. 10200 U/min im 5. Gang.
Die 10200 entsprechen ungefähr dem optimalen Schaltzeitpunkt, wenn man maximal beschleunigen möchte. Wenn die GS nur 180 schafft, dann ist der 6. zu lang übersetzt.
Das kannst du auch in den Drehmoment-Leistung Threads nachlesen. In einen von denen habe ich mal die Schaltpunkte für die entdrosselte GS auf Basis der Leistungskurve aus der Motorrad berechnet, welches du auch in den FAQs findest.
Ich werde mich nicht vertiefen, ich werde nur anmerken, dass Leistungs nichts über Beschleunigung aussagt ;)
klassikfon
10.09.2010, 10:58:51
:) Bericht liest ich amüsant & informativ. Dennoch..
Danke, um viel mehr sollte es auch nicht gehen, und natürlich ist es fast immer die bessere Möglichkeit gleich ein schnelleres Bike zu kaufen...
klassikfon
10.09.2010, 11:10:45
Beim Gewicht wäre noch EINIGES gegangen...
Beim Kopf hätte man für höhere Verdichtung planen können...wenn man den schonmal in der Hand hat.
Federn vorgespannt um Durschlagen zu vermeiden? O.O
Da weißt du mittlerweile hoffentlich, dass das Quatsch ist und natürlich nicht funktionieren kann (Federrate = Federrate, Vorspannung = lediglich Negativfederweg).
Die Züge windschnittig verlegen und dann die Tourenscheibe kürzen?
Den Fahrer sollte man bei der Aerodynamik ruhig einbeziehen...hinter dem Tachobecher (die zur Gewichtsersparnis natürlich samt Lenkerhaltebrücke und Lampenhalter hätten rausfliegen müssen) kann sich keiner windgeschützt verstecken...
Schade.
Alles in allem eher Tuningmaßnahmen unbedarfter Rollerkids.
Da hätte man mit wenig Aufwand und wenig mehr Geld viel mehr rausholen können...
Wenn hier nicht so viele auf die STVZO pfeifen würden, könnte man Tabellen mit Teilen und Maßnahmen erstellen, die der GS wirklich auf die Sprünge helfen.
Aber ich will nicht in 50€-Monatsraten abbezahlt werden, wenn ein Jungspund mich ohne BE umkachelt...
Worauf hättest Du beim Gewicht noch verzichtet? Kann sein das ich das eine oder andere vergessen habe, aber so im großen und ganzen fällt mir dazu nicht wirklich mehr ein....habe im Moment gerade keine GS in meiner Garage zu Besuch, kann also gerade nicht direkt nachschauen...
Kopf planen war nicht, zu teuer und 2 Wochen Wartezeit...
Die Feder wurde mit passen gedrehten Alustücken (ca 2 cm) vorgespannt, es ging hier einzig darum, auch bei größerer Belastung nicht den Vorderradkotflügel zu gefährden...
Das mit der Tourenscheibe war mehr so ausm Bauch raus, habe zuhause leider keinen Windkanal:-D, der Fahrer wurde aber mit einbezogen, haben ja extra etliche Sitzproben gemacht...
Ja, sicher mit Tuning hat das alles ehr wenig zu tun, habe auch deswegen auf diesen Begriff verzichtet....wir wollten nur das vorhandene Potential möglichst verlustfrei ausnutzen, einen Erfolg hats ja gegeben, zumindest auf dem (Lügen)Tacho...
Und mit der BE hast Du natürlich Recht......da darf ich garnicht an meine ersten Autos denken.....wird mir heute noch schlecht.....au Backe:-D
klassikfon
10.09.2010, 11:29:07
Denn für 200Km/h sind 60-65PS nötig.
Ich denke da spielen auch andere Faktoren eine große Rolle, Rollwiderstand, Luftwiderstand, Gewicht, Größe und Kleidung des Fahrers und nicht zuletzt die passende Übersetzung mit möglichst vielen (passenden) Übersetzungsstufen.
klassikfon
10.09.2010, 11:32:44
Habt ihr das Ding nach diesem Gewichtstuning auch gewogen?
Ich hab im Keller so ziemlich alles was ihr da gelocht habt in einem Karton und bin mir ziemlich sicher das ihr umsonst Bohrer und Feile gezückt habt.
Habt ihr auch daran gedacht das der Fahrer vor der Versuchsfahrt nichts gegessen hat und vorher kacken und pinkeln war?
Danke für den herzhaften Lacher....nein, gewogen haben wir nicht, aber ich durfte die Späne im Umfeld der dicken Ständerbohrmaschine auffegen, das war inclusive der abgesägten Schraubenreste schon nicht ohne.....traue mir da aber heute keine Schätzung mehr zu, hab mal nachgerechnet, das war so 1996, also doch schon 14 Jahre her:-D
klassikfon
10.09.2010, 11:37:47
gibts da auch ein Bild davon
Da wirds ziemlich sicher keine Bilder geben, weil das so höchstwahrscheinlich nie stattgefunden hat.
Nur mal so am Rande, wäre es nicht am einfachsten gewesen, es erstmal mit ner längeren Übersetzung zu versuchen? Also größeres Ritzel oder kleineres Kettenblatt.
@DavidE Ja, Bilder gibts bestimmt noch.....aber soll ich wirklich die Eltern des bei einem Motorradunfall (unverschuldet) verstorbenen Kumpels nach alten Motorradbildern fragen? Nee, lass ich lieber...
@Timmy O`Toole Bleibt Dir gerne überlassen ob Du daran zweifelst....mir hats Spaß gemacht damals.....naja, zu der Sache mit der Übersetzung muss ich ja nix mehr sagen, da gabs ja mittlerweile schon regen Austausch hier.
klassikfon
10.09.2010, 11:41:09
Hoffentlich nicht durch so nen Mist wie ihr den da veranstaltet habt...
Nee, gottseidank nicht. Ein Pkw hat Ihm die Vorfahrt genommen, ist nach 2 Tagen im Krankenhaus verstorben:cry:
Sein Motorrad zu diesem Zeitpunkt war über alle solche jugendlichen Spielereien erhaben weil ab Werk mit genügend Leistung gesegnet (CBR 600 F)
klassikfon
10.09.2010, 11:55:42
Jetzt nochmal ganz allgemein zu diesem Bericht:
Das was wir dort gemacht haben, stellte meinen DAMALIGEN Wissensstand dar, wüsste nicht warum ich mich heute dafür schämen sollte, man lernt halt immer dazu.
Ich habe immer versucht ein paar Grundlagen von Spezialisten zu bekommen, also habe ich zu dieser Zeit unter anderem folgende Leute befragt:
Mehrfacher DDR-Meister im Bahnsport (Speedway)
Er hat mir zu Thema 4Takt-Leistungssteigerung gesagt: Ansaug und Auslass mit möglichst wenig Wiederstand, alle Überstände im Ansaug und Auslasskanal wegfräsen und gründlich anrauhen, wirklich mehr geht nur über "richtige" Kopfbearbeitung incl. scharfer Nocken, sonst alles an Gewicht sparen was so geht.
DDR-Meister im Motorradstraßenrennsport
Ja, der Gute hat nur immer 2Takter bewegt, war dafür auch ein dankbarer und überaus kompetenter Gesprächspartner, sonst kommen von Ihm auch nur Hinweise auf Gewichtsreduktion und der Tip zum richtigen sitzen.
Ach, und er hat immer darauf verwiesen, das sowas natürlich alles nichts bringt, wenn an anderer Stelle geschlampt wurde (Kette, Reifen usw...)
Na, wenns für den einen oder anderen unterhaltsam war, solls mir genügen, für viel mehr sollte es auch nicht taugen...
Zwischengas
10.09.2010, 12:04:13
Also 215 laut tacho sollte schon drinn sein...
Von dem her glaub ich das, ich glaube sogar das sich allein durch Verdichtung und Flow erhöhen bestimmt 5 ps rausholen lassen. Die Frage ist nur ob ein luftgekühlter Motor höhere Verdichtungsverhältnisse auf Dauer mitmacht. Dann noch den Vergaser frei atmen lassen und gut abstimmen, Auspuff modifizieren und ich seh keine großen Schwierigkeiten um auf die Geschwindigkeit zu kommen.
Hat von euch jemand Erfahrungen mit einer erhöhten Verdichtung gemacht?
Übrigends ist es extrem nervig wenn hier jemand über seine Erfahrungen berichtet, wo er selbst zugibt das es jugendlicher Leichtsinn war und manche hier meinen sie müssen die STVO-Klinge wetzen.
Wir leben hier im Land der Großen Erfindungen und ich bin mir sicher wenn es keine solche exprerimentierfreudige Menschen geben würde, wären wir heute ganz woanders.
klassikfon
10.09.2010, 12:16:50
@Zwischengas: Danke, freut mich wenns Dir gefallen hat........mittlerweile muss ich aber ehrlich zugeben, sind mir zugelassene Anbauteile auch lieber, den Verlust der BE möchte ich heute auch nicht mehr riskieren.
Du hast aber eindeutig Recht, wer sich nicht ausprobiert lernt nicht viel dazu....wie viele bedeutende Erfindungen sprangen "zufällig" bei der Suche nach ganz anderen Dingen heraus...
Jetzt kommen die romantischen Erfinderschnulzen...
Du glaubst wohl nicht ernsthaft, dass "e paar Löchli bohr" sonderlich innovativ ist.
Wenn Du ein gutes Beispiel für Tuning sehen willst, schau Dir die EGLI GS von Tom an. Aber für so ein Projekt braucht man eben mehr als Laienkenntnisse und fünf Mark im Geldbeutel.
Versteh mich nicht falsch, ich stelle mich keineswegs als kompetent in dieser Beziehung dar, aber Deine Art der Darstellung wirkt nicht gerade glaubwürdig.
klassikfon
10.09.2010, 13:36:13
Jetzt kommen die romantischen Erfinderschnulzen...
Du glaubst wohl nicht ernsthaft, dass "e paar Löchli bohr" sonderlich innovativ ist.
Stimmt, hatte ich aber über gerade diese Arbeit auch nicht behauptet, war nur mehr so ne allgemeine Antwort an Zwischengas zum Thema "mal was versuchen"
Wenn Du ein gutes Beispiel für Tuning sehen willst, schau Dir die EGLI GS von Tom an. Aber für so ein Projekt braucht man eben mehr als Laienkenntnisse und fünf Mark im Geldbeutel.
Stimmt, hab gerade mal geschaut, schickes Bike....
Aber damals für mich und auch für meinen Kumpel finanziell nicht erreichbar, über den Status "Laienkenntnisse" war ich seinerzeit 4Takttechnisch auch nicht weit hinaus, für 2Takter sah es da schon etwas besser aus
Versteh mich nicht falsch, ich stelle mich keineswegs als kompetent in dieser Beziehung dar, aber Deine Art der Darstellung wirkt nicht gerade glaubwürdig.
Mag sein, aber damals war mein Weg: "ausprobieren"....ich bin der festen Überzeugung das man jeden Fehler ruhig machen darf.....EINMAL....außerdem sind hier im Forum sicherlich auch einige Jungs unterwegs, die genauso angefangen haben, mit welchem Bike auch immer....ich hab nur keine Probleme damit über solche Dinge zu sprechen....eventuell kann man ja auf diesem Wege auch den einen oder anderen von Dummheiten abhalten oder auch einen halb zuendegedachten Gedanken, von mir längst verworfen, wieder aufzunehmen und zu verbessern....wer weiß???
Es gibt ja tatsächlich Leute, die einen Carbon-Vorderradkotflügel wegen der Gewichtsersparnis kaufen, da frag ich mich doch was das bringen soll? 50Gr? oder 100Gr? Oder war der Originale etwa aus Stahlbeton? Nuja, die Optik ist immer Geschmackssache, das sei jedem selbst überlassen, aber wenn ich Gewicht sparen will, denke ich zuerst an Metall.....finde die Idee mit den auf optimale Länge gekürzten Schrauben bis heute gar nicht so übel, da kommt jedenfalls mehr zusammen als ein kleines Plasteteil gegen Carbon auszutauschen.....und billiger ist es auch
Saugwurmmensch
10.09.2010, 17:21:29
Worauf hättest Du beim Gewicht noch verzichtet? Kann sein das ich das eine oder andere vergessen habe, aber so im großen und ganzen fällt mir dazu nicht wirklich mehr ein....habe im Moment gerade keine GS in meiner Garage zu Besuch, kann also gerade nicht direkt nachschauen...
Kopf planen war nicht, zu teuer und 2 Wochen Wartezeit...
Die Feder wurde mit passen gedrehten Alustücken (ca 2 cm) vorgespannt, es ging hier einzig darum, auch bei größerer Belastung nicht den Vorderradkotflügel zu gefährden...
Das mit der Tourenscheibe war mehr so ausm Bauch raus, habe zuhause leider keinen Windkanal:-D, der Fahrer wurde aber mit einbezogen, haben ja extra etliche Sitzproben gemacht...
Ja, sicher mit Tuning hat das alles ehr wenig zu tun, habe auch deswegen auf diesen Begriff verzichtet....wir wollten nur das vorhandene Potential möglichst verlustfrei ausnutzen, einen Erfolg hats ja gegeben, zumindest auf dem (Lügen)Tacho...
Und mit der BE hast Du natürlich Recht......da darf ich garnicht an meine ersten Autos denken.....wird mir heute noch schlecht.....au Backe:-D
Cockpit, Lampenhalter, Batteriekasten, Luftfilterkasten, Soziusgriff, Lenkerhaltebrücke...da kommen allein schon ein paar Kilo zusamen.
Der Fender hätte nie was abbekommen, da der mechanische Anschlag in der Gabel eben dafür sorgt.
Mehr Vorspannung taugt als Maßnahme gegen Durchschlagen auch überhaupt nichts!
Lies dir doch mal die Fahrwerkthreads in den FAQ durch, vielleicht erkennst du dann den Unterschied zwischen Federrate und Federvorspannung...
Ohne wirklich gravierende Eingriffe in den Motor sind (zumindest ohne VVK) keine echten 200 km/h drin.
Davon abgesehen ist das ohnehin zu weiche und unterdämpfte Fahrwerk der Spaßkiller...
Timmy O'Toole
10.09.2010, 17:25:30
Es ist klar, dass beim Thema Gewichtsreduzierung die Maßnahmen letztendlich nur durch das Geld begrenzt sind, dass man bereit ist auszugeben. Da kommen eben erst die passenden Schrauben und irgendwann der Kotflügel aus Carbon (oder man lässt ihn gleich ganz weg). Insofern finde ich die Idee erstmal die Schrauben zu kürzen nicht schlecht.
Aber abgesehen davon bringt dir ein niedrigeres Gewicht für die Höchstgeschwindigkeit überhaupt nichts. Du erreichst sie nur schneller. Eher im Gegenteil: wenn du Löcher in Teile bohrst, die im Fahrtwind hängen verlierst du vermutlich Geschwindigkeit, weil sich durch die Verwirbelungen der Luftwiderstand erhöht.
klassikfon
10.09.2010, 17:43:40
Cockpit, Lampenhalter, Batteriekasten, Luftfilterkasten, Soziusgriff, Lenkerhaltebrücke...da kommen allein schon ein paar Kilo zusamen.
Der Fender hätte nie was abbekommen, da der mechanische Anschlag in der Gabel eben dafür sorgt.
Mehr Vorspannung taugt als Maßnahme gegen Durchschlagen auch überhaupt nichts!
Lies dir doch mal die Fahrwerkthreads in den FAQ durch, vielleicht erkennst du dann den Unterschied zwischen Federrate und Federvorspannung...
Ohne wirklich gravierende Eingriffe in den Motor sind (zumindest ohne VVK) keine echten 200 km/h drin.
Davon abgesehen ist das ohnehin zu weiche und unterdämpfte Fahrwerk der Spaßkiller...
Also Cockpit, Lampenhalter und Lufi-Kasten sollte schon drinne bleiben, schließlich wurde das gute Stück ja im öffentlichen Straßenverkehr bewegt (auahauaha...) und es hätte ja jederzeit mal ne Verkehrskontrolle auftauchen können, da wollten wir nicht zu auffällig sein...
Der Soziushaltegriff sollte dranbleiben, die Rasten wurden des öfteren auch mal wieder montiert und benutzt...
Mit der Feder hast Du natürlich recht, davon hatte ich seinerzeit aber ehrlich keine Ahnung, wir dachten nur, wenn wir die Gabel etwas durchschieben, müssen wir auch dafür sorgen das die untere Gabelbrille nicht den Kotflugel knutscht.Bin zwar heute auch kein Staatlich geprüfter Spiralfedernspezialist, aber die Grundlagen hab ich da schon verinnerlicht
Nuja, echte 200 hin oder her, es hat Spaß gemacht und gehört nun mal zu meiner Schraubergeschichte....zumindest hatten wir begriffen das ein solches Vorhaben immer aus den verschiedensten Arbeitsschritten besteht und das das alles bei einem verlottertem Mopped nix bringt...
Das Fahrwerk hatte ich damals bei meinen Probefahrten lediglich als etwas zu weich aber sonst recht stabil empfunden.....sicher mangels passenden Vergleiches, mein beruflicher Einstieg in die Motorradbranche kam erst etwas später.
Saugwurmmensch
10.09.2010, 17:46:55
Die Teile sollen ja nicht ersatzlos entfallen.
Da gibt es für kleines Geld deutlich leichtere Komponenten (+ kleinere Batterie und selbstgebautem Alu-Batteriekasten).
Und nen K&N Duplex sieht man von auen quasi nicht. Zu laut für die Ohren der Rennleitung war die Kiste aber eh...
klassikfon
10.09.2010, 17:48:24
Aber abgesehen davon bringt dir ein niedrigeres Gewicht für die Höchstgeschwindigkeit überhaupt nichts. Du erreichst sie nur schneller. Eher im Gegenteil: wenn du Löcher in Teile bohrst, die im Fahrtwind hängen verlierst du vermutlich Geschwindigkeit, weil sich durch die Verwirbelungen der Luftwiderstand erhöht.
Nicht ganz, wenn die Gesamtübersetzung (die hatten wir ja beibehalten) zu lang ist, sorgt ein niedrigeres Gewicht eventuell für den passenden Kraftschluß zum letzten Gang, die Kilos wollen ja schließlich alle 200 fahren...:-D
Mit den Löchern hast Du natürlich recht, aber ich denke von denen hingen nich so viele im Fahrtwind
klassikfon
10.09.2010, 17:50:39
Die Teile sollen ja nicht ersatzlos entfallen.
Da gibt es für kleines Geld deutlich leichtere Komponenten (+ kleinere Batterie und selbstgebautem Alu-Batteriekasten).
Und nen K&N Duplex sieht man von auen quasi nicht. Zu laut für die Ohren der Rennleitung war die Kiste aber eh...
Kleinere Batterie wollten wir machen, hatten wir leider vergessen zu bestellen...
Vom Batteriekasten waren auch nur noch mehr Löcher als Material übrig.
Timmy O'Toole
10.09.2010, 17:54:38
Nicht ganz, wenn die Gesamtübersetzung (die hatten wir ja beibehalten) zu lang ist, sorgt ein niedrigeres Gewicht eventuell für den passenden Kraftschluß zum letzten Gang, die Kilos wollen ja schließlich alle 200 fahren...:-D
versteh ich grad nicht. wie meinst du das?
Zwischengas
10.09.2010, 18:02:43
Jetzt kommen die romantischen Erfinderschnulzen...
Du glaubst wohl nicht ernsthaft, dass "e paar Löchli bohr" sonderlich innovativ ist.
Wenn Du ein gutes Beispiel für Tuning sehen willst, schau Dir die EGLI GS von Tom an. Aber für so ein Projekt braucht man eben mehr als Laienkenntnisse und fünf Mark im Geldbeutel.
Versteh mich nicht falsch, ich stelle mich keineswegs als kompetent in dieser Beziehung dar, aber Deine Art der Darstellung wirkt nicht gerade glaubwürdig.
Ach und der Tom ist auf die Welt gekommen und hat direkt ne schärfere Nockenwelle geschliffen oder was? Bitte vernünftig bleiben, er hat wohl genauso wie jeder am Anfang mit ganz lauwarmen Wasser gekocht.
Die gs ist und bleibt an Alltagsfahrzeug, nicht mehr und nicht weniger. Für Ardrenalinschübe hab ich ganz andere Geräte hier unter dem Carport stehen. Wer in nem Motor mit serie 46 ps tausende von Euro investiert kann m.E. nicht ganz richtig sein.
Dennoch glaube ich, eine GS auf laut Tacho 215 kmh zu bringen ist mit sorgfältiger Kopfbearbeitung etc. möglich.
klassikfon
10.09.2010, 18:09:06
versteh ich grad nicht. wie meinst du das?
Fährt Dein Mopped mit und ohne Sozius gleich schnell? Wie sieht es da mit dem Kraftschluß vom 5. zum 6. Gang aus? Das meinte ich so im groben...
Sicher hat die Masse des Objektes bedeutend mehr Einfluss auf die Beschleunigung als auf die Endgeschwindigkeit, hier kommt dann aber das passende Übersetzungsverhältnis doch wieder zum tragen...kann also die (durch die Übersetzung definierte) Kraft noch ausreichen um diese Masse (noch weiter) zu beschleunigen.....
klassikfon
10.09.2010, 18:12:27
Ach und der Tom ist auf die Welt gekommen und hat direkt ne schärfere Nockenwelle geschliffen oder was? Bitte vernünftig bleiben, er hat wohl genauso wie jeder am Anfang mit ganz lauwarmen Wasser gekocht.
Das meinte ich doch, jeder hat mal klein (und vielleicht auch falsch) angefangen....viele wollen das nur nicht zugeben....ich hab da kein Problem mit.....könnte da Sachen erzählen.....oder verworfene Projekte rauskramen.....oha, aber wie gesagt, man darf jeden Fehler machen...GENAU EINMAL
Timmy O'Toole
10.09.2010, 18:16:58
Fährt Dein Mopped mit und ohne Sozius gleich schnell?
Nein. Aber das ist glaube ich zum allergrößten Teil auf den höheren Luftwiderstand zurückzuführen. Im Bezug auf die Kraft gibts ja nur zwei Möglichkeiten. Entweder die antreibende Kraft ist genau so groß wie die Widerstandskräfte, dann ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Oder sie ist größer und sei es nur ein winziges Bisschen, dann wird man schneller, was allerdings je nach Gewicht auch ewig dauern kann.
Aber mir fällt grad ein, dass sich die z.B. die Reifen bei weniger Gewicht auch weniger verformen, der Rollwiderstand also kleiner ist. Vielleicht verhält es sich mit den Lagern ähnlich. Ein bisschen was wird das Gewicht also wohl doch ausmachen.
klassikfon
10.09.2010, 18:23:10
Nein. Aber das ist glaube ich zum allergrößten Teil auf den höheren Luftwiderstand zurückzuführen. Im Bezug auf die Kraft gibts ja nur zwei Möglichkeiten. Entweder die antreibende Kraft ist genau so groß wie die Widerstandskräfte, dann ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Oder sie ist größer und sei es nur ein winziges Bisschen, dann wird man schneller, was allerdings je nach Gewicht auch ewig dauern kann.
Aber mir fällt grad ein, dass sich die z.B. die Reifen bei weniger Gewicht auch weniger verformen, der Rollwiderstand also kleiner ist. Vielleicht verhält es sich mit den Lagern ähnlich. Ein bisschen was wird das Gewicht also wohl doch ausmachen.
Tja, ich hatte bisher keinen Druck, da mal die Physikalischen Formeln rauszukramen, das mit der Kraft und dem Wiederstand klingt logisch, spielt aber in den Wiederstand nicht letztenendes auch die zu beschleunigende Masse mit rein? Also wenn ich mit nem leeren oder mit nem vollen Sprinter fahre gibts da schon deutliche Unterschiede in der Höchstgeschwindigkeit, an der Aerodynamik kann das wohl aber kaum liegen, das Ding sieht immer recht gleich aus:-D. Und die Reifen? Naja, ein Faktor wohl, vielleicht sogar nicht zu unterschätzen, aber die sollen für die ganze Differenz verantwortlich sein? Kann ich mir nicht so recht vorstellen.
Muss ich jetzt wirklich mein Tabellenbuch rauskramen? Och nöööö.....
Timmy O'Toole
10.09.2010, 18:33:26
Hmm, also wenn wir die Zeit aus dem Spiel lassen, sollte der Transporter eigentlich gleich schnell werden. Sobal es aber auch nur minimal nach oben (oder unten) geht sieht die Sache natürlich anders aus.
klassikfon
10.09.2010, 18:53:29
Hmm, also wenn wir die Zeit aus dem Spiel lassen, sollte der Transporter eigentlich gleich schnell werden. Sobal es aber auch nur minimal nach oben (oder unten) geht sieht die Sache natürlich anders aus.
Bis eben mochte ich Physik noch...mann ist das lange her
Habe mal schnell nachgeblättert, das Gewicht hat wie Du schon gesagt hast, devinitiv einen Einfluss auf die Beschleunigung, einen direkten Zusammenhang zu einer erreichbaren Endgeschwindigkeit hab ich auf die schnelle nicht gefunden. Ich denke aber doch, das mein Gedankengang richtig ist, wenn ein Gegenstand seine Geschwindigkeit ändern soll (schneller) so sprechen wir ja von einer Beschleunigung, und die ist ja wieder unter anderm von der (zu beschleunigen) Masse abhängig. Ist die Masse zu groß, gibts keine Beschleunigung mehr, Geschwindigkeit kann dann also nicht mehr steigen....
...von hinten durch die Brust ins Auge.....:-D
Timmy O'Toole
10.09.2010, 19:10:03
Ich denke aber doch, das mein Gedankengang richtig ist, wenn ein Gegenstand seine Geschwindigkeit ändern soll (schneller) so sprechen wir ja von einer Beschleunigung, und die ist ja wieder unter anderm von der (zu beschleunigen) Masse abhängig. Ist die Masse zu groß, gibts keine Beschleunigung mehr, Geschwindigkeit kann dann also nicht mehr steigen....
...von hinten durch die Brust ins Auge.....:-D
Naja, die Beschleunigung wird dann geringer, das ist richtig, aber nicht Null. Du musst also einfach länger warten bis du die Endgeschwindigkeit erreicht hast.
Am Gewicht an sich kanns nicht liegen. Wenn der beladene Transporter aber wirklich deutlich langsamer ist (hab ich jetzt so bewusst noch nie ausprobiert), dann gibts wohl noch andere Effekte, so ähnlich wie die Sache mit den Reifen, die wir nicht beachtet haben. Aber du hast natürlich insofern Recht, als dass man durch weniger Gewicht zumindest nicht langsamer wird. Schaden wirds also nicht, aber es ist auch nicht der aussichtsreichste Weg zu mehr Geschwindigkeit.
Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Luftwiderstand und Masse. Das wirkt sich ausschließlich auf die Beschleunigung aus oder Fahrten, die bergauf oder bergab gehen.
Timmy O'Toole
10.09.2010, 19:19:19
Drum mein ich ja, es muss an der Reibung im/am Reifen oder in den Lagern liegen.
Nicht unbedingt.
Das ist nun mal ein Praxistest, der draußen durchgeführt wird. Dort ist man ständig wechselnden Einflüssen ausgesetzt. Der Wind alleine macht eine genaue Durchführung schon zunichte.
klassikfon
10.09.2010, 19:23:36
Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Luftwiderstand und Masse. Das wirkt sich ausschließlich auf die Beschleunigung aus oder Fahrten, die bergauf oder bergab gehen.
Nee, zwischen Luftwiederstand und Masse gibts keinen Zusammenhang, ich glaube das hat hier auch niemand gemeint....
Die Masse wirkt sich auf die Beschleunigung aus, soviel ist denke ich allen klar, im Sinne der Physik gehts bei der Beschleunigung aber nicht nur um das, was wir dazu im Kopf haben (wie schnell von 0 auf 100), sondern auch um z.Bsp. von 188 auf 193, und dazu nicht nur um die verbrauchte Zeit und Kraft, sondern auch ob die Möglichkeit überhaupt noch besteht den Gegenstand mit Masse x durch die anliegende Kraft y weiter zu beschleunigen.....oder hab ich da jetzt einen Denkfehler? Kein Physikprofessor hier?
Mal ganz abgesehen davon, was die Praxis so über Endgeschwindigkeiten bei gleicher Leistung mit viel oder wenig Gewicht sagt...
klassikfon
10.09.2010, 19:25:03
Nicht unbedingt.
Das ist nun mal ein Praxistest, der draußen durchgeführt wird. Dort ist man ständig wechselnden Einflüssen ausgesetzt. Der Wind alleine macht eine genaue Durchführung schon zunichte.
Da ist unbestreitbar natürlich auch was dran, wenn überhaupt, dürfte man immer nur von einem Mittelwert nach etlichen Fahrten sprechen
Solange die Beschleunigung größer als Null ist, wird das Fahrzeug auch schneller. Es ist richtig, dass es länger braucht als ein leichteres Fahrzeug, deshalb wird das Gewichtsreduzierungstuning auch nicht stiefmütterlich behandelt.
Ein ICE ist relativ schwer für seine Leistung im Vergleich zu einem Motorrad, dennoch ist Ersteres schneller, weil der cw-Wert deutlich kleiner ist. Das Motorrad beschleunigt dafür wesentlich schneller, zumindest von 0 auf 100.
klassikfon
10.09.2010, 19:32:14
Ein ICE ist relativ schwer für seine Masse
Sei mir nicht böse, jetzt musste ich lachen....war aber nur unglücklich ausgedrückt von Dir, schon klar...
Ups, Fehler von mir. :oops:
Selbstverständlich meinte ich die Leistung anstatt der Masse. Ich werde es oben korrigieren.
JannF
10.09.2010, 19:34:04
Die Beschleunigung ergibt sich ganz einfach, indem man die Masse durch die Kraft teilt: a=F/m
Mehr steckt gar nicht dahinter, dabei ist es im Prinizp egal, welche Geschwindigkeit ich gerade habe.
Die resultierende Kraft zu berechnen ist natürlich etwa kompliziert, wenn man alle angreifenden Kräfte berücksichtigt....
Timmy O'Toole
10.09.2010, 19:36:20
...sondern auch ob die Möglichkeit überhaupt noch besteht den Gegenstand mit Masse x durch die anliegende Kraft y weiter zu beschleunigen.....
Solange die (resultierende) Kraft y (egal wie klein) existiert ist diese Möglichkeit immer gegeben.
Timmy O'Toole
10.09.2010, 19:39:00
Die Beschleunigung ergibt sich ganz einfach, indem man die Masse durch die Kraft teilt: a=F/m
Mehr steckt gar nicht dahinter, dabei ist es im Prinizp egal, welche Geschwindigkeit ich gerade habe.
Die resultierende Kraft zu berechnen ist natürlich etwa kompliziert, wenn man alle angreifenden Kräfte berücksichtigt....
Genau. Es muss also Kräfte gegen die Fahrtrichtung geben die mit der Masse zunehmen.
Luftwiderstand fällt raus, und dann kann ich mir nur noch Reibung in Lagern und am Reifen vorstellen. Oder fällt euch noch was ein?
klassikfon
10.09.2010, 19:41:55
Die Beschleunigung ergibt sich ganz einfach, indem man die Masse durch die Kraft teilt: a=F/m
Das bedeutet also, wenn a kleiner als 0, dann ist keine Beschleunigung mehr möglich, oder?
Mehr steckt gar nicht dahinter, dabei ist es im Prinizp egal, welche Geschwindigkeit ich gerade habe.
Das kann ich mir nun nicht vorstellen, die Fahrwiderstände und damit die aufzubringende Kraft für eine weitere Beschleunigung steigen doch bei größerer Geschwindigkeit enorm an.....das soll keine Rolle spielen?
Ist a<0, dann beschleunigst du negativ, zB. eine Bremsung. Wenn a=0, dann ist v=konstant.
JannF
10.09.2010, 19:49:58
Das bedeutet also, wenn a kleiner als 0, dann ist keine Beschleunigung mehr möglich, oder?
Siehe Jais!
Das kann ich mir nun nicht vorstellen, die Fahrwiderstände und damit die aufzubringende Kraft für eine weitere Beschleunigung steigen doch bei größerer Geschwindigkeit enorm an.....das soll keine Rolle spielen?
Stimmt schon....
Die eigentliche Formel lautet auch:
F=m*a + M*v; wobei M der Massenstrom ist. Der ändert sich natürlich mit der Geschwindigkeit. Alos die Luft, die an einem vorbeiströmt....
Also das alles genau zu berechnen, ist schon ziemlich kompliziert.
Wenn Mann allein das Motorrad betrachtet, ohne Luftwiderstand, fällt der Massenstrom raus....
Im Endeffekt wird aber immer herauskommen, dass die Masse eigentlich unwesentlich ins Gewicht fällt, wenn man die Höchstgeschwindikeit betrachtet.
Seht das doch mal andersherum. Warum erreichen Motorräder denn keine höheren Endgeschwindigkeiten, als Formel 1 Autos, obwohl sie wesentlich leichter sind?
Timmy O'Toole
10.09.2010, 19:53:04
Das kann ich mir nun nicht vorstellen, die Fahrwiderstände und damit die aufzubringende Kraft für eine weitere Beschleunigung steigen doch bei größerer Geschwindigkeit enorm an.....das soll keine Rolle spielen?
Das "F" in der Rechnung ist die resultierende Kraft, die sich aus der Kraft am Hinterrad und den Widerständen (z.B. Luftwiderstand) zusammen setzt. Also:
F_res = F_rad - F_widerstand (Kräfte in Fahrtrichtung positiv)
Wenn du jetzt F_res konstant halten willst während F_widerstand größer wird brauchst du also auch mehr F_rad.
Edit:Verdammt war wieder einer schneller
Timmy O'Toole
10.09.2010, 20:00:02
Die eigentliche Formel lautet auch:
F=m*a + M*v; wobei M der Massenstrom ist. Der ändert sich natürlich mit der Geschwindigkeit. Alos die Luft, die an einem vorbeiströmt....
Wenn du das M*v auf die andere Seite holst, hast du dann fast die Formel da stehen, die ich eins weiter oben geschrieben habe. Dann sollte M*v der Luftwiderstand sein. Hab ich allerdings in der Form noch nie so gesehen. Müsste da nicht noch die Querschnittsfläche und der c_w - Wert mit eingehen?
klassikfon
10.09.2010, 20:01:09
Seht das doch mal andersherum. Warum erreichen Motorräder denn keine höheren Endgeschwindigkeiten, als Formel 1 Autos, obwohl sie wesentlich leichter sind?
Na was drückt son F1 Cabrio? 800 Pferde? Sollte man bei diesem Vergleich nicht doch noch das Verhältnis von Leistung zu Gewicht heranziehen?
Also ich werde mich dazu nochmal mit jemandem austauschen, der mit dieser Materie mehr und öfter zu tun hat als ich. Mir brennen schon die Augen von dieser kleinen Schrift im Tabellenbuch, außerdem kapier ich die Hälfte erst nach einigen Anläufen....
Ich denke aber der Zusammenhang besteht ehr so hintenrum, also über die Abhängigkeit der Beschleunigung von der Masse, ich kann mir einfach nicht vorstellen, das ein Motorrad mit der halben Masse (bei gleicher Leistung und gleicher Aerodynamik) nicht schneller fahren kann.....will grad nicht in meinen Kopf.....:kuku:
klassikfon
10.09.2010, 20:02:43
Boah, nich so schnell....kann ja nich lesen und schreiben zugleich....vom Denken ganz zu schweigen.....
Warum ist bei ner Frau eigentlich der Arsch breiter als der Kopf?
Sorry, schon klar.....Witze Thread....
JannF
10.09.2010, 20:07:14
Hab ich allerdings in der Form noch nie so gesehen. Müsste da nicht noch die Querschnittsfläche und der c_w - Wert mit eingehen?
Das war von mir nur die einfachste Form, und die reicht keinen Falls dafür aus, soetwas zu berechnen....
Das, was wir hier gerade diskutieren sind die größten Probleme, der besten Ingenieur der Rennsporttechnik....
Ich studiere im 5. Semester Maschinenbau, aber sowas berechnen... no way. Nicht eben so...
JannF
10.09.2010, 20:08:55
Ich klink mich für heute Abend aus. Geb morgen wieder meinen Senf dazu.... :P
Bis denn
Timmy O'Toole
10.09.2010, 20:13:16
Ich studiere im 5. Semester Maschinenbau, aber sowas berechnen... no way. Nicht eben so...
Hehe, so was in die Richtung hab ich schon vermutet :-D, ich Physik im 3.
Das ist halt immer das Problem. So rein theoretisch ist die Sache immer relativ einfach, aber in der Natur gehts halt nicht immer zu wie im Labor (nichts ist perfekt, viele Nebeneinflüsse usw.) und das dann in ne Formel zu pressen ist eben nur näherungsweise möglich.
klassikfon
10.09.2010, 20:19:00
Hehe, so was in die Richtung hab ich schon vermutet :-D, ich Physik im 3.
Das ist halt immer das Problem. So rein theoretisch ist die Sache immer relativ einfach, aber in der Natur gehts halt nicht immer zu wie im Labor (nichts ist perfekt, viele Nebeneinflüsse usw.) und das dann in ne Formel zu pressen ist eben nur näherungsweise möglich.
Ich studiere Marodik und Zerrüttungstechnik im 127. Semester.....
:grinser2:
DieselSepp
10.09.2010, 20:22:13
oh man von so einen scheiß hab ich ja nu nie gehört was da " klassikfon" geschrieben hat nur extrem dumme machen so was! ich glaube das das nur ein gerede ist und das nie stattgefunden hat und wenn doch ist es das absolut dümmste von dem ich gehört habe . da setzt ihr eucher leben aufs spiel nur mit ner gs 500 200 km/h oder schneller zu fahren da verkauf cih lieber die gs und kauf mir ein anderes motorrad das 200 km/h ohne tuning geht wenn ich schon über 200 fahrn muss .
jeder soll machen was er für wichtig oda sinvoll hält ich finds nur lächerlich und sehr dumm .....................
klassikfon
10.09.2010, 20:31:48
oh man von so einen scheiß hab ich ja nu nie gehört was da " klassikfon" geschrieben hat nur extrem dumme machen so was! ich glaube das das nur ein gerede ist und das nie stattgefunden hat und wenn doch ist es das absolut dümmste von dem ich gehört habe . da setzt ihr eucher leben aufs spiel nur mit ner gs 500 200 km/h oder schneller zu fahren da verkauf cih lieber die gs und kauf mir ein anderes motorrad das 200 km/h ohne tuning geht wenn ich schon über 200 fahrn muss .
jeder soll machen was er für wichtig oda sinvoll hält ich finds nur lächerlich und sehr dumm .....................
Also wenn das das absolut Dümmste ist was Du je gehört hast......keine Ahnung wo und wie Du lebst....
Sicher, die Möglichkeit ein schnelleres Motorrad zu kaufen hat jeder, genug Kohle Vorausgesetzt......kann aber auch jeder, einfach den Zaster auf den Tresen knallen.....wir haben uns jedenfalls mal Gedanken gemacht.....das das nicht der richtige Weg ist, soviel ist mir heute auch klar.
Die eigentliche Formel lautet auch:
F=m*a + M*v; wobei M der Massenstrom ist. Der ändert sich natürlich mit der Geschwindigkeit. Alos die Luft, die an einem vorbeiströmt....
Nein, den Massenstrom darfst du nicht verwenden, weil dieser angibt, wie viel Masse eines Fluids durch einen definierten Querschnitt strömt. Das Motorrad wird aber umströmt.
Die Widerstandskraft der Luft, die entgegen der Fahrtrichtung wirkt, wird mit folgender Formel berechnet:
F_w= 1/2 * roh * cw * A * v²
roh - Dichte der Luft
cw - Konstante, abhängig von Kleidung des Fahrers und Verkleidung des Fahrzeugs
A - Stirnfläche von Motorrad + Fahrer
v - Geschwindigkeit
Für die Höchstgeschwindigkeitsrekordaufsteller ein Tip. Ansetzen könnt ihr nur am cw-Wert und der Stirnfläche.
Für den cw-Wert:
Möglichst wenig eckige Kanten, Streben, Windfänger wie Nummernschild, Spiegel oder Lenker etcetera. Kontraproduktiv ist es, wenn man den Fersenschutz durchlöchert. ;)
Für die Stirnfläche:
Alles, was absteht, wie Blinker und Spiegel. Nicht zu vergessen, wer einen breiten Lenker hat, auf kleine Stummel umbauen, das macht auch ordentlich was aus.
Dass das alles nicht STVO-konform ist, sollte klar sein. Für echte 200 km/h wird es vielleicht dennoch nicht reichen. ;)
Oder, ihr entwerft euch eine Komplettverkleidung à la Monotracer.
http://www.youtube.com/watch?v=v9-hMlN19NE
JannF
11.09.2010, 11:11:13
Nein, den Massenstrom darfst du nicht verwenden, weil dieser angibt, wie viel Masse eines Fluids durch einen definierten Querschnitt strömt. Das Motorrad wird aber umströmt.
Der Teil Massenstrom mal Geschwindigkeit ist der Impuls. Mit dem sogenanten Impulssatz werden Kräfte, die auf einen durchströmten oder umströmten Körper wirken, berechnet.
Timmy O'Toole
11.09.2010, 11:36:47
Was nimmst du dann als Massenstrom? Die Luft, die das Motorrad umströmt ist ja davon abhängig, welchen Bereich um das Motorrad man betrachtet. Oder müsste man dann die vom Motorrad verdrängte Luft nehmen?
Mit der Formel von Jais ist das glaube ich einfacher zu berechnen.
JannF
11.09.2010, 12:05:26
Oh man jetzt gehts los.... Ich hoffe, dass ist alles richtig was ich schreibe. Die Klausur ist schon ein bisschen her.
Man betrachtet bei der Anwendung des Impulssatzes eine Kontrollfläche die man vorher festlegt. Hier bietet sich dann natürlich die Stirnfläche an (Fahrer+Motorrad). Man geht immer davon aus, dass die Kräfte im gleichgewicht sind. Also hat man eine Impulskraft in Fahrtrichtung und eine entgegen der Fahrtrichtung.
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber eigentlicht kannst du dir Aussuchen, welchen Massenstrom du nimmst... Musst dann halt die anderen Parameter dementsrpechen betrachten.
Jais Formel ist nicht einfacher, da der CW-Wert keine Konstante ist. Der CW-Wert ist eine Koeffizient und abhängig von Fläche, Geschwindigkeit, Dichte und eben der gesuchten Widerstandskraft. In Jais Gleichung haben ich also zwei Unbekannte. Nicht lösbar.
Alles nicht so einfach...
Timmy O'Toole
11.09.2010, 12:55:34
Man betrachtet bei der Anwendung des Impulssatzes eine Kontrollfläche die man vorher festlegt. Hier bietet sich dann natürlich die Stirnfläche an (Fahrer+Motorrad). Man geht immer davon aus, dass die Kräfte im gleichgewicht sind. Also hat man eine Impulskraft in Fahrtrichtung und eine entgegen der Fahrtrichtung.
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber eigentlicht kannst du dir Aussuchen, welchen Massenstrom du nimmst... Musst dann halt die anderen Parameter dementsrpechen betrachten.
Hmm, Ok. Da kenn ich mich jetzt ehrlich gesagt nicht so aus. Hat mich nur mal interessiert.
Jais Formel ist nicht einfacher, da der CW-Wert keine Konstante ist. Der CW-Wert ist eine Koeffizient und abhängig von Fläche, Geschwindigkeit, Dichte und eben der gesuchten Widerstandskraft. In Jais Gleichung haben ich also zwei Unbekannte. Nicht lösbar.
Das stimmt allerdings nicht. Der cw-Wert IST eine Konstante (ok, minimal abhängig von der Geschwindigkeit, besonders im Bezug auf Über-/Unterschallgeschwindigkeit). Von der Dichte und der Fläche ist er aber nicht abhängig, deshalb kommen diese Variablen ja auch noch in der Formel vor.
Trotzdem ist er nicht leicht zu berechnen, sondern wird im Versuch bestimmt.
JannF
11.09.2010, 18:16:52
Das stimmt allerdings nicht. Der cw-Wert IST eine Konstante (ok, minimal abhängig von der Geschwindigkeit, besonders im Bezug auf Über-/Unterschallgeschwindigkeit). Von der Dichte und der Fläche ist er aber nicht abhängig, deshalb kommen diese Variablen ja auch noch in der Formel vor.
Trotzdem ist er nicht leicht zu berechnen, sondern wird im Versuch bestimmt.
Da widersprichst du dir ja selbst.... Wenn die Dichte und Fläche in der Formle vorkommen, ist der cw-Wert auch von ihnen Abhängig. Stell die Formel nach cw um, dann siehst du es...
Und dann kann es ja auch keine Konstante sein. Bei vielen Körpern kann der cw-Wert konstant sein. Trotzdem bleib der Wert ein dimensionsloser Koeffizient...
Ist jetzt wirklich nicht böse gemeint, aber du studierst doch Physik, dann sollte sowas für dich kein Problem sein...
Timmy hat schon Recht. Der cw-Wert ist konstant bis auf wenige Ausnahmen, die in unserem Beispiel unwichtig sind. Für das System Motorrad aber nicht unbedingt. Mal angenommen, ich winkel mein Knie ab, ändert sich dieser schon wieder genauso wie die Stirnfläche.
Wenn man davon ausgeht, dass der Fahrer nicht rumhampelt und das Fahrzeug nicht unterwegs Teile verliert, dann kann man A und cw als konstant ansehen.
Der cw-Wert ist im übrigen nicht abhängig von der Geschwindigkeit, Fläche oder Dichte. Allerdings muss dieser experimentell ermittelt werden. Bei einem komplexen Aufbau wie Motorrad+Fahrer muss schon exakt das im Windkanal stehen. Für einen groben Überschlag reicht auch ein Literaturwert.
Wenn sich das ohne cw-Wert alles berechnen lassen könnte, würde man nicht viel Geld verschleudern für die Windkanäle, die nicht gerade günstig sind.
JannF
11.09.2010, 20:43:05
Der cw-Wert ist im übrigen nicht abhängig von der Geschwindigkeit, Fläche oder Dichte.
Das erklär mir mal.... Wenn der cw-Wert nicht von diesen Größen Abhängig ist, braucht man auch keinen Windkanal... Dann ist er ja immer gleich.... Guck dir nochmal deine Formel an....
Ist ja auch egal....
Der cw-Wert ist ein Koeffizient, dementsprechend dimensionslos. zB. eine Kugel. Der cw-Wert ist immer gleich, unabhängig von dem Durchmesser, was die Stirnfläche beeinflussen würde.
JannF
11.09.2010, 21:00:11
Aber wenn ich ne Platte von 1cm^2 hab oder eine von 1m^2....
Dann sollen die den gleichen cw-Wer haben??
Das ist korrekt.
Das heißt aber nicht, dass die Widerstandskraft gleich groß ist.
JannF
11.09.2010, 21:07:48
Dann hab ich wohl nen Denkfehler...
klassikfon
13.09.2010, 06:39:19
Oh Mann, da komm ich nicht mehr mit.......
Aber hier haben sich ja ein paar Physikkenner gefunden.....kann man nun mal (bitte in einfachen Worten) die Abhängigkeit der Höchstgeschwindigkeit vom Gewicht ausdrücken?
wuestenfuchs
13.09.2010, 07:41:07
meiner meinung nach ist es einfach die reibungskraft zwischen reifen und straße.
die reibungskraft ist letztendlich von den beiden reiboberflächen (gummi/ asphalt) und der normalkraft abhängig. bei gerade fahrendem fahrzeug besteht die normalkraft nur aus der gewichtskraft des fahrzeugs, also F=m*g, wobei m die Fahrzeugmasse ist. die Reibungskraft hängt linear von der Normalkraft ab, somit haben wir bei höhrerem Fahrzeuggewicht automatisch eine höhere Reibungskraft, somit auch höheren Energieverlust. Da die Energie eines Fahrzeugs, somit auch die Energie, die der Motor bereitstellen muss, um eine Geschwindigkeit zu halten durch E=m*v^2 ausgedrückt wird, ergibt sich durch Reibung infolge von Gewichtszunahme ein erheblicher Effekt auf die erreichbare Endgeschwindigkeit
klassikfon
13.09.2010, 07:44:38
Danke für die schlüssige Aussage. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, das das Gewicht nichts mit der erreichbaren Geschwindigkeit zu tun haben soll...
meiner meinung nach ist es einfach die reibungskraft zwischen reifen und straße.
Das ist so schon richtig. Das ist nur verschwindend gering, das man das vernachlässigen kann.
Der Rollreibungskoeffizient liegt bei einem Auto bei ca. 0.01 und bei einem Fahrrad bei 0.004. Der Wert für einen Motorradreifen wird vermutlich irgendwo dazwischen liegen.
Großzügig gerechnet:
0.01 * 192kg * 9.81 m/s² = 18.8N
Macht also 18.8N, die entgegen der Fahrtrichtung wirken unabhängig der Geschwindigkeit. Das ist schätzungsweise nicht mal 1%, wenn die GS 180km/h fährt.
wuestenfuchs
13.09.2010, 10:07:45
Macht also 18.8N, die entgegen der Fahrtrichtung wirken unabhängig der Geschwindigkeit. Das ist schätzungsweise nicht mal 1%, wenn die GS 180km/h fährt.
die sache daran ist aber, dass die energie, die der motor aufbringen muss, quadratisch mit der geschwindigkeit steigt. also wird der reibung auch ein immer größerer anteil an der "überschussenergie" des motors, die in beschleunigung umgesetzt wird, mit wachsender geschwindigkeit zugute. vernachlässigbar klein ist die reibung auf keinen fall. dazu kommt ja noch die lagerreibung, federenergie bei evtl. bodenwellen und walkbewegungen des reifens
JannF
13.09.2010, 10:13:31
die sache daran ist aber, dass die energie, die der motor aufbringen muss, quadratisch mit der geschwindigkeit steigt. also wird der reibung auch ein immer größerer anteil an der "überschussenergie" des motors, die in beschleunigung umgesetzt wird, mit wachsender geschwindigkeit zugute. vernachlässigbar klein ist die reibung auf keinen fall. dazu kommt ja noch die lagerreibung, federenergie bei evtl. bodenwellen und walkbewegungen des reifens
Die größte Anteil der Reibung ist sicherlich der Luftwiderstand. Der ist aber auch unabhängiig von der Masse. Die Rollreibung und die Reibung in den Lagern, etc. ist einfach nich so stark. Das wird dann wieder durch die tiefere Position bei größerer Masse asugeglichen. Ein Auto liegt dann tiefer auf der Straße, Reifen besser abgedeckt, also windschlüpfriger. Die Reibunggeschichte macht nicht den Unterschied...
Es gibt im Prinzip keinen Zusammenhang zwischen Masse und Endgeschwindigkeit. Die Masse ist nur bei der Beschleunigung ausschlaggebend....
Man nehme das Beispiel "freier Fall". Bei der Ermittlung der Geschwindigkeit spielt die Masse keine Rolle. Zwei verschieden schwere Kugeln werden, bei ausreichender Fallzeit, mit der gleichen Geschwindigkeit auf dem Boden auftreffen, das sie die gleiche Beschleunigung erfahren (Erdbeschleunigung).
klassikfon
13.09.2010, 10:19:02
Es gibt im Prinzip keinen Zusammenhang zwischen Masse und Endgeschwindigkeit. Die Masse ist nur bei der Beschleunigung ausschlaggebend....
Das passt ja nicht zusammen.....wenn ich das Motorrad von 180 auf 190 km/h beschleunigen will, spielt die Masse eine Rolle, sagst Du selbst. Ist dann aber Aufgrund aller Wiederstände (also auch der Masse) keine weitere Beschleunigung mehr möglich, so ist die Endgeschwindigkeit erreicht.....also gibts da doch einen Zusammenhang, oder?
JannF
13.09.2010, 10:25:30
Das passt ja nicht zusammen.....wenn ich das Motorrad von 180 auf 190 km/h beschleunigen will, spielt die Masse eine Rolle...
Das stimmt. Je größer die Masse, desto geringer die Beschleunigung. Das sagt aber nichts über die Endgeschwindigkeit aus, sondern nur, wann due sie erreichst.
Die Masse ist kein Widerstand. Jedenfalls nicht für die Geschwindigkeit.
Ob du nun Vollgas gibts, um auf 50km/h zu kommen, oder weniger Gas, aber dafür länger... Du kommst auf 50km/h egal wie schwer....
wuestenfuchs
13.09.2010, 10:37:37
vielleicht kann mans ja auch so erklären:
die resultierende kraft eines fahrzeugs setzt sich aus gewichtskraft und motorkraft zusammen (stark vereinfach). wenn jetzt die gewichtskraft größer wird bei gleichbleibender motorkraft, dann verschiebt sich die resultierende kraft mehr und mehr nach unten, also richtung straße, somit ist die reine vortriebskomponente kleiner. was meint ihr dazu?
klassikfon
13.09.2010, 10:40:05
Das stimmt. Je größer die Masse, desto geringer die Beschleunigung. Das sagt aber nichts über die Endgeschwindigkeit aus, sondern nur, wann du sie erreichst.
Also entweder denke ich gerade in die falsche Richtung, oder ich hab mich zu blöd ausgedrückt...
Du sagst selbst:"Je größer die Masse, desto geringer die Beschleunigung."
Das bedeutet doch aber im Umkehrschluß: Wenn ich nun von 180 auf 181 beschleunigen will, hängt das davon ab, ob ich überhaupt noch beschleunigen kann oder nicht. Selbst wenn ich unbegrenzt Zeit zur Verfügung hätte, sorgt doch das Gewicht (unter anderem) an irgendeinem Punkt dafür, das es keine nennenswerte Beschleunigung mehr geben kann, dann ist doch die Endgeschwindigkeit erreicht.....oder wo ist mein Denkfehler?
Und auch im Bezug auf die Realität kann ich mir das noch immer nicht vorstellen, das der voll beladene und der leere Sprinter gleich schnell sein sollen, die Aerodynamik kann ja hier keine Rolle spielen.
Als ich noch aktiv in der Motorradbranche gearbeitet habe, wurde ich auch so manches mal mit nem Transporter losgeschickt um Bikes vom Großhändler zu holen, also mit 3 bis 4 Motorrädern im Laderaum gabs da schon einen Abzug im Topspeed, Zeit und Platz genug hätte ich auf mehreren hundert Kilometern Autobahn bestimmt gehabt...
JannF
13.09.2010, 10:53:01
Du sagst selbst:"Je größer die Masse, desto geringer die Beschleunigung."
Das bedeutet doch aber im Umkehrschluß: Wenn ich nun von 180 auf 181 beschleunigen will, hängt das davon ab, ob ich überhaupt noch beschleunigen kann oder nicht. Selbst wenn ich unbegrenzt Zeit zur Verfügung hätte, sorgt doch das Gewicht (unter anderem) an irgendeinem Punkt dafür, das es keine nennenswerte Beschleunigung mehr geben kann, dann ist doch die Endgeschwindigkeit erreicht.....oder wo ist mein Denkfehler?
Also Beschleunigung: a=F/m
Wenn die Masse größer wird, wird die Beschleunigung kleiner aber nicht "null". Sie tendiert bei unendlich großer Masse gegen "null". Die Beschleunigung wird aber erst null, wenn die Widerstandskraft gleich der Antriebskraft ist.
Die Kraft, die durch die Beschleunigung hervorgerufen wird (also dann F=m*a) sei konstant. Die Widerstandskraft wird aber mit der Geschwindigkeit größer und ist irgendwann genauso groß wie die Antriebskraft. Dann kann nicht mehr beschleunigt werden.
Lauf doch mal gegen eine Wand, dann merkst du den Unterschied zwischen Antriebskraft und Widerstandskraft.... :D
klassikfon
13.09.2010, 10:57:46
Lauf doch mal gegen eine Wand, dann merkst du den Unterschied zwischen Antriebskraft und Widerstandskraft.... :D
Aua.....
Nee, aber mal ehrlich, war jetzt verständlich für mich erklärt.....fällt mir trotzdem schwer daran zu glauben.....die Praxis sagt nun mal was anderes
wuestenfuchs
13.09.2010, 11:34:36
Aua.....
Nee, aber mal ehrlich, war jetzt verständlich für mich erklärt.....fällt mir trotzdem schwer daran zu glauben.....die Praxis sagt nun mal was anderes
das liegt daran, dass das, was wir hier machen, modelle sind. die realität ist numal anders. da spielen viel mehr kaum berechenbare faktoren (reibungen, umwelteinflüsse usw...) ein, sodass die endgeschwindigkeit bei höherem gewicht niedriger ist. das lässt sich ja durch selbsterfahrung bestätigen
JannF
13.09.2010, 11:47:07
Nee, aber mal ehrlich, war jetzt verständlich für mich erklärt.....fällt mir trotzdem schwer daran zu glauben.....die Praxis sagt nun mal was anderes
Ich versuch gerne sowas zu erklären. Da lernt man selber bei und merkt ob man es wirklich verstanden hat...
ndhsu2
13.09.2010, 21:26:47
Denke schon das es geht, ne GS auf solche Geschwindigkeiten zu bekommen.
Wenn ich dran denke das ich mit meinem Simson SR80 (Star 80 Classic)
mit kleinen Modifikationen ziemlich genau 120km/H gefahren bin. Und der hat ja gerade mal original 70cm³ und 5,6PS.
Rocky
14.09.2010, 00:45:20
umso höher die Geschwindigkeit umso entscheidender werden Luftwiderstand und Cw -Wert
ich denke mal die Lochung einger Anbauteile war da eher eine Verschlimmbesserung
trotzdem - lustige Story allemal :-D
ich hätte übrigens die Räder noch mit Scheiben abgedeckt , die drei Speichen sorgen doch sicher für ordentliche Luftverwirbelungen :wink:
wuestenfuchs
14.09.2010, 06:42:29
die bessere wahl wäre eine vvk und dann lochung der teile unter der vekleidung gewesen;)
JannF
14.09.2010, 10:13:31
Oder ne Frau mit 50Kg draufsetzte. Wäre wesentlich einfacher gewesen. :D
klassikfon
14.09.2010, 10:46:15
Also, hier nochmal für alle die das Interessiert:
Ich habe gestern Abend ne gute Stunde mit einem Bekannten telefoniert, der einige Jahre als Entwicklungsingenieur bei MB gearbeitet hat. Er hat dort zwar mehr am Thema Zündanlage gearbeitet, konnte aber auch zu der Frage inwieweit die Höchstgeschwindigkeit vom Gewicht abhängig ist, erschöpfend Auskunft erteilen. Die ersten Sätze hab ich nicht komplett erfassen können, musste ihn erstmal bitten, das mal für normal technisch begabte zu übersetzten...
Also ich versuche das jetzt mal ganz knapp mit meinen Worten wiederzugeben, hoffe das ich nichts vergesse:
Einen direkten (Laborphysikalischen) Bezug zwischen Endgeschwindigkeit und Fahrzeuggewicht gibt es tatsächlich nicht....soweit die Theorie....
Er sagte dann aber, das es in der Praxis einfach nicht möglich ist, einen Zusammenhang in Frage zu stellen. Beispielsweise wissen wir ja alle, wie viel Motorleistung (Kurbelwelle) letztenendes auf der Straße (Hinterrad) ankommt, hier gibt es also einen Leistungsverlust durch Reibung, diese Reibung wird bei einem größeren zu beschleunigendem Gewicht stärker, der Leistungsverlust nimmt also zu, die Endgeschwindigkeit nimmt ab.
Er sagte, das sich so alle Stellen mit Reibung, also Reifen, Kette, Lager usw. soweit aufsummieren, das es einen Effekt gibt, der nicht zu vernachlässigen ist. Gerade bei Geschwindigkeiten im oberen Bereich kommt dieser Effekt zum tragen. Ein weiterer Punkt ist die höhere thermische Belastung (und damit auch wieder mehr Reibung) eines Verbrennungsmotors, wenn er durch ein größeres Gewicht auch näher an der Leistungsgrenze bewegt wird.
Es sind also zusammenfassend gesagt überall nur minimale Einflüsse, die sich aber dann doch auf die erreichbare Endgeschwindigkeit auswirken.
Berechnen kann man sowas leider nicht, dazu gibts zuviele Einflüsse.
Ich hab ihn auch noch gefragt, wie er so eine GS 500 "schneller" machen würde, da kam aber auch nichts neues:
-möglichst gute Verkleidung
-kleinstmögliche Stirnfläche
-optimaler Wartungszustand (sonst bringt alles nix...)
-Augenmerk auf Reifenluftdruck, Kette
-Zündanlage auf hohe Drehzahl optimieren
-Gute Benzinqualität (soll wohl wirklich (minimal) meßbaren Erfolg bringen)
-Ansaug und Auslass möglichst geradlinig und "frei"
-Vergaser anpassen und mit Augenmerk auf hohe Drehzahl (möglichst im Fahrbetrieb) synchronisieren (was für ein Aufwand...)
-Gewicht sparen
Das wäre sein Lastenheft, ohne Anspruch auf Vollständigkeit...
Er verspricht sich aber davon auch nicht zu viel, mehr ist nur mit ungleich mehr Aufwand möglich, deswegen auch sein Rat zum optimalen Wartungszustand, das sei seiner Meinung nach die Ausgereifteste Möglichkeit, von Dingen wie der BE mal ganz zu schweigen...:-D
wuestenfuchs
14.09.2010, 10:48:42
ha hab ichs doch gewusst;)
klassikfon
14.09.2010, 10:52:35
ha hab ichs doch gewusst;)
Na irgendwie waren alle dicht an der Warheit....ist aber auch kompliziert diese Physik...:-D
JannF
14.09.2010, 10:57:12
Aber ich denke nicht, dass bei einer GS 5kg mehr oder weniger, die Höchstgeschwindigkeit so stark beinflusst. So große wird die reibung nicht sein.
Der Motor dreht 10.kTouren. Was meinst du was da für Belastungen auftreten.. Da machen 5kg nicht wirklich viel aus.
Das effektivste um höhere Endgeschwindigkeiten zu erreichen, ist die Drehzahl und Übersetzung!
Fertig-Aus! :D
klassikfon
14.09.2010, 11:00:20
Aber ich denke nicht, dass bei einer GS 5kg mehr oder weniger, die Höchstgeschwindigkeit so stark beinflusst. So große wird die reibung nicht sein.
Der Motr dreht 10.kTouren. Was meinst du was da für Belastungen auftreten.. Da machen 5kg nicht wirklich viel aus.
Stimmt, aber der Ingenieur mein eben, das man das nicht vernachlässigen kann....selbst wenns nur 1-2 km/h ausmachen sollte, sind das auf dem Lügentacho schon 3-4, und die sieht man nun mal....:-D
wuestenfuchs
14.09.2010, 11:03:36
wir reden ja nicht von differenzen von 40kmh.....ne gut eingestellte gs mit verkleidung läuft 190 würd ich ma behaupten. ein fahrer mit 10 kilo mehr und schhon sinds nur noch 180 oder 185
JannF
14.09.2010, 11:05:58
Vielleicht hättet ihr für euren Versuch die Batterie ausbauen sollen...
....Gewichtsfetischisten... :D
wuestenfuchs
14.09.2010, 11:15:09
aber nicht bei der gs batteriezündung;)
klassikfon
14.09.2010, 11:15:19
Vielleicht hättet ihr für euren Versuch die Batterie ausbauen sollen...
....Gewichtsfetischisten... :D
Jawoll.....weg mit dem schweren Klumpen:-D
JannF
14.09.2010, 11:18:00
aber nicht bei der gs batteriezündung;)
Anschieben????
wuestenfuchs
14.09.2010, 11:42:44
nach meinem kenntnisstand braucht die zündung auch im fahrbetrieb unbedingt eine intakte batterie
tomcat
15.09.2010, 09:46:19
Keine Garantie für Richtigkeit:
Theoretisch müstest du nur den Stromkreisschließen (+ und - Verbinden) und anschieben, du hast ja kein E-Moped. Der notwendige Strom kommt von der LIMA. Bin auch mal nen Halbes Jahr mit kaputter (Hat keine Energie mehr gespeichert) gefahren, klar anschieben ist lästig aber es geht bei der GS recht gut.
Mehr Leistung bringt, den Motor auf hohe Drehzahlen auszulegen, sprich Gewichtsreduktion der rotierenden Massen im Motor. Das bringt aber nur dann etwas, wenn in diesem Bereich noch Drehmoment vorhanden ist, sonst pfeift der Motor nur noch Luft.
Fang jetzt aber nicht an Dein Pleuel und die Kolben zu durchbohren xD
klassikfon
15.09.2010, 10:55:17
Fang jetzt aber nicht an Dein Pleuel und die Kolben zu durchbohren xD
Nee, die Pleuel nich....Kolbenhemd auch nicht, wegen der Stabilität......aber der Kolbenboden ist doch aerodynamisch gesehen dieser ständigen Auf- und Abbewegung total im Weg.....da sollte ich doch mal zur Bohrmaschine greifen....:-D
JannF
15.09.2010, 10:56:46
Kolbenringe sollte man auch entfernen. Zuviel Reibung....
Keine Garantie für Richtigkeit:
Theoretisch müstest du nur den Stromkreisschließen (+ und - Verbinden) und anschieben, du hast ja kein E-Moped. Der notwendige Strom kommt von der LIMA. Bin auch mal nen Halbes Jahr mit kaputter (Hat keine Energie mehr gespeichert) gefahren, klar anschieben ist lästig aber es geht bei der GS recht gut.
Die GS hat Transistorzündung. Ganz ohne Batterie wird es nicht funktionieren.
streetfighter
02.11.2010, 16:47:52
Wundert mich, dass der cW-Wert so wenig Beachtung findet :) Also im Windschatten schaffe ich gut 10-25 km/h mehr... cW sollte bei 0,6 bis 0,7 liegen... Stirnfläche in m² so um die 0,80 m²... Da wirken bei ein bisschen Gegenwind (v0>20)...(ρ roundabout 1,2)...(v 190 km/h): 0,0386 * ρ * cW * A *(v+v0)² => schnell 400 N weniger :-D
majestic_morpheus
03.11.2010, 08:26:39
Wie messt ihr eigentlich, ob ihr 200 erreicht habt? Laut meines Originaltachos fahre ich auch 200... :grinser2:
MWgs500e
03.11.2010, 09:02:13
...aber eben nicht auf ner GS 500E. Meine GSf 1250 kloppt meinen boppes mit weit über 100PS die 200er Marke in unter 12s.
Warum fahre ich nochmal auch nee GS 500?
Achja, weil es ein geiles Moped ist und mir das Schrauben so viel Spass macht. Nicht zu vergessen die Leute sind weitesgehend auch normal und umgängliche Typen und Mädels.
So das musste mal raus...
majestic_morpheus
03.11.2010, 09:19:48
...aber eben nicht auf ner GS 500E...
DOCH! Mein Tacho zeigt 200!
klassikfon
03.11.2010, 09:25:47
Also der Tacho meiner DUC geht momentan nach.....bei 180 auf der Anzeige sagt das Navi 205 Km/h an...:?
MWgs500e
03.11.2010, 09:28:27
ja, das mag sein, aber in echt sind das viel viel weniger.
Wenn auf meiner GSF 1250 aufm Tacho 246 steht dann sind das real aufm Navi 216 km/h, das ist eine Abweichung von über 12%.
Analog zu deinen 200 aufm Tacho sind das knappe 180 in echt.
Es müsste da also 224 da stehen, damit du real 200 fährst.
Dat geht net mit 46 PS.
:grinser2:
MWgs500e
03.11.2010, 09:30:12
Also der Tacho meiner DUC geht momentan nach.....bei 180 auf der Anzeige sagt das Navi 205 Km/h an...:?
wenn Du nix geändert hast, also alles original ist, dann ist das ein gutes Argument bei Verkehrskontrollen, :grinser2:
Das wusstest Du natürlich nicht, bevor der nette Mensch in grün(blau in NRW) das gesagt hat. LOL
Prost
03.11.2010, 09:40:43
Ist zwar schon was her, aber ich heb meine nach tacho schon auf 210 gehabt, Drehzahl war da bei knapp 11K
OK, nur ganz kurz, weil das nicht wirklich Spaß macht so zusammengefaltet hinter der VVK auf dem Tank zu kleben, die "Fahrstabilität" bei leichten Fahrbahnunebenheiten ist dann auch nicht so toll , aber immerhin...
Saugwurmmensch
03.11.2010, 14:09:37
wenn Du nix geändert hast, also alles original ist, dann ist das ein gutes Argument bei Verkehrskontrollen, :grinser2:
Das wusstest Du natürlich nicht, bevor der nette Mensch in grün(blau in NRW) das gesagt hat. LOL
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Zumal der Rennleiter die Geschichte weder abkaufen wird, noch überprüfen kann ;)
majestic_morpheus
03.11.2010, 21:58:38
Analog zu deinen 200 aufm Tacho sind das knappe 180 in echt.
Ey, ich bin mit 70 in der Stadt gelasert worden und mein Tacho hat's genau angezeigt!
Es müsste da also 224 da stehen, damit du real 200 fährst.
Dat geht net mit 46 PS.
Och, ein paar Löcher rein... :mrgreen:
majestic_morpheus
03.11.2010, 21:59:12
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Zumal der Rennleiter die Geschichte weder abkaufen wird, noch überprüfen kann ;)
Und ich würde es ihn auch nicht ausprobieren lassen.
majestic_morpheus
03.11.2010, 22:03:54
Also der Tacho meiner DUC geht momentan nach.....bei 180 auf der Anzeige sagt das Navi 205 Km/h an...:?
Richtige Reifen drauf?
klassikfon
04.11.2010, 07:35:24
Richtige Reifen drauf?
Logo.....die Abweichung kam vom einen auf den anderen Tag, also nicht schleichend. Mein erster Gedanke war: warum ist die Mühle heute so lahm? Der Blick auf den DZM hat dann aber Klarheit gebracht, bei gleicher Drehzahl im gleichen Gang sollte ja auch die gleiche Geschwindigkeit anliegen....dann Test mit Navi....tja, Tachowelle ist ok, Antrieb auch, wird es wohl der Tacho sein...
Bei 100 k/mh zeigt er aber noch fast genau an...
Flipstar1
05.11.2010, 02:36:43
ja, das mag sein, aber in echt sind das viel viel weniger.
Analog zu deinen 200 aufm Tacho sind das knappe 180 in echt.
Es müsste da also 224 da stehen, damit du real 200 fährst.
Dat geht net mit 46 PS.
:grinser2:
Hihi ich hab 48 PS aber die "realen" 200 schaffe ich auch nicht. Naja aufm Tacho mal angekratzte 200 bringen ein zufriedenstellendes Glücksgefühl
Und ich hab die zweihundert auch nur mit Rückenwind, auf den Tank gelegt und berg runter geschafft (GS500F). Aber wie jemand vor mir schon sagte... die GS macht Spaß und ist Schrauberfreundlich. Also ist der rest egal...
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