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_dev_null 05.10.2007 18:15:19

ölverschmierte Schalthebelwelle
 
Hallo,

als ich meine GS gekauft hatte und später mal den Schalthebel bissel fester gezogen habe, weil der etwas wackelig saß, hatte ich mir noch nix bei dem vielen Ölmatsch da dran gedacht. Heute bin ich mal bissel weiter gefahren und habe das Öl schön warm gemacht und prompt hatte ich die Erklärung für den Ölmatsch.

Frage 1: Sind dort einfach auszutauschende Dichtungsringe für die Schalthebel-Welle, die ich vielleicht auf Verdacht einfach mal ersetzen sollte?

Frage 2: Muss ich vorher das Öl ablassen, um nicht eine schwarze Dusche zu erleben, wenn ich da an der Seite den Decke abschraube?

Danke schonmal für die Antworten!

_dev_null

majestic_morpheus 05.10.2007 18:21:00

Der Matsch am Schalthebel ist oft einfach nur Kettenfett, das sich unter der Ritzelabdeckung sammelt. Wenn du fährst, erwärmt sich das Fett und verflüssigt sich. Mach einfach mal die Ritzelabdeckung runter und dahinter richtig sauber. Dann solltest du nochmal überprüfen, ob da etwas undicht ist.

_dev_null 05.10.2007 18:57:22

Hey danke, diese Antwort gefällt mir besser, als da dran rumbasteln zu müssen. :)

Tyler D. 05.10.2007 19:19:56

War bei mir auch nur Kettenfett. Nimm schon mal ein paar rollen Zewa und was zum Kratzen mit. Du wirst dich wundern wieviel Dreck da drin sitzt. Der Vorbesitzer vom meiner GS war in der Hinsicht ziemlich schlampig. Der
Schlamperich

Saugwurmmensch 05.10.2007 21:30:19

Die öl- und fettverschmierten Lappen sind Sondermüll!

BlackTalon 06.10.2007 13:05:42

Wenn du Pech hast, ist es der Dichtring (simmerring) der Schalthebelwelle. Der kostet aber nur ein paar euro und man kann ihn mit dem richtigen Werkzeug selbst austauschen. Dazu lässt man das Öl entweder vorher ab, oder man legt die Maschine einfach auf die rechte Seite, so schwer ist sie ja nicht.

drachendame 06.10.2007 18:45:04

Bei mir war es damals auch der Simmerring den ich ohne Probleme wechseln konnte, aber richtig dicht war es hinterher immer noch nicht. Habe dann von Papa (Kfz Mechaniker) so eine Mini Flasche mit Öl Verbrauchs Stop rein gekippt ins Öl.Das versieglt wohl so undichte Stellen wie bei meiner alten Dame und nu is wieder alles dicht.
Flasche kostet aber auch um die 40 Euro...

_dev_null 10.10.2007 10:44:23

Hallo ihr,

inzwischen tröpfelt es gemütlich so vor sich hin, wenn ich meine Kurzstrecke (6km) zur Arbeit gejuckelt bin, so ein bis zwei Tropfen fallen dann schon runter und das gefällt mir nicht. Also werde ich mir die Tage doch mal den Spaß mit dem Simmerring gönnen, mein Lieblings-Suzuki-Händler hier in der Gegend sollte morgen einen für mich da haben. Der ist übrigens wirklich fair, bezüglich abbrechendem Zündschlüssel schickte er mich weg, zum Schlüsseldienst zwecks Nachmachen, das käme mich billiger.

Gruß,
Stephan aka _dev_null

_dev_null 11.10.2007 07:16:37

Nee, genaues weiß ich momentan nicht. Ich war mir mit meinem leider orangenen Reparaturbuch nicht sicher, ob mir erst einmal ein Liter Öl entgegenschwappt, wenn ich die Abdeckung des Ritzels abmache, wo auch der Schalthebel dranhängt und soweit ich das gesehen habe auch der Kupplungsbowdenzug oben reingeht. Außerdem habe ich eine Five Star Verkleidung dran, das macht das ganze noch aufwendiger. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal moderat auf die Schnauze stürze und dann die Verkleidung weg kann. 8) Naja, nicht wirklich, aber das wäre eine Option. Vor Wind schützt sie ja bissel, aber selbst Öl nachkippen ist eine nervige Aktion durch das Plastik ringsum.

Da aber das tröpfelnde Öl direkt am Kupplungshebel runterläuft und nicht irgendwo mit der Kette rausgeflutscht kommt oder auch nur irgendwo sonst herumölt soweit ich das momentan überblicke, vertraue ich der spontanen Diagnose des Suzuki-Händlers mal und hole mir nachher den darauf passenden Simmerring ab. Wenns der falsche war, habe ich eben einen auf Reserve.

OT: Mit dem Licht wars auch so, meine Birnen rechts waren nicht kaputt, sondern nur nicht angeschlossen. Jetzt habe ich Stereo-Leuchten und einmal Ersatzbirnen da und wenn der Blinker blinkert, zwinkert das Licht bei niedrigen Drehzahlen bissel mit. :D Vielleicht war deswegen nur ein Abblendlicht angeklemmt. Arme Batterie!

Wieder On-Topic: Ich verbuche das dann unter Lehrgeld, irgendwer hat hier im Forum dazu so einen schönen Spruch und so ein oller Simmerring kostet 5 Euro. Da kaufe ich mir notfalls eben noch einen anderen, wenn ich nun den falschen habe. Im Moment schützt ein Knäul Küchenpapier in der Verkleidung rumliegend die Umwelt.

majestic_morpheus 11.10.2007 07:47:45

Hinter der Ritzelabdeckung ist erstmal gar nichts außer eben dem Ritzel und der Kupplungsdruckstange. Du kannst die Abdeckung also bedenkenlos entfernen, da kommt kein Öl geschwappt.

Danach wie oben beschrieben: Reinigen -> fahren -> kontrollieren

_dev_null 14.10.2007 20:44:17

Schrieb ich nicht, dass ich mir notfalls eine weiteren Simmerring kaufen, wenns nicht jener an der Schalthebelwelle ist?

Fakt ist, untenrum bei besagter Welle war alles zugemoddert mit Kettenfett und Dreck. Da konnte frühestens an der sich gelegentlich mal bewegenden Schalthebelwelle überhaupt was aus dem Gehäuse rausschmoddern.

Das Ritzel ist lusttig rostig und wenn man mutig mit dem Finger dahinter rumschrubbt, klebt da trockener Staub, aber kein Tröpchen Öl am Finger.

Ist man nun aber ganz mutig und startet die Maschine im Leerlauf und drückt bissel auf die Kupplungsdruckstange, tröpfelt es los. Also: Kupplungsstangensimmering kaufen!

Und weil das ganze so eine Mühe war, bin ich Radfahrer bis auf weiteres (also bis Kupplungsdruckstangensimmering da ist).

_dev_null 15.10.2007 07:42:27

Zitat:

Zitat von Verbali
Deswegen hatte ich gefragt.
:wink:

Jaja, immer Salz rein in die Wunde. :cry:

Habe heute morgen gestaunt, wie leise, nein, fast ninjamäßig lautlos mein liebes Fahrrad doch ist und wie schnell ich damit zur Arbeit komme, ohne Umkleidungsorgien und ohne zärtliches Choke-Ausbalancieren. :twisted:

_dev_null 16.10.2007 19:38:09

Hallo,

warum hat mich eigentlich keiner gewarnt, dass der Simmerring der Kupplungsdruckstange von einem fiesen Stück Blech gesichert ist, welches derartig von mindestens zwei (eine am Simmerring, eine unerreichbar hinter dem Ritzel) Schrauben gehalten wird, dass man diese wohl nur irgendwie von innerhalb des Motorgehäuses durch entfernen der zugehörigen Muttern lösen kann? Links am Motorrad jedenfalls sind diese Sechskantschrauben gesichert mit einem umgebogenen Stück von demselben Blech, was sie festhalten. Oder wie bewegt man diese doofen Schrauben?

Ich meine Blech Nr. 22 von hier. Man kann auch gut die kleine Nase direkt bei dem Strich der 22 erkennen, welche hochgebogen das Verdrehen der Schraube verhindert.

Jetzt jedenfalls gebe ichs wohl auf und kleckere die Tage (wenn nach Küchenkauf etc. der finanzielle Rahmen ausreichend ist) mal zu Suzuki hin.

Soviel also zum Thema einfache Wartung. :evil:

PS: Danke für die guten FAQs, wo Links zu ronayers.com und somit zu obigem Bild zu finden waren!

Saugwurmmensch 16.10.2007 20:09:59

Du baust das Ritzel ab (Hinterradachse lösen und herausziehen (dabei auf die Distanzen und Scheiben achten, damit mans wieder zusammenbekommt), Sprengring vom Ritzel holen und das Ritzel dann abziehen und aus der Kette fädeln. Das umgebogene Blech vorsichtig geradebiegen und die beiden Schrauben anschrauben. Blech abnehmen et voilá liegt der Simmerrinf frei. Den bekommst du ganz gut mit nem Schraubendreher (dort wo die Druckstange durchgeht angesetzt)herausgehebelt. Mit ner großen Nuss aufgesetzt und vorsichtig und gleichmäßig reingeklopft, geht der neue auch schön plan und sauber rein.
Hinter dem Simmerring kann etwas Öl heraussickern, das ist normal (jedenfalls so lange der Simmerring raus ist ;))

_dev_null 17.10.2007 07:03:09

Danke Saugwurmmensch,

in der Theorie klingt das alles immer schön.
Reicht es zum Ritzel abnehmen eigentlich nicht, das Hinterrad zu lockern, so dass man ganz viel Spiel an der Kette hat?

Das mit dem Sprengring ist dabei aber schon wieder ein Problem, weil ich nachher dann erstmal losstiefeln muss, eine passende Zange kaufen.
Diesen Ring muss ich nicht ersetzen, nachdem ich ihn mit geeignetem Werkzeug abgefummelt habe? Der ist wiederverwendbar, ja?

Naja, zum Kettensatzwechsel bräuchte ich irgendwann eh so eine Zange.

Nächstes Problem sind die umgebogenen Nasen an diesem Blech.
  1. Haben zukünftiger Schwiegervater und ich gestern da schon erfolglos dran rumgehebelt mit einem Schraubendreher. Das bewegte sich nix.[/*:m:suu04u8q]
  2. Habe ich Zweifel, dass man diese Nasen wieder so hochgebogen bekommt, dass sie die Schrauben fixieren und man aber trotzdem die Schrauben erstmal reingedreht kriegt.[/*:m:suu04u8q]

Das mit den Blechnasen war so ein Detail, was gestern den Ausschlag gegeben hat, erstmal alles wieder hinzuschmeißen und sein zu lassen. Manchmal ists aber echt zum Kotzen! Selbst wenn ich mein in einem früheren Beitrag verlinktes Bild vorher gefunden hätte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass diese Nasen da sabotierend hochgebogen sein könnten.

Saugwurmmensch 17.10.2007 09:07:58

Wenn du die Kettenspanner verstellst, mach es gleichmäßig und merk dir die Anzahl der Umdrehungen.
Dann bekommst du`s genauer wieder zusammen. Den Kettendurchhang danach nochmal zu kontrollieren, schadet sicherlich auch nicht.

Wenn du den Sprengring nicht kaputt machst, kannst du den weiter verwenden. (ich musste neulich bei nem Kumpel in Ermangelung einer Sprengringzange den Sprengring mit 2 kleinen Schraubendrehern abfummeln...ging auch, aber nicht so schön wie mit dem richtigen Werkzeug...)
Die Umgebogene Ecke vom Blech "meißelst" du einfach mit Hammer + Schraubendreher gerade. Sooo dick und zäh ist das Blech nicht.
Allerdings ist das bestimmt ein Teil, welches man nach jeder Demontage ersetzen sollte...aber so lange die hochgebogene Ecke dran bleibt würde ich das Teil weiter benutzen.

Tschakkaaaa ;)

_dev_null 22.10.2007 07:01:11

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch
Tschakkaaaa ;)

Genau! :)

Fertig ists, endlich! Nun bleibt das Öl drin in der Maschine.

Heute morgen auf der Fahrt hierher bei -1,7°C wars mit den Sommerhandschuhen trotz Griffheizung noch etwas prickelnder an den Fingerspitzen als gestern beim festziehen der letzten Verkleidungsschrauben.
Brr!
Und ich will irgendwann nach meinem Umzug am übernächsten Wochenende nochmal am Licht rumfingern. Und der Kettenöler gammelt ja auch seit Wochen bloß so vor sich hin. Muss ich mir wohl eine Thermoskanne Grog mit rausnehmen dann, damit ichs nicht so merke wie der Frost in die Knochen kriecht.


Danke allen, die mir so ausdauernd geholfen haben! Ich werde gleich mal nach dem Foren-Paypal-Link suchen gehen. Einen kleinen Teil des gesparten Geldes lasse ich hier.


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