Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Maximal 140km/h ohne Drossel
Cookie
25.07.2011, 10:06:19
Hallo Jungs,
hab ne GS500E Bj. 92. Sie hat 10 Jahre gestanden und ich habe sie letztens general überholt, entdrosselt und mich nach der ersten Probefahrt sofort verliebt. Allerdings kommt sie nur bis 140km/h. Eingetragen hat sie aber 175 top.
Vorher war ne Drossel mit Anschlägen und und 135er Düsen drin. Anschläge habe ich rausgenommen, Nadel hab ich in 4. Kerbe gehängt und Düsen habe ich gegen 122,5er getauscht. Ich weiss es gehören 120er rein, aber ich hatte keine.
Laufen tut sie wie ein Uhrwerk, auch bis 11t u/min. Sie fährt ziemlich gut, finde ich ohne jemals einen Vergleich gehabt zu haben.
Nun fragt sich, warum ist bei 140km/h Schluss? Habe die Nadel letztens nach ganz oben gehängt, einfach um zu testen, da war bei 120 Schluss. Danach hab ich mir hier noch die Anleitung durchgelesen und entdeckt, dass laut Anleitung nur ein O-Ring am Vergaserdeckel eingesetzt werden soll. Ich habe zwei drin. Wo ist der unterschied und auf welcher Seite muss er fehlen? Egal oder vom Unterdruckschlauch abhängig?
Danke im voraus
klassikfon
25.07.2011, 10:15:52
Auf beiden Seiten gehört ein 0-Ring unter den Deckel, dort wo der Synchronanschluß ist. Schau in meine Signatur, da ist die Anleitung zum zerlegen des Vergasers hinterlegt.
Gruß Ric
Cookie
25.07.2011, 10:25:51
OK, dann sollte der Vergaser schon mal einwandfrei zusammengesetzt sein. Ich habe Ihn übrigens reinigen lassen, als ich das gute Stück überholt habe.
Noch einer ne Idee? Übrigens hat es bei mir auch einmal Puff im Leerlauf gemacht, aber die Gründe dafür waren eine überlaufende Vergaserkammer. (Vermute ich)
klassikfon
25.07.2011, 10:28:36
OK, dann sollte der Vergaser schon mal einwandfrei zusammengesetzt sein.
Du hast also unter beiden Deckeln den 0-Ring?
Übrigens hat es bei mir auch einmal Puff im Leerlauf gemacht, aber die Gründe dafür waren eine überlaufende Vergaserkammer. (Vermute ich)
War das mit der übergelaufenen Schwimmerkammer von oder nach der Vergaserreinigung? Wie wurden die Gaser gereinigt? Mit Rep-Sätzen neu komplettiert?
Cookie
25.07.2011, 10:33:48
Jep, habe unter beiden Deckeln, je einen O-Ring (nicht zwei Ringe unter einem Deckel :))
Nein, da 10 Jahre lang Sprit im Vergaser stand musste ich die als erstes Reinigen lassen, sind hier in der Selbsthilfe im Bad gelandet, nicht Ultraschall sondern Lauge/Säure (?). Danach habe ich versucht den Vergaser wieder in Betrieb zu nehmen, dabei ist der linke immer übergelaufen, und irgendwann hat es denn mal "puff" gemacht, es war um die linke Schwimmerkammer rum alles nass. Danach habe ich mir dann ein Rep-Kit geholt und sämtliche Dichtungen (bis auf die bei der man Schieberlauffläche etc. scheinbar rausholen muss) und das Kammerventil ausgetauscht. Danach lief sie Top und auch die Kammer ist nicht mehr übergelaufen.
Hab das Gemisch und die Synchronisierung dann einstellen lassen.
klassikfon
25.07.2011, 10:38:25
Stand die Maschine als die Schwimmerkammer übergelaufen ist? Oder war das im Fahrbetrieb? Welche Benzinhahnstellung?
...die Reinigung eines Vergasers mittels Säure oder Lauge ist keine gute Idee. Ich hatte hier schon einige auf dem Tisch, die damit versaut wurden. Man kann mit cemikalien auch mal fix das Material angreifen, da kann einiges in die Hose gehen. Und eine Säure sorgt eventuell für eine Tolle Optik, kann aber organische Rückstände nicht entfernen. Ich bleibe da bei meiner Meinung, Ultraschall hat auch Grenzen, aber was besseres gibt es dafür einfach nicht.
Gruß Ric
Cookie
25.07.2011, 10:42:13
Vergaser sah soweit gut aus, ich konnte keine Beschädigungen oder angegriffenen Flächen feststellen. Die Maschine Stand als der Vergaser übergelaufen ist. Bei genug Gas ist er gar nicht erst übergelaufen.
Aber könnte denn die Schwache Endgeschwindigkeit noch an Verdreckung liegen? Hauptdüse und dazugehöriger Gang sind komplett frei.
Und für 45PS finde ich zieht sie nicht unbedingt schlecht, aber hier fehlt mir wie gesagt der Vergleich. Sie zieht etwa so wie meine Transalp und die hatte 54PS.
klassikfon
25.07.2011, 10:48:26
Die Maschine Stand als der Vergaser übergelaufen ist.
Mit laufendem oder mit ausgeschaltetem Motor? Ich will darauf hinaus: Wenn man versehentlich das Mopped mit benzinhahnstellung "PRI" abstellt, kann auch Benzin ins Öl laufen, das sollte man dann dringend überprüfen (am Peilstab riechen).
Ansonsten kann es noch immer an Verschmutzungen in Unzugänglichen Stellen liegen, das sie nicht richtig läuft.
Wie stelle ich mir das vor? Dreht sie in den unteren Gängen voll aus und das wird dann in den oberen Gängen immer weniger? Oder versuchst Du im größten Gang von 100 K/mh bis auf Vmax zu beschleunigen (das schafft sie nämlich u.U. nicht, ist zu lang übersetzt)
Gruß Ric
Edit: Natürlich gibt es auch andere mögliche Fehlerquellen, z. Bsp. die ungehinderte Spritzufuhr, Luftfilter usw...
Cookie
25.07.2011, 10:54:04
Zuerst habe ich gedacht sie bekommt nicht genug Sprit, daher habe ich bei der ersten Probefahrt dann von ON auf PRI gedreht, aber als das nichts gebracht hatte. Kann gut sein, dass was ins Öl gelaufen ist. Ich rieche nachher mal dran.
Letzteres ist aber ein guter Hinweis, versuch immer wie von der Transalp gewohnt im letzten kann von 100 auf Vmax zu kommen. Was hat denn das "u.U." in deinem Satz zu bedeutet? Gibt es "normale" GS die das schaffen und nur manche sind zu schlapp, so aller Darwins Evolutionstheorie? Oder kann man da generell was machen?
Ich werde das ganze mal in einem kleineren Gang versuchen. Ich schalt meist so zwischen 5000 und 7000. Ich hab aber gestern aus reiner Neugier den zweiten mal bis 11000 gezogen, abgesehen, davon dass mich sämtliche Fussgänger angestarrt haben, lief sie gut.
klassikfon
25.07.2011, 10:59:27
Nuja, ich fahre ehr selten mal GS 500. Würde aber schon ausm Bauch heraus erst bei hohen Drehzahlen schalten um Vmax zu erreichen. Kann mir schon vorstellen, das es die eine oder andere GS auch so schafft, ist ja auch immer ne Frage der Bedingungen auf der Fahrt.
Ich meine auch, das ich hier im Forum schon gelesen habe, das einige Vmax nur im 5. Gang erreichen, bin mir da aber nicht ganz sicher.
Meine NTV und die DUC schaffen das auch ab Standgas, da sind die Motoren aber auch mit mehr Drehmoment gesegnet.
Bitte aber vor der nächsten Fahrt unbedingt am Öl riechen und das Mopped NIE auf PRI stehen lassen.
Cookie
25.07.2011, 13:03:36
Kann mir nochmal einer kurz erklären, in welcher Kerbe bei diesem Modell entdrosselt die Nadel hängen sollte? Habe in diesem Thread (http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=10261) gelesen, dass ich die Nadel von der 4. in die 3. Kerbe hängen soll.
Allerdings würde die Nadel dann tiefer hängen, wenn sie momentan in der 4. hängt, statt wie ich gedacht hätte höher. Zählt man von der Spitze aus?
Saugwurmmensch
25.07.2011, 14:17:33
Entdrosselt immer mittlere (3.) Kerbe.
Für fetteres Gemisch im Teillastbereich hängt man die Nadel höher indem man den Clip tiefer setzt (Richtung langes Nadelende). Dadurch gibt die Düsennadel früher mehr Hauptdüsenquerschnitt frei, wenn der Schieber nach oben geht.
Willow
25.07.2011, 15:25:23
Hast du schon den Luftfilter getauscht. Du sagtest ja du hättest sie entdrosselt, dann musst du auch den Luftfilter tauschen. Genaue Bezeichnung ist glaub 01D50.
Auf falschluft solltest du auch mal Prüfen -> Suche benutzen.
Cookie
25.07.2011, 15:27:14
LuFi ist getauscht. Hab mir einen bei Matthies geholt, kein Original und hab leider nicht auf den Hersteller geachtet.
Saugwurmmensch
25.07.2011, 15:29:06
Der Filter wird nur bei den Baujahren 96-03 getauscht.
Bei allen anderen ist es offen wie gedrosselt der selbe Filter.
Cookie
27.07.2011, 07:50:15
So, hab nun mal alles erneut durchgecheckt. Hab die Nadel mal nach Anleitung eingehängt und sie da, sie läuft nun knapp über 180 laut Tacho. Allerdings fängt Sie ab 170 stark an zu schlingern, kann aber auch am Wind hier an der Elbe liegen, aber ich werd die Reifen trotzdem nochmal checken lassen.
Danke nochmal für die Hilfe.
klassikfon
27.07.2011, 10:28:39
Sie hat 10 Jahre gestanden...
Allerdings fängt Sie ab 170 stark an zu schlingern, kann aber auch am Wind hier an der Elbe liegen
Wird sicher an steinharten alten Reifen liegen, schau doch mal nach dem Reifenalter:
http://de.wikipedia.org/wiki/DOT-Nummer
...das ist schon lebensgefährlich mit einem Motorrad mit so alten Reifen zu fahren, nach 6 bis 7 Jahren sind die Reif für die Tonne.
Gruß Ric
Cookie
27.07.2011, 12:49:57
Die Reifen sind natürlich nagelneu und eigentlich sollte er sie auch ausgewuchtet haben. Die alten hatten nen Standplatten.
fr!edol!n
27.07.2011, 14:17:32
dann ist doch alles ok. sie ist mit 170 auch eingetragen und die läuft sie doch ca. ist doch super.
gewicht etc von dir und größe spielt auch ne rolle. oder kleidung etc etc
berndy
28.07.2011, 10:41:13
Leichtes Pendeln am Lenker ist normal, kann von Fahrbahnunebenheiten, der Sitzposition, Gewichtsverteilung usw. kommen. Bei meiner tritt es auf, wenn ich mich nach vorne ducke um auf Höchstgeschwindigkeit zu kommen.
http://www.motorradfahrer-lev.de/index.php?article_id=113
Cookie
01.08.2011, 09:02:12
Leichtes Pendeln ist gut. Es ist so stark, dass ich es nicht ausgleichen kann. etwa 2 bis 3 Hz. Aber bin bis dato erstmal zufrieden. Ohne Verkleidung macht das eh keinen Spaß :)
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