Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dreht nicht über 8.000 U/Min
Sebbe
08.03.2014, 20:24:29
Guten Abend,
habe meine Zylinderfußdichtung gewechselt, die GS ist jetzt wieder komplett zusammengebaut.
Wollte gerade kurz zum Testen eine Runde fahren, allerdings dreht sie ab ca 8.000 U/Min nicht mehr weiter.
Habt ihr eine Idee woran das liegen könnte?
Beim Motoreinbau ist ein kleiner Plastiknippel am Vergaser (Bild Anhang) abgebrochen, sah für mich aber so aus, als ob er nur das "Loch darunter" verschließt, habe nun auch das Loch verschlossen.
Gruß
Basti
gsmattis
08.03.2014, 20:27:28
Das ist der Unterdruckanschluss zum Vergasersynchronisieren. Wenn die Kappe oder der ganze Nippel fehlt zieht sie da Falschluft
Sebbe
08.03.2014, 20:28:20
Aber der Nippel ansich hat keine Funktion? Wir haben das Loch mit Hitzebeständigem Silikon verschlossen...
Sebbe
08.03.2014, 20:34:22
Aber der Nippel ansich hat keine Funktion? Wir haben das Loch mit Hitzebeständigem Silikon verschlossen...
Vielleicht ist es noch erwähnenstwert, dass sie im Stand im Leerlauf mit wenig Choke oder ohne ein bisschen Gas ausgeht..
Saugwurmmensch
09.03.2014, 17:51:22
Haste am Vergaser irgendwas gemacht?
Silikon und Co haben am Vergaser nix zu suchen und halten auch selten lange.
Sprüh mal kräftig mit Bremsenreiniger ab, obs dort Falschluft zieht.
Habt ihr die Dichtungen der Ansaugstutzen erneuert?
Stell auch mal bei heißem Motor das Leerlaufgemisch ein.
Nicht über 8000 gehen könnte ein Zündproblem sein, sofern im Vergaser sonst nicht nochmehr im Argen liegt.
Zu wenig Info für genauere Diagnosen.
Sebbe
10.03.2014, 07:39:26
Haste am Vergaser irgendwas gemacht?
Silikon und Co haben am Vergaser nix zu suchen und halten auch selten lange.
Sprüh mal kräftig mit Bremsenreiniger ab, obs dort Falschluft zieht.
Habt ihr die Dichtungen der Ansaugstutzen erneuert?
Stell auch mal bei heißem Motor das Leerlaufgemisch ein.
Nicht über 8000 gehen könnte ein Zündproblem sein, sofern im Vergaser sonst nicht nochmehr im Argen liegt.
Zu wenig Info für genauere Diagnosen.
Dichtungen an den Ansaugstzutzen sind nicht gewechselt worden..
Was für Infos wären für eine genauere Diagnose denn noch hilfreich?
Für was ist dieser kleine Plastiknippel auf dem Vergaser da?
Gruß
gsmattis
10.03.2014, 07:52:41
Immernoch
der Unterdruckanschluss zum Vergasersynchronisieren. Wenn die Kappe oder der ganze Nippel fehlt zieht sie da Falschluft
Sebbe
10.03.2014, 07:54:05
Oh, Überlesen, sorry.
Haben den Nippel aber Verschlossen..
Also (Falsch-) Luft sollte sie da nicht ziehen..
Rocky
10.03.2014, 09:02:41
das ist normalerweise auch kein typisches Anzeichen für Falschluft
eher wahrscheinlich :
Motor
- Steuerzeiten falsch eingestellt
- Ventile oder Kopfdichtung undicht
- Ventilspiel zu gering
Vergaser
- Düse verstopft oder Nadel/Düsenstock ausgeschlagen
- Vergasermembran defekt
- Gasschieber hängt
Zündung
- Kerzen oder Stecker defekt
- Spule defekt
Peripherie
- Luftzufuhr verstopft
- schlechte Benzinzufuhr
P.s.
die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
Sebbe
10.03.2014, 09:17:52
danke für die Auflistung..
Haben nur am Motor gearbeitet, kann mir nicht vorstellen, dass dadurch am Vergaser irgendetwas passeirt sein könnte..
Haben die Verbindung zw Vergaser und Zylinderkopf eben gelöst und diesen Nippel abgebrochen, aber wieder verschlossen (s.o.)
Das Ventilspiel haben wir eingestellt:
VL: 0,06mm VR: 0,05mm
HL: 0,05mm HR: 0,07mm
Mit eventuell vertauschten Benzinleitungen (am Tank direkt) kann das eher nichts zu tun haben, oder?
Rocky
10.03.2014, 09:31:31
Mit eventuell vertauschten Benzinleitungen (am Tank direkt) kann das eher nichts zu tun haben, oder?
nö
wenn man den Vergaser ausbaut kann man aber leicht Verunreinigungen die sich am tiefsten Punkt der Schwimmerkammer angesammelt haben aufwirbeln
oder einer der Züge oder der Chokeschlitten hängt nach dem Zusammenbau
beim Motor wäre eine Kompressionsmessung eine gute Idee um Undichtigkeit auszuschließen
Sebbe
10.03.2014, 09:42:44
Die Kompression sollte man in der Werkstatt messen lassen, oder?
Sollte ja Motorradherstellerunabhänig funktionieren?
Bei welchem Betrag liegt man das preislich ca.?
Saugwurmmensch
10.03.2014, 11:24:24
Kompressionstester für die GS bekommst du bei Louis für 16€ oder so.
Ist eine Sache von 2 Minuten in der Werkstatt....warmer Motor, Kerzen raus, Gas voll aufdrehen und dann den Anlasser betätigen.
Sebbe
10.03.2014, 11:26:25
Hab hier im Foprum vorher gelesen dass der Tester ne Toleranz von 2 Bar hat und daher nix taugt..
Saugwurmmensch
10.03.2014, 11:34:46
Wo hast du denn das gelesen?
Das klingt extrem unwahrscheinlich.
Ist schließlich genauso schwer ein Müllgerät zu bauen (mit solchen Differenzen), wie ein vernünftig funktionierendes ;)
Ich bin mit den 2 Messuhren (haben ja leider keine Gewindeadapter) hier sehr zufrieden.
btw:
Die Falschluftgeschichte musst du penibel kontrollieren...
Und zu den Infos:
Dreht sie im Stand nicht über 8000?
In jedem Gang?
Wie gestaltet sich die Leistungsentfaltung? Alles normal und dann cut off bei 8k?
Steuerzeiten habt ihr korrekt eingestellt bekommen (da gabs ja Unsicherheiten)?
Lappen im Luftfilter vergessen? (gabs alles schon...)
Sebbe
10.03.2014, 11:40:18
War ein anderes Forum, sorry, kommt man leicht durcheinander :nut:
Hast du einen Link zu dem Tester von Louis?
Finde auf der Homepage nichts..
Saugwurmmensch
10.03.2014, 11:54:31
Schade, die einfachen Kompressionstester scheinen sie rausgenommen zu haben. Haben noch ein Set für verschiedene Kerzengewinde (10002889).
Bei Amazon gibts ein paar Tester. Der, der dem von Louis entspricht scheint aber grad nicht in GS-Größe angeboten zu werden (M12 Gewinde).
http://www.amazon.de/Jago-KPTE01-Kompressionstester-Druckrohre-Kompressionspr%C3%BCfer/dp/B00A0HWIGM/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1394448787&sr=1-1-catcorr&keywords=kompressionspr%C3%BCfer
Das ist günstig!
Sebbe
10.03.2014, 12:19:26
Hi, Ich bin ein Kumpel von Basti, und habe ihm geholfen die Dichtungen zu tauschen. Ich schreibe jetzt einfach mal in seinem Account mit :grinser2:
Steffen:
Die Geschichte mit der Frischluft kann es eigentlich nicht wirklich sein, den abgebrochenen Nippel habe ich dicht mit Silikon verschlossen, und der Fehler wirkt auch nicht wie Falschluft..
Der Motor läuft im Stand mit gezogenem Choke ja rund und sauber, da ist nichts von unregelmäßigem Lauf oder hochdrehen zu sehen, wie es bei Falschluft ja normalerweiße auftritt...
Ich habe dann direkt die Vergaserschieber gecheckt, da ich den Verdacht hatte das einer von Ihnen hängt, aber auch dort funktioniert soweit alles. Beide Drosselklappen öffnen problemlos und beide Schieber gehen gleichmäßig hoch.
Der Zündfunke erscheint mir ein kleines bisschen Schwach, aber das kann eigentlich nicht das Problem sein. Wie überprüfe ich bei der Kiste denn den Zündzeitpunkt?
Bei der Kompression bin ich fast sicher das sie dicht ist, Kopf und Fußdichtung sind neu, der Motor klingt absolut normal, und dreht im Stand auch problemlos hoch, auch über 8000 1/min (Was ja wieder ein Anzeichen dafür wäre das der Zündzeitpunkt soweit stimmt, oder?)
Ich habe eher die Luft bzw. Kraftstoffzufuhr unter Verdacht...
Saugwurmmensch
10.03.2014, 12:33:50
Ohne Zündlichtpistole kannst du den Zündzeitpunkt nicht kontrollieren.
Du kannst ihn auch nicht einstellen, aber er kann bei falscher Position der Steuerkette/Nockenwellenräder verstellt sein. Allerdings weiß ich nicht, wie sich ein Zahn/Glied andere Steuerzeiten auswirkt. Nur Leistung flöten oder gleich Ventilschaden? Keine Ahnung.
Was passiert denn während der Fahrt?
Ist die Leistung bis 8000 Touren OK, oder quält sich die GS bis ihr dann die Luft ausgeht?
Wie oben bereits zu lesen, kann es durch bloßen Ausbau und andere Lagerung Probleme mit dem Vergaser geben. Hängende Schwimmernadeln, aufgewirbelte Ablagerungen und Co.
Luftfilterkastenseitig macht Falschluft auch Probleme. Die GS ist mäkelig, was das Gemisch angeht. Undichter Auspuff kostet auch Leistung. Selbst so eine Kleinigkeit, wie das Weglassen des Schlauches der Airboxdrainage macht sich bei manchen GS bemerkbar.
Wenn Zeit keine Rolle spielt:
Vergaser ausbauen, zerlegen und inspzieren (auch die Düsen, Schwimmernadelventile und die O-Ringe von Schwimmernadelsitz und Schwimmerhalter).
Sollten keine deutlichen Ablagerungen zu sehen sein, Vergaser mal mit Bremsenreiniger durchspülen und wieder zusammenbauen. Sieht man Belag, sollte man ultraschallreinigen (lassen).
Sebbe
10.03.2014, 12:41:57
Steffen:
Ich habe die Steuerzeiten wie im Werkstathandbuch auf den rechten Zylinder OT ausgerichtet, den Pfeil an der Auslasswelle fluchtend mit der Ventildeckeldichtung, und den 3. Pfeil an der Einlasswelle auf den 18. Bolzen.
Den OT habe ich mit einem Schraubenzieher durch das ZK Loch gefühlt, das sollte also eigentlich passen..
Wenn du gerade schon die Airboxdrainage anspricht, welche Funktion hat der Schlauch zwischen Zylinderkopfdeckel und Airbox? von dort tropft es nämlich minimal in die Airbox, jedoch wirkt es für reines Öl etwas zu flüssig...
Zur Leistungsentfaltung muss Basti selbst etwas schreiben, ich bin die Kiste weder vorher noch nacher gefahren ;)
Saugwurmmensch
10.03.2014, 12:52:14
Auf dem Ventildeckel sitzt die Gehäuseentlüftung.
Die muss seit ein paar Jahrzehnten in die Airbox führen, aufdass der Ölnebel angesaugt und verbrannt wird.
Wenn man etwas viel Öl drin hat, panschen die Pleuel ziemlich stark und es geht viel Öl durch die Entlüftung. Auch hohe Drehzahlen fördern das.
Sebbe
10.03.2014, 13:09:01
Naja, die Leistung ist nicht so wie vorher...
Ab 6k mueht sie sich schon ganz schoen ab um auf die 8k zu kommen.
Unter 6 hat sie meiner Meinung nach weniger Leistung als vorher.
Rocky
10.03.2014, 13:18:22
also wenn sich bei dem schönen Wetter der letzten Tage nicht in einem unbeobachteten Moment zufällig eine Drossel in deiner Vergaserbatterie eingenistet hat , tippe ich mal schwer auf falsche Steuerzeiten
Sebbe
10.03.2014, 14:33:02
Steffen:
Sie stand in einer absolut Drosselsicheren Garage, sowas kommt mir nichtmehr ins Haus :motz: :-D
Die Steuerzeit wäre am naheliegendsten, aber wie kann das sein?...
Wir werden den ventildeckel wohl nochmal aufmachen und nachschauen, und direkt das Ventilspiel nochmal prüfen...
Wenn da nichts ist muss der Vergaser eben raus...
Saugwurmmensch
10.03.2014, 14:42:29
Ein Kompressionstest könnte auch Klarheit bringen.
Sebbe
10.03.2014, 17:21:24
Haben jetzt nochmal geschaut, Steuerkette usw passt alles!
Unter dem rechten Vergaserdeckel war die Feder irgendwie falsch eingesetzt oder verklemmt. Hierdurch wurde die Membrane ein wenig gequetscht.
Nach dem Beheben ist sie eigentlich gefahren wie sonst immer.
Außer:
zw 6 u 8k U/Min müht sie sich schon ein wenig ab, ab 8k dreht sie dann wieder normal weiter und zieht gut.
Das Problem mit dem Ausgehen im Stand besteht weiterhin.
Weitere Ideen zu dem "verbessertem" Problem?
Gruß
Saugwurmmensch
10.03.2014, 17:29:18
Erzähl mal was zum Ausgehen im Stand.
Und check gründlichst auf Falschluft.
Nach so argen Ventilspielunterschieden vorher/nachher schadet eine Vergasersynchronisation nicht. Leerlaufgemisch nach Gehör einstellen auch nicht.
Sebbe
10.03.2014, 18:02:13
Habe gerade mal mit Bremsenreiniger rund um den Vergaser etwas gesprueht. An der drehzahl hat sich nichts verändert.
Wenn ich die Leerlaufdrehzahl erhöhe geht sie ohne Choke zwar nichtmehr aus, kommt beim Gasgeben aber nicht mehr runter.
Kann ein geknikter Ablaufschlauch an der Airbox solche Sypmthome hervorrufen?
Saugwurmmensch
10.03.2014, 18:06:18
Nö.
Aber kontrollier mal das Leerlaufgemisch.
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=33313
Rocky
10.03.2014, 18:06:59
Kann ein geknikter Ablaufschlauch an der Airbox solche Sypmthome hervorrufen?
nein
der macht höchstens Probleme wenn er fehlt und dort Luft reinkommt
AmigaHarry
10.03.2014, 21:34:34
Für dieses Verhalten kommen nur folgende Punkte (gereiht nach Warscheinlichkeit) in Frage:
1. Steuerzeiten und Kompression
2. Vergaser Hauptdüse, Schwimmerstand, Luftfilter und Auspuff
3. Vergaserschiebermembrane
4. Zündspule/Kerze (produziert normal Fehlzündungen)
5. Zündeinheit (CDI oder Hallgeber) und Leistung der LiMa
Fehlerhafte Spritversorgung (Hahn, Schlauch) führt in der Regel zu ruckartigem aussetzen. Gemischreguliereinstellung hat damit nichts zu tun. Theoretisch könnte ein falsche Nadel und/oder falsche Hauptdüse eingebaut sein - ist aber in dem Fall wohl auszuschließen. Falschluft müsste sich auch im unteren Drehzahlbereich auswirken.
Sehr selten kommt ein Defekt an der CDI vor. Könnte sein das die Vorzündregelung ausgefallen ist. Kann man nur mit Strobsokop (bis max. 4000rpm) bzw. dem Suzuki-Revolution-Tester (ganzer Drehzahlbereich + Leistung) testen. Eine defektes Ladesystem kann die CDI ebenfalls derart ausserTritt bringen, das sie bei höheren Drehzahlen versagt.
Habe das BJ jetzt nicht nachgesehen: Wenn es eine GS mit PVLS ist, kann auch dieses defekt sein (würde genau zu dem Verhalten führen)
Sebbe
11.03.2014, 07:38:40
Für dieses Verhalten kommen nur folgende Punkte (gereiht nach Warscheinlichkeit) in Frage:
1. Steuerzeiten und Kompression
2. Vergaser Hauptdüse, Schwimmerstand, Luftfilter und Auspuff
3. Vergaserschiebermembrane
4. Zündspule/Kerze (produziert normal Fehlzündungen)
5. Zündeinheit (CDI oder Hallgeber) und Leistung der LiMa
Fehlerhafte Spritversorgung (Hahn, Schlauch) führt in der Regel zu ruckartigem aussetzen. Gemischreguliereinstellung hat damit nichts zu tun. Theoretisch könnte ein falsche Nadel und/oder falsche Hauptdüse eingebaut sein - ist aber in dem Fall wohl auszuschließen. Falschluft müsste sich auch im unteren Drehzahlbereich auswirken.
Sehr selten kommt ein Defekt an der CDI vor. Könnte sein das die Vorzündregelung ausgefallen ist. Kann man nur mit Strobsokop (bis max. 4000rpm) bzw. dem Suzuki-Revolution-Tester (ganzer Drehzahlbereich + Leistung) testen. Eine defektes Ladesystem kann die CDI ebenfalls derart ausserTritt bringen, das sie bei höheren Drehzahlen versagt.
Habe das BJ jetzt nicht nachgesehen: Wenn es eine GS mit PVLS ist, kann auch dieses defekt sein (würde genau zu dem Verhalten führen)
Haben gestern nochmal die Steuerkette überprüft;
Die 18 Bolzen von Punkt 2 auf Punkt 3 passen, sowie die zwei Kerben und die Markierung Nr. 1
Hätte jetzt als nächstes vielleicht den Vergaser ausgebaut und diesen von Hand gereinigt (evtl. Ultraschall wenn ich jemanden finde der ein Ultraschallbad in der Größe hat)
Die Vergaserschiebermembrane war ja eingeklemmt, sah aber nicht beschädigt aus...
Saugwurmmensch
11.03.2014, 12:15:21
Haste denn mal probiert, obs vielleicht nur an der Vergasergeschichte lag?
Verklemmte Membran = Schieber geht nicht ganz hoch = fehlende Leistung im Volllastbereich. Könnte passen.
Sebbe
11.03.2014, 12:20:33
Ja klar, habe ich ja geschrieben (Post #26)...
Sebbe
12.03.2014, 18:57:16
Servus,
habe den Vergaser jetzt auseinandergenommen weil ich noch auf den Kompressionsprüfer warten muss..
Hat alles soweit geklappt, habe es nach der Anleitung von klassikfon gemacht.
Allerdings sind bei meiner Leerlaufdüse nicht die von ihm beschriebenen Federn, Scheiben und Dichtringe drin.
Die Düse an sich sieht auch anders aus:
http://abload.de/img/Leerlaufdseyprtr.jpg
Liegt das nur am Baujahr oder muss ich da doch noch irgenwie die Teile rauspfriemeln?
Gruß
Saugwurmmensch
12.03.2014, 19:02:11
Du verwechselst Leerlaufdüse mit Leerlaufgemischregulierschraube.
Die Schraube (mit Feder, Scheibe und O-Ring) sitzt jeweils außerhalb der Schwimmerkammer (von unten, in Fahrtrichtung vor der Schwimmerkammer, versenkt (man sieht nur den Schlitzkopf)).
Sebbe
12.03.2014, 19:08:04
Ahh ja klar, danke!!
Müssen die Leerlaufluftschrauben nacher wieder genauso tief eingedreht werden wie jetzt?
Meine sind nicht bis zum Anschlag eingedreht..
Saugwurmmensch
12.03.2014, 19:43:20
Nö, die kontrollierst du (die Spitzen müssen echt spitz sein, plattgedrückt ist deren Funktion beeinträchtigt, O-Ring muss auch IO sein), schraubst sie erstmal soweit rein wie sie waren (also vorsichtig reindrehen und mitzählen, dann ausbauen) und wenn die Maschine dann läuft und der Motor heiß ist, stellst du das Leerlaufgemisch einfach nach Gehör ein.
Das wirkt oft Wunder, was die Gasannahme im Drehzahlkeller angeht (nicht immer ist die Werkseinstellung optimal für´s aktuelle Setup).
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=33313
Sebbe
13.03.2014, 07:21:09
Okay, danke!
Muss jetzt noch den Vergaser reinigen.
Gibt es da Alternativen zum Ultraschallbad? Habe schon von Essig oder Zitronenwasser gehört..
Nächste Frage; kann man die Kompression ohne Vergaser messen?
Rocky
13.03.2014, 08:22:52
Gibt es da Alternativen zum Ultraschallbad?
klassisch nimmt man Petroleum oder Diesel und Druckluft
Nächste Frage; kann man die Kompression ohne Vergaser messen?
ja
Sebbe
13.03.2014, 08:25:09
klassisch nimmt man Petroleum oder Diesel und Druckluft
Dann einfach mit ner Bürste in Diesel abschrubben?
Rocky
13.03.2014, 08:29:30
Pinsel ;-)
Sebbe
13.03.2014, 08:30:36
Okay, kann man auch erstmal lauwarmes Wasser mit Spülmittel nehmen?
Und wieso nimmt man Diesel und kein Benzin?
Saugwurmmensch
13.03.2014, 10:29:14
Mit Bürste und Pinsel bekommst du aber nur das "sauber", was du siehst.
Die Stellen die Probleme machen erreichst du damit nicht.
Online findet man Anbieter, die für 10-15€ ultraschallreinigen.
Sebbe
13.03.2014, 17:20:07
Okay..
Habe ich keinen Anbieter gefunden der für so einen niedrigen Preis reinigt.
Der Kompressionstester ist gerade gekommen.
Wie messe ich jetzt bei ausgebautem Vergaser die Kompression?
Zündkerzen raus, Tester rein, Starter drücken bis druck nicht mehr steigt und fertig?
Kann mir irgendwie nicht vorstellen dass das Ganze ohne Vergaser funktioniert da der Motor an den Stutzen ja offen ist..??
Gruß
Saugwurmmensch
13.03.2014, 17:34:55
Ja, genau so funktioniert das.
Du misst ja die Kompression des Motors. Da hat der Vergaser üüüüberhaupt nichts mit zu tun. Ist eher im Weg, deshalb misst man ja während man die Drosselklappen öffnet, damit genug Luft reinkommt, die es zu komprimieren gilt.
Schau mal bei den Ebay Kleinanzeigen. Da bieten viele Ultraschallreinigung an.
Sebbe
13.03.2014, 19:08:09
Ja klar macht Sinn..
Also habe gerade nachgemessen:
beide Zylinder 6 Bar
Ist das ok?
Rocky
13.03.2014, 19:17:59
na da ham wir ja den Übeltäter
Saugwurmmensch
13.03.2014, 19:20:29
Nope, das ist gaaanz schlecht und passt gut zu den mangelhaften Fahrleistungen.
Ein gesunder GS-Motor hat kalt 10-14 bar, Verschleißgrenze liegt bei 8 bar.
Sebbe
13.03.2014, 19:37:39
Na toll :/
Und jetzt?
Rocky
13.03.2014, 19:51:45
die gute Nachricht ist , dass du dir das Ultraschallen sparen kannst
da der Druck gleichmäßig niedrig ist , liegt es nahe , dass ihr irgendwas beim Wechseln der Zylinder-Dichtungen falsch gemacht habt
Sebbe
13.03.2014, 19:54:10
Wüsste nicht was schiefgelaufen sein sollte...
Saugwurmmensch
13.03.2014, 19:57:43
Ventilspiel kontrollieren, Steuerzeiten nochmal checken.
Rocky
13.03.2014, 20:14:54
gängige Gründe für geringe Kompressionswerte
wenns an den Dichtungen liegt
- Fuß und/oder Kopfdichtungen zu dick
- Zylinderkopfschrauben nicht richtig angezogen
- Zylinderkopfdichtung beschädigt
- Dichtflächen nicht plan
wenns an den Ventilen liegt
- Spiel zu gering
- Sitz oder Ventil beschädigt
wenns an den Kolben/Zylindern liegt
- Verschleiß
gsmattis
13.03.2014, 20:55:27
Vollgas gegeben?
AmigaHarry
13.03.2014, 21:16:37
Bei 6 bar nützt auch Vollgas nichts mehr - der Vogel ist tot!
Im Grunde hätte er sich ca. 30 Posts + Nerven sparen können, wenn er gleich gemacht hätte was ihm geraten wurde......
Jetzt gehts an die Fehlersuche: Ventile, Dichtung oder Kolbenringe?.....ich bin gespannt...!
Saugwurmmensch
13.03.2014, 21:49:54
Vollgas gegeben?
Wurde scheinbar ganz ohne Vergaser gemessen.
Da die Maschine vorm Dichtungswechsel samt Ventilspieleinstellung deutlich besser lief, würde ich Verschleiß eher ausschließen.
Sebbe
13.03.2014, 22:20:40
Ja, habe ohne Vergaser gemessen.
Allerdings war der Motor deshalb natürlich auch kalt..
Smolle
13.03.2014, 22:24:30
Ein gesunder GS-Motor hat kalt 10-14 bar, Verschleißgrenze liegt bei 8 bar.
;)
Saugwurmmensch
13.03.2014, 22:26:43
Warm kannste ca 1 bar dazurechnen. Ist immernoch zu wenig.
Naja, eigentlich wird warm gemessen.
Der letzte Motor den ich kalt gemessen hab, hatte 11,5 bar...also kerngesund :)
Sebbe
13.03.2014, 22:27:05
;)
Okay, auf dem Handy überlesen. Vielleicht auch mit Absicht überlesen:-?
Langsam wirds echt nervig mit dem Bock.
Saugwurmmensch
13.03.2014, 22:48:37
Um das nochmal klarzustellen:
Laut Wartungsanleitung wird die Kompression bei betriebswarmem Motor gemessen. Dafür gelten auch die Werte von 10-14 bzw. 8 bar Verschleißgrenze.
Hab ich bisher immer falsch gemacht ;)
Sebbe
14.03.2014, 11:43:11
Also dann baue ich nacher den Vergaser wieder zusammen und ein.
Dann wird nochmal die Steuerkette überprüft, ob alles mit den Markierungen usw passt.
Noch eine Frage; im WHB steht, dass u.a. der Zylinder u. Zylinderkopf bei eingebautem Motor abnehmbar ist. Wie soll das gehen? Das haben wir uns schon beim Dichtung wechseln gefragt und haben dann eben den Motor ausgebaut.
Saugwurmmensch
14.03.2014, 12:15:09
Ich habs auch noch nicht probiert, werds aber beim nächstem Mal so machen bzw. versuchen.
Ist bestimmt fummelig...wird ja schon mit dem Ventildeckel zu eng, wenn noch die Gehäuseentlüftung drauf ist.
Aber wenn das Handbuch sagt, dass das klappt, dann glaub ich dem Handbuch :)
Rocky
14.03.2014, 12:31:47
da du den Zylinder ja erst vor kurzem runter hattest wird alles vermutlich sowieso deutlich einfacher gehen
bist ja inzwischen schon "Fachmannn" :up:
Sebbe
14.03.2014, 13:35:21
So oft wie ich jetzt alles an der GS jetzt schon abgebaut hatte...
Kann das Öl drinbleiben falls ich den Zylinderkopf abnehmen sollte?
Bis wohin ist ca der Ölstand?
Saugwurmmensch
14.03.2014, 13:45:03
Wenn du dir mal die Länge des Peilstandes anschaust, wirst du merken, dass Kopf und Zylinder noch weit weg vom Ölpegel sind.
Bei zu hohem Ölstand panschen gerademal die Pleuel im Öl.
Die Dichtungen sind einweg, oder?
Weiß nicht, was du dir davon versprichst, alles nochmal zu zerlegen, aber wenn du den Kopf abnimmst, wist du auch wieder die Fußdichtung ersetzen müssen?
Kontrollier erstmal das Ventilspiel. Wenn der Kopf runter ist, kannst du die Ventile auch auf Dichtheit prüfen (einfach die Brennraumseite mit Benzin füllen und schauen, wie schnell der Sprit versickert...im besten Fall gar nicht/sehr langsam).
Steuerkette vs. Nockenwellen Positionen hast du nochmal nach der Suzuki Wartungsanleitung kontrolliert?
Sebbe
14.03.2014, 13:47:48
Das mit dem Ölstand war mehr "Neugier"
Steuerkette und Ventilspiel kontrolliere ich nacher.
Möchte erst den Vergaser wieder zusammenbauen.
AmigaHarry
14.03.2014, 21:42:16
Kopf und Zylinder kann bei eingebautem Motor demontiert werden - ist kein Problem, da ausreichend Platz. Öl bleibt im Motor.
Achtung auf die Steuerkette! Sollte dir nicht reinfallen (kann man aber wieder rausfischen). Darauf achten das sie nach Zusammenbau am Zahnrad der KW bleibt und nicht daneben ist.......
Sebbe
14.03.2014, 22:58:08
N Abend,
Habe hoffentlich das Problem gefunden.
Die Nockenwellen sind um einen Zahn verdreht, liegt wahrscheinlich daran, dass wir dem OT nur über den Kolbenstand im Zylinder bestimmt haben.
Jetzt habe ich den R OT über den Zündrotor ausgerichtet.
Jetzt passen die Nockenwellen um den einen Zahn nicht, werde morgen auch noch ein Bild posten wenn ich mehr Zeit habe.
Das Ventilspiel war beim kurzen überprüfen ein gutes Stück grösser als von uns eingestellt. Der Motor war aber auch warm. Muss ich dann bei kaltem Motor nochmal messen.
Vielen Dank zwischendrin an alle die hier kräftig helfen und mir noch Hoffnung geben :kult:
Gruss
Saugwurmmensch
14.03.2014, 23:24:12
Warum nocht gleich den OT über den Zündrotor eingestellt?
Dafür sind die Markierungen da...
Warm ist das Ventilspiel kleiner als kalt.
Ich hoffe du bekommst das alles wieder gut hin und bin dann auf die Kompressionsmessung gespannt.
Wenn die gut ausfällt, lässt das ja hoffen, dass die Ventile bei einem Zahn falsche Steuerzeiten nichts abbekommen haben.
Rocky
15.03.2014, 08:25:37
Habe das Problem gefunden.
Die Nockenwellen sind um einen Zahn verdreht
:hammer:
am 10.03.2014, 09:02:41
das ist normalerweise auch kein typisches Anzeichen für Falschluft
eher wahrscheinlich :
- Steuerzeiten falsch eingestellt
- ............
Sebbe
15.03.2014, 11:28:21
Genau, mit dem Fäustel auf den Kopf..
So gings mir auch.
Im Anhang ist die Stellung des Zündgeberrotors, wie die Kerben an den NW und die Markierung Nr. 1 passen.
Sehe ich das richtig, dass die rot markierte Linie am beweglichen Teil mit der Linie am festen Teil (grüne Markierung) fluchten muss?
AmigaHarry
15.03.2014, 18:05:37
Ja!
Wenn ihr das nächste mal am Motor rumbastelt, dann bitte mit Werkstättenhandbuch! Und dann machst du es genau so wie es dort drinnen steht - das schont deine Nerven und beschert der GS ein längeres Leben.....
Sebbe
17.03.2014, 09:09:57
Sooo..
habe gestern die Nockenwellen richtig ausgerichtet und wieder alles zusammengebaut.
Siehe da, funktioniert alles wieder.
Kompression kalt bei gut 9 - 10 Bar.
Das Leistungsloch zwischen 6k und 8k ist jetzt natürlich auch weg.
VIELEN DANK an alle die mir hier geholfen haben!!!
Ihr seid top! :rock2:
Gruß
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