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Sirion 28.02.2010 18:01:26

Welche Ladezeit zum Sommerstart?
 
Hallo zusammen,

so, bin grad drauf und dran, meine Suzi wieder fit zu machen, einen Kettenoeler hab ich passend zur neuen Saison auch eingebaut. Nur der Sturm draußen will so gar nicht zu einem Saisonstart passen...

Ich hab heute die Batterie durchgemessen, nachdem ich den korrekten Pegel des destillierten Wassers überprüft habe = 11,8 Volt. In einem Schrauberbuch hab ich die Angabe gefunden, dass sie zum ersten Start nach dem Winterschlaf (und erfahrungsgemäß orgelt sie immer eine Weile, bis sie das erste mal richtig startet, und da will ich die Batterie auch nicht sofort wieder leer haben) 12,8 Volt haben sollte, im Betrieb seien problemlos auch bis über 14 Volt möglich...

Ich habe ein Hella-Ladegerät mit einem Ausgang von 12V/0,8A. Wie lange muss ich die Batterie mit diesem Ladegerät laden, um auf die aus dem Handbuch empfohlenen 12,8 Volt bzw. auf diejenige Spannung, welche für einen Winterstart erforderlich ist, zu kommen? Wie ist die Formel?

Danke von einem elektronisch bedingten Laien für Eure Hilfe!

Ciao Sven

AmigaHarry 28.02.2010 18:48:52

Dein Ladegerät sollte das schon selbst ausregeln: d.h. anschließen und warten bis die Ampere gegen Null gehen (dann ist sie voll).

Allerdings: wenn sie den Starter noch durchdreht würde ich einen anderen Weg wählen:
1. Benzinhahn auf PRI
2. Sitzbank runter
3. Evtl. Starthilfekabel zu Autobatterie
4. Kleine Prise Starthilfegas in die LuFi-Öffnung
5. Choke voll
6. Starten

Damit sollte sie am 2 oder 3 Versuch laufen - dann sofort Starthilfekabel lösen und Benzinhahn wieder zurückstellen......
Meine F habe ich heute nach 4 Monaten Stillstand (ohne jegliches Einwintern, etc.) gestartet: auf den 2. Versuch ist sie ohne jegliche Hilfe sofort angesprungen.....

Saugwurmmensch 28.02.2010 18:52:40

Das kannst du doch aus der Betteriebezeichnung ableiten.
Wenn die zB 12 Ah hat (Ampèrestunden) brauchst du bei 0,8 A maximal 15 Stunden (bei komplett leerer Batterie).
Wobei gute Ldegeräte gegen Ende des Ladevorgangs den Strom reduzieren.

Über Nacht sollte also vollkommen ausreichen.

Manchmal wirkt sich der alte Sprit in den Schwimmerkammern der Vergaser auch negativ auf`s Frühjahrsstartverhalten aus.
Deshalb lässt man den zur Überwinterung auch ab.
Nicht gemacht?
Dann solltest du die Kammern leeren (unten an den Schwimmerkammern geht jeweils eine goldene Schraube zur Seite raus (Kreuzschlitz oder Außensechskant). Wenn du die öffnest (vorsicht die sind recht weich) läuft der Sprit aus den Schwimmerkammern (ein guter Schluck) aus dem Nippel unten an der Kammer. Kannst du zB mit einem gekürzten Trinkhalm in ein Auffanggefäß leiten), und dann den Banzinhahn ein paar Minuten auf PRI stellen um die Kammern wieder zu füllen (die Ablssschräubchen sollten dann natürlich wieder zu sein ;) ).

Sirion 28.02.2010 19:30:40

Zitat:

Das kannst du doch aus der Betteriebezeichnung ableiten.
Wenn die zB 12 Ah hat (Ampèrestunden) brauchst du bei 0,8 A maximal 15 Stunden (bei komplett leerer Batterie).
Wobei gute Ldegeräte gegen Ende des Ladevorgangs den Strom reduzieren.

Über Nacht sollte also vollkommen ausreichen.
Genau das ist mein Problem - ich weiß als Laie von Elektronik nicht, ob sie mit 11,8 Volt vollkommen leer oder eher voll ist. Wie messe ich mit einem Elektromessgerät die Ampere, wenn sie sich nicht zwangsläufig aus dem Volt-Wert ergeben? Gibt es dafür eine separate Messeinstellung?

Soweit ich weiß - aber sicher bin ich mir nicht - hat mein Hella-Gerät (Charger 1.5) keinen Überladeschutz, und ich möchte die Batterie nicht plätten, indem ich sie zu heftig lade... Die Bedienungsanleitung habe ich leider nicht mehr. Deshalb hatte ich hier nach einer Formel zur Errechnung der Ladezeit gefragt :grinser2:.

Danke Euch beiden zu den übrigen Tipps, die werd ich beherzigen. Abgelassen hab ich Benzin beim Erststart nie, da es mir immer suspekt war, am Vergaser rumzuschrauben - da hatte ich bisher immer Bammel, etwas zu verstellen.

Gruß
Sven

cha0s 28.02.2010 19:49:03

die kapazität kann man nicht so ohne weiteres messen. häng die batterie ein paar stunden ans gerät und gut. du wirst ihr so nicht mehr schaden als im laufenden betrieb.

thy 28.02.2010 20:05:30

Achte beim Laden der Batterie, dass du die gelben "penökel" raus ziehst...

Sirion 28.02.2010 20:16:08

Zitat:

Zitat von thy (Beitrag 376111)
Achte beim Laden der Batterie, dass du die gelben "penökel" raus ziehst...

Werd ich machen, danke!. Aber ist dafür nicht eigentlich der Entlüftungsstutzen da?

cha0s 28.02.2010 20:32:32

Zitat:

Zitat von Sirion (Beitrag 376113)
Aber ist dafür nicht eigentlich der Entlüftungsstutzen da?

genau deshalb kannste die drinn lassen. im laufenden betrieb sind die auch drinn und da ist der ladestrom höher.

thy 28.02.2010 20:34:03

Ach dann brauch ich die nicht mehr rausfriemeln? :D

AmigaHarry 02.03.2010 18:06:24

Zitat:

Zitat von thy (Beitrag 376119)
Ach dann brauch ich die nicht mehr rausfriemeln? :D

Die müsstest du nur für Schnellladen rausnehmen - denn da ist die Gasentwicklung sehr groß. Allerdings ist das für die Batterie nicht unbedingt "gesund". Die Gasentwicklung beim normalen Laden wird problemlos durch die Entlüftung abgeführt.

Noch ne Frage: Hat dein Ladegerät denn keine Ampere-Anzeige? Wenn die mehr oder weniger bei "0" steht ist deine Batterie voll.....(und so ein uraltes Strom-Konstant-Ladeungetüm wirst du ja doch wohl nicht haben.....sowas gibts ja heute nur mehr im Museum!). Dazu benötigst du keinen eigenen Überladeschutz - die variable Stromstärke bei konstanter Spannung ist der Überladeschutz......und so ist heute so gut wie jedes Ladegerät aufgebaut.....

thy 02.03.2010 19:30:57

Der Kollege bei dem meine GS steht hat n Ladegerät, und da sind zwei Leuchten ein in "grün" und eine in "rot"
Ein Schnellader ist das mit großer wahrscheinlichkeit zu sagen nicht.
Gut dann brauch ich da nicht mehr dran fummeln :D

Sirion 02.03.2010 21:16:46

Mein Ladegerät hat zumindest keine Ampere-Anzeige, auch wenn es noch nicht soooooo alt ist (ich tippe mal auf 7 Jahre, maximal). Hat nur eine rote Betriebsanzeige und eine Umschaltung zwischen 6 und 12 Volt.

AmigaHarry 03.03.2010 15:16:34

Zitat:

Zitat von Sirion (Beitrag 376530)
Mein Ladegerät hat zumindest keine Ampere-Anzeige, auch wenn es noch nicht soooooo alt ist (ich tippe mal auf 7 Jahre, maximal). Hat nur eine rote Betriebsanzeige und eine Umschaltung zwischen 6 und 12 Volt.

Mit dem BJ sollte es trotzdem ein Spannungskonstant/Stromvariables Ladegerät sein und somit deine Batterie nicht überladen können......wie gesagt: so alte Stromkonstant-Ungetüme werden (in der westlichen Hemisphere!) schon lange nicht mehr gebaut.....

Cysign 03.03.2010 19:33:23

Googel doch mal nach dem Ladegerät, vllt. biste danach schlauer?!
Ich hab nur so n ganz pissiges Polo-Billigding... das reicht aber vollkommen.
Hat 3 LEDs. Die orangene zeigt den Betrieb an, die rote sagt "Bisui blöd oda was? Vertausch ma ganz schnell wieder die Pole" und die Grüne leuchtet erst nach 2-3 Tagen, wenn die Batterie dann voll is :D
ädt "nur" mit 600mA....reicht mit aber vollkommen.
D.h. ich kann beim Laden auch die Pinöppel dran lassen? Hab die bisher immer abgezogen...

Gibts eigentlich ne Batterie, bei der man den Füllstand besser erkennen kann? Ich leuchte immer mit nem LED-Lämpchen von hinten durch, um abzuwägen, ob ich (destil. H2O) tanken muss. Wenn man das direkt erkennen könnte, wär schon cooler...und bei mir steht demnächst endlich mal ne neue aufm Plan.

thy 03.03.2010 19:38:11

Schau mal hier wegen der günstigen Batterie ;)


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