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Lichtmaschine neugewickelt :)
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Hi Leute.
Wollte hier mal Neues berichten. Die Geschichte fing damit an, dass das zuverlässige Motorrad Yamaha XV535 von meinem Nachbar nicht mehr so richtig fahren wollte. Der hatte dann irgendwann kein Bock mehr auf das teil. Also hat er mir das Moped so überlassen und gut ist (kein Motorrad - keine Probleme). Ich hab mir die Reparaturanleitung besorgt und den Multimessgerät von Louis rausgeholt. Spannung, Regler und Lima geprüft… Ergebnis: Lima liefert immer noch genug Saft: 40, 50, 50 Volt pro Phase bei mittleren Drehzahl (hat ja keinen Drehzahlmesser), Regler wird heiß, aber nur 12 Volt kommen an der Batterie an… also neuen Regler besorgt und eingebaut. Ergebnis: Hat sich nichts geändert. Bisschen rumgeflucht:wut:… na ja Lima abgebaut und 5!!! durchgebrannte Spulen festgestellt. Das ganze hat nur noch funktioniert, weil es auf Masse kurzgeschlossen war. Aber eine neue Lima war mir zu teuer, gebraucht – zu unsicher (den 15 Jahre alten Isolierlack konnte ich mit einem Lappen so abputzen). Also eine andere Lösung gesucht. Die Lösung war einfach - Neuwickeln. Na ja, ein Betrieb dafür hab ich vergeblich gesucht (sind wohl wegen der Krise alle pleite gegangen). Also, hab ich mir gedacht: was soll’s, mach ich halt selber (im Internet gibt's ne super Anleitung dafür). Folgende Schritte wurden dann gemacht: 1. Stator sauber gemacht Anhang 5733 2. Neue Isolier-Lackschicht drauf (hat am längsten gedauert - der brauchte fast eine Woche zum Trocknen) Anhang 5734 3. Neugewickelt (für XV: 1,12mm Kupferlackdraht, je 31 Wicklungen pro Spule :nut: ) Anhang 5735 4. Und zu letzt noch eine dicke Schicht Isolierlack drauf Anhang 5736 Mit dem Ergebnis: Es hat wunderbar geklappt!!! Hab jetzt im Standgas wieder meine 14 Volt Spannung!:up: Wenn einer mal seine Lima auch so Instandsetzen will, kann ich nur empfehlen. Materialkosten - 20-30 €, Zeitaufwand - 10-20 Stunden (je nach dem wie doof man sich anstellt) Man muss halt Geduld haben, keine zwei linke Hände und sehr sorgfältig arbeiten. Für mich war das eine Herausforderung. Ich kann übrigens auch das Ganze für kleines Entgelt wiederholen. Wenn also einer seine Lima bei mir reparieren lassen will - PN. Auch einzelne durchgebrannte Spulen sind schnell austauschbar (Macht aber nur sinn, wenn der restliche Lack noch hält). Gruß Petrucha |
..gefällt mir :up:
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Klasse :up:
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Hut ab, super Arbeit!
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super !
die Dioden ware alle noch ok ? bzw. Regler hattest du ja neu sollte in die FAQ ! |
Der Gleichrichter hat seine Aufgabe zu meiner Zufriedenheit erfüllt. Hab probeweise noch provisorisch den Gleichrichter der GS an der XV angeschlossen. Die hat dieselben Werte ausgegeben.
Was ich noch sagen wollte: Die FAQ hier sind um Welten besser als das, was in der original Reparaturanleitung steht. Hätte ich den Tread hier erst gelesen http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=10610, hätte ich mir den Reglerwechsel sparen können. Hab natürlich nichts gegen, wenn die Admins den Beitrag in FAQ verschieben |
hast du abgeklärt, das der Lack und der Wicklungsdraht Ölfest sind und 150+ grad aushalten ?
da gibt es ja auch verschiedene Qulitäten - gerade beim Isolierlack hast das Zeug bestellt oder um die Ecke gekauft ? hatte schon Kupferlackdraht, bei dem der Lack schon mit nem Lötkolben abging, und anderen, den musste man richtig heiss (600grad+) machen zum abisolieren. die einzelnen Spulen hast du am Stück nacheinander gewickelt oder einzeln miteinander verlötet ? feines elektroniklot wird ja ab 150grad schon weich Aber echt feine Arbeit - damit kannste Geld verdienen :-) aber kaum zu glauben, dass es in Wuppertal keine Motorenwickler mehr gibt In KL gibbet einen (also vor 10 Jahren gabs da noch einen) |
Zum Isolieren hab ich den Bremssattellack von Foliatec verwendet. Der hält Temperaturen über 300° aus. Der Lack am Draht ist nicht durchlötbar und sämtliche Verbindungen wurden zusätzlich mit Quetschhülsen gesichert.
Die Fasen wurden nacheinander gewickelt. So musste ich zuletzt nur die drei Enden miteinander verbinden (genau so, wie das vom Werk aus war) Hab bei den gelben Seiten die Betriebe gesucht. Es gibt hier noch einen kleinen Betrieb, aber dort hab ich weder telefonisch noch persönlich niemanden erreicht. Und in Velbert gibt’s eine große Wicklerei. Die machen aber nur die größeren Maschinen neu wickeln. Als ich da mit meinem kleinen Stator aufgetaucht bin, haben die nur gelächelt. Von dort hab ich auch den Kupferlackdraht geholt. |
Bremssattellack?
und du bist sicher das der den Chemischen Angriffen von Öl mit all seinen Schwebstoffen standhält? |
Es ist ein Zweikomponenten-Bremssattellack und soll laut dem Hersteller nicht nur temperaturbeständig, sondern auch öl- und abriebfest sein. Und das ist der auch. Der wird super hart, nicht vergleichbar mit dem Zeug aus der Sprühdose (auf jeden Fall nicht schlechter, als das Original vom Werk).
Hab noch kurz überlegt, den normalen Isolierlack zu verwenden. Der hält aber nur bis 180°C. Außerdem ist die Idee mit den Bremssattellack nicht von mir. Die Anleitung hatte ich von hier. http://www.wildstar-fan.de/teile/lic...e/wickeln.html Dazu kommt noch, dass ich einen angehenden Dr. Chem. an meiner Seite hatte :grinser2:. Der hatte nur Bedenken, was Isolierfähigkeit angeht, aber keine Einwände wegen Ölbeständigkeit gehabt. Die Isolation hab ich sicherreitshalber mehrfach getestet. Wir sind hier schon ein cooles Team. |
Bedenken wegen dem chem. Angriff und auch der Temperaturbeständigkeit hätte ich da auch nicht. Die Problematik liegt eher in den feinen Vibrationen, die den Lack langsam perforieren. SUZUKI hat damals (1977) sehr lange gebraucht um ein halbwegs standfestes Lacksystem zu finden - bis ins die 90er-Jahre hinein. Davor waren LiMa-Schäden schon fast an der Tagesordnung..... man darf nicht vergessen: die damaligen Isolierlacke krepierten so ziemlich alle zwischen 160 und 200°C und von der Festigkeit heutiger Systeme konnte man damals nur träumen.
Nun, die Technik hat sich weiterentwickelt und die heute erhältlichen Lacksysteme sind wesentlich robuster als damals...... Alles in allem eine sehr schöne Arbeit die du da geliefert hast - vor allem die nachträgliche, dick aufgebrachte Isolierschicht ist sehr gut.... Hast du die 31 Wicklungen an der alten Wicklung ermittelt, oder neu gerechnet? Wenn zweiteres: welche Dauerleistung hast du dafür eingesetzt? |
Ich wollte das Rad nicht neu erfinden und hab einfach die alten Wicklungen gezählt. Die Lima von XV ist etwas schwächer, als die von GS. Soll so um die 150 Watt liefern.
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Schöne Arbeit. Mein Vater war früher Elektro-Maschinenbauer, der hat beinahe täglich Pumpen und sonstige Motoren neu gewickelt.
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hab in einem Praktikum beim Kärcher auch mal handgewickelte und "ausgewuchtete" Spulen aus China gesehen (Massenprodukt!
Ansonsten intressant zu sehen und danke für Anleitung und Bilder, vielleicht brauch ichs eines Tages. |
Zitat:
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