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Zaesch83 30.09.2009 18:43:07

Machine geht während der Fahrt sporadisch aus
 
Hi,

habe seit letzem Jahr eine GS500E und an sich läuft alles prima. Allerdings gab es vor ein paar Monaten Probleme:
Die Maschine ging während der Fahrt einfach aus. Zuerst war es nur selten, aber das steigerte sich soweit das sie immer ausging wenn die 5000 U/min. überschritten wurden.
Habe mich dann zur nächsten Werkstatt gekämpft und der Fehler wurde auch gefunden. Es war der Zünd-Unterbrecherschalter am Seitenständer. Das Ding hatte irgendeine Macke...
Es wurde ausgetauscht und alles lief prima!

Bis heute. Nichts Ahnend - natürlich auf der Autobahn - fangen die selben Symptome wieder an:
Die Maschine ruckelt, die Zündung setzt aus. Beim Ziehen der Kupplung kommt der Motor wieder um beim Einkuppeln direkt wieder zu sterben.

Ich befürchte der Schalter ist schon wieder im Eimer und das nach ca. 4000km! Darf eigentlich nicht sein, oder?
Der Mechaniker meines Vertrauens macht grad Urlaub, aber ich werde morgen mal sehen ob ich den Schalter selber überbrückt bekomme... Hätte mir mal lieber die Brücke vom ersten Mal mitnehmen sollen :?

Woran kann es liegen, dass die Zündung unterbrochen wird? Das mit dem Schalter kann ja nicht normal sein. Zumal das Teil 40€ kostet!

Vielleicht noch ein paar Infos:
# Im Stand läuft die Maschine rund, man kann Gas geben - alles super
# Der Tank war ca, 1/2 voll als die Probleme heute auftraten. Habe auf Reserve gestellt, hat aber nix geändert. Bei der nächsten Tanke hab ich dann vollgetankt und in den Tank geschaut - nichts auffälliges
# Nach dem Volltanken ist das Problem auch wieder aufgetreten
# Zur Zeit hängt es nicht von der Drehzahl ab ob sie ausgeht. Kann bei 3000 sein oder auch bei 8000
# Wenn man die Kupplung zieht, löst, zieht, usw. bzw. ein wenig schleifen lässt, kann man das Absterben des Motors verhindern oder zumindest soweit regeln, dass man weiterfahren kann. So hab ich mich von der Autobahn gerettet :)
# Bei geringen Geschwindigkeiten tritt das Problem (noch) nicht auf. War beim ersten Mal auch so und wird sich wahrscheinlich ändern.
# Beim ersten Mal lief die Maschine mit überbrücktem Seitenständerunterbrecher einwandfrei.

Hat das schonmal jemand erlebt??? Tipps?? Anregungen?

Saugwurmmensch 30.09.2009 19:17:06

Stell beim nächsten Mal deinen Benzinhahn auf PRI.
Ist das Symptom weg, liegt es an der verhärteten Membran im Unterdruckbenzinhahn.

Jais 01.10.2009 13:24:35

Welches BJ hast du?

ups25 01.10.2009 13:47:36

Tankentlüftung, Schlauchführungen (+ Unterdruckschlauch) , Vergaser (Einstellungen und Dreck), Ansaugsystem fallen mir sofort ein.

Bj und Laufleistung wären schon ne gute Angabe. Strassenparker?

Das: http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=21678 hat mal wie bei dir angefangen.

Zaesch83 17.11.2009 17:24:23

So, hatte heute endlich Zeit mal näher nach der Sache zu schauen. Zuerst wollte ich den Fehler reproduzieren - aber der ist einfach weg. Die Maschine läuft 1A - mit wenig Drehzahl, mit viel Drehzahl... hab sogar den Wasserschlauch ausgepackt und von allen Seiten Regen gespielt (vielleicht läuft ja irgendwo Wasser rein) - läuft trotzdem.
Einziger Unterschied, den ich auf die Schnelle nicht ändern konnte, war, dass der Tank nun voll ist. Muss mir mal einen Behälter besorgen und Sprit abzapfen um zu schauen ob es dann wiederkommt. Könnte es an sowas liegen?

Wasser im Tank hatte ich auch schon dran gedacht - konnte aber nichts erkennen bzw. kein Wasser ausmachen. Das müsste sich ja irgendwo sammeln und eine erkennbare "Blase" bilden, oder?

Bj 1994
Laufleistung ~29.000km
Parkverhalten: teils Straße, teils Garage ( ca. 30/70) :)

berndy 18.11.2009 12:18:22

Wenn, dann sammelt sich Wasser ganz unten, weil Wasser eine höhere Dichte als Benzin hat.

Normalerweise kommt das dann im Betrieb nicht in den Vergaser weil es auf ON durch ein Röhrchen im oberen Benzinhahn fließt. Wenn der Tank dann so leer ist, dass man auf RES oder PRI (ist der selbe Abgang im Benzinhahn) schalten muss, kann das Wasser in die Vergaser fließen.

Um bei ON in die Vergaser zu kommen, müsste schon ca. 2,5 bis 3 L Wasser im Tank sein.

Man kann versuchen das Wasser mit Alkohol/Vergaserreiniger (http://www.louis.de/_1089299904612e3...4878&anzeige=0) zu binden, es wird dann normal durch den Vergaser gesaugt ohne große Tropfen zu bilden und stört die Abläufe im Vergaser nicht so sehr, man kann auch versuchen es aus dem Tank laufen zu lassen. Dazu oberen Benzinhahn schließen, Schläuche vom Tank abziehen, zwei passende Schläuche auf die Abgänge stecken, in einen Kanister leiten und den oberen Hahn wieder aufdrehen.

Möglicherweise liegt es aber gar nicht an Wasser.

Schau doch mal die elektrischen Kontakte am Seitenständerschalter nach, vll. fehlt da eine Isolierung oder da ist was verdreckt oder oxidiert.

Zaesch83 18.11.2009 12:37:04

Der Seitenständerschalter wurde mitte diesen Jahres erneuert weil er einen defekt hatte. Das Ding hat bei ca. 3000-4000 U/min. einfach die Zündung unterbrochen. Habe ihn dann erst überbrückt und nach Ankunft des Ersatzteils in der Werkstatt einbauen lassen. Die Kontakte sehen alle gut aus und die Isolierung ebenfalls.
Ist es normal, dass ein Anschluss des Schalters (grünes Kabel) einen schönen Plastikstecker hat und der andere (blau-weißes Kabel) einen einfachen Stecker mit einer Gummitülle?

berndy 19.11.2009 02:28:08

Ja, das ist normal.

Der Plastikstecker kommt vom Seitenständer-Relais. Der andere geht einfach nur zum Kabel.

Vll. hat auch dein Seitenständer-Relais eine Macke oder lose Kabelanschlüsse.

Bei normalen Steckern (so wie der mit der Gummitülle) sieht man meistens, wenn die Kontakte wackelig geworden sind. Bei den Plastiksteckern sieht man es meistens nicht. Man merkt es auch nicht am Widerstand beim Zusammenstecken oder Trennen. Eventuell merkt man es, wenn man am Stecker wackelt, wenn der Stromkreis geschaltet ist, an kurzen Unterbrechungen.

Dass der Motor ausgeht, kann aber auch andere Ursachen haben.

Wenn der Fehler jetzt weg ist, würde ich nur eine Sichtkontrolle machen. Wenn alles normal aussieht, keine Kabelisolierung durchgescheuert ist, bleibt einem eh nichts anderes als das Ganze mal zu beobachten.

tobisays 15.02.2010 18:35:28

habe ich auch
 
hi an alle,

genau dieses problem trifft bei mir zu habe in 95 baujahr und eine laufleitung von 16 tkm runter, ich habe das dumme gefühl dass sie frisst... kann das sein oder was für einen rat gibt ihr mir da? nach was sollte ich schauen?:smoker2:

Jais 15.02.2010 20:26:22

Hast du schon PRI ausprobiert?

Fressen tun bei der GS gerne die Gleit und Pleuellager, wenn man mit zu wenig Öl fährt. Das meinst du bestimmt nicht.

verbali 15.02.2010 20:30:59

wäre interessant zu wissen was er mit "frisst" meint.

Die Fragestellung ist ein wenig dürftig für eine Fehlerdiagnose.

berndy 16.02.2010 13:52:19

@tobisays Wenn du das meinen solltest: http://de.wikipedia.org/wiki/Kolbenfresser
wäre dein Motor defekt, eine Reparatur sehr teuer, wahrscheinlich unrentabel.

Bei ausreichend Öl im Kurbelgehäuse und Kühlung treten Kolbenfresser bei Viertaktern nur sehr selten auf.


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