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Bremsleistung normal???
Hallo! So, meine Kleine ist nun gecheckt, geschmiert, die Reifen sind aufgepumpt und die Bremsen entlüftet.... da bin ich auch schon beim Thema: Den Bremsen! Ich war heute mal ein bisschen testen - man will ja wissen wie sich das anfühlt, wenn man auf der neuen Maschine voll ankern muss. Und wegen dem Ergebnis war ich schon etwas enttäuscht.... Ich machs kurz:
(Alle angaben geschätzt) über 50m Bremsweg aus 100KM/H und an die 15m aus 50 KM/H gehen mal garnicht! Das macht sogar mein Roller besser! Zum Vergleich: Mit meiner Großen mache ich aus 100 Sachen locker unter 40m und aus 50KM/H stehe ich deutlich unter 10m. (Ok, da sind gescheite Sportreifen drauf, die grippen ganz anders... aber prinzipiell denke ich sollte man mit jeder Maschine einen ähnlich guten Bremsweg hingbekommen). Ursachenforschung: Gestört hat mich vor allem die weiche Gabel... Man merkt überhaupt nicht was das Vorderrad macht (Fahrwerk wird überarbeitet, dass steht schon fest: vorne lineare Wilbers/Öhlins und für hinten hol ich mir auch ein Wilbers)... ich denke da kann ich abhilfe schaffen. ansonsten habe ich noch die Reifen in Verdacht. Die Metzeler Lasertec habe ich ja eh' schon gefressen (Hab mich mal auf meiner Ex-CBX damit lang gemacht). Bei meinen Bremstests waren die die ganze Zeit am rutschen... überbremsen... Kein Vertrauen in die Teile... ich denke mal die sind ein ganzes Stück weit mitverantwortlich für den langen Bremsweg, weil die einfach ned den Grip aufbauen. Hat jemand da irgendwelche Erfahrungen? Wie lang ist euer Bremsweg? MfG |
Mein Bremsweg aus 50 km/h ist 12.5m, was man auch bei der Prüfung schaffen muss.
Bei 100 hab ich noch nicht geschaut, aber 40 45m sollten erreichbar sein. Zur Ursache kann ich nicht viel sagen. Kannst du denn den Bremshebel bis an den Griff ziehen oder schaffste das nicht? |
@fragmaster: liegt der bremsweg daran, dass die bremsen einfach nicht mehr hergeben? wenn ja ist da echt was im argen - mit ner normal funktionierenden gs bremse sollte man so ziemlich jeden reifen problemlos zum blockieren kriegen - d.h. dass der bremsweg ehr durch den grip der reifen und das koennen des fahrers in die laenge gezogen wird.
wobei ich auch ganz ehrlich sagen muss, dass ich mit meiner bremse nicht zufrieden bin - die dosierbarkeit laesst einfach zu sehr zu wuenschen uebrig. |
Zitat:
Danke schon mal an Alle! @ cba: Hast du Fahrwerkstechnisch schon was geändert? |
Ich würd auch auf den Reifen tippen.
Habs mal getestet. Zwei GSen, direkt nacheinander auf der selben Strecke. Mit dem 4 Jahre alten Metzeler ME1 nur gerutscht, 1 Jahr alter BT45: Stoppie bei identischer Bremsbetätigung. Mach dir mal vernünftige Reifen drauf und dann schaust du nochmal... |
Also das mit den 50 m Bremsweg schafft man, auch mit den Metzeler Reifen auf gutem Belag.
Könnte es sein, dass sich die Bremsen verbessert haben, glaub ab Bj 01 is ne größere Bremsscheibe vorn, oder? Übrigens: ich find die top, die Bremsen, bin aber auch noch keine größere Maschine gefahrn. Denen der CB500 stehen sie in nichts nach! |
Abgesehen davon dass die Bremsscheibe afaik nicht größer geworden ist - meine 95er GS ist gerutscht, mit der 94er meines Bruders ging der Stoppie. Und seit ich vorn nen BT drauf hab, geht sie auch in den Stoppie, wenn ich's drauf anlege :wink:
Edit: hast, glaube ich, Recht mit der Bremsscheibengröße; AmigaHarry hat da mal was zu geschrieben. |
*such*...da isses:
Zitat:
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Also die K4 hat vorne 320mm Scheibendurchmesser! Soweit ich weis warens bis dahin 310mm.....
Was die Dosierbarkeit sehr positiv beeinflusst ist eine Stahlflexleitung - kann ich nur empfehlen. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, daß diese eine Scheibe an der GS erstaunlich gut funktioniert - bin schon wesentlich schlechtere (neuere) Doppelscheibenmaschinen gefahren... Ohne progressive Gabelfedern sollte auch heute keiner mehr herumfahren... |
Zitat:
Ich jedenfalls bin mit den Linearen super zufrieden! Die Front ist sowas von Stabil! Kein durchschlagen, super dosierbar... so muss sein! Vorher waren progressive (Ok, die waren einfach zu weich - vielleicht deshalb so schlecht) drin... nie wieder. MfG |
FÜr die Rennstrecke sind angepaste, lineare Federn auch erste Wahl. Aber die meisten Tracks haben relativ guten und gleichmäßigen Fahrbahnbelag.
Für den Straßenbetrieb ist ein sehr sanftes Ansprechen von Vorteil. |
Der Großteil des Weges bei den Progressiven ist ja auch linear, erst auf den letzten Zentimetern kommt der progressive Teil der Feder zum tragen.
Bei den unterschiedlichen Straßenbelägen ist das für Otto-Normalverbraucher einfach der beste Kompromiss... |
Zitat:
Ich dachte bisher, dass die engeren Wicklungen zuerst auf Block gehen und dann die Kraft auf die größeren Wicklungen übertragen wird, welche straffer sind und das die Progressivität ausmacht. |
Fragmaster:
Wie neu ist denn deine Maschine eigentlich? Du weißt schon , dass man es die ersten paar hundert Kilometer mit neuen Belägen vorsichtig angehen und auf vollbremsungen möglichst verzichten sollte, damit die Beläge nicht verglasen, oder? |
Zitat:
Kein Angst, das weiß ich :-) |
Sind in den 15 Jahren mal die Bremsschläuche getauscht worden? Laut Werk sollten die normalen Gummischläuche alle 3 Jahre getauscht werden...
Stahlflex brauchen nur alle 10 Jahre gewechselt werden. |
Nabend noch!
Werden die Bremsschläuche im Rahmen vom Kundendienst gewechselt? Woran erkenn ich das? Ansonsten gehe ich mal nicht davon aus, dass dies schon geschehen ist. Aber für mich ist das Thema gegessen. Mangelnder Druck scheint nicht das Problem zu sein, sondern die Haftung der Reifen. Wenn ich bei meinen anderen Moppeds kurz vorm Stehenbleiben (wo sich also die Radlastverteilung also definitiv schon vollzogen hat) nochmal ein bisschen am Bremshebel ziehe, dann kommt schwupps das Heck hoch, bei der GS blockiert das Vorderrad. Wenn sich meine Finanzielle Situation dann wieder gebessert hat, werde ich auch mal über Stahlflex nachdenken. Hab mir die Kiste ja schließlich auch zum Basteln gekauft! 8) |
also ich hab den metzeler lasertec grad drauf und ich kann nicht bestätigen, dass man mit den reifen schlechter vollbremsen kann als mit dem BT. bei mir blockiert gern das hinterrad, das war aber beim BT genauso und liegt an mir. ich finde man kann mit den metzeler schlappen genausogut bremsen....
:meinung: |
Wichtig beim Bremsen ist, vor allem bei so weichen Gabeln wie die der GS, der Gabel Zeit zum Arbeiten zu geben.
D.h. nicht sofort hart zu bremsen, sondern stetig aber schnell die Bremsleistung zu erhöhen und die Haftungsgrenze des Reifens auszuloten. Wenn man sofort hart am Hebel zieht, geht die Gabel auf Block, der Reifen blockiert in Folge dessen auch sofort. Progressive Gabelfedern können Abhilfe schaffen, da sie i.d.R. wirkungsvoll verhindern, dass die Gabel auf Block geht (auch durch die andere Ölviskosität). Einige Federn (Herstellerabhängig) verhärten jedoch so schlagartig, wenn sie in den progressiven Bereich kommen, dass der Reifen auch diese Kräfte nicht mehr aufnehmen kann und zum blockieren neigt. Btw: Mit grobmotorischer Bediehnung der Bremse bekommt man jeden Reifen zu blockieren, egal ob der Lasertec oder BT heißt... :wink: |
Jo, langsam wirds auch besser. Ich habe jetzt nämlich die Ursache für ein quitschendes Geräusch entdeckt, was ich bisher für den am Grenzbereich um Gnade winselnden Lasertec gehalten habe -> Ein fehlendes Blech Nr. 10 am vorderen Bremssattel. Wenn ich mich davon nicht irritieren lasse, dann bekomm ich sogar noch ein paar Meter raus. Dafür scheint jetzt der Reifen vorne zu Stempeln und zu springen, aber ich wollte ja eh' andere Federn reinmachen.
Hab am Wochenende auch mal ein bisserl auf der Kreisbahn trainiert. Der Lasertec geht problemlos übers Knie, ist vorne wie hinten schon fast an der Kante und hat nie irgendwelche mätzchen gemacht... also soooo schlecht isser wohl doch nicht. Vertrauen ist wieder da :wink: MfG |
Zitat:
es gibt zwei Arten von Progressiven Federn: 1. Mehrstufige (meistens zweistufige), also mit z.B. zwei unterschiedlichen großen Wicklungen und Welche mit stufenloser Progression, also mit kontinuierlich ansteigender Federrate und dadurch einer gleichmäßig ansteigenden Progressionskurve. Bei den Zweistufigen setzt die Progression ab ca. 70-85% des Federweges ein. Ich denke, ich werde es diesmal mit progressiven versuchen. Ich verlasse mich da mal auf eure Erfahrungswerte. Eigenbaut werden die Dinger übrigens mit den engen Wicklungen nach oben (um die ungefederten Massen zu reduzieren. Auf die Funktion der Feder hat das keinen Einfluss). MfG |
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