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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ölverständniskontrolle


unbuntpunkt
03.07.2012, 14:03:26
Hy liebe Community,

der Vorbesitzer meiner GS bj 92 hat seit je her das Öl Actevo 20/50 von Castrol benutzt. Da der Liter aber 26€ kostet und mir das etwas teuer vorkommt, vorallem weil wir ja wissen dass die GS doch relativ durstig sind, ist meine Frage ob ich gefahrlos auf ein anderes Öl umsteigen kann. Wenn ja, ist das nur mit einem kompletten Ölwechsel zu bewerkstelligen oder kann man das auch sukzessive beim nachfüllen ändern? Weiters wäre dann noch interessant was es für alternativen gibt die mich als Studenten nicht am Hungertuch nagen lassen? :?

Und zu guter Letzt noch eine Verständnisfrage; Ich meine hier irgendwo gelesen zu haben, dass zu viel Öl schlechter ist als zu wenig. Verhält es sich hier z.b. wie bei alten Pinzgauern (von anderen Motoren kann ich es nicht mit Sicherheit sagen) dass das überschüssige Öl durch die Pneuel(?) Stange aufgewirbelt wird, schäumt und deswegen zu dünnflüssig wird?

Hoffe das war nicht zu laienhaft, so long...
unbunt

berndy
03.07.2012, 14:33:17
Ja, kannst du, ist eh das falsche Öl.

Nein, zuviel Öl ist zwar auch nicht gut, aber besser als zuwenig. Ja, das Öl wird durch die Pleuelstangen verschäumt, was zu Schmierproblemen führen kann. Zu wenig Öl führt aber immer zu Motorschäden. Das Öl dient nicht nur der Schmierung sondern auch der Kühlung. Zu wenig davon und es kann zu Überhitzungen im Motor kommen, abgesehen von Mangelschmierung usw. Der Ölpegel sollte daher immer zwischen LOW und FULL sein.

Ölwechsel mit Filter sind alle 6000 km vorgesehen. Öl- und Filterwechsel sollte man auch machen. Vll. nicht alle 6000 km, die Intervalle kann man auf eigene Verantwortung etwas ausdehnen, 7000 - 8000 km dürften kein Problem darstellen. Im Motoröl sammeln sich aber Schwebstoffe, Abrieb, Verbrennungsrückstände die die Schmiereigenschaften negativ beeinflussen können und mit der Zeit setzt sich der Ölfilter zu. Das kann natürlich zu Motorschäden führen.

Zum Nachfüllen kannst du jedes beliebige Motorradöl der Viskositätsklasse 10W40 nehmen. Da der GS-Motor relativ anspruchslos gegenüber dem Öl ist, reicht die Hausmarke von Louis (Procycle 4-T 10W40), Polo (Viscoil SAE 10W-40), Hein Gericke (HG 4-Takt Motorradöl 10W40) oder du kannst auch teures von Castrol oder was auch immer nehmen. Ist völlig egal, solange es 10W40 und für Ölbadkupplungen geeignet ist. 4 Liter Öl kosten derzeit etwa 25 €, 2,9 L braucht man für den GS-Motor. Den Rest hat man zum nachfüllen.

Wenn der Ölwechsel fällig ist, einfach das alte Öl und den Ölfilter raus, neuen Ölfilter und 10W40 rein. Dauert noch keine 10 Minuten und kostet zusammen ca. 30 €, wenn du es selbst machst.

unbuntpunkt
03.07.2012, 18:36:17
Vielen Dank für die schnelle und kompetente Hilfe!

Wünsche Dir noch einen netten Abend,
unbunt

:undwech:

AmigaHarry
06.07.2012, 07:54:56
Villeicht noch eine Ergänzung:

Zu wenig Öl ist bei den GS-Motoren nicht nur auf Grund der abnehmenden Schmierwirkung gefährlich sondern auch wegen der im Öl laufenden Lichtmaschine. Ist der Ölstand zu niedrig, wird die nicht mehr ausreichend gekühlt - und das führt bei dieser Bauart (leider) sehr rasch zum Hitzetod der LiMa.....

Sollte dir irgendwo ein Öl unterkommen das Wolfram enthält, solltest du das ebenfalls meiden - es führt mit 99% Warscheinlichkeit zu einer rutschenden Kupplung........

Ein zuviel an Öl "entsorgt" die GS normalerweise selbst durch die Entlüftung in die Airbox und verbrennt es. Ein "viel zu viel" Öl führt zu Schaltproblemen und wie oben schon geschrieben zur Schaumbildung.... noch mehr Öl (also ab etwa 1,5l zu viel) dann auch noch zu starken Vibrationen und Folgeschäden.
Alles schon dagewesen..........

Dobbi
07.07.2012, 17:28:30
Warum sollte denn Wolfram im Öl sein?
Meinst du nich MoS2?

Gruß Dobbi

thy
07.07.2012, 22:38:55
ProCycle ist von Pentosin die beliefern BMW und Co. mit Ölen und hat sogar mehr Freigaben als Castrol und ist so gesehen auch noch viel günstiger ;)
Ich verwende schon immer ProCycle und hatte nie Probleme und n Kumpel von mir fährt immer Castrol, kurz nachdem letzten Ölwechsel hat seine Kupplung angefangen zu rutschen.
Wir fahren beide keine GS mehr, zur Info^^

berndy
09.07.2012, 12:19:16
Warum sollte denn Wolfram im Öl sein?
Meinst du nich MoS2?

Gruß Dobbi

Als angeblich verschleißminderndes Additiv, das dafür Sorge tragen soll, dass das Motoröl weniger Verbrennungsrückstände aufnimmt. Das Öl soll weniger verschmutzen und verschleißen. Wo der Dreck dann aber bleibt ...

http://www.pantere-shop.de/faq/

Dobbi
10.07.2012, 14:27:20
Aber Wolfram gehört ja kaum zur Kategorie der Festschmierstoffe, kann mir nicht erklären wie das vor Verschleiß schützen soll.
Im gegenteil durch solche Zusätze wird die Schmutzbindende Eigenschaft des Öl wohl eher herabgesetzt.
Normalerweise hat gutes Öl Additive die Schmutz binden können(hab den namen gerade vergessen) aber woher sollen diese Additive wissen das Wolfram/MoS2 guter "Schmutz" ist und der Metallabrieb schlechter?

Genau wie diese Aussage das "W" in der Viskositätsklasse bedeutet das es ein Winteröl ist, ein 20W-Öl ist wohl denkbar ungeeignet für den Wintergebrauch.

Gruß Dobbi

majestic_morpheus
10.07.2012, 18:18:29
Das W steht für "Wintereignung" und gibt den Eignungsbereich für niedrige Temperaturen an.

20W hat einen Eignungsbereich bis -10 Grad - also durchaus winterlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Motor%C3%B6l#SAE-Klassifikation

Dobbi
11.07.2012, 09:59:54
Das stimmt bei Wikidingens auch nicht ganz, das "W" beschreibt einfach nur das die 1. Zahl die Tieftemperatur-Viskosität ist.
20W würde ich nichtmal bei unter 0°C einsätzen
Wikipedia schreibt einfach nur 20W bis -10 grad??? was ist denn bei -10 Grad, Stockpunkt, pourpoint???
Außerdem macht eine verallgemeinerung keinen Sinn, seit 20 Jahren gibt es keine Motoren die dieses Öl brauchen, damit krigst du jeden Motor bei den Temperaturen kaputt.
in dem Video kann man sich ungefähr vorstellen wie sich 20W bei solch tiefen Temperaturen verhält.
http://www.youtube.com/watch?v=cL6uMHqSSJ4

Gruß Dobbi

AmigaHarry
11.07.2012, 12:44:54
Wolfram wurde und wird noch immer in manchen Ölen als Additiv eingesetzt. Was es darin bewirken soll ist mir eigentlich ziemlich egal - Fakt ist das es eingesetzt wird und uns dann wohl die Marketingmaschinerie der jew. Firma erleuchten wird warum... (oder auch nicht).....

Fakt ist aber auch, das solche Öle in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen mit Nasskupplungen geführt haben, weswegen Hersteller namhafter Motorradöle darauf längst verzichten (Castrol war da früher so ein Kandidat) - was aber nicht heisst das sich nicht noch immer solche Öle am Markt herumtummeln.....

Dobbi
11.07.2012, 20:00:26
Gut bei Nasskupplungen müsste man testen welches Öl wie gut funktioniert.
Ich und viele andere verwenden bei den DDR Motorräder/Mopeds mit Erfolg, Vollsynthetische Öle, das liegt aber daran welches Material für die Lamellen verwendet wird.

Gruß Dobbi

gsmattis
11.07.2012, 21:13:36
Gut bei Nasskupplungen müsste man testen welches Öl wie gut funktioniert.
Ich und viele andere verwenden bei den DDR Motorräder/Mopeds mit Erfolg, Vollsynthetische Öle, das liegt aber daran welches Material für die Lamellen verwendet wird.

Gruß Dobbi

Bei der GS bist du mit mineralischem Öl immer auf der sicheren Seite

Dobbi
12.07.2012, 21:56:53
ja dieses Argument hällt sich bei allen Motorradtypen, dabei sind Vollsyntheseöle den Mineralischen in jeden hinsicht überlegen.
Nur weil es die Mehrheit noch nie anders gemacht hat... aber ich will jetzt hier keinen Glaubenskrieg anfangen:grinser2::fechten2:

Gruß Dobbi

gsmattis
13.07.2012, 05:32:37
Und wieso haben dann - vor allem bei den größeren Maschinen - so viele Kupplungsrutschen mit Vollsynthetischem Öl

majestic_morpheus
13.07.2012, 07:09:18
Auch die GS hat eine starke Neigung zu Kupplungsrutschen mit vollsynthetischen Öl, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Diese Diskussion hatten wir schon gefühlte 1000-Mal. Dobbi, du kannst in deine GS reinkippen was du willst. Die Empfehlung hier im Forum wird aber immer zugunsten mineralischer oder teilsynthetischerMotorrad-Öle ausfallen. Einerseits weil man damit vor Kupplungsrutschen sicher ist, andererseits weil der GS-Motor mit diesen Ölen sehr gut klarkommt.

Und für alle Noobs nochmal der Hinweis, dass die Hausmarken von Polo, Louis und HG völlig ausreichen und die beste und günstigste Alternative bei den für die GS geeigneten Ölen darstellen. Auf gar keinen Fall darf Öl verwendet werden, dass nicht ausgewiesenes Motorrad-Öl ist.

berndy
13.07.2012, 12:58:26
ja dieses Argument hällt sich bei allen Motorradtypen, dabei sind Vollsyntheseöle den Mineralischen in jeden hinsicht überlegen.
Nur weil es die Mehrheit noch nie anders gemacht hat... aber ich will jetzt hier keinen Glaubenskrieg anfangen:grinser2::fechten2:

Gruß Dobbi

So?

Beweise?

Wie macht sich denn diese Überlegenheit bemerkbar? Hast du dazu Belege?

Dobbi
14.07.2012, 08:31:58
Das kannst du dir in den PDFs der Hersteller alles genau durchlesen.
Was glaubst du warum in Autos schon seit etlichen Jahren keine Mineralischen-Öle mehr verwendet werden.;-)
Um es mal mit den worten von BP auzudrücken: PAOs haben einen ganz speziellen Molekühlaufbau, wie er im Erdöl nur in geringsten Maßen auftaucht, sie sind gewissermaßen eine Maßanfertigung.

HC-Öle sind schon besser als Mineralische-Öle und Vollsynthetische übertreffen diese noch um Längen.

Belege?
Ich habe bei unserer S51, die ja auch ausschließlich nur mit mineralischem Öl zu schmieren ist, Vollsynthetisches Öl ins Getribe gekippt und freue mich jetzt über bessere Schaltbarkeit, weniger schaumbildung, einen besseren VI der das Öl nicht so Dünnflüssig macht bei hohen Temperaturen.
Außerdem ist es ein GL5 Öl was dem Getriebe zusätzlich zugute kommt.

Macht doch selbst den Versuch und kipp Mineralisches Öl in ein halbwegs neues Auto und kuck wie lange der Motor hält.

Gruß Dobbi

berndy
14.07.2012, 09:05:50
Aha, du vertraust also den Aussagen der Ölhersteller.

Mh, bei deren Äußerungen wäre ich etwas skeptisch, die wollen das Zeug ja verkaufen.

Das mit dem Getriebe an deiner S51 kann ich dir glauben oder auch nicht. Vll. lags nur daran, dass das Getriebe mal frisches Öl brauchte oder insgesamt zuwenig drin war.

Ergo kein nachvollziehbarer Beweis.

Ich dachte du hättest wenigsten unabhängige Gutachten, die du dazu verlinken kannst.

Ich benutze grundsätzlich das Öl, das vom Motorenhersteller vorgesehen ist. Denn das ist der beste Kompromiss.

Dobbi
14.07.2012, 09:16:58
Das mit ser S51 is schwer zu glauben gerade von den Kritikern es haben aber schon etliche andere gemacht auch mit anderen Motorräder und die können genau das gleiche erzählen.

Du kannst dir durchlesen was du willst, das Vollsyntheseöle besser sind als Mineralische dürfte aber weitreichend bekannt sein, das können diese Hersteller auch chemisch beweisen.

Les dich mal ne weile in das Thema ein, Mineralöl ist schon lange kein Thema mehr.

Was für Beweise Willst du denn haben?
Frag doch mal an den Universitäten nach was die dazu sagen.;-)

Achja die Motorherstellerangaben, da könnte man das selbe sagen wie beim Öl-Hersteller, keiner ist daran interessiert, das seine Motoren nie kaputt gehen.
Sieht man ganz starkt bei Ford, die schreiben nur ein A1/B1 Öl vor, was ich im Leben nichtmehr in den Motor kippen würde.

Wenn du dich da mal ein bischen Informieren willst, such mal bei google nach Beiträgen von Sterndocktor, der hat immer sehr informative Beiträge geschrieben.

Gruß Dobbi

berndy
14.07.2012, 10:36:09
Ich habe so den Eindruck, dass du auch nicht mehr weißt als ich.

Dass man im www recherchieren kann, habe ich auch schon vor 10 Jahren entdeckt.

Dobbi
14.07.2012, 10:46:14
Und warum tust du ess dann nicht, ich bin kein Chemiker um dir das genau haar genau erklären zu können.
Aber wer jetzt noch behauptet das Vollsyntheseöle nicht besser sind als Mineralischen, hat sich mit dem Thema wirklich noch nie befasst.

Lese dich dazu bitte erstmal ein, sonst macht das hier kein Sinn.

Soll ich dir auch gleich ein paa Links posten, dann dauert die Suche nicht so lange.

Gruß Dobbi

berndy
14.07.2012, 11:13:14
Hab ich doch schon. Nur die Hersteller versprechen dir das blaue vom Himmel und unabhängige Gutachten findet man so gut wie nicht.

Anhand von chemischen Formeln usw. kann man leider nicht erkennen, ob das Zeug schmiert, dazu brauchts Testreihen unter verschiedenen Betriebszuständen, die werden von den Herstellern aber gar nicht veröffentlicht weil dann die Konkurenz das ja auch herstellen könnte.

Die Schmiereigenschafte werden zudem nicht nur vom Grundöl sondern in nicht zu vernachlässigendem Umfang auch von den Additiven bestimmt.

Somit kann auch ein synthetisches Öl ohne Additive schlechter sein, als ein mineralisches Grundöl mit guten Additiven.

Einfach zu behaupten, dass generell alle Syntheseöle nur Vorteile gegenüber mineralsichen Ölen hätten, ist m.M.n. nicht haltbar.

Was hingegen stimmt, ist, dass Syntheseöle wesentlich homogener und daher auch berechnenbarer in ihrer Zusammensetzung sind.

Es ist für die Hersteller dadurch einfacher möglich gewünschte Eigenschaften der Öle zu reproduzieren, was die Herstellung wesentlich vereinfacht und die Kosten senkt.

Zudem kommt es in Hohem Maße auch darauf an, wo und welche Werkstoffpaarungen unter welchen Beriebsbedingungen geschmiert werden müssen. Nicht umsonst werden in Pkw oder Lkw-Getrieben ganz andere Schmierstoffe (teilweise sogar Fließfette) als in den Motoren verwendet.

Was interessantes zu dem Thema.

http://www.oelsumpfonline.de/motoroel/Motorenoel1.htm

Homs
14.07.2012, 11:21:24
Mein senft dazu :

Ernährungswirtschaftlich gesehen soll ja Olivenöl durch seine Zusammensetzung von verschiedenen ungesättigten Fettsäuren etc. mit das Beste sein und weitaus gesünder für den Körper eines Menschen . Das weiß man ja auch nicht erst seit gestern, als Quelle gebe ich mal meine Freundin an, die studiert das.

Für ein verdammtes SCHNITZEL brauchst du aber BUTTERSCHMALZ!!
Denn das noch so tolle Olivenöl ist für das rustikale Schnitzel einfach nicht geeignet.

Dobbi
14.07.2012, 11:29:52
Das wir hier nicht über 3€ Baumarktöle sprechen war von meiner Seite aus klar;-)
Ich sprach von den großen Herstellern und ich meinte auch nicht das was auf der Flasche steht.

Das man nicht sagen kann das LM besser ist als Castrol ist klar, niemand lässt sich soweit in die Karten kucken, man könnte aber eine Probe an eine Universität geben und anylysieren lassen. Ein Vollsyntheseöl von LM z.B. ist besser als eine Mineralisches vom selben Hersteller.

Und wie du schon gesagt hast benötigt ein PAO wesentlich weniger Additive wie z.B. VI-verbesseren die mit der zeit ja auch "verbraucht" werden.
somit kann man sagen das ein Vollsyn. länger seine Eigenschaften behält als ein Min. was für mich schon ein großer Vorteil ist.

Gruß Dobbi

berndy
14.07.2012, 13:07:10
Mein senft dazu :

Ernährungswirtschaftlich gesehen soll ja Olivenöl durch seine Zusammensetzung von verschiedenen ungesättigten Fettsäuren etc. mit das Beste sein und weitaus gesünder für den Körper eines Menschen . Das weiß man ja auch nicht erst seit gestern, als Quelle gebe ich mal meine Freundin an, die studiert das.

Für ein verdammtes SCHNITZEL brauchst du aber BUTTERSCHMALZ!!
Denn das noch so tolle Olivenöl ist für das rustikale Schnitzel einfach nicht geeignet.

So siehts aus.

AmigaHarry
14.07.2012, 21:14:28
Euch ist in der Diskussion aber schon klar das Autos Trockenkupplungen haben! Die Probleme mit rein synthetischen Ölen treten auf Grund der bei Motorrädern verwendeten Naßkupplungen auf! Da können voll synthetische Öle das wahre Schmierwunder sein, nur - bei Motorrädern nutzt das nix wenn die Kupplung rutscht.......Auch Suzuki empfiehlt im Problemfall mineralische oder teilsynthetische Produkte zu verwenden....

Ach ja, die OMV beispielsweise, stellt für ca. 8 namhafte Marken das Öl her und füllt es sogar in deren Dosen ab (mit mehr oder weniger kosmetischen Modifikationen). Unter anderem auch ein euch sehr bekanntes und vielfach von Forenmitgliedern verwendetes Öl (was bitte aber nicht heissen soll das es schlecht wäre - im Gegenteil!)......Es gibt nicht sehr viele "native" Ölhersteller.....soviel zur Diversität der Öle......

ZRX-Man
16.07.2012, 20:47:17
Das is genauso wie mit dem Sprit von Shell, Aral, Esso und wie sie alle heissen... Da steht der blaue Laster hinter dem gelben vor dem weissen an der selben Befüllanlage in der Raffinerie in Ingolstadt..... :au:

Dobbi
16.07.2012, 22:05:29
Ja aber jeder haut zusätzliche Additive rein und da liegen ja die Unterschiede, das Öl kommt ja immer aus der Erde aber was man damit macht liegt bei jedem selbst.

berndy
17.07.2012, 16:27:37
Dobbi, wenn man so eine Behauptung aufstellt, sollte man das auch aus neutralen Quellen belegen können.

Wieviel wird denn von den Additiven beigemischt?

Goose
17.07.2012, 16:45:30
Die Patrone die in ein Abteil kommt ist ca. 25cm lang und ca. 12 bis 15 cm dick. was genau drin ist weiß ich nicht, aber das was aus der Raffinerie raus kommt ist für alle Marken gleich.

berndy
17.07.2012, 18:52:55
Das Ding hat demnach einen Rauminhalt von ca. 2,5 bis 3 L.

Wie groß ist so ein "Abteil"?

In einem großen Kesselwagen sind ja 20 m³ drin. Damit das Zeugs aber nicht so schwappt ist der unterteilt. Entweder in kleinere Tanks oder mit Schwallwänden.

Wenn man davon ausgeht, dass das Zeugs für 20 m³ ist, dann wären das 0,0125 bis 0,015 % oder 0,125 bis 0,15 ‰. (Edit: Hatte mich um nen 10er Faktor verrechnet).

Also fast nichts, oder homöopatische Mengen.

Wenns für weniger ist, dann ist der Anteil eben entsprechend größer. Aber auch nicht viel.

Goose
17.07.2012, 19:13:32
Ein Freund von mir fährt das Zeug, ein Teil der Additive ist bei allen gleich, das ist also schon im Grundprodukt mit drin. Die Marken spezifischen Teile sind in diesen Kapseln.

Wenn ich mich nicht vertue hat sein Tankauflieger 5 Einzelnen Tanks, was da jetzt genau rein kommt weiß ich nicht, aber ich weiß das er verschiedene Sorten fährt, also Diesel und die verschiedenen Benzine.

Und für jedes gibt es ne einzelne Kapsel. Aber wie genau im Detail, das wissen selbst die Fahrer nicht, die nehmen nur diese "Bombe" und werfen die rein, auflösen und verteilen passiert dann im Tank beim fahren...

berndy
17.07.2012, 19:48:24
Dann gehen wir eben davon aus, dass das Zeugs für 4000 l bestimmt ist. Dann sind es ca. 0,5 ‰.

Ich denke mal, bei dieser geringen Menge dürfte die Wirkung der Additive dementsprechend auch klein sein.

AmigaHarry
17.07.2012, 20:16:08
Ich hatte bei der Besichtigung der Raffinerie mehr so das Gefühl, das sich die Öle nur durch einen Farbstoff unterscheiden.........aber warscheinlich liege ich da ganz falsch........ :hypocrite:

Goose
17.07.2012, 20:33:42
naja, Farbstoffe sind ja da auch dabei.... :grinser2::grinser2::grinser2:

berndy
18.07.2012, 05:47:41
Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge.

Sollen die Leute meinetwegen die gesamten Alpen versetzen und nur das teure Öl und den blauen Sprit fahren.

majestic_morpheus
18.07.2012, 07:21:06
Ich habe vor einigen Monaten mal einen Vergleichstest von Benzin verschiedener Anbieter gelesen. Prinzipiell gab es keine Unterschiede, versprochene Einsparungen im Verbrauch sowie Leistungssteigerungen konnten nicht nachgewiesen werden. Allerdings war eine verbesserte Selbstreinigung der Brennkammern bei einigen Spritsorten mit speziellen Additiven deutlich nachweisbar. Sofern bringen die Additive im Benzin schon etwas, wenn auch nicht viel.

Wenn wir von Motoröl im Zusammenhang mit der GS sprechen, kann man sich jede Diskussion sparen. Wie schon mehrfach im Forum geschrieben ist das Motorkonzept der GS sehr alt und verträgt auch (aus heutiger Sicht) minderwertige Motorradöle. Mir ist auch kein Fall bekannt, wo ein GS-Motor wegen des Einsatzes des richtigen mineralischen Öls (10W40) beschädigt wurde - die sterben immer nur an massiven Ölmangel und/oder vernachlässigter Wartung. Auch wurde schon mehrfach erwähnt, dass die Hausmarken von Polo, HG und Louis bei namenhaften Herstellern abgefüllt werden. Wer mehr Geld investieren will, kann das natürlich gerne tun. Einen nachweisbaren Mehrwert hat jedoch bisher weder ein Forenuser noch die Mineralölindustrie erbringen können.

Goose
18.07.2012, 08:21:21
Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge.

Sollen die Leute meinetwegen die gesamten Alpen versetzen und nur das teure Öl und den blauen Sprit fahren.

Nix da, die bleiben hier........:benni2::benni2::benni2:

Dobbi
18.07.2012, 08:49:46
laut den Aussagen von sterndoctor aus dem Netz, der wesentlich mehr Ahnung hat von Öl als wir alle zuzsammen, beträgt der Additivanteil in gutem Öl bis zu 30%

Und was die einzelnen Hersteller da reinmischen wird wohl kaum einer wissen, ich bitte euch das ist so ziemlich das größte Geheiniss.

Ich brauch bloß mal an einer Flasche Motul und an einer von LM riechen, da hab ich meinen unterschied und die können nicht aus einem LKW kommen.

Goose
18.07.2012, 09:01:25
Das sagt ja auch keiner, es gibt mehr Hersteller von Öl in Deutschland als Raffinerien.

Das Grundprodukt Öl ist für alle gleich weil sie das Grundmaterial einfach einkaufen.

Das dann jeder Hersteller seine Sachen da rein mischt und das diese Zutaten auch Geheim sind ist unbestritten.

Wir reden hier darüber ob es Sinn macht ein Hochleistungsöl für moderne Vierzylinder in den GS Motor zu kippen.

Selbst bei unser Renn GS haben wir mit der original Kupplung und nem guten Motul ÖL in Synthetisch in den großen braunen Eimer gegriffen, auf dem Prüfstand fing die Kupplung das rutschen an.

Louis mineralische rein gemacht, und das rutschen ging weg. Als wir dann später die Kupplung getauscht hatten weil wir ne verstärkte mit neuen Stahl und Reibscheiben montiert hatten, konnten wir das Motul Öl auf einmal verwenden.

Aber selbst auf der Renn GS reicht eigentlich ein Mineralisches aus, wenn die Füllmenge stimmt, und du mit nem Ölkühler die Thermik in den Griff bekommst, macht so ein Motor sogar ein vier Stunden Rennen mit.

Das was die drei Großen als Eigenmarke verkaufen, kommt von ganz normalen Öllieferanten die es einfach nur in eine Verpackung von Polo Louis oder HG abfüllen.

Gerade beim Polo sind die Hy-Q Artikel meistens von namenhaften Herstellern.
Als Beispiel, Hy-Q Sintermetallbeläge sind EBC Goldstuff, bei Louis kommen die Bremsbeläge aus England, die KBA Nummer auf dem Belag gehört zur Firma Ferrodo.

Dobbi
18.07.2012, 11:25:48
Gut ich versuche mal zu erklären wie ich das sehe.

Eine Maschine ist eine sich selbst zerstörende Apparatur (durch verschleißan den Lagern Zylinder...).
Also wäre der Idealste zustand, eine Maschine, die keinen Verschleiß hat (ist natürlich nicht möglich) und natürlich läuft der GS Motor mit dem einfachen Mineralischen Öl wunderbar aber auch nicht ewig und wenn ich durch den Einsatzt von besserem Öl die Haltbarkeit deutlich verlängern kann wäre mir der minimale Mehrpreis des besseren Öls, auf Dauer auch wert.
Der einzige Grund warum man mit Mineralischem Öl fährt ist die Nasskupplung.
Wenn ich aber ein Öl hätte, was der Nasskupplung nichts böses tut, würde ich dieses immer bevorzugen.
Am idealsten ein 0W-40 oder 5W-50, das könnte man dann auch für den Renneinsatz nehmen, da ein Vollsynth. wesentlich wärmestabiler ist als die Mineralöle.

Ich hoffe ich konnte damit meinen Standpunkt etwas besser verdeutlichen.;-)
Natürlich kann jeder reinkippen was er will aber das Vollsynthetische nicht besser sind als Mineralische ist einfach falsch.

Gruß Dobbi

gsmattis
18.07.2012, 12:28:00
..... Ich hoffe ich konnte damit meinen Standpunkt etwas besser verdeutlichen.;-)
Natürlich kann jeder reinkippen was er will aber das Vollsynthetische nicht besser sind als Mineralische ist einfach falsch.
Gruß Dobbi

Hat glaubich auch keiner gesagt, dass vollsynthetisches schlechter ist als mineralisches, nur, dass es bei der GS nix bringt

Gstreiber
18.07.2012, 22:44:00
Gut ich versuche mal zu erklären wie ich das sehe.

Eine Maschine ist eine sich selbst zerstörende Apparatur (durch verschleißan den Lagern Zylinder...).
Also wäre der Idealste zustand, eine Maschine, die keinen Verschleiß hat (ist natürlich nicht möglich) und natürlich läuft der GS Motor mit dem einfachen Mineralischen Öl wunderbar aber auch nicht ewig und wenn ich durch den Einsatzt von besserem Öl die Haltbarkeit deutlich verlängern kann wäre mir der minimale Mehrpreis des besseren Öls, auf Dauer auch wert.
Der einzige Grund warum man mit Mineralischem Öl fährt ist die Nasskupplung.
Wenn ich aber ein Öl hätte, was der Nasskupplung nichts böses tut, würde ich dieses immer bevorzugen.
Am idealsten ein 0W-40 oder 5W-50, das könnte man dann auch für den Renneinsatz nehmen, da ein Vollsynth. wesentlich wärmestabiler ist als die Mineralöle.

Ich hoffe ich konnte damit meinen Standpunkt etwas besser verdeutlichen.;-)
Natürlich kann jeder reinkippen was er will aber das Vollsynthetische nicht besser sind als Mineralische ist einfach falsch.

Gruß Dobbi

Jup das einzige Problem ist nur das ein Vollsynthetisches Öl 3 Motoren überlebt (;. Wenn wir jetzt von den normalen Longlife Öl sprechen. Das kann doch nur länger benutzt werden weil es weniger Schmutzstoffe binden kann. Ich bevorzuge bei Autos und Motorrädern immer noch teilsynthetisches Öl. Ausser bei Partikelfilter bzw Dieselturbomotoren, da muss das bessere wegen eines geringeren Aschewertes rein.
Bei der Gs500 als ich sie übernommen habe normales 15w40 reingekippt und jetzt einen Ölwechsel mit normalen 10w40 Autoöl nennt sich Castrol Magnatec und keine Probleme beim Kuppeln oder sonstigem. Und das der Motor durch bessere Öle länger lebt kann natürlich sein, aber was viel wichtiger als Öl ist, den Motor warm zu fahren und ihn nicht zu stark auszudrehen. Bei 0er Öl könnte es sein, das sich das Öl bei höheren Temperaturen zwischen den Kolbenringen durchdrückt. Da habe ich aber leider keine Erfahrungswerte bei der Gs. Würde mich mal interessieren.

Grüße Julian

Dobbi
19.07.2012, 10:04:13
Warum sollte ein Longlifeöl weniger Schmutz binden können? Dadurch würden die Wechselinterwalle wohl eher verkürzt, genau das Gegenteil ist meiner Meinugn da der Fall.

Die Warmfahrfase ist sehr wichtig aber beim 15W weitaus belastender als beim 0W.
15W-40 und 0W-40 haben bei 100°C die selbe Viskosität;-)
Wenn also beim 15W-40 nichts verbraucht wird denn beim 0W-40 ebenfalls nicht.

Gruß Dobbi

berndy
19.07.2012, 12:28:52
Also wenn das Motoröl viel Schmutz bindet, ist es relativ schnell schmutzig.

Schmutziges Öl ist aber angeblich nicht so gut wie sauberes Öl. (Wobei es dazu natürlich auch Untersuchungen gibt, die das Gegenteil behaupten. Kommt halt gerade drauf an, wem man glaubt.)

Daher wird schmutziges Öl dann auch schneller getauscht.

Nimmt das Öl hingegen nicht so schnell Schmutz auf, wie das Longlifeöl, bleibt es länger sauber und wird nicht so oft gewechselt. Also längere Ölwechselintervalle.

Die Frage ist jetzt nur, was mit dem Dreck, der dann nicht vom Öl aufgenommen wird, geschieht. Ich denke, das Zeugs wird weiterhin im Ölfilter gefangen und das besonders gute Motoröl transport das Zeugs weiterhin in den Filter, oder vielleicht auch nicht, wer weiß. Jedenfalls ist es nicht im Öl und wird auch beim Ölwechsel nicht mit diesem ausgeschwemmt.

Die Passungen in den Motoren, dort wo ein Bauteil auf ein anderes trifft, sind, zum Zwecke der Geräuschminimierung, Leistungsmaximierung, Effizienz usw. auf einen bestimmten Temperaturkorridor ausgelegt. Da der Motor nun mal länger im warmem Bereich arbeitet als kalt, sind die Passungen und Toleranzen ziemlich genau auf 90 °C ausgelegt.

In der Kaltlaufphase, wenn der Motor vielleicht gerade mal 25 °C hat, und die Bauteile noch nicht ihre vorberechnete Wärmeausdehng haben, schlüpft dünneres Öl leichter, überall dort wo Platz ist, vorbei als dickes Öl. Auch wenn beide bei 90 °C gleich flüssig sind.

Aus diesem Grund würde ich in meinem alten ausgelutschten Fiesta- oder GS-Motor auch gar kein 0W haben wollen. Das Zeug ist dünn wie Wasser, fließt aus allen Ecken schnell in die Ölwanne und durch die Dichtungen, dichtet gerade in der Warmlaufphase nicht so gut wie dickes Öl usw.

Capisce?

Dobbi, probier du das dünne 0W50 synthetic aus und freue dich an den vielen Vorteilen die du gegenüber altbewährtem 10W40 hast. Vertraue auch ruhig auf die ganzen Verkaufsargumente der Verkäufer, die haben immer Recht. Die Ingenieure in der Motorenentwicklung haben keine Ahnung, deswegen schreiben die auch mineralisches oder nur teilsynthetisches Öl vor. Würden die mal besser auf die Ölverkäufer hören, die Motoren könnten ewig halten.

Meine Pkw-Motoren halten mit billigem 5W40 aus dem Baumarkt mit dem "P" bereits seit 152000 und 232000 km, nach 20 Jahren sind allerdings die Karosserien nicht mehr rentabel zu reparieren. Meine GS hat trotz 10W40 von Polo und Louis 44000 km gehalten, verbraucht keine bedenklichen Ölmengen und macht keine unnormalen Geräusche.

Welche Erfahrungen hast du mit deinen Motoren mit 0W50 oder überhaupt mit teurem synthetischem Öl?

Dobbi
19.07.2012, 13:15:12
1. 0W-50 gibt es nicht
2. Wenn eine Dichtung mit dünnerem Öl saut, dann ist sie nicht dicht ergo austauschen.
3. Wo habe ich geschrieben, das ich den Angaben auf der Flasche glaube.
Bei den Herstellern wie Castrol, LM oder Mobil kann man aber davon ausgehen, das die Freigaben stimmen und nicht ohne Genhemigung drauf gedruckt sind.
Die Werte auf die ich mich beziehe, stehen aber in den technischen Datenblättern und diese Angaben sind genormt und stehen nicht auf den Flaschen.
4. Hast du deine Motoren schonmal auseinander genommen und vermessen lassen? Solche Aussagen wie "ich fahre schon seit x km mit dem Öl und alles is gut" sind technisch blödsinn.

Und du hast es eben selbst gesagt, dünneres Öl gelangt schneller an die wichtigen Stellen im Motor.

Meine Erfahrungen? Kann ich nur vom Auto sagen und dort, obs du es mir glaubst oder nicht, würde kein Mensch mehr ein Mineralsiches Öl benutzen.
Warum der GS motor mit 10W freigegebn wurde?
Vielleicht wurde der Motor zu einer Zeit entworfen, wo es noch garkeine 0W Öle für Motorräder gab geschweige denn für Nasskupplungen.

Aber egal die einen hängen halt an der alten Suppe und meinen das früher alles besser war und die anderen probieren halt mal was neues aus, mir ist es auch ziemlich gleich was hier jeder in sein Moped kippt, ich habe auch nirgendwo geschrieben, das ich hier jemanden bekehren möchte.

Gruß Dobbi

gsmattis
19.07.2012, 15:16:29
1. (http://compare.ebay.de/like/220687275025?var=lv&ltyp=AllFixedPriceItemTypes&var=sbar)

2. Wieso ist sie gleich inne Dutten? Kann auch einfacvh sein, dass durch die Dichtung was durchdiffundiert.

3. Nicht alles, was wo draufsteht muss auch stimmen. Oder glaubst du Lebensmittelpackungen auch blind?

4. Der Motor läuft - nehme ich an - noch. Ob da unverhältnismäßig viel Verschleiß ist oder nicht kann dir keiner sagen - außer du gibst ihm das Geld für ne Überprüfung. Wenn dus genau wissen willst

5. Wir sprechen immernoch vom GS MOtor. Im Auto fährt mit Sicherheit nicht jeder mit Vollsynthetischem Öl rum, die Mehrheit bestimmt.
Wenn der Motor für das 10W40 konstruiert ist macht es mMn jedenfalls Sinn, dieses auch zu fahren. Du sagst, du willst keinen belehren. Sprichst aber immer wieder davon, dass das Synthetische echt super ist.

Goose
19.07.2012, 15:34:02
Bei der Renne fing der Motor bei 145 Grad an das Öl aus allen Dichtungen zu drücken... das war so dünn wie Benzin.

Nach abkühlen war der Motor wieder trocken....

Dobbi
19.07.2012, 17:47:40
Mathy:lol::lol::lol: ja damit hast den Vogel abgeschossen.:hammer:

Was hätte es für einen Sinn die Daten in den Datenblättern zu ändern?
Nur die wenigsten können damit was anfangen.
Außerdem sind diese Angabe nicht commerziell
wenn du schon so an den Angaben zweifelst, denn weißt du ja nichtmal ob in der Flasche 10W wirklich 10W drinne ist.
Zum Glück sind diese angaben genormt.

@Goose: welches Öl war denn zu diesem Zeitpunkt im Motor?

majestic_morpheus
19.07.2012, 18:08:40
Die Schmutzaufnahme wird bei synthetischen Öl wohl kaum schlechter sein als bei mineralischem, der Dreck muss ja abtransportiert werden und soll sich im Ölfilter sammeln.

Die Intervalle der Ölwechsel werden dadurch bestimmt, wie schnell das Öl so sauer wird, dass es Motorteile angreifen kann. Um dies möglichst lange hinauszuzögern, hat jedes Motoröl eine s.g. alkalische Reserve. Je größe diese ist, umso länger kann das Öl gefahren werden. Bei mineralischem Öl sind die Möglichkeiten beschränkt, diese Reserve über ein bestimmtes Maß zu bringen. Mehr erreicht man nur durch die Synthetisierung des Öls und mit Additiven, und nennt es dann LongLive-Öl. Da jedoch der Ölfilter der GS für Wechselintervalle von 6000 km dimensioniert ist, kann man die LongLive-Eigenschaften des Öls kaum nutzen.

Die Ölhersteller geben bei synthetischen Ölen zusätzlich noch Additive zur Reibminderung dazu. Inwiefern diese abhängig von der alkalischen Reserve sind, weiß ich nicht - ich bin kein Chemiker. Die Reibminderer sind aber der Grund, warum man oft mit synthetischen Ölen Probleme mit der Kupplung bekommt.

Btw:
Die Angaben der Ölindustrie waren schon immer schwammig genug, um möglichst große Profite zu machen. Das heißt nicht, dass sie falsch sind, sie enthalten aber auch nicht die ganze Wahrheit. Ein Ölmulti wird wohl kaum die Verwendung von billigem mineralischen Öl empfehlen, wenn er doch teures synthetisches verkaufen kann. Also gibt man in den Datenblättern die schlechteren Eigenschaften von mineralischem Öl an. Im Kleingedruckten steht dann, dass die Öle diese Angaben mindestens erfüllen oder sogar übertreffen.

@Dobbi: Was bringt dich eigentlich zu der Annahme, dass Premiumhersteller nicht tricksen oder gar lügen? Ich kann dir hundert Beispiele nennen, wo nachweislich falsch oder extrem einseitig geworben wird. Ein Vorgeschmack:

Aral Ultimate 102 spart Benzin bei gleichzeitiger Leistungssteigerung -> Dieser Effekt konnte noch nie unabhängig nachgewiesen werden, trotz vieler Studien.
abindenurlaub.de -> man benutzt rechtswidrige Mittel zum Abverkauf von Zusatzleistungen, die dann oft nicht mal in der Buchung enthalten sind. Die Haftung trägt dann der Reiseveranstalter und nicht die Online-Plattform.


Nachtrag, ebenfalls @Dobbi:
Es ist ja ehrenwert, wie du hier deine Meinung verteidigst. Und wie schon mehrfach geschrieben, kannst du ja auch in deine GS reinkippen, was du willst. Wenn es das teure, synthetische Markenöl sein muss damit du dich wohl fühlst - okay. Ist ja deine Ansicht, deine GS und dein Geld. Wie du schon bemerkt hast, sehen das viele anders und du wirst zumindest mich nicht von Vorteilen der Verwendung synthetischer Öle in der GS überzeugen - egal wie vehement du hier diskutierst ;-)

Dobbi
19.07.2012, 18:33:29
nochmal, ich habe nie davon gesprochen das Öl kraftstoff spart, ganz im gegenteil dickeres Öl hat eher einen größeren Leistungsvernichtungsfaktor.

Ich habe mich nur auf die technischen Angaben in den Datenblättern bezogen und die werden nun mal genormt.
Auf Irgendwelche Werbesprüche habe ich noch nie rücksicht genommen, was aber wieder beweißt das sich hier wohl immernoch keiner die PDFs durchgelesen hatt, in denen wird das ganze nämlich chemisch erklärt komplett uncommerziell.

Ich habe mich schon mit mehreren unterhalten die Vollsynth. in ihren Motorrädern probiert haben und außer bei denen, wo die Kupplung ins rutschen kam waren alle anderen positiv überrascht.
Hängt aber vom Hersteller der Reibbeläge ab bei wem es rutscht.
Aus irgendeinen Grund werden ja Vollsynth. Öle für Nasskupplungen hergestellt.
Wenn sie keiner kaufen würde wären sie längst wieder vom Markt verschwunden.

Ich diskutiere nur, weil ich die Leute dazu bringen will sich, wenn man sich dafür interessiert, damit mal stärker auseinander zu setzten und nicht nur nachplappern was irgendwo mal jemand gesagt hat;-)

Bestes Beispiel: Mischungsverhältniss bei den alten DDR 2-Taktern.
Da gibs die eine Fraktion die meint das alte war das beste und fährt mit 1:50 billig Mineralöl und die andere die mal was neues ausprobiert und besseres Öl nimmt. Die freuen sich denn über weniger gestank, weniger qualm, können 1:100 fahren ohne Probleme...

Ich kann nur aus eigenen Erfahrungen sagen, das ich bis vor kurzem, auch immer der Meinung war, das was der Hersteller vorgibt ist das beste und dann hab ich hab ich mich damit mal auseinander gesetzt leider bin ich auch kein Chemiker um zu wissen welche Additive wozu dienen.

Gruß Dobbi

berndy
19.07.2012, 23:18:42
1. 0W-50 gibt es nicht
2. Wenn eine Dichtung mit dünnerem Öl saut, dann ist sie nicht dicht ergo austauschen.
3. Wo habe ich geschrieben, das ich den Angaben auf der Flasche glaube.
Bei den Herstellern wie Castrol, LM oder Mobil kann man aber davon ausgehen, das die Freigaben stimmen und nicht ohne Genhemigung drauf gedruckt sind.
Die Werte auf die ich mich beziehe, stehen aber in den technischen Datenblättern und diese Angaben sind genormt und stehen nicht auf den Flaschen.
4. Hast du deine Motoren schonmal auseinander genommen und vermessen lassen? Solche Aussagen wie "ich fahre schon seit x km mit dem Öl und alles is gut" sind technisch blödsinn.

Und du hast es eben selbst gesagt, dünneres Öl gelangt schneller an die wichtigen Stellen im Motor.

Meine Erfahrungen? Kann ich nur vom Auto sagen und dort, obs du es mir glaubst oder nicht, würde kein Mensch mehr ein Mineralsiches Öl benutzen.
Warum der GS motor mit 10W freigegebn wurde?
Vielleicht wurde der Motor zu einer Zeit entworfen, wo es noch garkeine 0W Öle für Motorräder gab geschweige denn für Nasskupplungen.

Aber egal die einen hängen halt an der alten Suppe und meinen das früher alles besser war und die anderen probieren halt mal was neues aus, mir ist es auch ziemlich gleich was hier jeder in sein Moped kippt, ich habe auch nirgendwo geschrieben, das ich hier jemanden bekehren möchte.

Gruß Dobbi

http://www.mobiloil.com/USA-English/MotorOil/Oils/Mobil_1_Racing_0W-50.aspx

Dobbi, du hast dich gerade selbst ins Abseits gestellt. Gib mal 0W50 in eine Suchmaschine ein.:up:

Der Punkt 1. offenbart es, du bist mit der Materie überhaupt nicht vertraut.

Meine aktuellen Motoren habe ich noch nicht vermessen, wozu auch, die laufen gut und brauchen nur soviel Öl, wie es vom Hersteller toleriert wird, sind also ok.

Meine 250er Honda hatte ich mit 50000 km vermessen. Die hatte zumindest bei mir, nur billiges mineralisches Öl bekommen. Die Kolben, Zylinder, Kolbenbolzen, die Nockenwelle und die Kupplungsscheiben waren noch in der Einbautoleranz. Die Zylinder hatten noch den Kreuzschliff vom Hohnen. Die Kopfdichtung saute. Da die nächste aber auch schwitzte, und viele 250er Hondas mit sauender Kopfdichtung zu sehen waren, gehe ich davon aus, dass es einfach am Dichtungsmaterial lag.

Ach ja, das war vor 30 Jahren, damals war ja alles besser, sogar das billige 20W40 mineralische Öl aus dem Baumarkt.

Und welche Motoren hast du nach welcher Laufleistung vermessen?

Gstreiber
20.07.2012, 00:59:21
Also wenn das Motoröl viel Schmutz bindet, ist es relativ schnell schmutzig.

Schmutziges Öl ist aber angeblich nicht so gut wie sauberes Öl. (Wobei es dazu natürlich auch Untersuchungen gibt, die das Gegenteil behaupten. Kommt halt gerade drauf an, wem man glaubt.)

Daher wird schmutziges Öl dann auch schneller getauscht.

Nimmt das Öl hingegen nicht so schnell Schmutz auf, wie das Longlifeöl, bleibt es länger sauber und wird nicht so oft gewechselt. Also längere Ölwechselintervalle.

Die Frage ist jetzt nur, was mit dem Dreck, der dann nicht vom Öl aufgenommen wird, geschieht. Ich denke, das Zeugs wird weiterhin im Ölfilter gefangen und das besonders gute Motoröl transport das Zeugs weiterhin in den Filter, oder vielleicht auch nicht, wer weiß. Jedenfalls ist es nicht im Öl und wird auch beim Ölwechsel nicht mit diesem ausgeschwemmt.

Die Passungen in den Motoren, dort wo ein Bauteil auf ein anderes trifft, sind, zum Zwecke der Geräuschminimierung, Leistungsmaximierung, Effizienz usw. auf einen bestimmten Temperaturkorridor ausgelegt. Da der Motor nun mal länger im warmem Bereich arbeitet als kalt, sind die Passungen und Toleranzen ziemlich genau auf 90 °C ausgelegt.

In der Kaltlaufphase, wenn der Motor vielleicht gerade mal 25 °C hat, und die Bauteile noch nicht ihre vorberechnete Wärmeausdehng haben, schlüpft dünneres Öl leichter, überall dort wo Platz ist, vorbei als dickes Öl. Auch wenn beide bei 90 °C gleich flüssig sind.

Aus diesem Grund würde ich in meinem alten ausgelutschten Fiesta- oder GS-Motor auch gar kein 0W haben wollen. Das Zeug ist dünn wie Wasser, fließt aus allen Ecken schnell in die Ölwanne und durch die Dichtungen, dichtet gerade in der Warmlaufphase nicht so gut wie dickes Öl usw.

Capisce?

Dobbi, probier du das dünne 0W50 synthetic aus und freue dich an den vielen Vorteilen die du gegenüber altbewährtem 10W40 hast. Vertraue auch ruhig auf die ganzen Verkaufsargumente der Verkäufer, die haben immer Recht. Die Ingenieure in der Motorenentwicklung haben keine Ahnung, deswegen schreiben die auch mineralisches oder nur teilsynthetisches Öl vor. Würden die mal besser auf die Ölverkäufer hören, die Motoren könnten ewig halten.

Meine Pkw-Motoren halten mit billigem 5W40 aus dem Baumarkt mit dem "P" bereits seit 152000 und 232000 km, nach 20 Jahren sind allerdings die Karosserien nicht mehr rentabel zu reparieren. Meine GS hat trotz 10W40 von Polo und Louis 44000 km gehalten, verbraucht keine bedenklichen Ölmengen und macht keine unnormalen Geräusche.

Welche Erfahrungen hast du mit deinen Motoren mit 0W50 oder überhaupt mit teurem synthetischem Öl?


Um nochmal etwas hinzuzufügen, Der Schmutz ist ja nicht nur im Öl, vieles lagert sich auch im Motor, in ecken und co an, da aber das Longlife Öl nicht mehr den Schmutz aufnehmen kann, kann der schmutz auch nicht abtransportiert werden, ergo muss man wieder irgendwelche Additive vorm Ölwechsel in den Motor hauen, bei denen die wirkung auch wieder umstritten ist.
Natürlich bin ich kein Ingenieur, aber rein von der Logik her, vorallem wenn man mal so einen Motor offen hatte kann es stimmen.

Alle Motorenöle, die für ein Auto zugelassen sind, schaden dem Auto auch nicht mehr als andere Öle, davon gehe ich jetzt einfach mal aus, die Autohersteller machen nicht umsonnst Tests und geben das Öl dann frei.
Natürlich kann man Vollsynth einfüllen, aber wenn es keinen Grund dafür gibt ausser der Natur zu schaden, weil man hochraffiniertes Öl verbläst.
Ich mache teilweise 10 Ölwechsel täglich und wenn für den bestimmten Temperaturbereich das Öl freigegeben ist und ein Vollsynth nicht, dann wird dies auch nicht eingefüllt. Am Ende ist die Werkstatt der Dumme, weil er die Herstellervorgaben nicht beachtet hat wenn etwas passiert. Oder die Kunden fragen ob man sie verarschen wolle weil man ein Öl für 30€ pro Liter eingefüllt bei einem 2er golf. Ich hoffe ihr versteht worauf ich hinauswill. Longlife Öl muss wie gesagt nur bei Motoren mit Partikelfilter oder empfindlichen Turboladern verwendet. Und ja auch neue Autos oder Motorräder haben nicht jede freigabe für ein Öl das so dünn wie Wasser ist. Sonnst sehe ich auch keine Vorteile in dem Öl. Wenn dobbe mir mit einer Untersuchung beweisen kann das das Öl noch andere Vorteile gebe ich mich geschlagen (;


Aber wie gesagt jeder soll reinschütten was will ^^ aber am ende nicht beschweren wenn irgendwas nicht stimmt.:gutenacht:

Dobbi
20.07.2012, 10:33:55
1. Du stellst deine eigenen Aussagen ebenfalls gerade in Frage da du sagtest man soll nicht alles glauben was auf der Flasche steht.;-)
Warum wird dieses Öl denn in D nicht angeboten?
Warum gibt es denn von anderen Herstellern nicht solche Öle?

Aber egal,
Wer jetzt immernoch nicht verstanden hatt worin die Vorteile in Vollsynth. liegen der hat sich noch nicht ein bisschen damit auseinander gesetzt.
Is mir auch langsam zu blöd das alles 10 mal zu erklären und darauf hinzuweisen.

@berndy: außer zu wiedersprechen, hast du aber auch nichts Sinnvolles oder erleuchtendes zu dem Thema beigetragen.

Gruß Dobbi

berndy
20.07.2012, 14:06:05
Och Dobbi, jetzt bin ich aber enttäuscht von dir.

Ich habe wenigstens versucht meine Behauptungen zu belegen, diese Mühe hast du dir nicht gegeben.

Du hast noch nicht einmal gegoogled, ob es nicht doch 0W50 Öl gibt.

Du hast einfach geschrieben, dass es das nicht gibt.

Jetzt schreibst du, dass ich nur widersprochen aber nichts sinnvolles geschrieben hätte.

Auf deine Frage nach dem Vermessen meiner Motore habe ich dir geantwortet, dass ich vor 30 Jahren meinen 250er Honda-Motor vermessen habe und dabei trotz billigem 20W40 keinen nennenswerten Verschleiß gefunden habe. Ich finde das durchaus sinnvoll.

Außerdem habe ich deine Frage, was das Wolfram im Öl soll, beantwortet. Das finde ich auch sinnvoll. Dazu warst du anscheinend nicht in der Lage.

Bisher konnte ich deine Fragen beantworten und teilweise auch mit Quellen belegen.

Seltsamerweise beziehst du dich immer unspezifisch auf die Vorteile der Vollsyntheseöle, hast uns bisher allerdings diese Vorteile nicht explizit genannt.

Nur beiläufig in deinen diversen Postings: dünnes Öl, besseres Fließverhalten, wäre angeblich schneller an den Schmierstellen (was m.M.n. Unsinn ist, normles Öl ist genauso schnell dort weil es durch die selbe Ölpumpe aus der selben Ölwanne durch die selben Ölkanäle mit dem selben Druck dorthin gepumpt wird), weniger Schmutzaufnahme (wobei man das auch als Nachteil sehen kann), längere Wechselintervalle, angeblich verschleißmindernd (wurde bisher aber nicht belegt), das ist das normale Öl aber auch, lägere Lebensdauer der Motore (auch nicht belegt), angeblich kein höherer Ölverbrauch, na dann ließ dich mal in verschiedenen Pkw-Foren um, die über exorbitanten Ölverbrauch gerade mit dem 0W50, 0W40 klagen, dazu kommt noch der unangemessen hohe Preis und die Problematik mit der rutschenden Ölbadkupplung bei der GS.

Jetzt kommt noch deine nicht belegte Aussage, dass Vollsyntheseöle gegenüber mineralischen/teilsynthetischen Ölen in jeder Hinsicht überlegen wären.

Von mir geforderte Belege tust du ab in dem du auf die Homepages der Ölhersteller verweist.

Ich habe jetzt den Eindruck, du hast erkannt, dass deine Argumentation nicht den von dir erwarteten Erfolg bringt und kannst deine Argumente weiterhin nicht belegen.

So kann man aber nicht diskutieren und erwarten, dass einem jemand Glauben schenkt.

majestic_morpheus
23.07.2012, 08:56:14
Ich habe mich nur auf die technischen Angaben in den Datenblättern bezogen und die werden nun mal genormt.
Nach welcher Norm von welchem Institut?

Ich diskutiere nur, weil ich die Leute dazu bringen will sich, wenn man sich dafür interessiert, damit mal stärker auseinander zu setzten und nicht nur nachplappern was irgendwo mal jemand gesagt hat;-)
Na das hast du ja jetzt zur Genüge getan. Nochmal: Deine Meinung ist, dass der GS-Motor länger und gesünder lebt, wenn er teures, vollsynthetisches Öl zu trinken bekommt. Belegen kannst du das aber nicht. Sofern bleibt deine Meinung eben nur deine Meinung. Du kannst aber nicht erwarten, dass andere deiner Meinung folgen.

Dobbi
23.07.2012, 10:37:03
LM:
Viskositätsklasse : 10W-60
Dichte bei +15 °C : 0,860 g/cm³ DIN 51757
Viskosität bei +40°C : 170 mm²/s DIN 51562
Viskosität bei +100 °C : 24 mm²/s DIN 51562
Viskositätsindex : 172 DIN ISO 2909
Flammpunkt : 240 °C DIN ISO 2592
Pour Point : -30 °C DIN ISO 3016
Asche, Sulfat : 1,20 g/100g DIN 51575
ASTM-Farbzahl : 3,5 DIN 51578

Motul:
Farbe (visuell) rot
Viskosität SAE J 300 10W-60
Dichte bei 20°C ASTM D 1298 0,860
Viskosität bei 100°C ASTM D 445 24,0 mm²/s
Viskosität bei 40°C ASTM D 445 156,1 mm²/s
Viskositätsindex ASTM D 2270 186
Stockpunkt ASTM D 97 -33°C
Flammpunkt ASTM D 92 236°C
TBN ASTM D 2896 8,0 mg KOH/g

Hätte man auch selber rausfinden können, hätte man danach gesucht.

berndy
23.07.2012, 12:58:15
Schöne Werte.

Nun musst du nur noch erklären, was die einzelnen Werte besagen und woran man jetzt erkennt, welche Vorteile diese Öle haben.

Die Viskosität besagt überhaupt nichts über die Schmiereigenschaften, das ist ein Maß für Fließfähigkeit einer Flüssigkeit, egal ob Wasser oder Lack.

Die Dichte einer Flüssigkeit sagt ebenso überhaupt nichts über die Schmiereigenschaften aus. Das ist nur ein Maß für die Masse/je Volumeneinheit.

Der Flammpunkt besagt auch nichts über die Schmiereigenschaften, das bedeutet nur, dass das Zeugs ab dieser Temperatur ein zündfähiges Gemisch bilden kann.

Pour-Point/Stockpunkt bei dieser Temperatur wird das Zeug fest, sagt auch nix über die Schmierfähigkeit aus. Nur, dass das eine Öl bei -30°C und das andere bei -33°C fest wird.

Der Aschewert besagt wieviel feste Substanz beim Verbrennen von dem Zeug übrig bleibt. Gut, das besagt, wieviel Ablagerungen das Öl übrig lässt, wenn es im Motor verbrennt. Weniger ist besser, mehr schlechter.

Was die Farbzahl soll, die bestimmt einfach nur, welche Farbe das Zeug hat, ist also firmenspezifisch.

Alle Werte sagen nun leider überhaupt nichts darüber aus, welche guten oder schlechten Eigenschaften diese Öle haben.

Was man so ganz allgemein über Motoröl wissen sollte:

http://www.chemie.de/lexikon/Schmier%C3%B6l.html

U.a. steht da was interessantes drin:

Ein billiges Standard-Mineralöl hat in der Regel die Viskosität SAE 20W-40 oder 15W-40. Hochwertige Synthetiköle sind inzwischen bei den Viskositätsbereichen 0W-40, 5W-50 und 10W-60 angelangt. Im Prinzip lässt sich jedes Öl verwenden, das den vorgeschriebenen Bereich überstreicht. Wenn also ein 20W-40-Öl vorgeschrieben ist, wird der Motor auch problemlos mit einem 10W-40 oder einem 20W-50-Öl laufen, ohne Schaden zu erleiden. Die Ölhersteller empfehlen jedoch für den Gebrauch in Motorradmotoren die Verwendung spezieller Motorradöle; unter anderem, um Probleme mit rutschenden Kupplungen zu vermeiden. Außerdem empfehlen sie, keine dünnflüssigen Öle (also solche mit kleineren SAE-Werten als 5W-yy) zu verwenden, weil ein viskoseres Grundöl langzeitstabiler ist. Speziell die im Getriebe auftretenden extrem hohen Drücke und Scherbelastungen brechen die oben erwähnten Polymere (die bei Ölen mit einem großen Viskositätsbereich in größerem Anteil enthalten sein müssen) mit der Zeit auf. Unter anderem deshalb verliert das Öl mit der Zeit an Viskosität.

Die Viskosität beschreibt nur eine Eigenschaft eines Öls und enthält keinerlei Aussage zur Qualität, ist jedoch wichtig für die Einhaltung des korrekten Öldrucks. Ein zu hoher Öldruck kann Dichtungen beschädigen, ein zu niedriger die Lager.


Daraus lässt sich nun ableiten, dass dünnes Öl nicht generell besser für die Motoren ist, es kommt vielmehr darauf an, wie der Motor konstruiert ist, welche Ölviskosität der Motorenhersteller für die Lager und den Rest des Motors vorgesehen hat.

Daraus kann man nun folgern, dass es nicht verkehrt ist sich an die Angaben des Motorenherstellers zu halten, der hat sich schon etwas dabei gedacht und man sollte nicht denken, dass man schlauer ist als der.

Ich bin jetzt mal ganz frech und behaupte, dass die Aussage von Dobbi vom 12.07.2012, 22:56:53:

"ja dieses Argument hällt sich bei allen Motorradtypen, dabei sind Vollsyntheseöle den Mineralischen in jeden hinsicht überlegen.
Nur weil es die Mehrheit noch nie anders gemacht hat... aber ich will jetzt hier keinen Glaubenskrieg anfangen

Gruß Dobbi"

einfach nicht haltbar ist.

Darüberhinaus werden wir wahrscheinlich keine weiteren Daten über Motoröle finden. Zum einen braucht die auch kein Verbraucher solange er sich an die Vorgaben des Motorenherstellers hält, zum anderen kann man daraus eh nichts ablesen und zum Schluss werden die Ölhersteller doch nicht ihr Geheimnis verraten.

Somit sind wir genauso schlau wie vorher.

Dobbi
23.07.2012, 14:24:35
Du wirst es mir eh nicht glauben aber ich versuchs mal zu erklären.
Ein Mineralisches Gründöl hat einen ziemlich schlechten Viskositätsindex, wesshalb VI-Verbesserer zugegeben werden, reichlich viele um auf vernünftige zahlen zu kommen (stehen oben in den Daten).
Diese VI-Verbesserer zerreißen/scheren mit der Zeit aber irreparabel was die Viskositätsklasse herabsenkt (hat auf die scherfestigkeit Einfluss) .
Die Vollsyntheseöle haben von Grund auf schon einen wesentlich besseren VI weshalb sie nicht so schnell verschleißen (hängt damit zusammen wie die Molekühlketten aufgebaut sind).
Desweiteren haben diese Öle schon einen tieferen Pourpoint und eine wesentlich höhere Wärmestabilität aufgrund des besseren Grundöls, also an den stellen wo exteme Temperaturen auftreten verkoken diese Öle nicht so schnell und wenn sie verbrennen verbrennen sie wesentlich sauberer.
Die verdampfungverluste sind wesentlich geringer als bei Mineralischem.

Außerdem, scherbelastungen treten eher am Zylinder als im Getriebe auf, das Getriebe ist von der Schmierung her eher simpel, wesentlich komplizierter is der Motor.

Und ein Öl nur auf die Schmiereigenschaften zu reduzieren ist auch nicht mehr Zeitgemäß, da kommen noch ganz andere Belastungen hinzu.

Gruß Dobbi

gsmattis
23.07.2012, 14:51:33
Die Lager brauchen vor allem das Öl und bis jetzt ist noch keine GS verreckt, weil der Schmierfilm durch zu niedrige Viskosität abgerissen ist. Wenn zu wenig Öl drauf ist passiert das schnell, hat aber eben nix mit der Ölsorte oder -beschaffenheit zu tun. Außerdem fährt keiner nen 20tkm Intervall, sondern idR 6tkm. Ich glaube nicht, dass der VI so schnell abgesenkt wird. Aber dazu wirst du wieder Gegenargumente bringen, die du eh nicht belegen kannst

Dobbi
23.07.2012, 15:58:53
definiere "das Öl"...
da ja keiner auch nur irgendwelchen Angaben vertraut dürfte ja alles mögliche in euren Motoren rumschwappen von 10W-40 bis 20W-30.

du glaubst auch nur das der VI nicht so schnell absinkt, wissen tust du aber auch nix:wink:

berndy
23.07.2012, 17:10:42
---

Dobbi
23.07.2012, 17:16:50
Du kannst nicht richtig lesen8-), dein Link verweißt auf ein 5W-50, nicht 0W-50...
natürlich gibs 5W-50 von vielen Herstellern.

Hast gerade selber gemerkt

berndy
23.07.2012, 18:04:14
Jepp, verguckt.

Gibt 0W50 von Mobil1 (USA) und von Eneos (Japan).

Gibts anscheinend tatsächlich nicht offiziell bei uns zu kaufen.

Da das Zeug aber angeblich in Pkw-Foren gefahren wird, muss es auch irgendwo käuflich zu erweben sein.


Das war aber jetzt der letzte Post von mir zu diesem Thema.

majestic_morpheus
23.07.2012, 18:16:02
Außerdem, scherbelastungen treten eher am Zylinder als im Getriebe auf, das Getriebe ist von der Schmierung her eher simpel, wesentlich komplizierter is der Motor.
Das könntest du mal bitte erklären! Wieso treten im Getriebe kaum Scherbelastungen auf? Gerade dort wirken die Kräfte sowohl radial wie auch axial. Der Rest sind meist simple Gleitlager, wo de Kräfte hauptsächlich nur in eine Richtung wirken.

Zum Thema Norm:
Simple Zahlenketten helfen dir nicht. Ohne die Normen (hier DIN, DIN ISO und ASTM) im Detail zu kennen lässt meist die Verwendung verschiedener Normsysteme keine oder nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit untereinander zu.

Und dann stellt sich erneut die hier immer wieder gestellte Frage: Kann der Motor der GS diese Eigenschaften nutzbringend verwerten? DARÜBER disskutieren WIR hier. Du anscheinend nicht.

Dobbi
23.07.2012, 18:56:18
@berndy: liegt warscheinlich noch am Preis, den keiner bereit wäre hier zu bezahlen oder aufgrund mangelnder Herstellerfreigaben für deutsche Autos.


Scherbelastungen sind die belastungen zwischen einem bewegten und einem stehenden Teil, also an der Zylinderwand zwischen Zylinder und Kolben, Pleuellager und Hubzapfen...
Im Getriebe hat man hauptsächlich Druckbelastungen an den Zahnflanken.

Damit konnte ich aber beweisen, das die Zahlen nicht ausgedacht sind und einer Prüfung unterliegen.
Das sie untereinander eventuell nicht vergleichbar sind mag schon stimmen aber sie machen die Auswahl innerhalb eines Hersteller einfacher.

Die Diskussion fing damit an, als ich sagte, das Vollsynthetische Öl den Mineralischen überlegen sind, auf nichts anderes wollte ich hinaus.
Das die GS mit Mineralischem auch fährt ist mir klar, meiner meinung nach gibt es aber in sachen Schmierung/Verschleißminderung kein "reicht mir" aber das hatte ich weiter oben schonmal erklärt, wie ich das sehe.
Zum Glück sehen das andere Leute auch so, sonst würde sich beim Öl ja nie was verbessern.

Ob die GS die Eigenschaften nutzen kann wird man wohl nie rausfinden, wenn es keiner probiert, ich würde es tun.

Gruß Dobbi

gsmattis
23.07.2012, 19:17:54
definiere "das Öl"...
da ja keiner auch nur irgendwelchen Angaben vertraut dürfte ja alles mögliche in euren Motoren rumschwappen von 10W-40 bis 20W-30.

du glaubst auch nur das der VI nicht so schnell absinkt, wissen tust du aber auch nix:wink:

Die Lager brauchen Öl, egal welches. Das ist Fakt.

Weißt du es? Achja, natürlich. Entschuldige bitte die Frage. Aber hast du dafür Belege??

acid88
24.07.2012, 23:42:56
Hab gerade noch ein paar interessante Fakten zum Vergleich mineralischen/synthetisches Grundöl gefunden.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zwar mit dem Verschleiß von Zahnrädern, was aber trotzdem z.B. auf das Getriebe übertragen werden kann. Im Verbrennungsmotor ist das Öl natürlich noch viel höherem Verschleiß ausgesetzt durch die höheren Temperaturen und die vielen Rückstände.

Bei den mineralischen Ölen zeigte sich an den Zahnrädern anfangs höherer Verschleiß, bei den synthetischen gab es überhaupt keinen Verschleiß. Während der Versuchslaufzeit verschlechterte sich in dieser Hinsicht keines der Öle.

Aber die Viskosität der meisten mineralischen Öle ist im Laufe des Alterungsprozesses teilweise deutlich >>gestiegen<<, die der synthetischen ist ziemlich gleich geblieben. Selbst im Falle von deutlichem Abbau der Additivkomponenten zeigen gealterte Mineralöle günstigeres Verschleißverhalten als im Neuzustand, aber immer noch schlechter als Syntheseöle.
Man muss aber beachten, dass bei Mehrbereichsölen das ganze noch etwas komplizierter ist: Synthetiköle sind auch ohne Viskositätsverbesserer schon Mehrbereichsöle, wohingegen Mineralöle erst durch die Additive dazu werden. Wenn also nun die Additive mit der Zeit abgebaut werden, schrumpft bei Mineralölen der VI-Bereich stärker zusammen als bei Synthetikölen.

Auf unseren schönen GS-Motor projiziert und persönlich von mir interpretiert:
Nehmen wir mal an, man fährt im Schnitt 1h pro Tag mit dem Motorrad, macht pro Jahr 365h bei gleichzeitig mindestens 15000km. In dem Zeitraum hat sicherlich jeder sein Motoröl mindestens einmal gewechselt. Gleichzeitig entspricht dieses Alterungsprofil auch in etwa denen in dem Versuch verwendeten. Damit sollte also keines der Öle ein Problem haben, auch wenn es das noch so billige mineralische 20W-40 ist, das trotzdem jede Menge Additive enthält, denn sonst wäre es kein Mehrbereichsöl. Ich glaube, die meisten wechseln ihr Motoröl sowieso viel häufiger bzw. fahren weniger. Nur bei Renneinsatz oder hohen Temperaturen und sportlicher Fahrweise würde ich auf Nummer sicher gehen und mindestens teilsynthetisches Öl einsetzen. Aber in dem Umfeld wird Motoröl ja eh viel häufiger gewechselt.


http://mediatum.ub.tum.de/?id=601909

AmigaHarry
25.07.2012, 13:08:27
..........
Im Getriebe hat man hauptsächlich Druckbelastungen an den Zahnflanken.
..........
Gruß Dobbi

Hier, mein Freund, irrst du gewaltig: Die höchsten Scherungen (und damit Scherbelastungen) fürs Öl treten in den Gleitlagern auf!

Das ist ja auch der Grund warum man heutige Motoren fast nur mehr durch "kaltes wegheizen" zerstören kann. Wenn das Öl noch kalt ist, ist seine Viskosität hoch und es verträgt noch keine allzuhohen Scherungen am Schmierfilm - wenn die Scherung zu hoch wird reisst er ab und die Lager "sitzen" auf. Es gibt kaum einen Motor bei dem aus Schmierproblemen die Zylinder angerieben wären - das ist beim 4-Takter fast unbekannt (im Gegensatz zum 2-Takter, dort aber aus dem Grund der Gemischschmierung). Die Schergeschwindigkeiten hier sind im Vergleich zu Lagern moderat - dagegen gibt es aber viele Motoren mit Gleitlagerschaden.....
Moderne Motoren und Öle verfügen deshalb über sog. Notlaufadditive - das sind im Öl feinst dispergierte (meist nanoverteilte) Festschmierstoffe, welche einen Ölfilmabriss kurzzeitig(!) überbrücken können. Zudem werden auch die Lagermaterialpaarungen nach Notlaufeigenschaften ausgesucht.

Edit: Rest gehört in anderen Thread --> Verschoben!

Dobbi
25.07.2012, 13:20:34
Ich habe den Motor der GS nochnicht auseinander gebaut, deshalb wusste ich nicht, das im Getriebe der GS noch Gleitlager verbaut sind.
Gleitlager kommen aber weitaus häufiger im Motor/Kurbeltrieb zum Einsatz, das is mir schon klar;)

Gruß Dobbi

AmigaHarry
25.07.2012, 13:21:25
......
Die Diskussion fing damit an, als ich sagte, das Vollsynthetische Öl den Mineralischen überlegen sind, auf nichts anderes wollte ich hinaus.
Das die GS mit Mineralischem auch fährt ist mir klar, meiner meinung nach gibt es aber in sachen Schmierung/Verschleißminderung kein "reicht mir" aber das hatte ich weiter oben schonmal erklärt, wie ich das sehe.
Zum Glück sehen das andere Leute auch so, sonst würde sich beim Öl ja nie was verbessern.

Ob die GS die Eigenschaften nutzen kann wird man wohl nie rausfinden, wenn es keiner probiert, ich würde es tun.

Gruß Dobbi

Dies wird auch nicht bestritten - vollsynthetische Öle haben gegenüber mineralischen durchaus ihre Vorteile, aber eben nicht in allen Belangen. Für die meisten Motorradmotoren (diejenigen mit Naßkupplungen) passt eben eine Eigenschaft des vollsynthetischen Öles nicht (Kupplungsrutschen) - deswegen die Werksvorschrifft mineralische oder teilsynthetische Öle zu verwenden. Da die Serviceintervalle bei den Motorrädern sowieso extrem kurz sind (sehr witschaftsfreundlich für Werkstätten....), käme auch der Vorteil der Längerlebigkeit nicht zum Tragen.....selbst bei Ausdehnung des Serviceintervalles auf das Doppelte (was in jedem Fall Garantie- bzw. Gewährleistungsverlust bedeuten würde - Suzuki würde doch den Werstätten das Geschäft nicht vermiesen).......also was solls? Mit den teureren, vollsynthetischen Ölen würde man hier mit Kanonen auf Spatzen schießen.....

Man sollte sich schon nach dem Grundsatz richten: Einsetzen was NÖTIG ist und nicht was MÖGLICH ist - sonst führt das leicht zu sinnloser Verschwendung!

majestic_morpheus
26.07.2012, 08:11:09
Man sollte sich schon nach dem Grundsatz richten: Einsetzen was NÖTIG ist und nicht was MÖGLICH ist - sonst führt das leicht zu sinnloser Verschwendung!
Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen!

AmigaHarry
26.07.2012, 12:40:40
Mit deiner Annahme das da "noch" Gleitlager verbaut sind liegst du ebenfalls falsch! Es gibt kaum noch Motoren bei denen im hochbelasteten Bereich überhaupt "noch" Wälzlager verbaut sind! Die halten nämlich nicht annähernd soviel Flächenlast und Drehzahl aus wie Gleitlager....... Dementsprechend sind KW-Lager, Pleuellager, usw. heute so gut wie immer Gleitlager. Der Nachteil dabei ist die ziemlich aufwändige Schmierung dieser Lager (Hochdruckschmierung). Im Getriebe findet man daher dann meist Wälzlager, welche wartungs- und betriebstechnisch einfacher sind.....und auch größere Fertigungstoleranzen gegenüber Gleitlagern zulassen....

Teufelchen88
06.03.2013, 12:51:08
Hab da mal ne frage: ich habe Grade nachgeschaut ob meine gs Öl braucht also Stab raus, abgewischt und wieder rein (nur aufgelegt). Nur kann man nix so wirklich erkennen auf der einen Seite ohne Markierung ist es bei low und da wo die Markierung ist bei Full... Will zwar eh noch nen Ölwechsel machen aber erst am Wochenende. Kann ich jetzt ruhig noch fahren oder lieber erst nach'm Ölwechsel?

gsmattis
06.03.2013, 13:39:37
Stand das Mopped schräg? Kann eig nicht sein, dass der Stand auf der einen Seite vom Peilstab höher ist.

Teufelchen88
06.03.2013, 13:54:45
Ne aufm hauptständer. Werd's nacher nochmal probieren.
EDIT: hab's nochmal probiert nu zeigt er gleich an. War vielleicht runtergelaufen oder so. Ist aber noch voll

majestic_morpheus
06.03.2013, 19:57:09
Es passiert schon, dass auf der Rückseite des Stabes das Öl tiefer steht. Es läuft bei rausziehen einfach wieder etwas zurück. Um das zu verhindern, ist auf der Vorderseite die Fläche zwischen den Markierungen etwas angeraut.

Teufelchen88
06.03.2013, 21:12:12
Es passiert schon, dass auf der Rückseite des Stabes das Öl tiefer steht. Es läuft bei rausziehen einfach wieder etwas zurück. Um das zu verhindern, ist auf der Vorderseite die Fläche zwischen den Markierungen etwas angeraut.

Genau das hab ich mir dann auch überlegt :-) war mir aber nicht sicher. Und lieber frag ich nch als das ich meinen Motor kaputt mache.
Danke

Teufelchen88
07.03.2013, 19:58:13
Hab da noch ne frage hier steht das ich von louis das Procycle 4-T 10W40 nehmen kann. Ist das noch aktuell? Oder doch lieber anderes? Was brauche ich überhaupt alles?
Ich bin mit meiner einkaufliste jetzt soweit:
Ölfilter, Dichtung, Öl und ich werde mir so nen auffangbehälter zulegen.

gsmattis
07.03.2013, 20:03:11
Kein Muss aber nen kann: Kupferdichtring für die Ölablassschraube. Das Öl kannst du nehmen, es sollte aber max Teilsynthetisch sein. Beim Anziehen der ÖAS dran denken: Mit Gefühl oder nem Dremo anziehen, die Schraube/Scheibe soll nur dichten und nicht angerissen werden wie verrückt

Teufelchen88
07.03.2013, 20:59:11
Ok. Das mit dem festschrauben wird kein Problem sein der Bruder von meinem Freund kommt zum Glück zu mir und hilft (auch nen Motorradfahrer, aber größere Motorräder wie GSX-R oder wie zur zeit R1).

Teufelchen88
09.03.2013, 15:33:13
Ich frag nu einfach mal hier: die ölablassschraube sitzt bei mir sehr fest ist das normal? Hab da schon so ne lange ratsche angesetzt hab aber auch Angst das was kaputt geht wenn ich zu sehr dran rum reisse... Hab allerdings eh ne Ersatz Schraube da (magnetisch)

gsmattis
09.03.2013, 15:53:28
Beim Lösen kann da AFAIK nichts passieren. Meine braucht nen 19er Schlüssel und da musste ich schon ordentlich Kraft aufbringen

Teufelchen88
09.03.2013, 16:27:00
Beim Lösen kann da AFAIK nichts passieren. Meine braucht nen 19er Schlüssel und da musste ich schon ordentlich Kraft aufbringen

Hab sie los bekommen :-) hab jetzt aber ne magnetische reingemacht.

Lichtsein
07.07.2013, 19:15:04
Gelöscht

Saugwurmmensch
07.07.2013, 19:31:51
Baust du denn den Motor neu zusammen?
Sonst kommst du mit 2,9 litern aus.

Lichtsein
07.07.2013, 20:06:47
Gelöscht

berndy
08.07.2013, 07:15:16
Bist Du Dir sicher mit den 2,9 Litern Öl bei Wechsel von Öl mit Filter?
Im Handbuch steht das auch, aber da steht auch was von 4,5 Litern bei Motorenzusammenbau.
Also bei mir steht morgen ein normaler Ölwechsel an - GS 500 E, Bj. 1998.

Ja, absolut. Das steht auch auf dem Motor drauf, in der Betriebsanleitung, dem Buch "Wartung und Reparatur", in allen Datenblättern ...

Nur Ölwechsel (ohne Filter): 2,6 L
Öl- und Filterwechsel: 2,9 L
trockener Motor (nach Überholung...): 3,2 L

4,5 L gehören in den Motor nie, noch nicht einmal beim Neuaufbau. Da sind es nur 3,2 L.

Woher hast du die 4,5 L?

gsmattis
08.07.2013, 07:34:32
Die Bandit schluckt ja mal grad 4,2l nach ner Überholung.

Vlt hat er statt der 3 ne 4 erwischt.

Lichtsein
08.07.2013, 07:45:03
Gelöscht

majestic_morpheus
08.07.2013, 07:59:06
Hau bitte nicht die ganzen 2,9 Liter auf einmal rein, sondern mit etwa 2,6 l, gib dem Öl etwas Zeit sich zu setzen und miss den Ölstand. Zuviel Öl kann auch schädlich sein. Nach der Probefahrt dann unbedingt nochmal kontrollieren und ggf. auffüllen.

Lichtsein
08.07.2013, 08:19:54
Gelöscht

Mellthor
11.07.2013, 11:18:54
Hallo,kann mir einer sagen wie das mit dem Ölwechsel ist?

Ich habe vor 2 Jahren einen Ölwechsel gemacht bin aber bis heute nur 2000 Km gefahren (Gesundheitliche Gründe) das Öl ich noch klar ,kann ich damit noch fahren ohne das der Motor Schaden nimmt ?
LG Thorsten

gsmattis
11.07.2013, 11:29:20
Ja

Slater
11.07.2013, 11:39:41
kurz und bündig :rock2:

welche Farbe hat denn das Öl?

in einem anderem Thread wurde beschrieben das es noch bernsteinfarben sein soll, wenn es schwarz wird hat es schon Schmutz/Ruß aufgenommen...

Ja

Mellthor
11.07.2013, 12:02:35
kurz und bündig :rock2:

welche Farbe hat denn das Öl?

in einem anderem Thread wurde beschrieben das es noch bernsteinfarben sein soll, wenn es schwarz wird hat es schon Schmutz/Ruß aufgenommen...

das Öl ist klar und goldbraun ,also sieht aus wie frisches ÖL

gsmattis
11.07.2013, 12:08:10
Siehe auch hier

das Öl ich noch klar

Slater
11.07.2013, 12:11:20
Sorry...
Ok vielleicht sollte ich nicht nur mit einem Auge (neber der Arbeit) die Threads lesen ...

Siehe auch hier

gsmattis
11.07.2013, 12:16:47
:grinser2:

Mellthor
12.07.2013, 13:57:28
Grade sagte ein Bekannter das Öl Wasser ziehen kann und es besser wäre ich würde es wechseln ??? das kenne ich nur von Bremsflüssigkeit aber nicht von Motortöl,oder ?

Mellthor
12.07.2013, 13:58:41
das Öl ist klar und goldbraun ,also sieht aus wie frisches ÖL

Grade sagte ein Bekannter das Öl Wasser ziehen kann und es besser wäre ich würde es wechseln ??? das kenne ich nur von Bremsflüssigkeit aber nicht von Motortöl,oder ?

berndy
12.07.2013, 14:36:29
Was die Leute immer sagen.

Im Motoröl sammeln sich, wenn der Motor läuft, Kondensate an. Das sind üblicherweise Rückstände von unverbranntem Kraftstoff und geringe Mengen Kondenswasser.

Kondenswasser im Öl erkennt man an einem geblichen, schaumig-pappigen Schlamm, der sich meistens am Öleinfüllstutzen zeigt. Die meisten Motoröle enthalten Emulgatoren, die diesen pappigen Schlamm im Öl erst ermöglichen. Ansonsten würde sich das Kondenswasser unter dem Öl ansammeln, das wäre nicht gut.

Wenn der Motor längere Zeit gefahren wird, verschwindet das Zeug wieder weil es verdampft.

Öl ist nicht hygroskopisch sondern eher das Gegenteil, hydophob. Deswegen werden auch diese Emulgatoren beigemischt, damit das Öl überhaupt in der Lage ist Wasser zu binden.

http://www.motor-talk.de/forum/motoroel-t1369961.html

Bei längerer Standzeit können sich die im Öl enthaltenen Additive teilweise zersetzen. Das dauert aber lange, gerade bei Ölen, die kaum solche Zusatzstoffe besitzen.

Ich mache Ölwechsel bei 6000 km, etwa nach drei bis vier Jahren, bei meiner derzeitigen Fahrleistung, natürlich auf eigenes Risiko. Da das jetzt schon min. 8 Jahre gut geht, werde ich das auch so beibehalten.

Übrigens sind diese Öl-Threads total nervig.

Die Motoren sterben nicht an zu altem oder billigem Öl, sondern an zu wenig Öl.

Mellthor
12.07.2013, 14:49:38
Danke für deine schnelle Antwort,:-D Du hast mir mit deiner Aussage sehr geholfen,da ich sehr verunsichert war.
LG Thorsten