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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blinker 10W


KilometerJaeger
01.02.2016, 19:12:53
Hallo liebes GS500-Forum!

Hab mich gerade neu angemeldet und möchte direkt mit einer Frage beginnen. So, ich hab mir neue Blinker besorgt, die haben 10W und blinken dadurch natürlich zu schnell. Das sollte durch ein lastunabhängiges Relais zu regeln sein, allerdings blinken sie extrem dunkel, am Tag fast nicht sichtbar! Bin jetzt natürlich am Grübeln woran das liegt :au: - danke schonmal für die Antworten!

Wünsche einen schönen Abend und liebe Grüße aus Österreich! :gutenacht:

Thom
01.02.2016, 20:37:50
Mal das Relais überbrücken und messen, ob 12V an den Blinkern ankommt, dann Masse kontrollieren. Wenn dann immer noch zu dunkel, andere Blinker kaufen.

Knoz
02.02.2016, 21:54:15
Kommen die Fäden ob der hohen Frequenz vielleicht garnicht auf Endtemperatur und leuchten daher nicht richtig ? Niedervolt Glühlampen haben ja teilweise schon so ne kleine Verzögerung.

geko4711
02.02.2016, 22:42:22
Kommen die Fäden ob der hohen Frequenz vielleicht garnicht auf Endtemperatur und leuchten daher nicht richtig ? Niedervolt Glühlampen haben ja teilweise schon so ne kleine Verzögerung.

Das kann wohl sein; Dauerstrom drauf, dann weißt du es :grinser2:

Scirocco
02.02.2016, 22:51:07
Kommen die Fäden ob der hohen Frequenz vielleicht garnicht auf Endtemperatur und leuchten daher nicht richtig ? Niedervolt Glühlampen haben ja teilweise schon so ne kleine Verzögerung.

Ich will mich ja ungerne verzetteln aber in der Aussage steckt Blödsinn glaube ich? :D

Endtemperatur? Glühlampen sind "Kaltleiter" d.h. sie leiten im kalten den Strom besser, dadurch wird der Strom kleiner je wärmer die Lampe wird.
Bei einer "Endtemperatur" weiß ich grad nicht so recht was mit dem Begriff anzufangen, würde vermuten das Ende wäre dann wenn ds Teil wegen zuviel Hitze kaputt geht, daher denke ich du meinst damit eher sowas wie "Betriebstemperatur".
Jedenfalls würde dann wenn die Lampe wärmer wird ("Betriebstemperatur" hängt natürlich von der Lufttemperatur etc ab) der Strom kleiner werden. Theoretisch könnte man sogar annehmen dass die Lampe jetzt dunkler wird wegen dem geringeren Strom aber da merkt man nichts von am Licht.

Niedervoltlampen mit verzögerung? Eine Glühlampe hat (so gut wie*) keine Verzögerung, (*Strom ist schnell ;) außer baust einen Dimmer o.Ä. mit dran der es so aussehen lässt... Es gibt verschiedene Leuchtmittel die für versch. Betriebsspannungen ausgelegt sind, ich glaub aber hier im Forum haben wirs nur mit 12V Lampen zu tun...

Knoz
03.02.2016, 09:52:54
Hihi, interessante Fragestellung.

Dann mal los:

Richtig ist, dass der Widerstand von Glühlampen stark temperaturabhängig und somit kalt wesentlich geringer ist, als bei Betriebstemperatur.
Zu einem "Überschwingen" der Helligkeit kommt es dennoch nicht, weil der elektrische Stromkreis ungleich viel schneller reagiert als der Aufheizvorgang des Glühfadens andauert und der Stromfluss somit dem ändernden Widerstand spielend folgt.

Und da gibt es tatsächlich eine Verzögerung: Schalte mal eine 12V Halogenlampe ein. Meinetwegen ne 35W Leselampe über dem Sofa. Gerade mal probiert. Die Verzögerung zwischen Einschalten und Erreichen voller Helligkeit liegt irgendwo bei 0.25 - 0.5 Sekunden.

Niedervoltlampen haben meistens kurze, dicke Glühfäden von nicht zu vernachlässigender Masse, die brauchen tatsächlich diesen kleinen Moment. Je höher die Leistung der Lampe und je kleiner die Spannung, desto schlimmer. Die 6V Leuchten der Simmen brauchen so lange um z.B. von Fernlicht auf Abblendlicht umzuschalten - wahrscheinlich auch weil die kalte Lampe erstmal den Generator in die Knie zwingt - da kannste fast "einundzwanzig" sagen bis wieder Licht kommt.


Irgendwann ist dann die Betriebstemperatur , oder wie ich unglücklicherweise schrieb "Endtemperatur" , erreicht, dort halten sich Energieaufnahme(Strom) und Abgabe (Wärme+Licht) des Glühfadens die Wage.


Wenn man ein träges System schneller schaltet als seine Zeitkonstante, dann wird es nicht mehr ein und ausgeschaltet, sondern die Leistung ergibt sich stattdessen als Mittelwert, berechnet aus den Schaltzeiten. Normalerweise macht man das mit Halbleitern, z.B: dieses piepen in Akkuschraubern ist genau so ein Regler.
Wenn ich aber eine Halogenlampe mit 0.5 sekunden Zeitkonstante habe, dann reicht eventuell auch ein zu schnell gehender Blinkgeber, gell ?

geko4711
03.02.2016, 10:16:30
+1 :up:

Scirocco
03.02.2016, 10:39:05
Ich sag nichts mehr :grinser2:

Soweit hab ich nicht gedacht, die Aussage kam mir aber so kurz und knapp komisch vor. (Zuerst hab ich noch an Wechselstrom gedacht weil was von "frequenz" steht und dachte mir da ist jemand völlig auf dem Holzweg, hab dann aber gemerk dass es die BLINK-Frequenz sein soll :D)

Ich habs schon befürchtet, dass wenn ich sowas "richtigstellen" will, es sich herausstellt dass der Fehler bei mir lag weil ich nicht richtig drüber nachgedacht hab :hammer:

Campino
03.02.2016, 10:46:02
... Pulsweitenmodulation...
(Kann auch zum Dimmen von LEDs genutzt werden, zum Ansteuern von Elektromotoren(Akkuschrauber) uvm.)
Aber die Frequenz vom Blinker sollte nicht so hoch sein, dass hier das gleich Prinzip greift.
ich glaube bei dir ist eher das Problem, dass nicht die vollen 12 V an der Birne anliegen.

Wenn du noch kein passendes Relais hast kann es sein, dass die Spannung am Relais abfällt und nicht am Blinker....
(das muss ich mir heute Abend mal im Stromlaufplan angucken. Ich weis im Moment nicht wie die Blinker da angesteuert werden.)

Ich würd mal damit starten das passende Relais zu verbauen.