Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ölablassschraube - lockern wenn festgeklallt.. Danke für die Infos!
andreas_stgt
02.09.2019, 10:56:45
Hallo,
eigentlich wollte ich vor meiner Tour nach Tirol noch das Öl Wechseln.
Hatte die Maschine im April gekauft, Vorbesitzer hatte 2018 das Öl vor der Winterpause noch gewechselt. Entspricht laut Ölbild = noch sehr klar (nach meinen bisher 2000km ) auch der Wahrheit.
Trotzdem wollte ichs Öl wechseln, um 1. zu wissen was für Öl drin ist (nehme das Louis 10w40) und auch Ölfilter neu ist.
Problem:
Die Abschlassschraube schien mir mit zuviel Nm festgezogen. Habe daher den Ölwechsel vor der Tour nicht gemacht (falls was am Gewinde kaputt geht!).
Bei meinem Mottorroller muss ich die Varioscheibe an der Kurbelwelle mit 70 NM anziehen, daher weiß wie sich das öffnen (Kraftbedarf da sehr hoch) bei solchen NM anfühlt.
Schätze mal ich hätte ne ca. 40NM Schraube bei meinem Versuch aufbekommen.
Kann es sein dass die nicht zu fest angezogen (25 NM) wurde und halt 40-60 NM zu lösen braucht?
Macht es Sinn statt mit noch mehr Kraft an der Schraube zu drücken (klar, Richtung auf :) ) oder kann es besser sein da leichte Schläge mit kleinem Hammer (auf Knarr, Schlüssel) draufzugeben damit sich das so besser löst?
Oder die Mutter mit Kältespray behandeln damit sich die etwas zusammenzieht und dann leichter öffnet?
PS: Die Muttern der Ölfilterabdeckung scheinen mir auch recht fest zu sein. HAbe schon neue + diese Stehbolzen besorgt.
Macht es Sinn diese evtl. kurz punktuell zu erhitzen damit sich die Muttern leichter öffnen lassen?
Danke für Tipps.
gsmattis
02.09.2019, 11:19:00
Meiner Erfahrung nach lassen sich Schrauben immer schwerer lösen, als man sie anzieht. Thema Haftreibung, Slip-Stick-Effekt, Losbrechmoment.
andreas_stgt
02.09.2019, 12:16:58
Vermute ich auch, dass ich etwas zu vorsichtig beim lösen war. Wollte halt nix direkt vor dem Trip riskieren (Gewinde hinüber etc.) - da wie gesagt das Öl eigentlich (nach 2000 km 2019, ca. 10 Monate drin) noch nicht gewechselt werden müsste.
PS: Bin ca. 780 km gefahren - Ölstand sieht irgendwie fast gleich wie vor der Fahrt aus?! Bzw. wohl deutlich weniger wie 100ml - denke man kann Unterschiede erst so ab ca. 80-100ml am Messtab sichtbar erkennen. Benzin im Öl kann nicht der Grund sein für kaum Unterschied. (Da würde doch bei der Öltemp sicher schnell verdampfen, oder?)
Kann es sein dass die mit nun 47000 km weniger wie ca. 100ml / 1000 braucht? Mein 4T- Roller mit 125 ccm braucht schon 150-200 ml... :)
snailie
02.09.2019, 12:34:14
Wenn der Motor gut in Schuß ist, klar, dann kann es auch sein, daß sie kein Öl verbraucht bzw nur kaum merkliche Mengen auf 1000km.
Vinz-Georg
02.09.2019, 14:24:27
Kommt auch sehr doll auf deine Fahrweise an. Wenn du eine entspannte Tour gemacht hast mit eher niedrigen bis mittleren Drehzahlen schluckt der GS-Motor normalerweise nicht viel Öl.
Auf Autobahnfahrten und hohen Drehzahlen "gönnt" sie sich gern den ein oder anderen Schluck.
Bei meiner letzten Tour (ca. 600km) hatte ich einen Ölverbrauch von 100ml insgesamt. Bei der Arbeitspendelei (viel Stadtautobahn) hab ich auf 1000km ca 250ml Verbrauch.
Für einen gepflegten GS-Motor sind 50Tkm gerademal eingefahren ;-).
berndy
02.09.2019, 19:19:20
Weil es hin und wieder doch mal vorkommt: Die Ölablassschraube steht auf dem Kopf, deswegen ist linksrum fester und rechtsrum auf. Wenn man auf den Schraubenkopf guckt, ist es wieder richtig herum.:kopfkratz2:
Das wäre nicht das erste Mal, dass jemand die Schraube immer fester zudreht.
Ich hoffe meine Bedenken sind gegenstandslos.
andreas_stgt
02.09.2019, 20:36:48
Danke für Hinweis wg. der Drehrichtung. Aber ich lege mich unters / seitlich von unten beim öffnen - wg. Blick auf die Sache / Schraube - und dann ist links rum auch links rum = lösen :)
andreas_stgt
05.09.2019, 08:31:52
So, ich habe mich entschieden den Ölwechsel erst Ende Okt. direkt vor der Winterpause zu machen. Öl ja erst ca. 2800km gefahren, bis Okt werdens max. 3800km sein.
Macht Sinn den Motor erst bei der Pause bis März mit frischen Öl zu füllen, oder?
Bringt das echt was für das beim Stillegen (Nov - Ende Feb) bissle Öl in die Kerzenlöcher tut und Motor nochmal duchdreht (am Hinterrad)? Oder ist sowas nur sinnvoll bei deutlich längeren Stilllegungszeiten (1 Jahr++)?
seife
05.09.2019, 08:44:00
Abstellen mit möglichst frischem, sauberem Öl ist wohl am besten, da sich im gebrauchten Öl "böse" Stoffe angesammelt haben könnten, die deinen Motor über den Winter auffressen könnten.
Naja. In der Praxis hat da wohl noch nie jemand einen echten Unterschied feststellen können. Ich würde das Öl nächstes Jahr beim 6000er intervall wechseln und die Kiste über den Winter einfach stehen lassen.
Öl in die Kerzenlöcher habe ich auch noch nie gemacht zum Stillegen, aber meine Motorräder stehen bei Nichtbenutzung inzwischen wenigstens trocken (Garage).
Früher habe ich vor dem Abstellen für längere Zeit (also bei der Suzuki eigentlich jedes mal ;-) ) die Schwimmerkammern leer gemacht, damit der Vergaser nicht zusetzt. Bis dann mal nach einem halben Jahr leerstand alles undicht war (schwimmernadelventil, O-Ringe), vermutlich weil das in der Trockenheit geschrumpft war oder so. Seit dem lasse ich das und habe bei der Wiederinbetriebnahme genauso viel oder wenig Probleme wie vorher.
Seit letztem Jahr tanke ich bei der GS vor längeren Standzeiten mit "Premiumsprit" voll, da der tatsächlich wohl weniger schnell altert. Aber für eine abschließende Bewertung ob das nur ein gutes Gefühl oder tatsächlich ein besseres Wiederinbetriebnahmeverhalten gegenüber dem bisherigen E10 bringt, ist es noch zu früh. :pop:
=> Ich würde mir nicht soviel Gedanken darüber machen :-D
gsmattis
05.09.2019, 09:10:24
Mach den Ölwechsel, wenn er fällig ist und stell das Mopped so weg, wie es ist (vlt noch mal waschen und trocken fahren). Vergaser kannst du ja ablassen.
Wenn die Batterie in Ordnung ist, muss die nicht mal raus. Im Frühjahr ein paar Stunden laden und dann losfahren.
So würde ich es tun (und habe ich bisher auch immer). Probleme gabs im Frühjahr nie.
wekltf
05.09.2019, 21:45:56
[QUOTE=seife;603870]Abstellen mit möglichst frischem, sauberem Öl ist wohl am besten, da sich im gebrauchten Öl "böse" Stoffe angesammelt haben könnten, die deinen Motor über den Winter auffressen könnten.
Ja, hat man früher so gemacht, inzwischen sind die Öle so gut, dass auch ein normales Öl die aggressiven Bestandteile problemlos über den Winter puffert.
Und beim Lösen der Schraube ruhig einen kleinen Hammerschlag auf das Ende des Schlüssels, so ein kleiner Ruck hilft. Nur nicht übertreiben!
Gruß, Wolfgang
gsmattis
06.09.2019, 04:56:06
so ein kleiner Ruck hilft. Nur nicht übertreiben!
Und was ist, wenn der kleine Schlag nicht hilft?:fechten2:
Dirk-Boerge
06.09.2019, 06:46:31
...dann überlegen wir was Neues. In WD-40 baden, einen Ticken in die Richtung fest, dann zurück, Wärme.... Da gibt es noch viele Ideen.
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