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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vergaser undicht? Ratlos


Pascal
20.05.2019, 17:35:03
Hey liebe Community,

ich bin neu hier im Forum und stolzer Besitzer einer GS500e bj.89 welche ich wieder zum Leben erweckt habe; mehr oder weniger. Nun habe ich aber folgendes Problem: Die GS behält die Drehzahl und tourt nicht sauber ab. Des Weiteren tourt sie hoch, sobald ich Bremsenreiniger auf den rechten Vergaser sprühe Höhe Schwimmerkammer. Alles bei kaltem Motor. Sie läuft generell sehr unrund. Morgen solls zum Tüv gehen aber so? Geht das nicht. Alle Dichtungen sind gewechselt, Vergaser ist richtig eingestellt, Ansaugstutzen ebebenfalls gewechselt. Langsam weiß ich nicht, woran das noch liegen könnte. Verzeiht mir, sofern es im Forum schon solch einen Beitrag gibt, ich habe nichts gefunden. Ich hoffe, mir kann jemand helfen.:anbet2:

3y3joe
20.05.2019, 17:42:15
Na der Bremsenreinigertest besagt doch schon , dass sie irgendwo Falschluft zieht, daher läuft sie im Leerlauf zu mager und tourt deswegen schlecht oder garnicht ab.
Erstmal der Falschluft zu Leibe rücken, Wenn sie dann noch zickt, nochmal melden.

Gruß Joe

ach und die Vorstellung hier nicht vergessen!

Pascal
20.05.2019, 17:58:04
Na der Bremsenreinigertest besagt doch schon , dass sie irgendwo Falschluft zieht, daher läuft sie im Leerlauf zu mager und tourt deswegen schlecht oder garnicht ab.
Erstmal der Falschluft zu Leibe rücken, Wenn sie dann noch zickt, nochmal melden.

Gruß Joe

ach und die Vorstellung hier nicht vergessen!

Das Problem ist ja, dass ich nicht weiß, wo sie noch Falschluft ziehen könnte im Bereich des Schwimmers. Es ist alles soweit erneuert worden.

snailie
20.05.2019, 19:07:43
Sicher, daß der Vergaserkorpus an sich überall dicht ist? Man hat da und dort schon mal gehört, daß zB die Schwimmerkammer gesprungen ist, weil jemand eine Schraube zu fest angezogen hat... :much:

Pascal
20.05.2019, 19:08:56
Sicher, daß der Vergaserkorpus an sich überall dicht ist? Man hat da und dort schon mal gehört, daß zB die Schwimmerkammer gesprungen ist, weil jemand eine Schraube zu fest angezogen hat... :much:

Ja, wurde bereits zu Testzwecken getauscht; Problem bleibt.

caddy
20.05.2019, 20:42:31
War da nicht mal was mit ner ausgeleierten Drosselklappenachse/Welle wo das Ding auch Nebenluft zog?

Pascal
20.05.2019, 22:30:44
War da nicht mal was mit ner ausgeleierten Drosselklappenachse/Welle wo das Ding auch Nebenluft zog?

So nach langem Suchen habe ich nun hoffentlich das Problem gefunden. Bei dem einen Gasschieber waren zwei Löcher vorhanden (zusätzlich zu dem Loch für die Nadel) und in dem anderen nur eins. Kann es daran liegen, da dadurch der Unterdruck anders ist in den Vergasern?

seife
21.05.2019, 05:30:56
Dadurch kann sie unsauber laufen (nicht synchron beim Gasgeben), aber keine Nebenluft ziehen.

Ich hatte auch Nebenluft an der Drosselklappenwelle, siehe https://forum.gs-500.de/showthread.php?t=38133 für eine Bastellösung ohne die ganze Vergaserbank zu zerlegen.

3y3joe
21.05.2019, 08:51:28
So nach langem Suchen habe ich nun hoffentlich das Problem gefunden. Bei dem einen Gasschieber waren zwei Löcher vorhanden (zusätzlich zu dem Loch für die Nadel) und in dem anderen nur eins. Kann es daran liegen, da dadurch der Unterdruck anders ist in den Vergasern?

Dein primäres Problem liegt nicht an den verschiedenen Schiebern, das merkst Du erst wenn Du richtig Gas gibts, nicht untenrum wo sie scheisse läuft.
Such die Stelle mit der Falschluft, vielleicht nimmst Du auch mal ein Pinselchen und pinselst den rechten Vergaser mit Benzin ab. So kannst Du vielleicht die Stelle genauer lokalisieren.
Beachte was Takoda schrieb.
Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass der Fehler hausgemacht ist, und Du sie nicht dicht bekamst als Du die Ansauggummis gewechselt hast.
Sind die Schellen richtig angezogen? Das Gummi endet ja in dem Bereich wo Du Falschluft detektiert hast, der Sog ist hinter der Drosselklappe im LL gross, da holt sich das böse Leck die Nahrung schon aus ein paar cm Entfernung.

Pascal
21.05.2019, 09:22:07
Dadurch kann sie unsauber laufen (nicht synchron beim Gasgeben), aber keine Nebenluft ziehen.

Ich hatte auch Nebenluft an der Drosselklappenwelle, siehe https://forum.gs-500.de/showthread.php?t=38133 für eine Bastellösung ohne die ganze Vergaserbank zu zerlegen.


Danke für den Tipp, habe ich gleich mal versucht in die Tat umzusetzen und diese provisorisch abgedichtet; keine Änderung. Langsam bin ich am verzweifeln...:no:

Pascal
21.05.2019, 09:25:14
Dein primäres Problem liegt nicht an den verschiedenen Schiebern, das merkst Du erst wenn Du richtig Gas gibts, nicht untenrum wo sie scheisse läuft.
Such die Stelle mit der Falschluft, vielleicht nimmst Du auch mal ein Pinselchen und pinselst den rechten Vergaser mit Benzin ab. So kannst Du vielleicht die Stelle genauer lokalisieren.
Beachte was Takoda schrieb.
Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass der Fehler hausgemacht ist, und Du sie nicht dicht bekamst als Du die Ansauggummis gewechselt hast.
Sind die Schellen richtig angezogen? Das Gummi endet ja in dem Bereich wo Du Falschluft detektiert hast, der Sog ist hinter der Drosselklappe im LL gross, da holt sich das böse Leck die Nahrung schon aus ein paar cm Entfernung.


Mmmh..werde ich nacher nochmal prüfen. Habe jetzt erstmal genug von dem Moped. Ärgerlich genug, dass ich heute nicht damit zum TÜV kann. Hatte gehofft, es bis heute zu beseitigen. Naja, ich überprüfe die Stutzen nochmal und gucke nochmals penibelst auf die Dichtungen.

AmigaHarry
21.05.2019, 11:46:51
Sieht aus, als wäre zusätzlich zu deinen Falschluftproblemen, auch ein falscher Schieber verbaut worden.Sie müssten aber gleich sein. An Hand der Vergaserkennung kann man versuchen herauszufinden, welche die Richtigen sind.

3y3joe
21.05.2019, 11:53:14
Sieht aus, als wäre zusätzlich zu deinen Falschluftproblemen, auch ein falscher Schieber verbaut worden.Sie müssten aber gleich sein. An Hand der Vergaserkennung kann man versuchen herauszufinden, welche die Richtigen sind.

Ha! Das Problem kenne ich ! Das war bei meiner auch als ich sie versagerverbastelt übernahm. Vielleicht ist die GS der Zwilling zu meiner:)
Scheint bei Hobbymechanikern wohl üblich zu sein, dass man beim 'Entdrosseln zwei verschiedene Schieber verbaut:) Meine Schieber machen jedoch beide voll auf und die Mühle läuft ordentlich, deswegen sehe ich jetzt da nicht so den dringenden Handlungsbedarf. Aber dran will ich mal noch, der Vollständigkeit halber....Also bitte an alle, keine einzelnen Schieber wegschmeissen! :)

Pascal
21.05.2019, 13:48:01
So, nun habe ich mir nochmal alles angesehen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ich denke mal, es liegt an dem nicht vorhanden Verbindungsstück oben an den Vergasern. Dadurch werden diese wahrscheinlich nicht genug zusammengedrückt und es zieht schließlich Falschluft an den Verbindungselementen für die Schläuche. Kann das sein?

3y3joe
21.05.2019, 14:11:43
Der Schlauchstutzen der anch oben wegsteht ist die Schwimmerkammerentlüftung, da zieht sie keine Falschluft, auch nicht da wo es in die Versager rein geht.
Das Verbindungsstück solltest Du unbedingt montieren, sonst verstellt sich deine Synchronisation zu leicht.

Pascal
21.05.2019, 14:47:43
Der Schlauchstutzen der anch oben wegsteht ist die Schwimmerkammerentlüftung, da zieht sie keine Falschluft, auch nicht da wo es in die Versager rein geht.
Das Verbindungsstück solltest Du unbedingt montieren, sonst verstellt sich deine Synchronisation zu leicht.


Also wäre das Problem auch damit nicht behoben richtig? :lam:

3y3joe
22.05.2019, 07:16:48
Ja, den Aluwinkel solltest Du dir besorgen.
Wenn der nicht dran ist, können sich die Vergaser zueinander verdrehen, dann ist die Synchronisation verstellt.

der schreiner
22.05.2019, 08:49:43
Hallo Pascal.

Ich hatte das selbe Problem, bzw. die selben "Ausfallerscheinungen".
Bei mir waren es die 2 kleinen Dichtringe unter dem schwarzen Deckel des Vergasers. Diese fehlten und der Vergaser zog dort Falschluft.

Evtl. sind diese kleinen Dichtringe bei dir weg, oder undicht. Bei mir sind sie beim zerlegen des Vergasers vergessen worden. Nach dem sie wieder montiert waren war alles wieder i.O. :crossy:

Auch mal die Membranen kontrolliert?

Pascal
28.05.2019, 20:46:50
Hallo Pascal.

Ich hatte das selbe Problem, bzw. die selben "Ausfallerscheinungen".
Bei mir waren es die 2 kleinen Dichtringe unter dem schwarzen Deckel des Vergasers. Diese fehlten und der Vergaser zog dort Falschluft.

Evtl. sind diese kleinen Dichtringe bei dir weg, oder undicht. Bei mir sind sie beim zerlegen des Vergasers vergessen worden. Nach dem sie wieder montiert waren war alles wieder i.O. :crossy:

Auch mal die Membranen kontrolliert?

Hallo, danke für Deinen Tipp.
Problem besteht immer noch. Vergaser geprüft, Ansaugstutzen neu abgedichtet und zusätzlich Hylomar drauf geschmiert; ohne Erfolg. Nun habe ich bemerkt, dass sich die Drehzahl ändert, wenn ich Bremsenreiniger auf den Zylinderkopf sprühe. Auf dieses Aluteil Höhe Vergaser. Wisst Ihr was ich meine? Müsste der Steuerkettenspanner sein. Kann sie da auch Falschluft ziehen? Ich würde ja gerne damit fahren aber das geht halt nicht.

berndy
29.05.2019, 05:01:09
Da der Steuerkettenspanner nicht mit dem Vergaser verbunden ist, zieht der Motor da keine Falschluft.

Prüfe mal die Abdichtung der Drosselklappenwellenlager.

Pascal
29.05.2019, 05:33:51
Da der Steuerkettenspanner nicht mit dem Vergaser verbunden ist, zieht der Motor da keine Falschluft.

Prüfe mal die Abdichtung der Drosselklappenwellenlager.


Ja, vom logischen Denken her habe ich mir das auch herleiten können. Deswegen habe ich mich auch gewundert. Die Abdichtung vom Drosselklappenwellenlager habe ich provisorisch abgedichtet, nachdem mich Dein Vorredner auf den Tipp gebracht hat; keine Besserung. Kann es vielleicht noch an etwas anderem als an Nebenluft liegen?

Mumpfel
30.05.2019, 12:54:49
Hallo Pascal,

sind die Ansaugstutzen (Gummis) zwischen sich und dem Zylinderkopf dicht? Ich hatte bei der Überholung von meiner Maschine hier Dichtringe, die hart waren und wie dünnes Glas brachen wenn man sie biegen wollte. Gezielt mit einem Röhrchen vorsichtig abspritzen.

Notfalls wäre eine Angabe deines Standortes hilfreich, dann könnte evtl. mal jemand in deiner Nähe dir helfen bevor du dich "totbastelt"

Gruß Michael

Pascal
30.05.2019, 15:16:07
Hallo Pascal,

sind die Ansaugstutzen (Gummis) zwischen sich und dem Zylinderkopf dicht? Ich hatte bei der Überholung von meiner Maschine hier Dichtringe, die hart waren und wie dünnes Glas brachen wenn man sie biegen wollte. Gezielt mit einem Röhrchen vorsichtig abspritzen.

Notfalls wäre eine Angabe deines Standortes hilfreich, dann könnte evtl. mal jemand in deiner Nähe dir helfen bevor du dich "totbastelt"

Gruß Michael

Hey Michael,

Ansaugstutzen habe ich kontrolliert, Dichtungen gewechselt und zusätzlich Hylomar verwendet. Diese sind definitiv dicht. Ich habe jetzt noch einmal einen Vergaser bestellt, in der Hoffnung, dass es einfach irgendwo einen Haarriss im Chassis gibt o.ä. Bin sonst wirklich ratlos. Standort wäre SH Nähe Kiel. Kommt vielleicht jemand aus der Nähe?

Grüße

Pascal
31.05.2019, 14:56:29
Hey Michael,

Ansaugstutzen habe ich kontrolliert, Dichtungen gewechselt und zusätzlich Hylomar verwendet. Diese sind definitiv dicht. Ich habe jetzt noch einmal einen Vergaser bestellt, in der Hoffnung, dass es einfach irgendwo einen Haarriss im Chassis gibt o.ä. Bin sonst wirklich ratlos. Standort wäre SH Nähe Kiel. Kommt vielleicht jemand aus der Nähe?

Grüße


Leider hat auch ein neuer Vergaser nichts am Problem geändert und nun weiß ich wirklich nicht mehr, was ich noch machen soll...

3y3joe
31.05.2019, 16:11:10
Ja und reagiert sie immer noch auf Bremsenreiniger?

Pascal
31.05.2019, 16:41:21
Ja und reagiert sie immer noch auf Bremsenreiniger?

Jap, tut sie. Wenn ich's nicht besser wüsste, dann würde ich noch auf die Ansaugstutzen tippen, da sie darauf reagiert, sobald ich auf den linken sprühe. Dachte schon der Zylinderkopf hat vielleicht irgendwo am Ansaugtrackt einen weg. Könnte auch die Zylinderkopfdichtung sein oder? Ich will aber jetzt auch nicht alles nacheinander ausbauen. Wäre zwar noch günstiger als ein Mechaniker aber nicht Sinn der Sache..Kommt jemand aus SH?

Gruß

Mumpfel
01.06.2019, 06:39:20
Hallo Pascal,

Kopfdichtung kann es nicht sein. Die würde sich anders bemerkbar machen. Dein Problem ist ja nach deiner Beschreibung von rechts auf die linke Seite gewandert. Im ersten deiner Beiträge war es der rechte Vergaser, jetzt schreibst du was vom linken Vergaser. Könnte da ein Montagefehler vorliegen? Ist der Unterdruckschlauch vom Benzinhahn, welcher an den linken Vergaser geht, auch wirklich rißfrei?

Gruß Michael

3y3joe
01.06.2019, 11:45:47
Bin mit Mumpfel, Pascal den Fehler findest Du.
ProBier doch mal Benzin , oder Verdünnung mit einem kleinen Pinselchen aufzutragen um das Leck genauer zu lokalisieren.

Pascal
01.06.2019, 11:58:47
Hallo Pascal,

Kopfdichtung kann es nicht sein. Die würde sich anders bemerkbar machen. Dein Problem ist ja nach deiner Beschreibung von rechts auf die linke Seite gewandert. Im ersten deiner Beiträge war es der rechte Vergaser, jetzt schreibst du was vom linken Vergaser. Könnte da ein Montagefehler vorliegen? Ist der Unterdruckschlauch vom Benzinhahn, welcher an den linken Vergaser geht, auch wirklich rißfrei?

Gruß Michael

Moin,

ich konnte das Problem nun endlich lokalisieren. Auch wenn Du sagst, es ist nicht die Kopfdichtung würde ich dennoch darauf tippen. Sie reagiert auf Bremsenreiniger rund um den Zylinder an der Kopfdichtung. Daher wäre mein einzige Annahme die ich noch habe, dass es wirklich an der Kopfdichtung liegt. Ist das schwer, diese zu wechseln?

berndy
01.06.2019, 13:11:14
Für jemanden, der noch nie eine Kopfdichtung gewechselt hat, ist es nicht einfach. Für denjenigen, der es schon öfter gemacht hat, ist es kein Ding.

Man muss beide Nockenwellen ausbauen.

Wenn man die Kopfdichtung wechselt, sollte man auch die Fußdichtung mit wechseln. Das setzt voraus, dass man auch den Zylinderblock ausbaut.

Natürlich muss man hinterher auch alles wieder richtig zusammen bauen.

Ich glaube aber nicht daran, dass es an der Kopfdichtung hängt.

Der Überdruck, der bei der Verbrennung entsteht, würde heißes Abgas irgendwo herausdrücken. Da müsste man Spuren erkennen können. Meistens drückt es auch Öl an einer defekten Kopfdichtung heraus.

Ich glaube eher, dass es doch eine Undichtigkeit an den Vergasern oder den Ansaugstutzen gibt.

3y3joe
01.06.2019, 13:25:34
Moin,

ich konnte das Problem nun endlich lokalisieren. Auch wenn Du sagst, es ist nicht die Kopfdichtung würde ich dennoch darauf tippen. Sie reagiert auf Bremsenreiniger rund um den Zylinder an der Kopfdichtung. Daher wäre mein einzige Annahme die ich noch habe, dass es wirklich an der Kopfdichtung liegt. Ist das schwer, diese zu wechseln?

Rund um den Zylinder an der Kopfdichtung!?!
Nee...Kopfdichtung kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen!
Wenn die so durch ist dass sie da beim Ansaughub Bremsenreiniger ansaugt, dann würde sie beim Verbrennungshub gewaltig abblasen, das würdes Du merken!
Da ist der Druckunterschied ja viel höher als beim Ansaugen!
Und aufpassen was ich Dir jetzt sage, ist nicht ungefährlich:
Wenn Du es genau wissen willst, dass es die Kopfdichtung (nicht ) ist,
dann hälst Du ein Feuerzeug neben die Kopfdichtung, dann siehst Du ab die Flamme flackert. Und wenn Du es eine Vogelfeder zur Hand haben solltest, dann kanns Du das auch ungefährlich testen.

Pascal
01.06.2019, 16:54:35
Rund um den Zylinder an der Kopfdichtung!?!
Nee...Kopfdichtung kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen!
Wenn die so durch ist dass sie da beim Ansaughub Bremsenreiniger ansaugt, dann würde sie beim Verbrennungshub gewaltig abblasen, das würdes Du merken!
Da ist der Druckunterschied ja viel höher als beim Ansaugen!
Und aufpassen was ich Dir jetzt sage, ist nicht ungefährlich:
Wenn Du es genau wissen willst, dass es die Kopfdichtung (nicht ) ist,
dann hälst Du ein Feuerzeug neben die Kopfdichtung, dann siehst Du ab die Flamme flackert. Und wenn Du es eine Vogelfeder zur Hand haben solltest, dann kanns Du das auch ungefährlich testen.


Oh man, naja, wenn Ihr beide doch mit reichlicher Bestimmtheit sagt, es sei nicht die Kopfdichtung, dann werde ich mir die Mühe auch nicht machen. ABER: Woran kann es liegen, dass sie sogar auf Bremsenreiniger reagiert, wenn ich seitlich rechts und links auf den Zylinderkopf sprühe? Ich bilde mir ein, ein gewisses technische Verständnis zu besitzen aber langsam weiß ich nicht mehr weiter.

3y3joe
01.06.2019, 16:59:59
Oh man, naja, wenn Ihr beide doch mit reichlicher Bestimmtheit sagt, es sei nicht die Kopfdichtung, dann werde ich mir die Mühe auch nicht machen. ABER: Woran kann es liegen, dass sie sogar auf Bremsenreiniger reagiert, wenn ich seitlich rechts und links auf den Zylinderkopf sprühe? Ich bilde mir ein, ein gewisses technische Verständnis zu besitzen aber langsam weiß ich nicht mehr weiter.

Strange ja....Vielleicht ein undichter Schlauch der Motorentlüftung? die führt ja zum LuFi und über diesen Weg kann dann dein Bremsenreiniger auch in den Brennraum

Pascal
01.06.2019, 17:01:40
Für jemanden, der noch nie eine Kopfdichtung gewechselt hat, ist es nicht einfach. Für denjenigen, der es schon öfter gemacht hat, ist es kein Ding.

Man muss beide Nockenwellen ausbauen.

Wenn man die Kopfdichtung wechselt, sollte man auch die Fußdichtung mit wechseln. Das setzt voraus, dass man auch den Zylinderblock ausbaut.

Natürlich muss man hinterher auch alles wieder richtig zusammen bauen.

Ich glaube aber nicht daran, dass es an der Kopfdichtung hängt.

Der Überdruck, der bei der Verbrennung entsteht, würde heißes Abgas irgendwo herausdrücken. Da müsste man Spuren erkennen können. Meistens drückt es auch Öl an einer defekten Kopfdichtung heraus.

Ich glaube eher, dass es doch eine Undichtigkeit an den Vergasern oder den Ansaugstutzen gibt.

Ich wüsste zwar nicht, warum Sie dann auf Bremsenreiniger reagiert aber könnte es auch daran liegen, dass ich fälschlicherweise dachte es sei Nebenluft, weil das Ventilspiel falsch eingestellt wurde? Dass sie beim Gas geben ausgeht bzw. runter mit den Drehzahlen geht ist nur bei ca. 1000-2500 Umdrehungen der Fall. Ab höheren Drehzahlen nimmt sie Gas an. Ist die Kompression vielleicht zu gering durch falsches Ventilspiel?

Pascal
01.06.2019, 17:05:57
Strange ja....Vielleicht ein undichter Schlauch der Motorentlüftung? die führt ja zum LuFi und über diesen Weg kann dann dein Bremsenreiniger auch in den Brennraum

Ja, strange ist das schon. Aber alles, was es sein könnte auf dem ersten Blick habe ich gewechselt. Ich bilde mir ein, das auch ordentlich gemacht zu haben.:arrow:

3y3joe
01.06.2019, 17:06:59
Ich wüsste zwar nicht, warum Sie dann auf Bremsenreiniger reagiert aber könnte es auch daran liegen, dass ich fälschlicherweise dachte es sei Nebenluft, weil das Ventilspiel falsch eingestellt wurde? Dass sie beim Gas geben ausgeht bzw. runter mit den Drehzahlen geht ist nur bei ca. 1000-2500 Umdrehungen der Fall. Ab höheren Drehzahlen nimmt sie Gas an. Ist die Kompression vielleicht zu gering durch falsches Ventilspiel?

Grad finde ich deine Fehlerbeschreibung etwas konfus.....

Pascal
01.06.2019, 17:11:33
Grad finde ich deine Fehlerbeschreibung etwas konfus.....

Okay, ich versuche es nochmal. Wenn ich am Gas drehe und sie warm ist, kann ich nur gaaaaaanz langsam Gas rein geben, damit sie nicht ausgeht. Wenn ich sie aber auf ca. 3000 Umdrehungen bringe und dann Gas gebe, dann läuft sie ohne Probleme. Dachte jetzt eben an die Zylindrkopfdichtung weil sie eben auf Bremsenreiniger reagiert und das vielleicht auch auf das Gas geben zurückzuführen wäre. Wegen. der geringen Kompression. Der Vorbesitzer meinte aber, das Ventilspiel sei eingestellt worden. Könnte dabei vielleicht ein Fehler passiert sein?

3y3joe
01.06.2019, 17:33:03
Okay, ich versuche es nochmal. Wenn ich am Gas drehe und sie warm ist, kann ich nur gaaaaaanz langsam Gas rein geben, damit sie nicht ausgeht. Wenn ich sie aber auf ca. 3000 Umdrehungen bringe und dann Gas gebe, dann läuft sie ohne Probleme. Dachte jetzt eben an die Zylindrkopfdichtung weil sie eben auf Bremsenreiniger reagiert und das vielleicht auch auf das Gas geben zurückzuführen wäre. Wegen. der geringen Kompression. Der Vorbesitzer meinte aber, das Ventilspiel sei eingestellt worden. Könnte dabei vielleicht ein Fehler passiert sein?

Könnte schon, aber ich würde trotzdem immer noch auf zu mager wegen Falschluft tippen. Hast du den Schlauch der Motorentlüftung kontrolliert?
Das wirkt sich zwar nicht auf das Gemisch aus, aber wäre ja trotzdem interessant ob der undicht ist. Und Du sagst die Versager sind sauber?
Und die Leerlaufgemischschraube ca 2 Umdrehungen ausgedreht?

Pascal
01.06.2019, 18:29:14
Könnte schon, aber ich würde trotzdem immer noch auf zu mager wegen Falschluft tippen. Hast du den Schlauch der Motorentlüftung kontrolliert?
Das wirkt sich zwar nicht auf das Gemisch aus, aber wäre ja trotzdem interessant ob der undicht ist. Und Du sagst die Versager sind sauber?
Und die Leerlaufgemischschraube ca 2 Umdrehungen ausgedreht?

Ja, Vergaser sind sauber und neue Drüsen eingebaut. LLS ist auch korrekt eingestellt.

3y3joe
01.06.2019, 18:42:56
Ja, Vergaser sind sauber und neue Drüsen eingebaut. LLS ist auch korrekt eingestellt.

Und richtig zusammengebaut, auch die Düsennadel?
Und du solltest wirklich versuchen das Falschluftleck zu finden.
Am Anfang schreibst du doch, dass es um die Vergaser rum ist, ist das immer noch so?

Pascal
01.06.2019, 18:49:01
Und richtig zusammengebaut, auch die Düsennadel?
Und du solltest wirklich versuchen das Falschluftleck zu finden.
Am Anfang schreibst du doch, dass es um die Vergaser rum ist, ist das immer noch so?

Ja, am Anfang war es tatsächlich auch um den Vergaser herum aber das habe ich mittlerweile behoben. Jetzt ist es wirklich nur noch am Zylinder.

Gruß

berndy
02.06.2019, 07:31:32
Ich wüsste zwar nicht, warum Sie dann auf Bremsenreiniger reagiert aber könnte es auch daran liegen, dass ich fälschlicherweise dachte es sei Nebenluft, weil das Ventilspiel falsch eingestellt wurde? Dass sie beim Gas geben ausgeht bzw. runter mit den Drehzahlen geht ist nur bei ca. 1000-2500 Umdrehungen der Fall. Ab höheren Drehzahlen nimmt sie Gas an. Ist die Kompression vielleicht zu gering durch falsches Ventilspiel?

Wenn du dir mit dem Ventilspiel nicht sicher bist, solltest du es einmal messen.

Aber, selbst wenn das Ventilspiel zu klein wäre, so dass die Ventile nicht dicht schließen, gäbe es keinen Grund warum der Motor auf Einsprühen der Kopfdichtung reagieren sollte.

Wenn dein Motor auf Einsprühen der Vergaser mit Drehzahländerungen reagiert, ist da etwas an den Vergasern undicht.

Zwischen Ansaugstutzen und Zylinderkopf sitzen O-Ringe. Die müssen bei jeder Montage neu. Dichtmasse dort ist Murks. Aufpassen, dass die Dichtringe nicht verrutschen! Die Schrauben der Ansaugstutzen gleichmäßig, im Wechsel anziehen, sonst besteht die Gefahr, dass die Stutzen leicht schräg am Zylinderkopf anliegen und nicht dicht werden.

Vor der Montage die Dichtflächen reinigen.

Einige GSen reagieren sensibel auf falsche Luftfilter.

Wenn man sonst nicht weiter kommt, kann es helfen den richtigen Luftfilter auszusuchen und zu verwenden.

Selbstverständlich muss auch alles im Ansaugtrakt dicht sein, angefangen vom richtigen Sitz des Luftfilters bis eben zu den O-Ringen unter den Vergaserdeckeln oder den Verschlusskappen der Synchronanschlüsse.

Pascal
02.06.2019, 14:26:06
Wenn du dir mit dem Ventilspiel nicht sicher bist, solltest du es einmal messen.

Aber, selbst wenn das Ventilspiel zu klein wäre, so dass die Ventile nicht dicht schließen, gäbe es keinen Grund warum der Motor auf Einsprühen der Kopfdichtung reagieren sollte.

Wenn dein Motor auf Einsprühen der Vergaser mit Drehzahländerungen reagiert, ist da etwas an den Vergasern undicht.

Zwischen Ansaugstutzen und Zylinderkopf sitzen O-Ringe. Die müssen bei jeder Montage neu. Dichtmasse dort ist Murks. Aufpassen, dass die Dichtringe nicht verrutschen! Die Schrauben der Ansaugstutzen gleichmäßig, im Wechsel anziehen, sonst besteht die Gefahr, dass die Stutzen leicht schräg am Zylinderkopf anliegen und nicht dicht werden.

Vor der Montage die Dichtflächen reinigen.

Einige GSen reagieren sensibel auf falsche Luftfilter.

Wenn man sonst nicht weiter kommt, kann es helfen den richtigen Luftfilter auszusuchen und zu verwenden.

Selbstverständlich muss auch alles im Ansaugtrakt dicht sein, angefangen vom richtigen Sitz des Luftfilters bis eben zu den O-Ringen unter den Vergaserdeckeln oder den Verschlusskappen der Synchronanschlüsse.


Also langsam vergeht mir die Luft auf das Moped. Ich habe nun nochmals alles auseinander gebaut und auf Undichtigkeit usw. geprüft. Nun läuft sie soweit dass ich den Gasgriff ohne Leistungsabfall betätigen kann. Mein eigentliches Problem ist also weg. ABER: nun tourt sie nur sehr langsam ab und hält teilweise die Drehzahl bei 3-6 Tausend Umdrehungen. (Ist aber verstärkt bei warmem Motor). Würde ja sicher auch auf Nebenluft zurückzuführen sein richtig?

berndy
02.06.2019, 16:39:21
Ja, könnte sein.

Könnte aber auch daran liegen, dass die Drosselklappenanschlagschraube zu weit eingedreht ist, der Leerlauf einfach zu hoch steht.

Dreh den Leerlauf mal auf 1200 U/min.

Möglicherweise läuft der Motor aber auch einfach nur zu mager. Falscher LuFi, falsche Einstellung der Leerlaufgemischschrauben?

Pascal
02.06.2019, 17:11:42
Ja, könnte sein.

Könnte aber auch daran liegen, dass die Drosselklappenanschlagschraube zu weit eingedreht ist, der Leerlauf einfach zu hoch steht.

Dreh den Leerlauf mal auf 1200 U/min.

Möglicherweise läuft der Motor aber auch einfach nur zu mager. Falscher LuFi, falsche Einstellung der Leerlaufgemischschrauben?

Auch wenn der Weg zwar das Ziel sein soll, würde ich gerne mal ankommen und wissen woran es liegt :wut:.
Luftfilter habe ich den Hiflo HFA 3503. Der sollte also eigentlich auch nicht das Problem sein. Leerlauf ist jetzt ebenfalls bei ca. 1200-1300. Zündkerzen trotzdem noch weiß. Weiß nicht, ob es daran liegt, weil sie nur im Stand lief und ich sie erstmal fahren muss. Werde wohl morgen mal ne kleine Runde drehen und schauen, wie sie sich verhält. LLS ist eigentlich auch richtig eingestellt. Eher noch etwas weiter draußen, weil ich dachte, dass sie zu mager läuft. Sind jetzt eher 2 1/2 Umdrehungen draußen. Zylinderkopf habe ich mal von außen provisorisch abgedichtet; reagiert nun nicht mehr auf Bremsenreiniger und eine deutliche Besserung des Problems tritt auf. Nun aber noch hängende Drehzahlen, die ja eigentlich für zu mageres Gemisch sprechen. Ebenso die weißen Zündkerzen.

3y3joe
03.06.2019, 07:59:16
Damit wir von dem selben reden, die Zyilinderkopfdichtung /Dichtfläche ist unterhalb der Auspuffkrümmer und Ansaugstutzen, die kann man nicht von aussen abdichten. Kann es sien , dass Du die ganze Zeit von der Ventildeckeldichtung sprachst?

Pascal
03.06.2019, 08:35:23
Damit wir von dem selben reden, die Zyilinderkopfdichtung /Dichtfläche ist unterhalb der Auspuffkrümmer und Ansaugstutzen, die kann man nicht von aussen abdichten. Kann es sien , dass Du die ganze Zeit von der Ventildeckeldichtung sprachst?

Ja, wir reden von der selben Dichtung. Abdichten ist relativ. Aufjedenfall ist dadurch eine Besserung aufgetreten. Würde ja für die Dichtung sprechen? Habe ein bisschen hitzefestes Silikon verwendet.
Ihr sagtet ja aber, eine defekte Zylinerkopfdichtung würde sich anders bemerkbar machen?

AmigaHarry
03.06.2019, 10:24:29
Was soll dieser Quatsch? Eine durchgeblasene Zylinderkopfdichtung kann man nur tauschen. Da sind bei der Verdichtung 14bar Druck drauf und bei der Zündung ein vielfaches davon!! Eine blasende Kopfdichtung sieht und hört man auch sofort - es würde der Bereich schwarz werden und Öl rausgeblasen werden, sowie die Leistung sinken. Mit Falschluft ansaugen hat das rein gar nichts zu tun - wenn der immense Explosionsdruck bei der Zündung nicht rausbläst - wie sollen da dann im Vergleich lächerliche 0,8bar Unterdruck angesaugt werden?
Wenn die Kiste noch immer auf den Bremsenreiniger reagiert, hat sie auch noch immer im ANSAUGTRAKT eine undichte Stelle. Das muss peniebel nochmals gecheckt werden - es gibt auch Ansaugstutzen mit Mikrorissen im Gummi - nicht leicht zu finden, aber trotzdem undicht. Viellecht hast du bei deiner Silikonaktion zufällig so einen Bereich getroffen.
Da du ja schon neue Vergaser verbaut hast würde ich mir diesen Bereich (vom Vergaser zum Motor) nochmals genau vornehmen. Die Ersatzvergaser sind hoffentlich die richtigen für dein BJ (BST33SS)

Ist sie dann endlich dicht und tourt trotzdem zu langsam ab oder es lässt sich kein niederes Standgas einstellen, liegts so gut wie immer an falsch eingestellten (oder plattgedrückten) Leerlaufgemischschrauben. Die Werte in den Werkstättenhandbüchern sind RICHTWERTE! Das heist nicht das sie immer und überall genau stimmen - man muss schon ein bischen was von der Vergaserfunktionsweise verstehen um sie richtig einzustellen (wie das geht habe ich schon x-mal geschrieben).
Die GS läuft relativ mager (vor allem die neueren mit KAT) - weisse Kerzen wären da normal - deine ist jedoch eine 89er - soweit ich gelesen habe. Diese sollte noch fetter eingestellt sein und ein graues Kerzenbild aufweisen. HiFlo ist zwar einer der Lieferanten von Suzuki, aber ich weis nicht ob das 1989 auch schon so war. Zur Sicherheit würde ich einen originalen LuFi einbauen und testen. Wie gesagt - die GS reagiert sehr empfindlich auf den LuFi.

3y3joe
03.06.2019, 10:26:18
Ja, wir reden von der selben Dichtung. Abdichten ist relativ. Aufjedenfall ist dadurch eine Besserung aufgetreten. Würde ja für die Dichtung sprechen? Habe ein bisschen hitzefestes Silikon verwendet.
Ihr sagtet ja aber, eine defekte Zylinerkopfdichtung würde sich anders bemerkbar machen?

Ja, eine Undichtigkeit die Bremsenreiniger reinzieht, würde beim Arbeitstakt ziemlich stark abblasen, das würdest Du auch ohne Vogelfeder merken.
Ich glaube dein Bremsenreiniger wird da eher von einem benachbarten Leck weggesaugt.

Mumpfel
03.06.2019, 12:26:35
Pascal,

du schreibst in deinem ersten Beitrag, dass du die Ansaugstutzen gewechselt hast. Waren das gebrauchte Stutzen? Wenn ja, hast du sie penibelst auf Risse untersucht und sind die Dichtflächen plan oder schon durchgebogen (Prüfung mit Haarlineal)? Ich gehe davon aus, dass du die Dichtringe zwischen Ansaugstutzen und Zylinderkopf gegen fabrikneue Gummiringe getauscht hast, oder etwa auch gebrauchte Ware?

Was ist mit den Wellenlagern der Drosselklappen, haben die Spiel? Du bist darauf nicht weiter eingegangen. Hast du mittlerweile die Aluwinkel besorgt und montiert? Oder hängen die beiden Vergaser noch immer lose zueinander? Die zwei kleinen Dichtringe unter den schwarzen Deckeln sind montiert? Der Schreiner hat dich darauf angesprochen. Ich habe dich auch gefragt, da ja das Problem auf den linken Vergaser gewandert ist, ob der Unterdruckschlauch vom Benzinhahn auch wirklich rißfrei ist. Hast du das geprüft. Ist aus deinen Antworten nicht ersichtlich.

Gruß Michael

3y3joe
03.06.2019, 12:36:21
+1

Pascal
03.06.2019, 14:55:35
Pascal,

du schreibst in deinem ersten Beitrag, dass du die Ansaugstutzen gewechselt hast. Waren das gebrauchte Stutzen? Wenn ja, hast du sie penibelst auf Risse untersucht und sind die Dichtflächen plan oder schon durchgebogen (Prüfung mit Haarlineal)? Ich gehe davon aus, dass du die Dichtringe zwischen Ansaugstutzen und Zylinderkopf gegen fabrikneue Gummiringe getauscht hast, oder etwa auch gebrauchte Ware?

Was ist mit den Wellenlagern der Drosselklappen, haben die Spiel? Du bist darauf nicht weiter eingegangen. Hast du mittlerweile die Aluwinkel besorgt und montiert? Oder hängen die beiden Vergaser noch immer lose zueinander? Die zwei kleinen Dichtringe unter den schwarzen Deckeln sind montiert? Der Schreiner hat dich darauf angesprochen. Ich habe dich auch gefragt, da ja das Problem auf den linken Vergaser gewandert ist, ob der Unterdruckschlauch vom Benzinhahn auch wirklich rißfrei ist. Hast du das geprüft. Ist aus deinen Antworten nicht ersichtlich.

Gruß Michael

Hey Michael,

ja, die Ansaugstutzen habe ich soweit untersucht, sollten nicht das Problem sein. Die Dichtringe am Ansaugstutzen sind fabrikneu von Suzuki. Plan aufliegen tun sie ebenfalls. Drosselklappe dürfte nicht mehr das Problem sein, da neuer Vergaser eingebaut ist. Ebenso das "Halteblech" der beiden Vergaser. Die beiden O-Ringe unter den Deckeln sind auch da. Schlauch ist dicht. Mittlerweile reagiert alles marginal auf Bremsenreiniger. Ist mir alles suspekt. Nach einer Ausfahrt lief sie anfangs allerdings nun wieder teils schlechte Gasannahme und Leistungslöcher. Aus Lufi Schlauch kam Benzin, spricht ja für einen überlaufenden Vergaser. Ich weiß langsam auch nicht, was es noch sein könnte. Bei etwa 120kmh ist sie vorhin auch ausgegangen. Bild von den Zündkerzen habe ich mal beigefügt.

Gruß

Pascal
03.06.2019, 16:25:03
Pascal,

du schreibst in deinem ersten Beitrag, dass du die Ansaugstutzen gewechselt hast. Waren das gebrauchte Stutzen? Wenn ja, hast du sie penibelst auf Risse untersucht und sind die Dichtflächen plan oder schon durchgebogen (Prüfung mit Haarlineal)? Ich gehe davon aus, dass du die Dichtringe zwischen Ansaugstutzen und Zylinderkopf gegen fabrikneue Gummiringe getauscht hast, oder etwa auch gebrauchte Ware?

Was ist mit den Wellenlagern der Drosselklappen, haben die Spiel? Du bist darauf nicht weiter eingegangen. Hast du mittlerweile die Aluwinkel besorgt und montiert? Oder hängen die beiden Vergaser noch immer lose zueinander? Die zwei kleinen Dichtringe unter den schwarzen Deckeln sind montiert? Der Schreiner hat dich darauf angesprochen. Ich habe dich auch gefragt, da ja das Problem auf den linken Vergaser gewandert ist, ob der Unterdruckschlauch vom Benzinhahn auch wirklich rißfrei ist. Hast du das geprüft. Ist aus deinen Antworten nicht ersichtlich.

Gruß Michael

Das Kerzenbild ist jetzt eigentlich gut, was ja für ein richtig eingestelltes Gemisch spricht. Komisch, weil die Probleme trotzdem noch da sind. Wie gesagt, auf Bremsenreiniger reagiert sie nun nicht mehr.

Mumpfel
04.06.2019, 10:05:13
Pascal,

du hast ja "neue" Vergaser eingebaut wenn ich das richtig gelesen habe? Hast du diese mal zerlegt und gereinigt und kontrolliert ob der Schwimmerstand stimmt und gleich ist, ob die richtigen Hauptdüsen verbaut sind, usw.?

Schlechte Gasannahme und Leistungslöcher sprechen eigentlich erstmal für verdreckte Vergaser und ein falsches Gemisch, kurzum für einen Fehler im Bereich Vergaser und Ansaugweg.

Wenn ein Vergaser überläuft, ist meistens der Fehler eine der beiden Schwimmernadeln. Hast du die Spitzen überprüft und ist der Sitz sauber? Es müsste auch der jeweilige Zylinder wegen Überfettung schlecht laufen. Ist dein Motorenöl mit Benzin angereichert (Schnüffeln, Ölstand überprüfen). Dann erstmal Ölwechsel nach Reparatur des Vergasers durchführen.

Gruß Michael

3y3joe
04.06.2019, 11:06:43
Das Kerzenbild ist jetzt eigentlich gut, was ja für ein richtig eingestelltes Gemisch spricht. Komisch, weil die Probleme trotzdem noch da sind. Wie gesagt, auf Bremsenreiniger reagiert sie nun nicht mehr.

Die Kerze finde ich zu dunkel, läuft tendeziell zu fett.

AmigaHarry
04.06.2019, 12:22:00
Für eine 89er ist das Bild noch OK. Die laufen fetter als die späteren Modelle. Zudem kann man das erst richtig nach einer längeren Autobahnfahrt beurteilen - da werden sie vermutlich etwas heller sein.

Pascal
05.06.2019, 09:40:34
Pascal,

du hast ja "neue" Vergaser eingebaut wenn ich das richtig gelesen habe? Hast du diese mal zerlegt und gereinigt und kontrolliert ob der Schwimmerstand stimmt und gleich ist, ob die richtigen Hauptdüsen verbaut sind, usw.?

Schlechte Gasannahme und Leistungslöcher sprechen eigentlich erstmal für verdreckte Vergaser und ein falsches Gemisch, kurzum für einen Fehler im Bereich Vergaser und Ansaugweg.

Wenn ein Vergaser überläuft, ist meistens der Fehler eine der beiden Schwimmernadeln. Hast du die Spitzen überprüft und ist der Sitz sauber? Es müsste auch der jeweilige Zylinder wegen Überfettung schlecht laufen. Ist dein Motorenöl mit Benzin angereichert (Schnüffeln, Ölstand überprüfen). Dann erstmal Ölwechsel nach Reparatur des Vergasers durchführen.

Gruß Michael


Moin Michael,

ja, den Vergaser habe ich zerlegt und gereinigt bzw. teils Neuteile verbaut (die richtigen). Der Schwimmerstand ist auch korrekt; Schwimmer ebenfalls leichtgängig.
Zylinder laufen ordnungsgemäß und Öl riecht nicht nach Benzin. Ich finde das Problem einfach nicht. Es spricht alles für zu mageres Gemisch. Nachdem sie dann ausging, wurde es von Meter zu Meter schlimmer. Am Ende konnte ich sie kaum noch am Gas halten und wenn, dann nicht über 5t Touren. Ich werde mir nochmal einen originalen LuFi bestellen. Aber da es vom Durchmesser passt kann ich mir nicht vorstellen, dass die Probleme mit einem Hilfo so gravierend ausfallen können.

Gruß

3y3joe
05.06.2019, 13:17:39
Moin Michael,

ja, den Vergaser habe ich zerlegt und gereinigt bzw. teils Neuteile verbaut (die richtigen). Der Schwimmerstand ist auch korrekt; Schwimmer ebenfalls leichtgängig.
Zylinder laufen ordnungsgemäß und Öl riecht nicht nach Benzin. Ich finde das Problem einfach nicht. Es spricht alles für zu mageres Gemisch. Nachdem sie dann ausging, wurde es von Meter zu Meter schlimmer. Am Ende konnte ich sie kaum noch am Gas halten und wenn, dann nicht über 5t Touren. Ich werde mir nochmal einen originalen LuFi bestellen. Aber da es vom Durchmesser passt kann ich mir nicht vorstellen, dass die Probleme mit einem Hilfo so gravierend ausfallen können.

Gruß

Ist das Unterdruckschläuchchen zum Benzinhan dicht?
Wenn nicht, kann der eine Versager da deinen Bremsenreiniger anschnüffeln, und mangels Unterdruck macht dein Benzinhahn auch nicht richtig auf.
Könnte beide Probleme erklären

Pascal
05.06.2019, 15:07:02
Ist das Unterdruckschläuchchen zum Benzinhan dicht?
Wenn nicht, kann der eine Versager da deinen Bremsenreiniger anschnüffeln, und mangels Unterdruck macht dein Benzinhahn auch nicht richtig auf.
Könnte beide Probleme erklären


Ja, darüber habe ich auch schon nachgedacht. Allerdings müsste sie dann ja auf PRI besser laufen. Tut sie aber nicht. Beim Anfahren kommt sie nur mit Glück aus dem Quark oder geht aus. Auch bei ca. 5000 Umdrehungen zum Anfahren scheitert es oft. Beim Gangwechsel und niedrigen Drehzahlen ebenfalls kaum Leistung und Stagnation der Drehzahl oder gar Abfall. Kaum möglich über 4000 Umdrehungen zu drehen bzw. seeeehr langsam. Gasgriff kann nicht voll aufgedreht werden da bei ca. 3/4 die Leistung komplett weg ist.
Mmh, hat schon einmal jemand von Euch so ein Phänomen gehabt?

Pascal
05.06.2019, 16:07:19
Für eine 89er ist das Bild noch OK. Die laufen fetter als die späteren Modelle. Zudem kann man das erst richtig nach einer längeren Autobahnfahrt beurteilen - da werden sie vermutlich etwas heller sein.

So, jetzt habe ich das Problem wohl gefunden. Mein Gott das ärgert mich. Da suche ich die ganze Zeit und werde nicht fündig. Klar, so wird das auch nichts. Könnte es sein, dass mein linker Zylinder "tot" ist? Habe beim Laufen jeweils nacheinander die Kerzenstecker abgezogen. Rechts ging sie sofort aus, links unveränderte Drehzahlen und Motorlauf. Bleibt also an.
Was heißt das jetzt im Klartext?

3y3joe
05.06.2019, 16:09:31
So, jetzt habe ich das Problem wohl gefunden. Mein Gott das ärgert mich. Da suche ich die ganze Zeit und werde nicht fündig. Klar, so wird das auch nichts. Könnte es sein, dass mein linker Zylinder "tot" ist? Habe beim Laufen jeweils nacheinander die Kerzenstecker abgezogen. Rechts ging sie sofort aus, links unveränderte Drehzahlen und Motorlauf. Bleibt also an.
Was heißt das jetzt im Klartext?

Im Leerlauf? Und wie ist es wenn Du Gas gibst?

Pascal
05.06.2019, 16:25:48
Im Leerlauf? Und wie ist es wenn Du Gas gibst?

Ebenso,
ich kann sie ohne Probleme rausdrehen. Der Motor hat den gleichen Lauf wie vorher, gleiches Ansprechverhalten und die gleichen Probleme. Links kommt tatsächlich auch kein Zündfunke. Kerze ist neu, daran kann es nicht liegen.

Gruß

3y3joe
05.06.2019, 16:32:57
Ebenso,
ich kann sie ohne Probleme rausdrehen. Der Motor hat den gleichen Lauf wie vorher, gleiches Ansprechverhalten und die gleichen Probleme. Links kommt tatsächlich auch kein Zündfunke. Kerze ist neu, daran kann es nicht liegen.

Gruß

Doch, Kerzen sind entweder neu kaput, oder dann eben erst nach 20.000...
Kerzen verrecken gerne am Anfang, oder nach ein paar Km, wär nicht das erste mal, deswegen tut man sich immer eine der alten Kerzen nach dem Wechsel in das Bordwerkzeug.
Tausche einfach mal die Kerzen der beiden Zylinder so als erste Diagnose

Pascal
05.06.2019, 16:36:46
Doch, Kerzen sind entweder neu kaput, oder dann eben erst nach 20.000...
Kerzen verrecken gerne am Anfang, oder nach ein paar Km, wär nicht das erste mal, deswegen tut man sich immer eine der alten Kerzen nach dem Wechsel in das Bordwerkzeug.
Tausche einfach mal die Kerzen der beiden Zylinder so als erste Diagnose

Gerade gemacht, habe noch eine neue hier gehabt. Funke nun auf beiden Seiten aber leider keine Änderung der Symptome.

Pascal
05.06.2019, 16:46:08
Im Leerlauf? Und wie ist es wenn Du Gas gibst?

Sobald ich den Chocke reinmache wenn sie warm ist und ich anfahren möchte hat sie zwar immer noch dieses Leistungsloch aber nur noch marginal. Beschleunigen kann ich dann ebenfalls "ordentlich". Blöd nur, dass sie dann logischerweise nicht mehr abtourt wenn ich anhalten möchte.

3y3joe
05.06.2019, 17:08:10
Sobald ich den Chocke reinmache wenn sie warm ist und ich anfahren möchte hat sie zwar immer noch dieses Leistungsloch aber nur noch marginal. Beschleunigen kann ich dann ebenfalls "ordentlich". Blöd nur, dass sie dann logischerweise nicht mehr abtourt wenn ich anhalten möchte.

Wenn sie mit Choke besser läuft bei warmem Motor, ist das typisch für zu wenig Sprit

Du musst wirklich dein Falschluftleck finden

berndy
05.06.2019, 19:07:05
Luftfilter hatten wir schon als Thema, trotzdem.

Klebe mal den LuFi-Einlass etwas ab, einfach mal einen Strang Klebeband drüber.
Nur um eine Tendenz zu erkennen.

Kann sein, dass dein Hiflo einen zu hohen Luftdurchsatz hat. Das hängt nicht unbedingt am Luftfiltereinlauf sondern auch am verwendeten Filtermaterial.

Möglicherweise wird es mit dem originalen LuFi von Suzuki 01D00 besser.

Das hat bei einigen GSen schon Wunder bewirkt.

Ansonsten Leerlaufgemischschraube 2 1/4 Umdrehungen auf?

Du hattest was von Benzin aus dem Luftfilterablauf geschrieben, das deutet auf überlaufende Vergaser hin. Meist klemmt ein oder beide Schwimmernadelventile oder die Schwimmer sitzen nicht richtig in ihrer Aufnahme oder ...

Der Luftfilter sitzt richtig? Da ist eine Aussparung für eine Nase am Luftfilterkasten. Wenn die Nase nicht in die Aussparung greift, gibt es einen Spalt durch den Falschluft kommt.

Pascal
06.06.2019, 11:23:47
Luftfilter hatten wir schon als Thema, trotzdem.

Klebe mal den LuFi-Einlass etwas ab, einfach mal einen Strang Klebeband drüber.
Nur um eine Tendenz zu erkennen.

Kann sein, dass dein Hiflo einen zu hohen Luftdurchsatz hat. Das hängt nicht unbedingt am Luftfiltereinlauf sondern auch am verwendeten Filtermaterial.

Möglicherweise wird es mit dem originalen LuFi von Suzuki 01D00 besser.

Das hat bei einigen GSen schon Wunder bewirkt.

Ansonsten Leerlaufgemischschraube 2 1/4 Umdrehungen auf?

Du hattest was von Benzin aus dem Luftfilterablauf geschrieben, das deutet auf überlaufende Vergaser hin. Meist klemmt ein oder beide Schwimmernadelventile oder die Schwimmer sitzen nicht richtig in ihrer Aufnahme oder ...

Der Luftfilter sitzt richtig? Da ist eine Aussparung für eine Nase am Luftfilterkasten. Wenn die Nase nicht in die Aussparung greift, gibt es einen Spalt durch den Falschluft kommt.

Filter ist zugeklebt worden. Besserung des Anzugs und der Drehzahl. Ab 6000 keine Leistung mehr, Hahn kann maximal zur Hälfte aufgedreht werden. Wenn ich voll aufdrehe, ist bei 6000 eine konstante Abnahme der Umdrehungen die Folge. Höchstgeschwindigkeit 70km/h. Läuft jetzt natürlich zu fett und Fehlzündungen sind die Konsequenz. Meinst Du, wenn ich den originalen bestelle, würde auch das obere Leistungsloch wefallen? Langsam ist das nämlich nervig. Momentan gehen nur Stadtfahrten.

Pascal
06.06.2019, 16:11:42
Wenn sie mit Choke besser läuft bei warmem Motor, ist das typisch für zu wenig Sprit

Du musst wirklich dein Falschluftleck finden


Nur noch einmal für mein Verständnis. Nicht, dass ich noch einen blöden Fehler gemacht habe. Der Schwimmerstand muss 14,6mm betragen und wird gemessen, wenn der Stift der Schwimmernadel gerade berührt wird und sie öffnet bzw schließt richtig?

berndy
06.06.2019, 16:25:36
http://www.mikuni-topham.de/ENGLISHSITE/Technical%20data/Schwimmerst%E4nde.pdf

Toleranzbereich +/- 1mm = 13,6 bis 15,6 mm ist in Ordnung

Pascal
06.06.2019, 17:03:07
http://www.mikuni-topham.de/ENGLISHSITE/Technical%20data/Schwimmerst%E4nde.pdf

Toleranzbereich +/- 1mm = 13,6 bis 15,6 mm ist in Ordnung


Alles klar, dann ist der wohl richtig eingestellt. Nun, dann schaue ich mal, ob ich mit einem original Luftfilter das Problem beheben kann.
Aber sollte das auch die Tatsache ändern, dass der linke Zylinder nicht läuft?

AmigaHarry
06.06.2019, 20:30:15
Aber sollte das auch die Tatsache ändern, dass der linke Zylinder nicht läuft?

Nein, natürlich nicht. Da ist noch was anderes im Busch.
Der GS Motor ist ja ein einfacher Vergasermotor. Wenn die Zündkerze zündet und nicht naß ist, liegts daran das kein Sprit kommt. In dem Fall liegts noch immer irgendwo am Vergaser bzw. dessen(!) Spritzufuhr. Solange dieses Problem nicht gelöst ist, wird auch der LuFi keine Wunder bewirken.

Ausserdem: Du hast nicht darauf geantwortet welche Vergaser nun eingebaut sind (Kennungsnummer). Sollten es BSR34 sein, kannst du alle Werte im Servicemanual vergessen (bzw. maximal aus Ausgangsbasis verwenden) - die passen nicht zu deinem BJ und müssen von Grund auf eingestellt/angepasst werden.

berndy
07.06.2019, 04:54:26
Jetzt musst du zuerst gucken, warum der Zylinder nicht läuft.

Pascal
07.06.2019, 17:06:42
Jetzt musst du zuerst gucken, warum der Zylinder nicht läuft.


So jetzt habe ich mal wieder was Neues. Linker Zylinder hat wesentlich weniger Kompression. Nun dachte ich, dass es fast einfacher wäre, einen neuen Motor einzubauen. Habe ein günstiges Angebot für einen M501 bekommen, habe aber einen M502 aktuell drin. Kann ich die dennoch ohne Probleme tauschen?

berndy
08.06.2019, 06:13:33
Abmessungen sind gleich.

Die Motoren der GM51A und B sind sowieso, bis auf kleine Details wie Getriebeausgangswelle, Steuerkettenspanner u.ä., alle gleich.

Ggf. muss man ein anderes Ritzel (mit Bund/ohne Bund) verbauen.

AmigaHarry
09.06.2019, 08:10:14
So jetzt habe ich mal wieder was Neues. Linker Zylinder hat wesentlich weniger Kompression. Nun dachte ich, dass es fast einfacher wäre, einen neuen Motor einzubauen. Habe ein günstiges Angebot für einen M501 bekommen, habe aber einen M502 aktuell drin. Kann ich die dennoch ohne Probleme tauschen?

Was heist wesentlich weniger? Hast du Werte? Wie hast du gemessen? Mit ganz geöffneten Gaschiebern und voller Batterie? Wieviel bar Unterschied ist zwischen den Zylindern?

3y3joe
09.06.2019, 09:09:56
bin ich mit AmigaHarry, Deutlich weniger wäre für mich die Hälfte:)
Und es ist auch nicht gesagt, dass zu wenig Kompression zwingen auf Verschleiss oder einen Schaden zurückzuführen ist, könnte auch ein Ventil sein , dass kein Spiel mir hat und n ticken offen steht....

Pascal
09.06.2019, 11:33:18
Was heist wesentlich weniger? Hast du Werte? Wie hast du gemessen? Mit ganz geöffneten Gaschiebern und voller Batterie? Wieviel bar Unterschied ist zwischen den Zylindern?

Hallo,
erstmal ein großes Danke an Euch, dass Ihr bemüht seid, den Fehler zu finden; klasse! Nun eine volle Batterie habe ich gehabt, einen warmen Motor, Vollgas und ohne Zündkerzen.
Die Werte gingen doch sehr weit auseinander, sodass ich auf dem rechten immerhin noch 10,9 hatte (ist ja auch nicht mehr sonderlich viel) und auf dem anderen nur noch 6,8. Messung wurde mehrmals durchgeführt.

Pascal
09.06.2019, 11:36:06
bin ich mit AmigaHarry, Deutlich weniger wäre für mich die Hälfte:)
Und es ist auch nicht gesagt, dass zu wenig Kompression zwingen auf Verschleiss oder einen Schaden zurückzuführen ist, könnte auch ein Ventil sein , dass kein Spiel mir hat und n ticken offen steht....

Ja,
bei der Laufleistung des Motors habe ich sowieso über einen AT nachgedacht. Sind ja doch stolze 103t KM. Dennoch werde ich das Spiel überprüfen und ggf. den Motor weiter auseinander nehmen. Mich interessiert ja auch, woran es letztendlich lag. Wie gesagt, der Vorbesitzer sagte mir, er hätte das Spiel eingestellt. Ich denke, da wird auch der Fehler liegen.
Ende der Woche hole ich den neuen Motor.
Bis dahin wird erstmal nichts neues kommen.
Ich melde mich wieder.

3y3joe
09.06.2019, 12:00:18
man kann das alles ohne Aufbau mit Hilfe einer Druckverlustprüfung untersuchen.
Dann weisst Du danach genau wo die Mühle abpfeifft, ob Ventile, Dichtung oder Kolbenringe. Halbwegs ausgerüstete Werkstätten haben sowas rumliegen, oder man besorgt es sich für 50-100 eur in der Bucht vom freundlichen Chinesen.
Ich hab so eins, und das sah garnicht schlecht aus verglichen mit dem kalibrierten Bosch Pendant:)

Pascal
25.06.2019, 13:04:34
man kann das alles ohne Aufbau mit Hilfe einer Druckverlustprüfung untersuchen.
Dann weisst Du danach genau wo die Mühle abpfeifft, ob Ventile, Dichtung oder Kolbenringe. Halbwegs ausgerüstete Werkstätten haben sowas rumliegen, oder man besorgt es sich für 50-100 eur in der Bucht vom freundlichen Chinesen.
Ich hab so eins, und das sah garnicht schlecht aus verglichen mit dem kalibrierten Bosch Pendant:)


Moin moin,

so, nun habe ich mich lange nicht mehr gemeldet, weil ich doch erst andere Sachen erledigen musste und nicht früher zum Motortausch kam. Der neue Motor (30t gelaufen) schnurrt jetzt wie ein Kätzchen. Es lag an einem defekten Zylinder und falsch eingestelltes Ventilspiel. Habe aus Intetesse den alten Motor zerlegt, um zu sehen, woran es wohl gelegen hat. Bei einer Laufleistung von 100t KM kann man es ihm aber, denke ich, nicht verübeln.

Grüße

3y3joe
25.06.2019, 13:12:09
Defekter Zylinder? hatte der Riefen????
waren wohl eher stark verschlissene Kolbenringe...
Was war denn am Ventilspiel falsch eingestellt?
Wenn da nämlich kein Spiel mehr war, erklärt das die schlechte Kompression.

Lass hören ! :=)

Schön , dass Du mit dem neuen Motor zufrieden bist und wieder mobil bist!

Pascal
25.06.2019, 13:37:04
Defekter Zylinder? hatte der Riefen????
waren wohl eher stark verschlissene Kolbenringe...
Was war denn am Ventilspiel falsch eingestellt?
Wenn da nämlich kein Spiel mehr war, erklärt das die schlechte Kompression.

Lass hören ! :=)

Schön , dass Du mit dem neuen Motor zufrieden bist und wieder mobil bist!


Tatsächlich wies die Zylinderlaufbuchse einen Querriss auf, die Kolbenringe waren mehr als verschlissen und teils angebrochen. auch der Kolben sah im Allgemeinzustand nicht mehr verwendbar aus.
Ventil hatte, wie ich anfangs vermutet hatte, zu wenig Spiel. Leider habe ich keine Fotos davon gemacht, das wäre sicher dienlich gewesen. Naja, ich bin froh, dass sie nun wieder läuft.

3y3joe
25.06.2019, 13:44:16
Tatsächlich wies die Zylinderlaufbuchse einen Querriss auf, die Kolbenringe waren mehr als verschlissen und teils angebrochen. auch der Kolben sah im Allgemeinzustand nicht mehr verwendbar aus.
Ventil hatte, wie ich anfangs vermutet hatte, zu wenig Spiel. Leider habe ich keine Fotos davon gemacht, das wäre sicher dienlich gewesen. Naja, ich bin froh, dass sie nun wieder läuft.

Boah, dann war höchste Zeit , dass der Motor raus kam! Erstaunlich , dass der da noch 6,8 bar hingekriegt hat!

Pascal
27.06.2019, 11:23:20
Boah, dann war höchste Zeit , dass der Motor raus kam! Erstaunlich , dass der da noch 6,8 bar hingekriegt hat!

Und da melde ich mich doch schneller als gedacht. Zum Zeitpunkt des Beitrags bin ich vorher nur eine kurze Runde gedreht. Das Sorgenkind macht weiterhin Probleme. Nun läuft sie teils im unteren Drehzahlbereich und hauptsächlich bei Teillast unrund. Vmax läuft sie gut und sofern ich stetig langsam beschleunige auch. Nur eben primär das blöde Teillastruckeln erschwert die Sache. Nun habe ich im FAQ gelesen, dass es verschiedene Gründe haben kann. Zündkerzen wechsel ich nochmals, Filter muss ich wohl auch noch einmal gegen den originalen tauschen und die Hauptdüsen sind eigentlich auch die richtigen. Naja, auch diese wechsel ich nochmal. Kann mir jemand sagen, ob es vielleicht noch andere Ursachen haben kann? Kann das vielleicht auch mit den beiden Löchern unten im Gasschieber zu tun haben? Dachte, das wäre nur bei VMax spürbar. Da läuft sie aber gut.

Grüße

3y3joe
27.06.2019, 11:29:59
Stimmt , kann verscheidene Ursachen haben.
Ich tippe mal darauf, dass dein LL -Gemisch und der Teilllastbereich zu mager ist,
die Kleine ist da etwas empfindlich.
LL Düsen sauber? LL Gemischeinstellschraube 2,5 ausdrehungen?
(darf auch bissle mehr sein , bis 3,5, bis sie eben schön läuft und abtourt.
Düsennadel auf der mittleren Kerbe?

Pascal
27.06.2019, 11:47:24
Stimmt , kann verscheidene Ursachen haben.
Ich tippe mal darauf, dass dein LL -Gemisch und der Teilllastbereich zu mager ist,
die Kleine ist da etwas empfindlich.
LL Düsen sauber? LL Gemischeinstellschraube 2,5 ausdrehungen?
(darf auch bissle mehr sein , bis 3,5, bis sie eben schön läuft und abtourt.
Düsennadel auf der mittleren Kerbe?


Ja, dass sie zu mager läuft im Teillastbereich dachte ich auch, würde die ständigen Fehlzündungen erklären. Nur damit wir von den gleichen Schrauben reden: Du meinst die beiden kleinen an den jeweiligen Vergasern. Nicht die große? die kleinen sind jetzt schon 3 Umdrehungen draußen. Drehzahl ist gut; auch im Stand bei ca. 1300U/min. Lediglich nach längeren Fahrten und Temperaturen ab 100° tourt sie nicht ganz sauber ab. Chip ist in der 3. Kerbe. Neue Zündkerzen, Filter und Reperaturkits sind bestellt. Wenn sie dann nicht läuft, habe ich die Schnau**e voll.

3y3joe
27.06.2019, 11:52:05
Na na! :)

Und ja die kleinen Schrauben unten an den Versagern in Richtung Ansaugstutzen.

mach die mal beide nochmals eine halbe Umdrehung raus, und schaue ob das abtour Problem dann besser ist

Pascal
27.06.2019, 11:55:24
Na na! :)

Und ja die kleinen Schrauben unten an den Versagern in Richtung Ansaugstutzen.

mach die mal beide nochmals eine halbe Umdrehung raus, und schaue ob das abtour Problem dann besser ist

Alles klar, werde ich gleich mal probieren und dann berichten. Mittlerweile steckt doch eine Menge Geld in der Maschine. Nervig, da ich sie eigentlich gekauft hatte, um ein wenig Geld zu sparen.
Ich melde mich wieder.
Die bestellten Ersatzteile würden sicher bei erfolgreichem Ergebnis auch nicht schaden.